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Donnerstag, 26. April 2012

Gastbeitrag 'Don M. Tingly': "die analyse ist abgeschlossen – was jetzt?"

Hier noch einmal ein Gastbeitrag von Don M. Tingly, der Euch noch von dem Post "der markt ist kein naturgesetz - ein appell an die vernunft" bekannt sein dürfte.

Der Text ist der Längste hier bislang, aber die Qualität steht, meiner Meinung nach, der Quantität in nichts nach. Nehmt Euch die Zeit und lest seine Worte - es lohnt sich!

Vielen Dank noch einmal an den Verfasser dieses Textes!

Mein angekündigter Post über die somalischen Piraten dauert übrigens noch ein wenig - wird aber wohl am Wochenende reingestellt werden.

Nun aber zum Text - oder 'Pamphlet', wie es der Autor nennt:

Proudly to present:

Euer Duderich

die analyse ist abgeschlossen – was jetzt?


die welt – sie steht in flammen! egal wohin wir blicken, überall brennt, lodert, qualmt es.
Deep Water Horizon im Golf von Mexico ist explodiert, Elgin in der Nordsee ist kurz davor.
der regenwald in Brasilien und auf Borneo – er wird brandgerodet.
Damaskus, Homs und Kabul – unter der regie der supermächte in schutt und asche gelegt.
im Nahen Osten droht der atombrand. in Indien glüht der schweif einer langstreckenrakete.
in Paris und London stecken frustrierte jugendliche autos und läden in brand und in Athen brennt eine menschliche fackel als fanal der verzweiflung.

und bei uns? auch bei uns brennt es, auch wenn es eher ein schwelbrand ist. ein gefühl der bedrohung, das mehr und mehr zur gewissheit wird. eine angst vor einer ungewissen zukunft für sich selbst und die kommenden generationen. vor dem gesellschaftlichen abstieg, vor dem alter und – am meisten – vor der armut.


all das schwelt unter unserer schönen mitteleuropäischen oberfläche. wie in einer stadt, die vom waldbrand eingeschlossen ist, spüren wir die gefahr bereits, obwohl sie noch hinter dem horizont liegt. wir können die vorboten des qualms schon riechen. die hitze, sie nimmt uns bereits den atem. und die panik macht sich bereits bemerkbar. sie erfasst unsere körper, kriecht in jede zelle. sie verwirrt unsere gedanken. wir nehmen verteidigungshaltung ein, spannen jeden muskel. wir sind zum kampf bereit, denn flucht – und das wissen wir genau – flucht ist unmöglich.

soweit die derzeitige situation. wer dies nicht selbst erkannt hat, der braucht es nur nachzuhören oder –lesen. Harald Schumann, Colin Crouch, viele internet-blogs und –foren, kabarettisten, künstler und sogar der eine oder andere ehrliche politiker haben die welt in der wir leben, die welt des hemmungslosen profits, der gier, der macht – kurz: die welt des neoliberalismus – beschrieben.

diese analyse bedarf keiner weiteren belege. jeder, der die augen öffnet, kann sie unmittelbar bestätigen. sie darf als abgeschlossen gelten und wird beinahe täglich durch neue nachrichten und daten bestätigt.

aber was sind die konsequenzen? welche schlüsse ziehen wir? was wollen wir tun?

wollen wir uns weiter mit der feststellung der tatsachen begnügen?
„Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert. Es kommt darauf an sie zu verändern!“ sagte Marx. wir stehen heute vor der selben aufgabe. und wir sind aufgefordert, bessere handlungsstrategien zu entwickeln, als der alte Trierer rauschebart.

wir brauchen strategien, handlungsempfehlungen, konkrete maßnahmen die eine mobilisierung der menschen bewirken. die uns endlich aufwecken aus unserem vom konsum narkotisierten gedöse. aus unserem unbeteiligtsein, unserem weinerlichen fatalismus.
die energie, den eigenen verstand zu benutzen muss wieder freigesetzt werden. wir müssen ja nur die augen öffnen, um zu erkennen, dass am ende dieses vom konsum gemästeten, vom politischen wiederkäuen betäubten lebens auf die mäster der profit und auf uns der schlachter wartet.

welche strategien gibt es, um politischen widerstand zu leisten?

eines vorweg: wenn wir als humanisten gewalt gegen menschen kategorisch ausschließen, müssen wir wissen, dass die vertreter der anderen seite, soviel skrupel nicht kennen werden. das kapital wird im zweifel auch zur waffe greifen, um seinen besitzstand zu verteidigen. der polizeiliche gummiknüppel wird noch das mildeste mittel sein. vorwände dafür sind schnell gefunden, wie die geschichte immer wieder zeigt.

