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Montag, 21. April 2014

Zwei hübsche blonde Frauen, die Jimi Hendrix spielen

Abteilung: Zwei Überraschungs-Eier zu Ostern

Reinziehen!




Und in der Konsequenz Frauen mehr zutrauen, als man vom Äußeren schließen mag.

Klingt das jetzt sexistisch oder emanzipatorisch?

Vermutlich beides...

Egal, hebt Eure müden, fetten Ärsche vom Sofa und rockt mit!

Euer dialektischer Duderich


Samstag, 19. April 2014

Uiuiui, die NSA hat mich am Arsch

Abteilung: Vorauseilende Selbstzensur

Ich wurde Zeuge eines Phänomens, welches ich bei all meiner Paranoia nicht für möglich gehalten habe.

Natürlich ging ich davon aus, dass ich auf irgendeiner Liste in der NSA auftauche. Ein Kollege sagte in diesem Zusammenhang, dass das sicherlich der Fall wäre - ich aber unter der Kategorie 'Harmloser Spinner' laufen würde. Dies war nicht böse gemeint und kam auch nicht so an. Ich teilte seine Meinung - irrelevant, wie ich im Machtgefüge des Internets nun mal bin.

Wenn es denn aber so wäre - und vieles deutet darauf hindass eine andere Instanz als ich hier Kommentare lösche, dann gibt das dann schon Vorschub für gewisse Verschwörungstheorien...

Anscheinend wurden Kommentare auf diesem Blog gelöscht - ohne mein Zutun.
Bin natürlich deswegen ein bisschen angepisst: Wieso bleiben meine Beiträge im Netz, während andere gelöscht werden? Bin ich zu angepasst und konform?

Ich wundere mich immer wieder über die Tatsache, dass so viele Zugriffe auf meine Seite vom nordamerikanischen Kontinent heraus erfolgen. Ich habe nicht das Bedürfnis die USA zu besuchen, aber wenn, würde ich mich über Komplikationen bei der Einreise nicht sehr wundern.
Denn ich bin kritisch gegenüber gewisser Haltungen (innen- aber vielmehr außenpolitisch).
Eben wegen diesen Gesichtspunkten akzeptiere ich die USA nicht als moralische Instanz an, denen ich das
Weltgefüge nicht unreflektiert anvertrauen möchte. Dies nennen dann viele 'anti-amerikanisch'.
Es ist dieses 'lieb mich, oder hass mich'-Prinzip. Ich liebe nicht die USA, und ich hasse sie nicht.

Aber es bleibt einfach festzustellen, dass unter der Ägide der USA gefoltert wird (unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien - wie auch sonst?), dass in der USA die Todesstrafe exekutiert wird.
Dass die USA imperiale militärische Interventionen betreibt, die dem Völkerrecht widersprechen.
Und nicht zuletzt, dass die USA, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von Angehörigen anderer Staaten schlicht missachten.

Wenn ich dies so ausspreche - macht mich das zum Putin-Freund?

Nein, auch wenn dieser Widerspruch viele intellektuell überfördern mag.

Schwarz und Weiß?
Russland und USA?

Auf beiden Seiten werden Menschenrechte gebrochen.
Wer denn so schlau ist, möge mir sagen, wo mehr.

Zurück zum Thema:
Bei Bloggern und deren Kommentatoren, ist mittlerweile eine Schere (die nicht mal bewusst sein muss), am schneiden.
Darf ich dies und das sagen, ohne in den Fokus von Geheimdiensten zu landen?
Gibt es noch eine freie Meinungsäußerung, ohne Angst vor möglichen Repressionen?

Ganz spannendes Thema, wie ich finde.
Kann man angstfrei noch Meinungen vertreten, die dem vorgekautem Mainstream widersprechen?
Ist der Anspruch auf Sozialismus mittlerweile verfolgungsbewehrt?

Meinungen werden vorgegeben.
Der Pluralismus ist die Basis der Demokratie.
Zur Zeit wirkt es aber so auf mich, dass es eine 'richtige' Meinung gäbe, und eine 'falsche'.
Und genau diese Unterscheidung führt uns ideologisch in die Hegemonie des kalten Krieges. Deren unüberwindbare ideologische Gräben - jenseits der Vernunft.

