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Samstag, 3. Dezember 2016

Verfrühte Neujahrsansprache des Tages

Abteilung: Doctor's Gedanken


Der Joker

Abteilung: Wer ist der Psychopath?


Ich bin ein Comic-Fan. Verschlung Spider-Man und Batman-Comics. DC und Marvel.

Und der Joker (DC) war immer die Projektionsfläche für die, die für die Anarchie eine gewisse Sympathie hegen. Für die, die dieses gesamte System ficken (Entschuldigung) wollten.

Der Joker ist weder xenophob, noch homophob, noch antisemitisch. Sein Hass richtet sich nicht gegen die Ausgegrenzten, nicht gegen Minoritäten.

Sein  Hass richtet sich gegen die, die davon profitieren, dass das herrschaftliche System von unten nach oben verteilt.
Der Joker ist ein Anarchist, der bestehende Zustände hinterfragt.
Total polistisch inkorrekt. Seine Ambivalenz, seine Mißachtung von Dogmen machte ihn zum Super-Schurken.

Der Joker steht für die Überwindung des aktuellen Systems.
Die AfD steht hingegen für die Manifestierung der Gewinnverteilung unter nationalistischer Ausgrenzung.

Leute, wenn ihr das System ficken wollt, dann wählt nicht die AfD, sondern den Joker.
Wählt DIE LINKE, oder die PARTEI.

Außer ihr habt ein Problem mit Überfremdung und mit Juden.

In diesem Fall bestellt Euch bei Amazon eine Zeitmaschiene, reist 80 Jahre zurück und wählt die NSDAP.

Lieber den Joker, als Hitler.

Lieber Anarchie, als Merkel-Mutti oder den feisten Gabriel.

Humanität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit.
Da ist mir der Joker (als Kunstfigur) näher, als alles, was mir für das kommende Jahr als Kanzlerkandidat versprochen wird.

Wenn schon unter gehen, dann zumindest mit ehrlicher(!) Menschenverachtung.

Montag, 21. November 2016

BGH-Urteil des Tages

Abteilung: Kann denn Wahrheit Sünde sein?

Auf der Schrottpresse folgte ich einen Link von @Waswegmuss zu diesem ARTIKEL.
Danke dafür!

Snowden darf also zum Untersuchungsausschuss geladen werden!
Ätsch, Merkel!
Übrigens: Dem SPIEGEL ist das laut meiner Suchanfrage keine Meldung wert. Wen wunderts?

Weiß noch gar nicht, wie ich das verpacken soll.
Hab beispielsweise ein wenig (paranoide?) Angst, dass die neuen beiden Busenkumpel einen Deal aushandeln, der sich als Kaninchenfalle für Snowden manifestieren könnte.

Snowden übrigens, das soll in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, ist für mich der größte Held der Jetztzeit. Besonders, weil er so wenig Gewese um sich macht. Er tritt zur Seite und will, dass der Inhalt seiner Enthüllungen Aufmerksamkeit erfährt - nicht seiner Person.

Oliver Stones Film 'Snowden' habe ich noch nicht gesehen.
Ich kann Euch aber wärmstens den Doku-Film 'Citzenfour' empfehlen!


Samstag, 19. November 2016

Die Erosion der Demokratie

Abteilung: Schlächter wählen

Die Demokratie wird solange hochgehalten, so lange sie bestehende Zustände legitimiert. Die Dogmen lassen nur ein 'Weiter so!' zu.
Beim Brexit haben die Wähler in dieser Hinsicht versagt, und jüngst bei Trump.
Aber, was sagt uns das?
Gut, der Brexit ist mir relativ wumpe. Wenn dadurch die nationale Wirtschaftsleistung geschmälert wird, kann ich da gut mit leben. Wenn es der umfallende Mikado-Stein ist, der letztendlich die EU sprengt, auch.

Aber man beschwört den Zusammenhalt. Die Loyalität zu Deutschland. Die Loyalität zur EU. Die Loyalität zur NATO.
Aber die Loyalität zur Weltengemeinschaft wird kaum beschwört. Nicht von den Qualitätsmedien (Gegenbeweise? Immer her damit!), sondern höchstens in hinteren linken Nischen linker Blogger.

Der rechten Opposition ist die Weltgemeinschaft egal. Da zählt nur das Nationale.

Krieg, Hunger, Armut sind solange irrelevant, solange wir deren Folgen nicht direkt zu spüren bekommen.