ein klassischer weg, politische ziele zu erreichen, war bisher – zumindest in unserer demokratie – der weg über parteien. das weiß allerdings auch die gegenseite. die klassischen parteien taugen nicht für veränderungen. zu groß ist ihre verquickung mit dem system. parteispenden, wahlkampfkostenerstattung, sponsoring – grundlagen jeder etablierten partei. innerparteiliche abläufe sind verkrustet, quereinsteiger chancenlos. regionalproporz ist wichtiger als sachverstand. einfache parteimitglieder werden von gewieften karrieristen genauso als mittel zum platz am fresstrog benutzt, wie die wähler. auch hier werden informationen bewusst zurückgehalten, falsche hoffnungen, vorurteile und ressentiments instrumentalisiert.
die parteien, sie sind leider nicht mehr mehr, als der organisierte stammtisch, der dem, der die meisten lokalrunden gibt, den weg zum mandat frei macht.
dies gilt für alle parteien, mal mehr, mal weniger. die parteien können eben nicht mehr, als die gesellschaft im kleinen abzubilden.

gleiches gilt in etwas anderer form auch für die heutigen gewerkschaften. auch hier gilt: klassische gewerkschaftspositionen wie internationale solidarität, chancengleichheit, gerechtigkeit treten hinter partialinteressen zurück. einzelgewerkschaften lassen sich gegeneinander ausspielen, die besitzstände in Deutschland sind wichtiger, als die verhältnisse in anderen ländern. funktionäre untergraben durch ihren egoismus und ihren lebenswandel die glaubwürdigkeit der ganzen bewegung.

als folge der unzufriedenheit mit den klassischen polit-organisationen sind in letzter zeit vermehrt bürgerinitiativen, ngos und politische internet-blogs entstanden.
sie verfolgen sicher hehre ziele, sind in den allermeisten fällen nicht persönlichen ambitionen einzelner verpflichtet und bleiben nicht gänzlich ohne resonanz.
ein engagement hier, ist sicher sehr positiv und es kann gar nicht genug menschen geben, die sich bei Amnesty, Greenpeace, Attac, Occupy und wie sie alle heißen einbringen.
nur, reicht das? glauben wir wirklich, wir können so etwas erreichen, was über allmosen und placebo hinausgeht? ich kann das zynische grinsen auf den vorstandsetagen förmlich sehen, wenn im kapital-treuen staatsfernsehen über die paar letzten, bibbernden Occupy-aktivisten berichtet wird, die gerade mit dem ordnungsamt (!) der stadt vereinbart haben, wann sie ihr protest-camp aufgeben werden.
so ehrenwert diese versuche sind, die herde der mehrheits-gesellschaft wird allenfalls für einen augenblick den kopf heben und dann friedlich weitergrasen. die nötige stampede wird von diesen bemühten aktionen nicht ausgehen.

was aber, was sollen wir tun? je mehr man darüber nachdenkt, desto bewusster wird einem die eigene ohnmacht und desto eher neigt man zur resignation. woher soll man jeden tag den mut nehmen, gegen ein scheinbar übermächtiges system anzugehen? ein system, mit dem die mehrheit offensichtlich sehr einverstanden ist. ist es nicht auch anmaßend zu glauben, man hätte so viel mehr durchblick, als die masse? ist es nicht dünkelhaft, anderen lethargie vorzuwerfen, wenn wir uns doch alle so wohl fühlen, in unseren kleinen, gemütlichen leben?

vielleicht müssen wir doch zuerst im ganz kleinen anfangen? im allerkleinsten? bei uns selbst?
gesellschaftliche veränderung beginnt bei uns selbst, bei mir!
achtsamkeit ist das zauberwort. wie lebe ich? was konsumiere ich? wie kommuniziere ich und mit wem? wo gehe ich dem system unbemerkt auf den leim? erfülle blind seine erwartungen, anstatt mich zu widersetzen und zivilien ungehorsam zu leisten? trinke ich selber wein, obwohl ich den anderen wasser predige? bin ich kosequent? glaubhaft? bin ich bereit, selber opfer zu bringen, oder hört die solidarität vor meiner haustür auf?

