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Montag, 21. Mai 2012

Blockupy - Ein Nachgesang (Sponsored by 'Fishermen's Friend')

Der Duderich hatte ja versprochen, Euch über die Blockupy-Bewegung auf dem Laufenden zu halten. Ein paar Links die nachträglich eingefügt wurden, ansonsten Stille seit einer Woche vom Duderich...




Ich werd' Euch sagen, warum:
Ich, als 'demokratisch' sozialisierter Naivling, ging in meiner - in der Retroperspektive nur als blauäugig und naiv einzuschätzenden - Haltung davon aus, dass die ersten Gerichtsinstanzen die völlig undemokratischen und nicht verfassungskonformen (hüstel: nicht grundgesetzkonformen) Demonstrationsverbote einkassiert würden. Ich war sprachlos und paralysiert als dies nicht geschah!

Was ich falsch eingeschätzt, bzw. nicht genug gewürdigt hatte: 
Es ging gegen die Banken!


Das kann uns aber eigentlich - als kritisch hinterfragende Zeitgenossen und Citoyen - im Nachhinein ja nicht wirklich überraschen. (?)

Ich würde mittlerweile eine höhere Haftstrafe befürchten, wenn ich das Fenster einer Deutschen-Bank-Filiale einwerfen würde, denn als Vergewaltiger (natürlich wäre ich - wenn überhaupt - nur dem ersten Täterkreis zuzuordnen!). 
Ist juristisch nicht fundiert, sondern nur so ein Gefühl...

Aber dieses Gefühl nagt an mir: Dass der Staat eine (politisch motivierte) gebrochene Fensterscheibe (der Marionettenspieler) juristisch (Gewaltenteilung, und so.) höher sanktionieren könnte(!) als ein mutwillig herbeigeführtes, zerstörtes Leben für 5 Minuten krankes Machtgefühl!
Vermutlich - und das ist halbernst gemeint - würde mir mein Anwalt empfehlen (wir sind wieder bei der Deutschen Bank) mich dem rechten Spektrum zuzuordnen - in der Hoffnung auf ein niedrigeres Strafmaß... :-I 

Ihr seht, der Duderich ist zornig, empört, enttäuscht und verbittert - und ja, auch ein wenig müde.

Aber keine Sorge: Der Duderich packt das!


Nachtrag:: 
Natürlich sehe ich nicht alles schwarz. Die Blockupy-Bewegung war ein Erfolg. War gewaltlos - und deshalb leider medial relativ unbeachtet - im Mangel an medial verwertbaren Gewaltexzessen.
Aber um den Inhalt geht es in den Mainstream-Medien doch nie: 
Demonstrationen werden nach dem Gewaltanteil reflektiert und nicht nach ihrem Anliegen. Übrigens: Negiert es die Ziele einer Demonstration, wenn sich fehlgeleitete Krawallmacher oder 'Agent Provokateurs' untermischen? (Rhetorische Frage)

Um wieder positiv zu werden:

  • Die Staatsmacht hat sich lächerlich gemacht.
  • Die Demonstrationen blieben (weitmöglichst) gewaltfrei (von Demonstrantenseite aus).
  • Die 'Bewegung' hat wieder ein wenig Schwung bekommen.
  • (...)
Das aber, sind nur erste, kleine Scharmützel. Der Kapitalismus hat sich zwar inzwischen überlebt, aber noch den Dr. Frankenstein der Finanzmärkte und Marktgläubigkeit an seiner Seite. 

Wir (die 99%) wollen eine lebenswertere, gerechtere und freiere Welt. 
Überall wo dies eingefordert wird - und wie fast immer - Kapitalinteressen widerspricht, ist mit massiver Gegenwehr und einhergehend damit mit politisch-korrumpierter Vasallentreue zu rechnen.

Wir werden noch einen langen Atem brauchen ...

... also lutscht vorher nochmal einen 'Fishermen's Friend'!  :-)

Bis bald!

Euer Duderich

P.S."Sind sie zu stark, bist Du zu schwach!"

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