Follow by Email

Samstag, 11. Mai 2013

Wir sind alle Atheisten

Abteilung: Zitat des Tages

"Wir sind alle Atheisten. Sie glauben nicht an Zeus oder Thor, an Neptun oder Kaiser Augustus, nicht an Mars oder Venus oder den Sonnengott Ra. Sie lehnen tausend Götter ab. Was kümmert es Sie also, wenn jemand tausendundeinen ablehnt?"

(aus: 'Outlaw', Lee Child, ISBN 976-3-442-37163-1, Seite 346)

Donnerstag, 9. Mai 2013

In eigener Sache: Spam-Bots

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, werden meine Beiträge immer häufiger von Spam-Bots attackiert.
Ich lösche die Spam-Beiträge regelmäßig und versuche die Seite so >sauber< zu halten.

Eine andere Möglichkeit wäre noch, dass ich die eingehenden Kommentare jeweils freigebe. Diesen Schritt möchte ich vorerst nicht gehen - ich denke im Sinne meiner Leser.
Ich behalte mir aber vor, dies zu tun, wenn die Spams überhand nehmen.

Liebe Grüße
der Duderich

Dienstag, 7. Mai 2013

No Exit?

Abteilung: Wer stellt die Weichen? Die Weichen?

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich glaube, dass viele der linken Opposition meine Einschätzung, meine Ängste, ja auch vielleicht meine wachsende Resignation teilen:

Wir, die wir das kapitalistischen System, mit seinen ganzen, immer deutlicher werdenden Auswüchsen, Widersprüchen, Dogmen, usw. als ein zu bekämpfendes Übel ausgemacht haben, scheitern an der Bekämpfung des selben.

Die linken, oppositionellen Kräfte sind zerspalten. Es gibt dort Veganer, die Fleischkonsumenten das wahre Links-Sein absprechen. Es gibt die Diskussion, ob und in welchem Ausmaß und Anlass Gewalt legitimiert ist um der systemimmanenten Gewalt der bestehenden Verhältnisse zu begegnen. Die Frage, ob man wählen soll, oder nicht, spaltet weiter.

Allein der Anspruch, zwei Linke zu finden, die dasselbe mit den gleichen Mitteln erreichen wollen, erscheint illusorisch und naiv.

Bestehendes erhalten zu wollen ist ungleich einfacher.

Man kann die CDU wählen, die SPD, die Grünen und natürlich die FDP. Alles bleibt wie gehabt.
Die Verteilung von arm nach reich wird fortgeführt, Sozialleistungen abgebaut. Die Konsequenz bleibt die gleiche - bei unterschiedlichen Legitmationsargumenten.

Die Presse bewegt sich ohnehin innerhalb der Leitplanken der vorgelebten Dogmen.
Die Presse, die Meinungsmacher, stimmen ein in das Infernal des Konkurrenzdenkens und der Wachstums- und Wirtschaftsgläubigkeit.

Wirtschaftsgeleitete Lobbyorganisationen diktieren Gesetze, die nur mit marginalen Abweichungen übernommen und ratifiziert werden.

Was also tun?

Es reicht längst nicht mehr die FDP scheiße zu finden, und stattdessen die Sozialdemokraten zu wählen.
Es reicht auch nicht mehr, die LINKE zu wählen.

Es gilt außerparlamentarischen Widerstand zu proben.

Flashmobs und Solidaritätsbekundungen.
Ziviler Ungehorsam. Kreativer Widerstand.

Organisiert Euch und verweigert Euch!
Stellt dieses System in Frage und handelt entsprechend!
Es braucht Verweigerung gegenüber bestehender Verhältnisse, um diese nicht durch gewohnheitsmäßige Akzeptanz zu legitimieren.

Inge Hannemann bietet uns dabei ein jüngeres Vorbild und Gandhi ein älteres.
An beiden können wir lernen.

Mögen wir die Kraft haben, ihrem Beispiel zu folgen...

Montag, 6. Mai 2013

Geh doch mal zum Doktor!

Abteilung: New Kid On The Blog

Habe einen netten, neuen (und daher noch kleinen) Blog entdeckt und möchte ihn Euch vorstellen.

