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Montag, 16. April 2012

Worte, die in Deutschland nicht gesendet werden

Mir ist ein Video zugespielt worden.
Nein, nicht von 'Anonymus', den gibt es nämlich gar nicht.

Sondern genau von dem Leser, dem ich das Video "Wir sind wütend!" (Roland Düringer) zu verdanken habe, verdanke ich auch folgendes Video (Namendoppelnennung, wäre dann aber vorerst noch zuviel der Ehre), zu dem ich vorab noch ein paar Worte verlieren möchte:

Ich habe soeben eine Talk-Show gesehen, die ich seit zehn Jahren in Deutschland vermisst und leidenschaftlich gesucht habe. Ich gebe zu, ich bin noch ein wenig ergriffen!

Nicht nur die Inhalte, die an's neugierige Ohr adressiert wurden!

Nein, die ganze Atmosphäre! So herrlich 70er! Fehlen eigentlich nur noch die überlaufenden Aschenbecher, wie in Zeiten eines Klaus Kinski.
Entspannte Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer ausreden durften und konnten (sehr experimentelles Novum, Respekt!).

Witzig übrigens zu betrachten, wie der Moderator versucht hatte, konservativ-bestimmte Leitplanken zu setzen, bis dass es K. Wecker irgendwann zu viel wurde und er ihm argumentativ über den mainstreamigen Mund fuhr: (Hach, war das schön... :)  )

Aber, der Reihe nach:


Mitwirkende:

Moderator:
Name als nicht aufschreibenswert empfunden. Wirkt in seinen Aussagen, wie meistbietend an Lobbyistengruppen versteigert.Marke: Systembewahrer

Konstantin Wecker:
Ist immer einer gewesen, der mir zeigte, dass man attraktiv alten kann. Ist schon mal positiv. Und schwarz steht ihm gut. Das zeigt er.
Aber er zeigt noch viel mehr! Wecker ist wirklich engagiert! Es treibt ihn an, eine bessere Welt zu gestalten, das spürt man! Und nebenbei stanzt er, in dieser Sendung, Aussagen ins Internetgedächtnis, welche wir in unserer medial weichgespülten Erlebniswelt im deutschen Fernsehen nicht erleben dürfen.
Er muss nach Österreich reisen, um seine Meinung kund tun zu dürfen.
Einige Wahrheiten sollen nicht ausgesprochen werden, hier in Deutschland! Nicht im 'Frühstücksfernsehen und auch nicht in der 'Tagesschau'. Aber, wir haben ja das Internet. Und das ORF2.

Aber Wecker ist nicht der Held des Abends.

Sondern:
Roland Düringer!
Meinen treuen Seitenlesern als Anzug-Träger bekannt (letzter Post) sieht er hier aus, als wäre er aus einem Guerillera-Ausbildungscamp gezerrt worden. Er, der es es schafft, den Blick von Robert De Nero in "Taxi Driver" auf Talk-Runden-Niveau runterzubrechen, braucht seine Zeit, bis er warm wird, aber es gibt Momente, da ist er auf der Höhe eines Norbert Schramm. Manche seiner späteren Sätze sind mitschreibungswürdig..!

Und ferner liefen:

Maria Malschnig:
Gähn!

Herta Wessely:
Na, ja. War engagiert, und so.

Thomas Kolher:
Wow, das ist für mich gelebter Antisemitismus! Optisch (in Nazi-Propaganda Filmen hätte er den JUDEN gespielt) wie aussaglich, nur als Mitdiskutant Sinn machend, um Judenhass zu schüren.

Die wichtigen Aussagen sind von Düringer und Wecker! Diese werdet ihr im deutschen Fernsehen niemals zu hören bekommen!

Hört sie Euch halt auf diesem Weg an - und bildet eure Meinung! Kant, und so.

Also, viel Spaß beim Zusehen!

Vorhang auf!


P.S.: Bei dem Text musste ich mich mit Ausrufungszeichen zurückhalten - wollte sie nicht inflationieren. Aber es hätten auch mehr sein können....




Kommentare:

  1. 1.) Doch, mich gibt es!
    2.) Habe ich mich in Dein System gehackt, so dass Du meine Kommentare nicht löschen kannst!
    3.) Ätsch!

    Anonymus

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  2. @ Euer Internet ist nur geborgt - Ihr Kommentar
    Hatte die gleiche Idee wie Sie nur leider wurde mein Kommentar mit Verweis auf meinen Blog nicht veroeffenlicht. Netter Blog nur leider gar nicht meine Wellenlaenge ;-)

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  3. Eine gute Diskussion, viele wichtige Fragen angesprochen. Am meisten überzeugt mich Konstantin Wecker.

    Noch eine Bemerkung zu Ihrem/Deinem Kommentar: Weil ein unsympathischer Mensch nuschelnd Dinge sagt, die einem nicht gefallen, auf die Gruppe (Juden) zu schließen, finde ich schlimm und erschreckend.

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    1. Er sagte selbst, dass er Jude sei und mit Glück den Holocaust überlebt habe.
      Schlimm und erschreckend finde ich, wie schnell man offensichtlich in die Antisemitismus-Ecke geschoben wird.
      Ich bin kein Antisemit, nehme mir aber das Recht heraus - AUCH Angehörige der jüdischen Kultur, Religion, was auch immer.. kritisieren zu dürfen.

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  4. Selbstverständlich kann man Menschen kritisieren und unsympathisch finden, egal zu welcher Gruppe oder Religion sie gehören. Eine bare Selbstverständlichkeit.

    Das Problem ist die - vielleicht nur flapsig gemeinte - Formulierung "gelebter Antisemitismus". Wäre er Katholik, hättest Du bei aller Abneigung bestimmt nicht "gelebter Antikatholizismus" geschrieben.

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    1. Will diese Diskussion hier nicht vertiefen (der geignetere Post hierfür wäre:
      http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2012/04/eins-vorweg-ich-bin-sicherlich-kein.html)

      Aber: Wenn ich gegen die Juden als solche wäre, würde ich dann den Begriff 'Antisemitismus' verwenden?

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