sich diese und ähnliche fragen täglich zu stellen, ist anstrengend und zum teil äußerst schmerzhaft. aber sie können uns richtung geben im alltag – und kraft. jeder richtige schritt ist ansporn für den nächsten. auch ohne lautes lob und geschmeichelte eitelkeit, allein durch gutes gewissen, kann sehr viel positive energie entstehen. und diese wirkt auf andere. sie zieht kreise. vorbild ist nach wie vor grundbedingung bei der erziehung.
und nichts anderes brauchen wir. wir müssen uns wieder dazu erziehen, kritische, selbstbewusste menschen zu sein, die ihre stärke gerne anderen leihen, aber die sich auch nicht dafür schämen, sich bei stärkeren anzulehnen.
heute fühle ich mich stark und gebe dir kraft, morgen habe ich angst und brauche deine schulter. das ist solidarität.

die arbeit an sich selbst ist also der erste schritt. allerdings – er reicht natürlich nicht aus. im nächsten schritt brauchen wir vernetzung. „divide et impere“ heißt auch heute noch, die erfolgreiche strategie des kapitals. kritiker werden isoliert, in einzelgruppen zersplittert. die uneinigkeit scheint einmal mehr das schicksal der systemkritiker zu besiegeln. da sind die umweltaktivisten, die pazifisten, die menschenrechtler, die verbraucherschützer, die tierschützer, Occupy, Attac und all die anderen.
wir alle kritisieren mit verve symptome ein und derselben krankheit. aber solange wir unsere kräfte nicht bündeln, nicht erkennen, dass wir alle den selben feind haben und uns immer wieder erfolgreich gegeneinander ausspielen lassen, wird das zynische grinsen, die gesichter von vorständen und aufsichtsräten weiter zieren.

wir müssen den protest endlich bündeln. national und international. partialinteressen hintanstellen und gemeinsam agieren. der protest muss auf die straße – aber gemeinsam. nicht 100 ostermarschierer heute und 500 Castor-gegner morgen.
alle zusammen – und alle zugleich. Leipzig hat gezeigt, wie millionen mit einer stimme selbst das zynischste system zu fall bringen können.
ziviler ungehorsam und opferbereitschaft sind weitere unverzichtbare elemente. was hilft eine gewerkschaft, wenn gerichte im ernstfall ein streikverbot aussprechen und alle sich daran halten, weil sonst das geld nicht für den nächsten urlaub reicht?
politische streiks, konsum-boykott bei kosequent friedlicher, gewaltlosigkeit. Mahatma Gandhi hat vorgemacht, wie man selbst ein welt-imperium in die knie zwingen kann.

und damit ist der letzte notwendige punkt erreicht: von Gautama über Jesus, Luther, Gandhi, Martin Luther King, Allende, Lula oder Morales – alle bewegungen gegen ungerechtigkeit und unterdrückung brauchten köpfe, gesichter und namen, die für sie stehen.
so gut ich die vorbehalte verstehe, die aus angst vor personenkult, persönlicher machtgier und dem verlust demokratischer legitimation, vor führungsfiguren warnen, bleibe ich der überzeugung, dass ohne solche charismatische, integrative vorbilder, jede noch so gut gemeinte initiative im sande verlaufen muss.
selbst ohne rücksicht auf unsere heutige mediendemokratie, brauchen menschen offensichtlich immer ein ideal, dem sie vertrauen. jemanden, dessen vita sie überzeugt, auch wenn sie den argumenten nicht in jedes detail folgen können.
das gefühl, sich jemandem anvertrauen zu können, ohne angst haben zu müssen, dass derjenige uns nur für seine persönlichen zwecke ausnutzt, ist ein urbedürfnis der menschen.
Camilla Vallejo und ihr erfolg in Chile sind das letzte beispiel dafür.

wir sind demnach gefordert, eine oder einige personen zu finden, die überzeugungskraft, idealismus, integrität und bescheidenheit in einer art und weise vorleben, dass es uns allen gelingt, eifersucht und neid nicht aufkommen zu lassen. im sinne der sache, muss uns das gelingen.
solche menschen gibt es und es liegt in ihrer natur, sich auch bei erfolg nicht korrumpieren zu lassen oder ihre demokratische erdung zu verlieren. Nelson Mandela, Vaclav Havel oder Aung San Suu Kyi haben es vorgelebt.
es ist unsere aufgabe sie zu finden, aufzubauen und zu unterstützen, wenn wir etwas erreichen wollen.

es würde mich freuen, wenn wir diesen text als grundlage zu einer guten diskussion nutzen würden. an deren ende müssen allerdings konkrete handlungsempfehlungen stehen, sonst drohen wir auch dann noch uns im pallaver zu verlieren, wenn das kapital bereits um den scheiterhaufen der menschheit tanzt.