SCHAUT DOCH MAL REIN!

Sonntag, 5. Mai 2013

Der Feind

Abteilung: system error

Die meisten meiner Leser sind wohl mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden:

Der Reichtum weniger Profiteure wird erkauft mit der Armut Anderer. Ein kompliziertes, vielgliedriges, kaum überschaubares System regelt die Verteilung von gesellschaftlichen Reichtum von denen die wenig haben zu denen die viel haben.
Man nennt dies auch die sich stetig weiter öffnende Armuts-Reichtums-Schere.
Doch der Zweck einer Schere ist, sich zu schließen, zu schneiden.
Nicht immerwährend aufzugehen...

Die Profiteure beuten aber nicht nur Menschen aus, sondern auch natürliche Ressourcen. Irreversiblen Raubbau an unserer Mutter Erde um weitere Gewinne zu generieren.
Artensterben, Verseuchung, Verwüstung - die menschliche Spezies wird zum Täter  gegen die eigene Substanz, die eigene Lebensgrundlage um das bestehende System aufrecht zu erhalten.
Stetiges Wachstum kann - in der logischen Konsequenz - das Ökosystem Erde auf Dauer nicht kompensieren.
Krebs ist dumm, denn er zerstört durch fehlgeleitetetem, unkontrolliertem Wachstum irgendwann seinen Wirt.
Der auf immerwährendem (Wirtschafts-)Wachstum basierende Kapitalismus ist genauso dumm.

Gefahr erkannt - Gefahr gebannt?

Nein, denn selbst diese simple Erkenntnis ist nicht wirklich in der Masse der Bevölkerung (die alle vier Jahre wählen dürfen = 'Demokratie') angekommen. Sogenannte 'Qualitätsmedien' reflektieren dies nicht, weil sie Sprachrohr interessengeleiteter Konzerne sind. Die Erkenntnis entnimmt man nicht einem Text (auch nicht diesem) - sie muss aus einem selbst erwachsen.

Aber, der Mut sich des eigenen Verstandes zu bedienen (Kant) wird in unserem Bildungssystem nicht gefördert, sondern aberzogen.

Im Schulbetrieb geht es nicht um die Förderung eines kritisch reflektierenden Geistes, sondern um die unhinterfragte Wiedergabe von sogenannten Lerninhalten.
Die Medien (schon lange nicht mehr die 'Vierte Gewalt') spielen eine ähnliche Rolle.
Sie sagen uns, wo der Fokus der Aufmerksamkeit zu liegen hat, und wie wir darüber denken sollen. Auch hier gibt es kein Ringen um Wahrheit - nein, die vermeintliche, zu fressende 'Wahrheit' wird uns in homöopathischen Dosen verabreicht.

Aber, wer ist denn der Feind?

Sind es Industriemagnaten?
Sind es Konzerne?
Sind es Parteien?

Nein, der Feind wohnt in uns selbst!

Wir, die wir vor Ungerechtigkeiten die Augen verschließen.
Wir, die wir im Konsum den Kick suchen um anderes ausklammern zu können.
Wir, die wir die Parteien wählen um unseren Status Quo aufrecht zu erhalten.
Wir, die wir stolz sind, dass Deutschland als Vorbild für Sozialabbau in anderen EU-Staaten dient.

Wir, die wir dieses verfickte, menschenunwürdige Spiel täglich neu erfinden, mitspielen, legitimieren.
Wir, die wir in unserer anerzogenen Lethargie dieses System aufrecht erhalten.

Der Feind wohnt in uns!

Revolution?

Nicht Häuser müssen brennen!
Eure Synapsen müssen brennen in Eurem Bewusstsein!

Revolution findet in Euren Köpfen statt, oder gar nicht.

Kein Führer wird gebraucht,
keiner der sagt, was richtig und was falsch ist.

Es reicht die kritisch reflektierende Vernunft...
und der Umsetzung im entsprechendem Handeln...