Aber, wer gibt vor, was richtig und was falsch ist?

Ich für meinen Teil, halte weder die Politik von Obama, noch die von Putin für richtig und unfehlbar.
Ich hoffe, dass ist nicht zu komplex...

Wäre schön, wenn wir unsere Zukunft im Graubereich beider Mächte suchen würden...

Es gilt, die Ideologien beider Herrschaftsansprüche zu überwinden, und die Bedürfnisse der Weltbevölkerung in den Mittelpunkt zu rücken:
Denn weder Putin, noch Obama, interessiert es einen Scheiß, wenn bspw. in Somalia Menschen an Hunger verrecken...

Wer hat mehr Angst vor der Überwachung von amerikanischen, oder russischen Geheimdiensten?

Und übrigens:
Ich halte Putin für ein A....loch.
Und Obama?
Noch schlimmer: Für einen Verräter.
Einer, der angetreten ist, Guantanamo abzuschaffen.
Heute, kein Thema mehr.
Foltern ohne Rechtsstaatlichkeit.

Ich traue Euch beiden Scheißern nicht über den Weg!

Und ich bin sicher, ihr traut euch selber nicht.

Aber ihr vertraut auf die Dummheit Eurer Gefolgschaft.

Putin und Obama.
Beide Abziehbilder einer überholten Ideologie.
Witzbilder.
Ich nehme euch beide nicht ernst.

Hoffentlich beginnt irgendwann einmal eine Ära, in deren wir solche Leitfiguren nicht mehr brauchen und unsere eigene Zukunft gestalten.

Update: [20.04.]
Der Spam-Ordner wars:
Scheiß NSA - hat mittlerweile schon Blogger.com gehackt! :-P

Freitag, 18. April 2014

Alles ist politisch

Abteilung: Erwartungshaltungen, denen ich nicht folgen will

Habe versucht meinen Lesern einen Einblick in meinen kulturellen Hintergrund zu geben.
Denn: Der kulturelle Hintergrund prägt die politische Einstellung, und letztere hat eben auch Einfluss auf erstere.
Beide sind sozusagen 'kommunizierende Röhren'.

Dies ist ein politischer Blog mit eindeutiger Stoßrichtung. Dieser Blog ist zweifellos >linksgerichtet<.
Dieses >Links-Sein< speist sich aber nicht aus einer ideologischen Prägung, sondern aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus. Vermeidbare Not gilt es in meinen Augen zu bekämpfen. Und diese Not, die ökologisch, ökonomisch und sozial auftritt, ist zum größten Teil dieser Ideologie gezollt, die Vermögenden Reichtum verspricht und die Verlierer dieses Konkurrenzsystems schulter- zuckend über die Klinge springen lässt.
Die größte Lüge dieser Ideologie, ist, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass jeder erfolgreich sein könnte, wenn er denn nur genug wollte. Jeder der nur genug an sich selbst glaubt - und natürlich an das System.

'Sozial benachteiligt' heißt nicht vom ausgleichenden (Sozial-)Staat allein gelassen. Es heißt, und meint, unwillig, faul und bildungsfern.
Ohne Antrieb, biersaufend, die eigenen Kinder vernachlässigend.

Politisch beeinflusste Propaganda, die leider an die überwunden geglaubte Geschichte erinnert...

Sämtliche sog. Sparmaßnahmen innerhalb der EU (und auch außerhalb) laufen darauf hinaus, Sozialleistungen zu kürzen.
Undiskutiert, weil nicht kompatibel mit der kapitalistischen Ideologie, bleibt eine Erhöhung der Vermögens-, Reichen-, Erbschafts- und Luxussteuer. Die Reichtumsverteilung von Arm zu Reich scheint als naturgegeben und unabwendbar.

Wie kann das sein in einer Demokratie, wo es doch so viel mehr stimmberechtigte Unterprivilegierte wie Reiche gibt?

