Follow by Email

Samstag, 20. Dezember 2014

Diamanten des Internets (1)

Abteilung: Fundsache

Bin gerade über einen wütenden Kommentar von einem gewissen >Volker Bräutigam< gestolpert, der sich  mit den PEGIDA-Mob und dem Folterbericht auseinandersetzt.

Ich möchte Euch bitten, diesen Text als unautorisierten Gastbeitrag zu betrachten

Chapeau, Herr Bräutigam!


Dienstag, 16. Dezember 2014

Den Ball vor die Füsse der Justitia gespielt

Abteilung: Held des Tages

Gysi zeigt die CIA-Mitarbeiter an, die an den Folterungen beteiligt waren. Der alte Fuchs und Jurist.
Ich kann die juristische Dimension nicht richtig einschätzen, aber ich denke, wenn es (in Abwesenheit der Angekagten) zu Verurteilungen käme, dann könnten die Betroffenen, in der Konsequenz der Strafverfolgung, deutschen Raum nicht mehr betreten. Das wäre ein klares Signal an die USA.

Sehr viel wahrscheinlicher aber ist, dass die Judikative einen Grund findet (und mag es auch eine juristische Spitzfindigkeit sein) um kein(e) Strafverfahren einzuleiten. Denn die Beweislage ist erdrückend und ein Gerichtsverfahren müsste eigentlich zwingend zu Verurteilungen führen.

Gysi zwingt die Justiz zu reagieren. Jetzt ist der Ball in deren Feld. Schön, dass wenigstens Einer den Mumm hatte, den Ball dorthin zu spielen und das Offensichtliche tut..
Unserer hündischen Regierung mag das gar nicht recht sein...

Gut so!

Freitag, 5. Dezember 2014

Anonym

Abteilung: Namensfindungsstörung

Ich spiel jetzt mal Gott.

Und ich lass mal schnell nen Busch abbrennen.
Und einen Abgehängten eine Steintafel schleppen.

Auf der gemeißelt steht:

"Auf dieser Seite hast Du Deiner Meinung einen Namen zu geben!"

Und das meine ich ab sofort und ernst!
Noch so qualifizierte Beiträge, die namenlos ('Anonym') daherkommen, werde ich nicht mehr freigeben.
Zack!
Kann ich; mach ich!

Nun noch mal an die Hörer des Landfunks:
Ihr müsst keine Klarnamen eingeben, ihr könnt Euch einen Phantasienamen ausdenken - sofern ihr Phantasie habt.
Eure Anonymität ist dadurch im GLEICHEN Maße durch die NSA bedroht, aber eben nicht MEHR.

Und, wenn das Pflaster zu heiß wird (die eigenen Argumente ausgehen), kann man sich immer noch einen neuen Nickname ausdenken, und von vorne anfangen!
Toll, oder?

Es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund, keinen Nickname einzugeben.
Außer Faulheit.
Aber auch die hat bei mir nur begrenzte Zustimmung...

Also, fresst oder sterbt, ihr 'Anonym' da draußen!

Eurer
Mufti Duderich


Dienstag, 25. November 2014

An welchem Ende des Kabels sitzt eigentlich die 'verrohte Kommentarkultur'?

Abteilung: Trolle - hüben, wie drüben

Die Verrohung der guten Sitten ist schnell ausgemacht:
- Sie droht durch den Osten, der uns alle zu Kommunisten gehirnwaschen will.
- Sie droht von Arbeitslosen, von Sozialschmarotzernleistungsempfängern, die sich ihre Chips und ihre Biere in der sozialen Hängematte reinziehen.

Sie droht aber vor allem von Online-Kommentatoren und Bloggern!
Die den Stuss der 'Qualitätsmedien', der da als Journalismus verkauft wird, auch mal als Solchen bezeichnen.

Immer mehr online-Auftritte der 'Qualitätsmedien' schließen ihre Kommentarfunktion (der verlinkte 'Stuss' kann dort nicht kommentiert werden), oder schränken diese maßgeblich ein.
Man kann das natürlich als Zeichen dafür sehen, dass Putin abertausende von Schreiberlingen angeheuert hat, um meinungsbildend in die Medienlandschaft einzugreifen.
Man kann das aber auch als Indiz dafür sehen, dass die Propaganda (unabhängiger Journalismus ist das wirklich nicht mehr) nicht so verfängt, wie gewünscht.

Wir werden medial zugerichtet.
Tag für Tag.
Wahrheit durch Wiederholung.
Gleichschaltung und Manipulation (Neusprech: Meinungsvielfalt)
Nur durch Werbung unterbrochen - die sich ebenfalls stetig wiederholt und nur 'unser Bestes' will.

Überflutet von Informationen - die fremdbestimmt sind - hören wir oft die Stimme der Vernunft nicht mehr.

Manchmal aber, wird sie doch noch gehört.

Das sollte zur Angewohnheit werden!

Besinnliche Vorweihnachtsgrüße
vom Knecht Duderecht

Mittwoch, 19. November 2014

Gedanken die Jemand schrieb, der zuvor Bukowski-Gedichte gelesen hatte

Abteilung: Dirty old Man

Na gut,
mal angenommen,
dass es GOTT wirklich gäbe,
und wir seine Kinder sind:

Wären wir gut geraten in SEINEN Augen?
Ganz der VATER?

Oder würde ER sagen:
"ICH habe Euch die Erde gegeben,
auf dass sie Euch ernähre,
und Euer Auge erfreue.

[Um dann SELBST ein großer Schluck aus der zu Pulle nehmen...]

Na dann viel Spaß noch damit!
Ist kein Thema für MICH;
ICH selbst,
habe noch Planeten genug."

Lasset uns beten!

AMEN
und ein dreifaches
HÖLLEJUJA!
...