Dienstag, 23. April 2013

EU, Monsanto und die Schrebergärten

Abteilung: Der Feind in Deinem Gemüsebeet

Es gibt Nachrichten/Informationen, die belustigen, andere die überraschen und welche die erzürnen (sogar manchmal alles zugleich).
Folgende gehört meiner Einschätzung (und meinem Erregungszustand) nach eindeutig zur letzteren Kategorie:

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: 'EU will Anbau von Obst und Gemüse im Gärten regulieren'

Wenn es Euch ergeht, wie es mir ergangen ist, dann reibt ihr Euch jetzt erst mal verwundert die Augen, schaut noch einmal auf den Kalender, ob nicht doch der 1. April ist, nehmt dann war, dass irgendwelche Drüsen Adrenalin ausschütten, um dann final mal wieder einmal bestätigt zu werden, in welch durch und durch kranken Welt man lebt, die sich nicht mal Franz Kafka unter Crack-Einfluss hätte ausdenken mögen.

Kostproben gefällig?
"Die EU-Kommission arbeitet an einer Neuregelung des europäischen Saatgut-Marktes in Form einer Verordnung. Damit wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2012 verrechtlicht: Landwirte dürfen nur mehr amtlich zugelassenes Saatgut verkaufen. Bisher waren alte und seltene Saatgut-Sorten ausgenommen, die in althergebrachter Tauschwirtschaft gezüchtet und in meist kleinen Mengen gehandelt wurden. Geht es nach den Plänen der Kommission, dürfen Kleinbauern oder Privatleute ihr selbst gezüchtetes Saatgut in Zukunft nicht einmal mehr verschenken.
"Beim Tausch nicht zugelassener Saatgut-Sorten drohen hohe Strafen."
"Sollte das Parlament die Verordnung durchwinken, dürfen auch Privatleute ihre in Obst- und Gemüseprodukte nicht mehr verbreiten, wenn sie nicht den Wünschen von Monsanto EU-Normen entsprechen." 
(Hervorhebungen vom Duderich)
Hat der geneigte Leser, diese in den Tiefen des Internets vergrabene Information, irgendwo auch den sog. Qualitätsmedien entnehmen können?
Wird sich in eben diesen QM kritisch mit der Einflussnahme von Nahrungsmittelkonzernen, wie z.B. Monsanto oberhalb der Wahrnehmungsschwelle auseinandergesetzt?
Warum nicht?
Liegt es am unterstelltem, mangelnden Interesse der Leserschaft, oder wollen doch vielleicht mächtige Interessengruppen nicht (VT?), dass die Bevölkerung von solchen Gesetzesinitiativen Kenntnis nimmt???

Warum müssen gen-manipulierte Nahrungsmittel als solche in der EU nicht deklariert werden? 
Aufgrund mangelndem Interesses der EU-Bevölkerung? 
Was glaubt ihr?

Ist das Demokratie, oder ein gottverdammtes Schmierentheater mit falscher Etikettierung???


Ich möchte meine Leser und Blogger-Kollegen in diesem Zusammenhang bitten, oben verlinkten Text (dessen Inhalt) publik zu machen, bzw. zu verlinken. 
Denn um gegen etwas zu sein - sich dagegen zu wehren, muss man erst einmal Kenntnis davon haben.

FREIHEIT DEM GEMÜSEBEET! 
RADIESCHEN ZU PFLUGSCHAREN!

Update 24.04.13:
Der ORF zum Thema

Update 26.04.13:
Hier der Link zur Kampagne 'Bunte Vielfalt statt genormter Einfalt'
Relativierende Artikel in der TAZ und vom Freitag

Donnerstag, 18. April 2013

Menschenrechte vers. Guantanamo... oder: Hungerstreik

Abteilung: Hunger Strike

Habt ihr's mitbekommen?

Ihr erinnert Euch:
Sie sind potentielle Kombattanten, und das reicht dann auch als Legitimationsgrund. 
Keine Gerichtsverhandlung, keine Anwaltskonsultationen, Folter.
Die Medien sind eh ausgesperrt.

Dort sind keine Menschen inhaftiert, sondern Terrorismusverdächtige. 
Der Verdacht reicht. 
Der Verdacht reicht, den Häftlingen das Mensch-Sein abzusprechen und somit Träger von Menschenrechten zu sein. 
Ohne Gerichtsbarkeit...