  • Die Abgehängten versprechen sich nicht mehr eine Verbesserung ihrer Lebensumstände durch politische Partizipation.
  • Durch Lobbyismus und Korruption beeinflussen die Gewinner dieser Verteilungsmaschine von arm zu reich immer mehr die Gesetzgebung.
  • Was Kant mit 'selbstverschuldeter Unmündigkeit' meinte, gilt heute so nicht mehr: Die Unmündigkeit wird gezielt und manipulativ herbeigeführt. Medien werden durch Konzerne gleichgeschaltet. 
  • Bereits im Kindergartenalter, wie auch in der Grundschule und nachfolgenden Schulformen, nehmen Konzerne immer mehr Einfluss auf den Schulstoff. Kritisches Hinterfragen wird nicht gefördert - vielmehr die unreflektierte Wiedergabe des Gelehrten. Dies gilt insbesondere auch für Universitäten um eine kritisch reflektierende Intelligenzia zu unterbinden.

Tagtäglich prasseln Werbebotschaften auf uns ein, die uns suggerieren, dass uns der Konsum glücklich und erfolgreich macht. Tagtäglich werden wir degradiert, vom mitbestimmenden Bürger herab zum Konsumenten, der schick gekleidet ist, im vorauseilendem Gehorsam modischen Trends folgt. Der ein Smartphone der neusten Generation besitzt, mit überflüssigen Apps, die uns vom wirklich Wichtigen ablenken. Wir fahren Autos, die noch smarter sind als wir selbst, benutzen Rasierer die Schärfer sind als die Klauen des Wolferine. Essen Pizza, die so lecker sind, dass man bei deren Genuss auch Frauenfilme ertragen kann. Trinken Jägermeister als bodenständige, kernige Typen.
Der Konsum von Markenartikeln wird emporgehoben zum nonkonformen, semipolitischem Statement:
Nein, ich laufe nicht der Masse hinterher - ich benutze ein Produkt, welches COOL ist!

Schwachsinnige Messages, die nur durch die ständige Wiederholung und der Gleichschaltung funktionieren.
Das alles soll uns davon ablenken, dass wir nicht dadurch Individuen werden, weil wir ein bestimmtes Produkt benutzen.
Wir sind Individuen, durch unsere HALTUNG, und diese sollte - bei entsprechenden Widerstandspotential sich nicht dadurch ausdrücken, welches Produkt wir kaufen!

Leider!
Denn ich habe als Konsument nicht mehr die Wahl, eine krumme, dafür schmackhaftere Möhre zu kaufen. Ist alles geregelt. EU-Normen und so.

Verdammt, ich möchte die Wahl haben, zwischen genmanipulierten Produkten, die EU-reglementiert sind, und der Artenvielfalt!

Das alles ist politisch!

Dass ich 'The Big Lebowski' den geilsten Film ever finde, ist politisch.

Dass Motörhead meine erste und letzte Liebe ist, ist politisch. (Must-see-Doku über Lemmy HIER!)

Dass der 'Fan Man' das inspierierenste Buch für mich ist (und Mann, ich habe eine Menge gelesen!) ist politisch.

Ich bin nicht nur der, der eine politische Haltung vertritt.

Ich bin ein Individuum, das Vorlieben hat.

Ich hoffe, ich wirke nicht so, als Einer der sich narzisstisch selbst feiert.

Ich bin Jemand, mit Stärken und Schwächen.

Ihr könnt, 'The Big Lebowski' scheiße finden, ebenso, Motörhead, oder den 'Fan Man'.

Ja, ihr könnt sogar mich scheiße finden (dürft ihr).

Ich bin weitaus mehr, als meine politische Haltung!
Das mag den Einen überfordern  und den Anderen langweilen,.
Ich masse mir an, mit dem einen, wie auch dem anderen, leben zu können..

Ich bin ein Mensch unter Vielen.
Genau so, möchte ich mich verstanden wissen.

Und ich möchte auch nicht denen folgen, die eine Richtung vorgeben, wohin eine konkurrierende Richtung des Andersdenkends folgen soll:

Ich will eine andere Welt!
Bin nicht Jener, der diese Welt durch angepasst-sein stützen will.