Don M. Tingly

Kommentare:

  1. Ja, was will man dem noch entgegensetzen. So sieht es aus, überall gärt und brodelt es, Möglichkeiten die bevorstehende Katastrophe zu verhindern gibt es mehr als genug. Leider wird das Kapital nicht freiwillig seine Positionen räumen oder sich reformieren lassen. Die Gier ist leider schon zu groß geworden, um es generell noch zügeln zu können.
    Traurig ist aber auch, daß immer noch zu viele Menschen diesem Gesellschaftssystem des Kapitalismuns und der freien Marktwirtschaft vertrauen und keine Alternative dazu, sehen wollen. Inzwischen sind sie sogar zu dessen bereitwilligen Helfern, obwohl schon lange Opfer selbst, geworden.
    Es ist wie immer, sie werden erst dann wach, wenn es wieder zu spät ist.
    Noch sind sie treue Anhänger und Verteidiger und sehen in allem und jedem, der vor der bevorstehenden Gefahr warnt und Alternativen aufzeigen will, den linken Revoluzzer, Altstalinisten und was weiß ich nicht, noch alles.
    Das Kapital selbst hat schon lange bemerkt, in welcher Situation es sich befindet, nutzt seine treue "Gefolgschaft" mit kleinen Geschenken weiter aus und hält sie so bei Laune.
    Diejenigen, denen das Wasser bereits Oberkante Unterlippe steht, die können sie sich nicht mehr kaufen, die werden in allen Ländern dieser Erde langsam aber stetig bereit etwas zur Veränderung ihrer Lage und der Lebenssituation auf der Welt zu tun. Das wird dann wie eine Schwingung erst langsam und dann immer schneller und stetig übergreifen.
    Freiwillig tritt das Kapital nicht ab, wird sich in seiner Gier auch nicht mäßigen, sondern wird so reagieren wie K. Marx es in seiner Imperialismustheorie vorhersagte, ... selbst bei Strafe seines eigenen Unterganges.
    Sie bereiten sich vor, entsprechende recht geheime Gesetzesänderungen, Ausrüstung und Training der Polizei und als recht neues wirksames Mittel dieser "Mikrowellenstrahler" zum Einsatz gegen Demonstranten.

    Das muß man sich erst einmal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen, wie und mit welchen Mitteln, der Staat und sein Kapital, sich gegen die eigene Bevölkerung schützen wollen!
    Eigentlich ist es ja umgekehrt, denn auch K. Marx sagte schon damals, das der Staat das Machtinstrument der herrschenden Klasse ist!
    Also, demnach mißbraucht das Kapital den Staat in seinem Interesse gegen die eigene Bevölkerung, die dessen politische Volksvertreter (Handlanger, auf freiheitlich, rechtlichem und demokratischem Wege, selbst gewählt haben!
    Warum muß ich denn jetzt an das dumme Schaf denken, daß seinen eigenen Metzger gewählt hat, der es gerade zur Schlachtbank führt?

    Vorher wird aber noch einmal kräftig damit abgesahnt, wer weiß vielleicht überleben dann doch wieder einige der ganz großen, ähnlich der deutschen Industrie und Banken nach dem 2. WK, die so ziemlich alles retten durften und sich ihre Nachkommen fleißig weiter, in deren Sinne, engagieren!

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    1. völlig richtig Arco.

      das kapital schafft es in wirklich atemberaubender manier, den ärger der verbleibenden mittelschicht gegen die, die noch weiter unten stehen zu richten. h4-empfänger und ausländer kommen als sündenböcke mal wieder gerade recht.

      aber nochmal: was sollen wir konkret tun, um den prozess aufzuhalten und umzukehren?

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    2. Tja, dass ist doch wirklich mal die große Frage! Es geht nicht nur darum, den richtigen Weg herauszufinden, sondern auch darum, wie dieser eingeschlagen werden kann!
      Wie kann man das Ruder noch herumreissen?

      Parlamentarisch?
      Außerparlamentarisch?

      Wir werden sehen...
      Die Gegenkräfte werden stärker werden - das gehört zu der Natur der Dinge.

      Wie lange behält der Kapitalismus noch seine Legitimation und seine Hegemonie?

      Was wird er (/seine politischen Systeme) breit sein einzusetzen, um bestehende Besitztumsverhältnisse zu verteidigen?

      Die in dem Video vorgestellte Mikrowellenwaffe ist da nur der Anfang...