Ist ja auch bald Weihnachten,

Christkind,
und so...


Nachtrag für alle juristisch Interessierten:
Müssten hier und heutzutage nicht alle geldwerten Hilfeleistungen (Unterkunft, Geburtshilfe, usw...) im Stall von Bethlehem dem zuständigen Jobcenter gemeldet werden?

Ganz zu schweigen, von den Gaben (neudeutsch: Zuwendungen), der Heiligen drei Könige?

Samstag, 15. November 2014

Zeitgeist

Abteilung: Lebst Du noch, oder denkst Du schon?

Ebola trifft nur die Schwarzen, und Aids nur die Schwulen.
Also kein Grund zur Sorge.

Middlehoff wurde zu streng bestraft, aber auch viel zu wenig.
Jeder, der das gerecht findet, ist getrieben von Sozialneid. Erliegt ganz trivialen Gefühlen, gegen die angeschrieben werden muss.

Ich hoffe, er muss mit den anderen duschen. Oder gibt es Ausnahmeregelungen für 'Leistungsträger?

Ich habe kein Mitleid mit Middelhoff, Hoeneß und die anderen Arschlöcher, die sich elitär über andere erheben, letztendlich aber nur Geschmeiß sind, die parasitär vom gesellschaftlichen Vermögen zehren.

Beide, das unterstelle ich, haben kein Unrechtsbewusstsein. Beide fühlen sich als Privilegierte, die zu Unrecht im Fokus der Justitia gelandet sind.

Fühlt sich jemand von denen beiden schuldig, hat gar ein schlechtes Gewissen?

Ich denke nicht.

Aber WIR sollen uns schuldig fühlen.
Weil wir zu wenig konsumieren.
Weil wir keine Arbeit haben.
Oder, weil wir Arbeit haben, aber zu wenig leisten.

Weil wir das persönliche Glück anstreben, was so gar nicht marktkonform sein will.

Wir, die Menschen, die Selbstverwirklichung anstreben, sind nicht kompatibel, im marktgläubigen Wertegefüge.
Man will uns einreden, dass wir nicht funktionieren.

Unsere Bedürfnisse nach Selbstbestimmtheit, passt nicht in diese Zeit.

Sind unsere Ansprüche verkehrt, oder der Zeitgeist?

Freitag, 7. November 2014

"Sobald Sie für den Bundestag kandidieren und gewählt werden, können Sie auch reden. Jetzt sind sie hier, um zu singen."

Abteilung: Mehr geredet als gesungen




Wieso Biermann kritisieren, weil er seinen Auftritt im Bundestag nutzt, um gegen die Partei, DIE LINKE zu polemisieren? Wenn dies dem Bundespräsidenten, der eigentlich überparteilich ('Parteilichkeit' hier im doppeltem Wortsinne) sein soll, zusteht, warum dann nicht auch einem Liedermacher, der eigentlich Partei qua Selbstverständnis beziehen sollte?


Es ist heutzutage ja en vogue, gegen die Partei DIE LINKE zu treten. Da mag man auch Lammert keinen Vorwurf machen, den Bundestag als Bühne dafür zu degradieren..?

Mit einem gewissen Abstand mag man sich darüber sogar amüsieren können. Immerhin hat diese Partei offensichtlich mit ihrer Nonkonformität zum neoliberalen Denkgebot solch eine Relevanz, dass sie mit unwürdigen Anfeindungen ("Drachenbrut, ..., reaktionär, ... der elende Rest") bekämpft werden muss. Im argumentativen Austausch und öffentlichem Diskurs machen die Vertreter der Partei DIE LINKE offensichtlich eine zu gute Figur, als dass man fair und auf der Sachebene bleiben könnte, um zu erreichen, dass diese Partei endlich unter die 5%-Hürde rutscht.

Wolf Biermanns scheint mit dem Zustand der Republik kein großes Problem zu haben - ausgenommen der Tatsache, dass es die Fraktion DIE LINKE gibt. Damit ist er in guter Gesellschaft. Lässt sich nach seinem Auftritt von Merkel und Gabriel herzen.

Es sei Gegnern von DIE LINKE, wie Biermann, Gauck, und wie die Unzähligen alle heißen, freigestellt sein, ihre Vorbehalte gegen diese Partei kundzutun. Ist durch die freie Meinungsäußerung abgedeckt, die auch mir gestattet, mein Geschwurbel in die Welt zu setzen.
Geschenkt.

Aber weder ein Auftritt im Bundestag zu einer Gedenkfeier, noch das Amt des Bundespräsidenten taugen dazu, dieser Meinung ein Forum zu bieten.

Biermanns kann dies gerne auf Konzerten kundtun oder auf CD's pressen.

Und auch Gauck sei dies in jenen Momenten gestattet sein, in denen er nicht als 'Herr Bundespräsident' angesprochen wird.

Alles andere ist Missbrauch von Aufmerksamkeit, die ihnen von anderen zugestanden wird.

Und als Bundestagspräsident hätte Lammert zur Ordnung rufen müssen (nicht nur mit dem Hinweis auf die Geschäftsordnung, sondern viel mehr durch die Umsetzung derselben).
Das wäre sein Job gewesen.
Er hat schließlich selbst begründet, warum Biermann zum singen und nicht zum polemisieren geladen wurde. Zumal er diesen selbst (ohne Absprache) eingeladen und somit eine besondere Verantwortung für dessen 'Auftritt' hatte...

Lammert hat somit noch viel mehr versagt, als der verblendete Biermann, dessen negative Erfahrungen man noch als Entschuldigung für seine Gestrigkeit anführen könnte.

Aber das Versagen, das Nichteinhalten einer demokratischen Kultur, scheint ja nicht Ausnahme, sondern die Regel zu sein.

In so fern
alles wie gehabt.