Solange die Menschen dort verrecken, wo wir aufgrund ökonomischer oder strategischer Gründe intervenieren, ist alles gut.
Solange nicht in gelesenen Publikationen der Medien-Platzhirsche darüber berichtet wird, bleibt es unter der Aufmerksamkeitsschwelle.
Erst, wenn sie es über das Mittelmeer schaffen, rückt ihr Schicksal (im besten Falle) in unsere Wahrnehmung.
Da werden Börsenentwicklungen schnell wichtiger als Hungertote und Kollateralschäden.
Dem DAX gilt unsere mediale Aufmerksamkeit mehr als humanitäre Katastrophen.
Die volkswirtschaftliche Denke bestimmt unser Handeln mehr, als globale Solidarität.
Und, wo ist eigentlich der Anspruch auf Humanität (Aufklärung) geblieben?

Stattdessen wird der Konkurrenz (der Transmissionsriemen der Neoliberalen) alles untergeordnet, auf dem Altar der 'Freien Märkte'.

Wirtschaftswachstum ist der Fetisch.
Global und national.
Damit wird letztendlich alles begründet und entschuldigt.
Der Mensch fällt da leicht durch die groben Maschen des Zeitgeistes.

Der Kapitalismus saugt und saugt und saugt.
Und steuert damit seinem Ende zu.

Ich reibe mir als Linker dabei nicht die Hände.
Sollte diese Entwicklung ungebremst so weiter gehen, ist dies das Schlimmste was passieren kann.

Das tiefe Problem (oder letztendlich die Lösung?) der heutigen Demokratie sind die Desillusionierten.
Wer nichts mehr zu verlieren hat, wählt einen Wechsel. Egal, ob die Argumente stimmen und ob das Versprechen für eine bessere Zukunft eingelöst wird.
Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, dann ist das Versprechen auf Veränderung immer eine Verheißung.

Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, dass die Masse aufbegehrt.

Blöd nur, dass die Linke in der Mobilisierung der Abgehängten den Rechten offensichtlich hinterher läuft.

Warum wählen die Abgehängten Trump, der ihre wirtschaftliche Situation ganz sicher nicht verbessern wird?
Anwort: Weil sie unter Clinton auch nicht mehr an der Reichtumsentwicklung partizipieren könnten.

Warum werden die Abgehängten nächstes Jahr die AfD wählen, statt die LINKE?
Da habe ich keine Antwort drauf.


Irgendwas läuft kolossal falsch.


Dass die Politik (und die dabei flankierenden Medien) in der Interpretation des Zeitgeschehens kolossal falsch liegen, ist eine Binse.
Verleugnung. Pfeifen im Walde. Umdeutung des eigenen Versagens und der Realitäten.

Wie aber (und das ist die Frage an meine Leser) kann die Linke (oder die APO) dieses Protestpotential bündeln?

Die Mehrheit der Abgehängten wählen gar nicht. Und wenn sie wählen, dann wohl in der Mehrheit die AfD. Warum nicht die LINKE, die ja auch Opposition ist?

Pragmatische Gründe scheiden wohl aus, wenn man sich mit der 'Sozialpoltik' der AfD ein wenig auseinandersetzt.

Die Abgehängten fühlen sich anscheinend eher im rechten Millieu zuhause.

Warum ist das so? 

Ich selbst habe darauf keine abschließende Antwort...

Aber die Frage halte ich für wichtig.



Donnerstag, 17. November 2016

Gabriels Arithmetik

Abteilung: 2 x 3 macht 4 - Widdewiddewitt und Drei macht Neune

"Deutschland werde "nicht nach außen und nach innen gekennzeichnet durch eine wachsende Radikalisierung", sagte der SPD-Politiker auf dem Deutschen Arbeitgebertag.
In Deutschland hätten soziale Verantwortung und sozialer Ausgleich immer einen hohen Rang gehabt, und das sei eines der ganz großen deutschen Erfolgsgeheimnisse. Darauf könne Deutschland stolz sein. "Immer wieder schafft es Deutschland, diese Balance zu finden", sagte der Vizekanzler."

(Sigmar Gabriel)
 Quelle: Zeit 

Dazu eine andere Meinung (Auszug aus einem Interview mit Jürgen Borchart):

Warum sagt kein führender Politiker, was sie gerade (zur Rentenpolitik) ausgeführt haben?

Weil es eine heikle politische Botschaft ist, den Leuten zu sagen, ihr seid seit 30, 40 Jahren belogen worden. Man darf aber auch nicht die politische Gefahr unterschätzen, die darin liegt, was die RV jetzt aufbeschwört. Wenn wir uns überlegen, dass der Sozialstaat und die Demokratie siamesische Zwillinge sind, und wenn wir uns überlegen, was es bedeutet, dass immer mehr Menschen bei steigenden Beiträgen sehen, dass ihre Renten unter Grundsicherungsniveau landen, dann wissen wir, was die Stunde für die Demokratie geschlagen hat. Vor allem weil die Alten die Wählergruppe sind, die dominant ist.

Und welche Stunde hat geschlagen?