Habe keine Lösung, nur einen Anspruch, den ich hier hinausschreie!

Kein Utopia, welches ich hier ausrufe.

Wünsche mir eine Kultur herbei des Nonkonformismus.
Des kritischen Hinterfragens.
Wünsche mir eine Gegenkultur herbei, die die Untiefen des bestehenden Systems erkennt und eine Alternative dazu entwickelt.

Ein Jeder mag diese 'Gegenkultur' für sich selbst entwickeln!

Ich hoffe, dass gerade die Vielfalt dieser Gegenkultur bereichert und nicht spaltet.

Es liegt vielen daran, einer möglichen Gegenbewegung entgegenzuwirken. Deren Waffe ist die Spaltung.

Umso mehr sind wir aufgerufen, einen gemeinsamen Nenner zu finden!

Und diesen auch zu formulieren.
Dafür einzutreten!

Für politische Opposition reicht es nicht, die LINKE zu wählen...

Montag, 14. April 2014

Fan Man

Abteilung: Lesetipp

Bester Film, ever: The Big Lebowsiki
Beste Gruppe, ever: Motörhead
So sah die erste deutsche Ausgabe aus. Hatte ich mal; jetzt nicht mehr - verschenkt oder verliehen - ich weiß es nicht....
... und das verdammteste, schrägste, lustigste Buch, was ich jemals gelesen habe, ist 'Fan Man', von William Kotzwinkle. Horse Badortie, Mann, ist der Held, den wir meiden und bemitleiden würden. Er ist der, der aus Kindern wird, die in der Kirche furzen. Einer, der eine Gummischlange als Krawatte trägt - nicht mit Stolz, sondern einfach so. Er hat so viele Pläne, dass er keinen verwirklichen kann, weil immer irgendetwas total wichtiger ist, als das, was er gerade tut.
Horse Badortie lebt den Moment. Es gibt kein gestern und kein morgen. Und selbst das Jetzt ist ein unübersehbares Bündel an Möglichkeiten, die man jeweils nicht wählen kann, weil man die anderen nicht auslassen will. Der 'Fan Man' ist eine aberwitzige Figur, die unvernünftiger nicht sein könnte.
Andererseits ist er ein Phänomen der Gesellschaft, die maßlosen Müll produziert. Er liebt den Müll, ja, er LEBT ihn!
Stapelt in meterhoch auf, in seinem Apartment Eins und Nummer Zwei.


In der verbreiteten Wahrnehmung einer, der therapiert werden, geläutert werden müsste.

In Deutschland jemand, der als Sozialschmarotzer verfolgt gehört.

Für all Jene, die sich nicht um Konventionen scheren, sich nicht den Dogmen unterwerfen, sondern einfach ihr Leben leben, egal wie andere darüber denken.

Wenn ihr die Bibel der Unvernunft lesen wollt, dann versucht Euch dieses Buch zu besorgen!

Donnerstag, 10. April 2014

F.R.E.E.D.O.M.

Abteilung: Texträtsel

Nachfolgend ein Auszug eines Songtextes, der vor längerer Zeit verfasst wurde, aber an Aktualität nichts eingebüßt hat. Halte die Quelle dieses Textes erstmal zurück, falls jemand raten möchte, von wem diese Lyrics stammen. Werde dann gegebenenfalls diesen Post mit Quellenangabe in ein paar Tagen updaten.

(...)
Rewrites every story, every poem that ever was.
Eleminates incompetence, and those who break the laws.
Follow the instructions of the New Ways' Evil Book of Rules.
Replacing rights with wrongs, the files with records in the schools.

You say, you've got the answers, well who ask you anyway?
Ever think maybe it was meant to be this way?
Don't try to fool us, we know the worst is yet to come.
I believe my kingdome will come.