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  2. Was sollen wir tun, um diesen Prozeß aufzuhalten oder gar umzukehren?
    Wir, die Bürger dieses Landes, sind doch zu so einer traurigen, relativ gleichgültigen Masse, gleichgeschalten worden, so das ich, für die nächste Zeit, wenig Hoffnung habe!
    Parlamentarisch, sehe ich keinen Weg eine grundlegende Veränderung herbeizuführen! Da haben sich die "Berufspolitiker" und Lobbyisten zu sehr, fest etabliert. Sie werden einen Teufel tun und den Ast absägen auf dem sie derzeit noch fest sitzen.
    Kritsische Politiker versucht man seit längerem, wieder los
    zu werden. Redeverbot für Abweichler und bei Nichteinhaltung der Fraktionsdisziplin, müssen sie damit rechnen auf die letzten Listenplätze gesetzt zu werden.
    Andere Parteien, die bereit sind etwas zu verändern, werden im Glaichkalng der Regierungsparteien und Opposition, verleumdet, kleingemacht und alle Argumente ins Lächerliche gezogen.
    Jetzt wächst zu der bstehenden Angst vor den Linken, die Angst vor den Piraten. Die Reaktionen kann jeder sehen!
    Sie werden verunglimpft, alles möchte man ins lächerliche ziehen, populistischer Wählerfang, Planwirtschaft gleich Mangelwirtschaft, Stalin und Stasi. Damit wird der frei lebende Mensch verunsichert, verängstigt und belogen, damit er, dem bestehenden System, treu ergeben bleibt!
    Das alles im Namen der Demokratie, ich denke wir haben hier schon eine sehr gut funktionierend Diktatur des Kapitals instaliert und instrumentalisiert! "Teile und Herrsche" wird erfolgreich praktiziert.
    Occupay, wird langsam immer weniger und stört wohl die Mächtigen in Frankfurt, angesichts des kleinen, sich immer mehr auflösenden Lagers, nicht mehr im geringsten!
    Ostermärsche, das waren vor Jahren noch Bewegungen, genau wie Castordeminstrationen oder Montagsdemos in den neuen Ländern.
    Die Menschen, als Verlierer des kapitalistischen Systems, haben in der eigentlichen Masse, resigniert aufgegeben! Sie haben erkannt, das auf friedlichem Wege keine Veränderung möglich ist!

    Aussitzen, heißt das Erfolgsrezept unserer obersten Volksvertreterin, als Einzelperson, samt ihres Kabinettes.
    Außerparlamentarisch wäre nur auf direktem Wege, durch zeitgleiche Arbeitskämpfe aller Arbeitnehmer, etwas zu einer Veränderung beizutragen, möglich.
    Ansonsten sehe ich keinen anderen Weg. Dagegen rüstet sich das Kapital seit längerer Zeit schon massiv auf.
    Aufklärung und Überzeugungsarbeit leisten wäre eine mögliche Variante, das wird aber als als linke Polemik mit Angstmacherei, abgetan!
    Es gibt eben immer noch viel zu viele, denen es immer noch zu gut geht! Diese wird man sich auch weiterhin gut bei Laune halten, damit sie aus eigenem Interesse am Erhalt ihres "Wohlstandes", breite Front dagegen machen!
    Ein Freund sagte einmal zu mir, die Massen werden in Deutschland erst mobil, wenn sie nichts mehr zu Essen kaufen können! Zuerst sah ich ihn fragend an, verstand dann aber langsam, den tieferen Sinn dieser Worte

    Allerdings, viel Zeit haben wir zu dieser Überzeugung, der dringenden Richtungsänderung, nicht mehr! Denn dann, ist Mutter Erde, am Ende ihre Möglichkeiten angelangt und der Planet wird wahrscheinlich unbewohnbar werden.
    Jetzt können wir versuchen dieser Katastrophe zu entgehen, dazu müssen wir aber relativ geschlossen dem überdimensionierten Gewinnstreben des Kapitals Einhalt gebieten. Das gesamte menschliche Leben, die Produktion, die Nutzung der natürlichen Ressourcen und vieles andere mehr, auf ein für diese Welt, erträglich normales Maß herunterfahren und die nicht mehr normale Überproduktion vieler, eigentlich nicht gebrauchter Konsumgüter stoppen.
    Wir müssen aufhören, die Natur verändern zu wollen, um überhaupt in Zukunft für unsere Kindeskinder ein Leben auf diesem Planeten zu gewährleisten!

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  3. The decor on the inside of the restaurant is absolutely beautiful.
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    The decline of the East side blues scene was disheartening, but, it also gave rise to the need
    for a fresh start, which came in the form of the next blues-only venue, Antone's, founded by the late Clifford Antone, during the summer of 1975.

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