Diese Zustände bestehen seit Jahren. Unter dem Vorzeichen demokratischer Ordnung.

Wo aber bleibt der stetige, mahnende Finger der dies anprangert?

Legitimiert Gewohnheit und Bestand?

Sicherlich ist es 'en vouge' Putin zu kritisieren. Und das auch mit Recht! 

Sind westliche  Zustände aber nicht auch genauso kritikwürdig? 

Merkel liefert ihr Pflichtpaket bei Treffen mit Putin ab, um demokratische Zustände (bspw. Pressefreiheit) einzufordern. Soll sie tun - ist okay. 
Wo aber bleibt der (formulierte) Anspruch, die menschenunwürdigen Haftbedingungen der Guantanamo-Häftlinge zu kritisieren? 
Wo Water-Boarding, Schlafentzug und die Verletzung der Würde dazu benutzt wird um Geständnisse herauszupressen? 

Hier versagt die Exekutive, Legislative, Judikative - aber auch weitestgehend die sog. 'vierten Gewalt', die Medien. 
Aber auch das Souverän versagt! 
Weder die bundesdeutsche Bevölkerung, noch die europäische Gemeinschaft, noch die 'Weltgemeinschaft' (die es eigentlich gar nicht gibt) formuliert den Anspruch darauf, diese inhumanen Zustände abzustellen. 
Wo bleibt der Aufschrei? 
Liegt der Mangel an Kritik darin begründet, dass die Inhaftierten einem anderen Kulturkreis, einer anderen Religion angehören?

Wäre unsere Reaktion eine andere, wenn ein Landsmann (Deutscher) in Guantanamo inhaftiert wäre?
Die Menschenwürde, schließt doch ALLE Menschen ein, oder nicht? 
Egal, welcher Religion zugehörig, egal welcher Kultur?

Seit Jahren bestehen Zustände eines rechtlosen Raums, der Missachtung elementarerer Menschenrechte unter demokratischer Deutungshoheit.

Einerseits werden Hungerstreikende zwangsernährt, andererseits verrecken Unzählige an Hunger!
Geht es perverser?
 
Vergegenwärtigt Euch, ab welchem Leidensdruck man den eigenen Hungertod in Kauf nimmt um sich gegen bestehende Haftbedingungen zu wehren!
Reflektiert das (mangelnde) mediale Echo darauf!
Fragt Freunde, Kollegen und Bekannte, ob sie wissen, was da gerade abläuft!

Vermutlich werdet ihr, wie ich, die Erfahrung machen, das Mensch und Mensch nicht gleichwertig sind.
Recht und Recht, auch nicht.

Vielleicht werdet ihr dann, wie ich, zu dem Schluss kommen, dass Menschenleben nicht gleichwertig mit anderen Menschenleben sind, Würde und Gerechtigkeit nicht gleichwertig unter der Weltbevölkerung  verteilt sind.

Mir ist bewusst, es ist ultra-provokant, was ich jetzt anfüge:

Aber, sind Bombenopfer (Boston) bedauernswerter, als die täglichen(!) Hungertoten in der gerne verdrängten 'dritten Welt'???

Es liegt mir fern, Ungerechtigkeiten gegeneinander aufzurechnen, gar zu relativieren.

Mir liegt es daran, aufzuzeigen, wo der mediale Fokus liegt.


Ein westliches, europäisches Menschenleben ist nicht mehr Wert, als ein Leben außerhalb davon.

Jedes (Menschen-)Leben zählt gleich und ist gleichwertig.
Egal, ob wohlhabend, oder arm.
Egal, ob christlich, oder anderer Religion.
Egal, ob europäisch, oder, wo auch immer lebend.

Wir alle sind Erdenbürger, sind Menschen.
WIR ALLE SIND GLEICHWERTIG!

Sicherlich gibt es Interessen, uns auseinander zu dividieren und gegeneinander zu konkurieren,

Wir sollten uns fragen, ob Konkurrenz oder Solidarität unsere Zukunft bestimmen soll.

In Guantanamo wird uns das exemplarisch vorgelebt.

Wäre schön, wenn wir daraus lernen könnten...

.