Chorus:
F, is for fighting, R, is for red.
Ancestors' blood in battles they've shed.
E, we elect them, E, we eject them.
In the land of the free, and the home of the brave
D, for your dying, O, your overture.
M, they will cover your grave with manure.
(M, is for money, you know what that cures.)
This speels out freedom, it means nothing to me.
As long as there's is a P.M.R.C.
(...)
[Hervorhebungen vom Duderich]

Update:
Rätsel gelöst.
Die Lyrics stammen von Megadeth 'Hook in Mouth' (1988)



Montag, 7. April 2014

Die CDU und die Gewaltenteilung

Abteilung: Verfassungsschutz gehört dem Verfassungsschutz!

Ist aber auch wirklich eine Frechheit:
Das Bundesverfassungsgericht - oberstes Organ der Judikative - maßt sich doch tatsächlich an, sich nicht als Erfüllungsgehilfe und Durchwinker des Legislative zu sehen. Skandal!

Sogar Verfassungsrichter mit CDU-Parteibuch (Peter Huber) verstehen sich mehr als Interpreten des Grundgesetzes als Vertreter von Parteipolitik!

Glücklicherweise wurde dieser offensichtliche Missstand nicht nur erkannt und angeprangert, sondern auch mit Lösungsvorschlägen flankiert:

  • Kontrolliertere Auswahl der Kandidaten für die Richterposten
  • Die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts beschneiden
  • Die Amtszeit der Bundesverfassungsrichter verringern um unliebsame Richter schneller austauschen zu können.

Wer also wie Volker Kauder und Gleichgesinnte in diesem Sinne unterstützen will, der sollte auch in Zukunft die CDU wählen. Denn das lästige Grundgesetz sollte schließlich spätestens dann seine Wirkung verlieren, wenn es das Wirtschaftswachstum, respektive die allumfassenden Weisheit der Christlich-Demokratischen-Union und deren Allmachtsphantasien behindert.

Wer derweil auf eine Stellungnahme von unserer Kanzlerin und Bundesvorsitzende der CDU wartet, sollte nicht enttäuscht sein, wenn diese ausbleibt. Schließlich sprechen die Argumente für sich...

Nachzulesen hier (Quelle SPIEGEL)
Aus Unmut über die jüngsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts will die Führung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag künftig stärker auf die Auswahl von Kandidaten für die Richterposten achten. Entsprechende Überlegungen stellten konservative Unionsabgeordnete um Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am vergangenen Donnerstag bei einem Treffen des "Xantener Kreises" an. Die Unionsabgeordneten beklagten, dass Karlsruhe mit seinen Urteilen eine Liberalisierung der Gesellschaft vorantreibe und dabei die eigenen Zuständigkeiten überschreite. Das Gericht mache Gesellschaftspolitik, sagte der ehemalige Verteidigungsminister und Verfassungsrechtler Rupert Scholz. Die Verfassungsrichter hatten zuletzt das Ehegattensplitting auf homosexuelle Paare ausgeweitet und deren Adoptionsrechte gestärkt. Die Richter werden mit Zweidrittelmehrheit von Bundestags-Wahlausschuss und Bundesrat gewählt. Den bestimmenden Einfluss haben daher bislang stets Union und SPD. Besonders verärgert waren einige Teilnehmer der Runde über den amtierenden Richter Peter Huber, zuvor CDU-Innenminister in Thüringen. Huber ist Mitglied des Senats, der die Dreiprozenthürde zur Europawahl gekippt hatte, was in der Union auf Empörung gestoßen war. Huber tue so, als hätte er nie etwas mit der Union zu tun gehabt, hieß es. In der Runde der konservativen Unionspolitiker sitzen unter anderem der Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU) sowie Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU). Zuvor hatte sich schon Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Rat von Verfassungsrechtlern eingeholt, wie man die Zuständigkeit des Gerichts beschneiden könnte. Es wurde auch darüber gesprochen, die zwölfjährige Amtszeit der Richter zu verkürzen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sieht die Debatte über das Gericht mit Unbehagen. "Die Kritik ist überzogen und unangemessen", sagte Maas. "Mit mir wird es keine Änderung der Struktur und der Kompetenzen des Bundesverfassungsgerichts geben. Die Politik sollte sich vielmehr selbstkritisch fragen, was sie dazu beigetragen hat, dass so viele grundsätzliche politische Fragen in Karlsruhe geklärt werden müssen."
(Hervorhebungen vom Duderiich)

Glücklicherweise funktioniert wenigstens der Verfassungsschutz im Sinne der CDU!