Die Stunde, in der die Demokratie wirklich wackelt. Die Menschen haben auf breiter Front Existenzängste. Und Existenzängste führen immer zu Extremismus-Reaktionen. Die Leute radikalisieren sich. Man konnte in den 1930er Jahren wunderbar beobachten, was in Deutschland los war, als die breite Masse Existenzangst kriegte. Da waren Möglichkeiten für radikale Parteien fürs Abfischen gegeben. Und etwas ähnliches erleben wir jetzt – vor allen Dingen mit Nachholeffekt – in Deutschland."
Qielle: Freitag
Lesetipp! 


Dienstag, 15. November 2016

Man wird ja wohl noch lachen dürfen!

Abteilung: Korrektes Lachen für Anfänger

Was bisher geschah:
In meinem letzten Post habe ich ein Video verlinkt.
Dort versucht Jemand, mindestens(!) sterngranatenvoll, sich im Supermarkt noch ein paar Abkackerbierchen zu besorgen.
Untermalt sind die stummen Bilder von Mendelssohn.
Musste ich Tränen drüber lachen.

Ich möchte die darauf folgenden Kommentare hier nicht großräumig 1:1 zitieren.
Kurz zusammengefasst ist mein Humor (über Schwächere zu lachen) "menschenverachtend", "erbärmlich" und "widerlich".

Seitdem versuche ich das irgendwie auf die Kette zu kriegen.
Einzuordnen.
Nachzuvollziehen.

Nicht, dass Ihr mich falsch versteht:
Es war für mich nie die Frage, ob es ein Fehler war, das Video zu posten.
Weil ich mich in der Kritik einfach nicht wieder erkenne.

Menschenverachtend?
Erbärmlich?
Widerlich?
Über Schwache lachen?

Ich bin sicher alles andere als tadellos, aber das?

Aber vielleicht bin ich einfach zu entspannt?
Vielleicht reflektiere ich nicht genug, bevor ich lache?


Wenn ich über Veganer-Witze lache, bin ich dann ein Spalter?

Schwulenwitze?
Homophob, alles klar.
Judenwitze?
Antisemit!
undsoweiterundsofort.

Ich hab einen für Euch:
Wie nennt man einen schwulen, jüdischen, farbigen Flugzeugführer?
(Auflösung im ersten Kommentar)



Wer diesen Blog verfolgt (und mich nicht ausschließlich über ein verlinktes Video be-, bzw. verurteilt), der weiß, dass ich mich mit Schwachen solidarisch fühle.
Mit den Abgehängten.

Der weiß (oder ahnt zumindest), dass ich genauso wenig Charlie Chaplin mit meinem Lachen herabwürdige, wie eben diesen späten Gast im Supermarkt.
Da hätte ich mir dann in den Reaktionen schon ein bisschen mehr Kontextwissen erhofft.

Und, nebenbei, dass ist das Dilemma der linken, außerparlamentarischen Opposition:
Ganz schnell dabei sein, andere auszugrenzen.
Ganz schnell mal ein Urteil über Jemaden fällen, den man anscheinend ÜBERHAUPT nicht kennt.
Möglichst moralinsauer.
Und, immer druff!
Und keine Gefangenen!
Menschenverachtend! Erbärmlich! Widerlich!

Mann, fingerzeigende Selbstgerechtigkeit. Da stehe ich total drauf!
Damit zieht ihr mich bestimmt auf Eure Seite! 

Und dann schäumen, wenn die AfD gewinnt (gewinnen wird).
Sich wundern, dass sich so wenige solidarisieren. Dass die linke Gegenbewegung so ausgedünnt ist.

Make it so!
Von mir aus.
Schönen Tag, noch!



Nachtrag für Diejenigen, die immer noch mitlesen:

Ich respektiere diesen Kerl, über den ich Tränen lachte. Ich lachte über ihn, während ich mit ihm bangte. Ich hoffte, dass er das schafft - irgendwie.
Ich lachte, weil die Untermalung mit Mendelssohn, dies eine fast shakespearhafte Dramaturgie verlieh.
Ich lachte über den verzweifelten Versuch, Gleichgewichtssinn durch Willenskraft zu ersetzen.
Für mich ist der Typ ein (Anti-) Held!

Also, entspannt euch mal!
Vielleicht bei 'ner Klangschalentherapie, oder so.
Oder was man sonst unter politisch Korrekten so macht. Ich bin da nicht auf dem neuesten Stand.

Und postet mir mal einen politisch korrekten Witz.
Möglichst vegan.

Samstag, 12. November 2016

Promille-Ballett

Abteilungen: Dursty Dude

Es mag einige verwundern, aber auch der Duderich kann lachen. Tränen.

HIER geht's zum Video

Der Wille und die Entschlossenheit, dieses jungen Mannes, der sich noch ein paar Dosen Absacker-Bier besorgen will, nötigt mir Respekt ab.
Nur angeschickert ins Bett zu gehen ist halt was für Weicheier!


Prost.