Samstag, 5. April 2014

Bestehendes erhalten oder Neues wagen?

Abteilung: Unpatriotische Gedanken

Es spricht in der Gefühlslage der Majorität der Bevölkerung vieles für ein 'weiter so!' Man hat sich im Kapitalismus eingewöhnt, sich arrangiert. Man kennt das bestehende System. Man weiß, was man hat.
Sicher, den meisten ist aufgefallen, dass es immense Ungleichgewichte gibt. Widersprüche.
Es wird gerne so vorgegeben (und auch gerne geglaubt), dass die Außenpolitik westlicher Staaten der Demokratie und dem Humanismus geschuldet ist. Wer aber ein wenig hinter die propagandistischen Vorhänge schaut, wird schnell feststellen, dass militärische Interventionen letztendlich wirtschaftlichen Interessen dienen. Es geht um Zugang zu wirtschaftlich verwertbaren Ressourcen, es geht um Reichtumsvermehrung der Besitzenden.
Nie, nie, nie, geht es um die Interessen der jeweiligen Bevölkerung. Nicht in Afghanistan, nicht im Irak, nicht auf der Krim, noch irgendwo sonst.

Wie steht es mit den Menschenrechten in Saudi Arabien?
Frauen werden gesteinigt, weil sie es wagten sich vergewaltigen zu lassen. Schwamm drüber - die westliche Welt braucht schließlich deren Öl.

Welche militärische Intervention hat denn jemals für die nicht-privilegierte Bevölkerung irgend etwas Gutes bewirkt?
Humanistische Intension?

Eine Farce, die leicht durchschaubar ist, wenn man sie denn durchschauen will, und sich nicht als Konsument propagierter Hegemonien zufrieden gibt.

Die intervenierenden Staaten treten nicht mal für die eigene Bevölkerung  der Armen, Abgehängten und Entrechtenden ein.
Wer mag da glauben, dass sie ein Interesse an den Armen und Abgehängten in fernen Regionen haben und dafür immense Summen für militärische Interventionen ausgeben?

Jeder Krieg vermehrt den Reichtum der Besitzenden und löst Leid und Tod bei denen aus, die eh schon gebeutelt sind.

Drohnen töten Menschen, die nie vor Gericht verurteilt wurden (Kollateralschäden inklusive). Andere werden im rechtsfreien Raum in Guantanamo gefoltert.

Soll das die ethische Instanz sein, deren wir uns vertrauensvoll unsere Zukunft anvertrauen? Die das Weltgefüge bestimmen soll?

Gibt es noch elementare Rechte, die auch vor Geheimdiensten gelten?

Wenn ich nicht so unbedeutend wäre, müsste ich wohl Angst haben, verfolgt zu werden.

So ganz weit sind wir wohl nicht mehr entfernt von dem, was die Deutschen so gern überwunden hätten.

Alles mündet in diese elementare Frage:
Hat ein sog. 'Terrorismusverdächtiger' (es entscheiden keine unabhängigen Gerichte, wer das ist) mehr einklagbare Rechte, als damals ein verfolgter Jude?

Vielleicht schlage ich den falschen Ton an. Vielleicht auch nicht. Jeder möge das für sich entscheiden.
Die Rechtsstaatlichkeit könnte ich als 'Terrorismusverdächtiger' nicht für mich beanspruchen.

Noch sind wir in der BRD rechtsstaatlich weiter, als in der USA. Hoffentlich bleibt das so - ich bin da nicht sonderlich optimistisch.

Scheint so, als wäre ich ein Systemfeind.

Ich will Friede und Gerechtigkeit.

Vielleicht reicht das schon.

Ist die Freiheit, die Freiheit des Andersdenkenden, oder ist das mittlerweile obsolet?