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Samstag, 14. Juli 2012

Entspannte Gedanken, von meinem Sofa aus...

Wenn ich hier so sitze, entspannt, meine Seele also baumeln lasse: 
Was treibt mich denn so um?

Ist es der Euro? 
Eine Währung einer Währungs- gemeinschaft, in der die Krise Dauerzustand ist. 
Routine.
Trotz, oder besser, Dank dieser Routine, befinden wir uns auf einer neuen Stufe der Umverteilung von unten nach oben. Oktroyierte Armut in der Bevölkerung von abgehängten Währungsunion-Mitgliedern, um Banken (und deren Gläubiger) zu retten.

Ach, und sollten wir nicht (Schäuble, der alte Linke ist auch dafür) eine Volksbefragung bzgl. einer Verfassungsänderung durchführen? Ob wir nicht auch - des Euros Willen - politische Macht an EU-Gremien abgeben wollen? Die dann von genau Denen besetzt werden, die von diesem System profitieren? Oder den Marionetten von Denen?

Ach, man könnte sich aufregen, als jemand, der so sozialisiert wurde, dass er mal an die Demokratie geglaubt hat.  

Ja, da baumelt die Seele von der EU-/Europroblematik wie von selbst zum Thema Gerechtigkeit im Spannungsverhältnis zur Demokratie.


Wie viele meiner Leser glauben denn noch an die Demokratie? Wer glaubt daran, dass die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung als solche vertreten und umgesetzt wird?

Es bestehen verschiedene politische Zustände, die 2/3 der Bevölkerung ablehnen. Als Beispiel seien hier die 
Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie der allgemeine Mindestlohn genannt.

Nirgendwo, in unserer Demokratie ist es überhaupt noch diskussionswürdig, dass dauerhaft politische Zustände bestehen, die von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden!

Kein politisch formulierte Änderungsbedarf (außer von den LINKEN), weil die Bevölkerung muss vor sich selbst geschützt werden, verkennen sie doch die neoliberale Ideologie und deren Lösungsansätze!

Nein, die EU ist kein Verbund, sondern eine verbriefte Ansammlung von Konkurrenz-Volkswirtschaften. Niedrige Löhne und Abbau von sozialen Errungenschaften sind dem Trend der Zeit geschuldet; dem Konkurrenz-denken!
Gegeneinander, so wird uns eingeflüstert!
Konkurrenz der europäischen Volkswirtschaften im Sinne eines gemeinsamen Europa!
Hah!

Die Jungen gegen die Alten!
Der Mittelstand gegen die 'Unterschicht'!
Die Reichen gegen die Armen!
Deutschland gegen den Rest der Währungs'gemeinschaft'!

Wir sollen niederringen, statt zu kooperieren!
Gewinnen! Wachstum! Wohlstand!

Der weilen geht das Öko-System 'Erde' langsam vor die Hunde...

Wen interessiert's?

"Da bin ich eh schon lange tot."

Außerdem habe ich ja zukünftiger Generationen zuliebe, der Austeritätspoltik zugestimmt. Sozialleistungen und öffentliche Güter einsparen zum Wohle zukünftiger Generationen!

Muahaha!



Wie lange mag das alles noch so gut gehen...?

Und, wie lange will man, dass "das so gut geht?'

Was ist man bereit, für eine Veränderung in die Waagschale zu werfen?



Die Veränderung, der Umbruch wird kommen.

Die Frage wird sein, wie dieser gestaltet wird. (Lösungsansätze gibt es bereits. Zum Beispiel:Wer diesen Umbruch organisiert. Wer daran (mit-)gestaltet.

Die Frage wird sein, ob aktuelle Machtverhältnisse unsere Zukunft bestimmen werden, oder die Interessen der Bevölkerung.

Man wird sehen.

Die Geschichte stimmt eher pessimistisch.

Möge die Vernunft siegen - so unwahrscheinlich sich das anhören mag.

Naiv - optimistisch,
Euer Duderich

Kommentare:

  1. ist es nicht so, dass unsere abgeordneten doch wahre "volksvertreter" sind? vertreten sie nicht genau das hervorstechendste merkmal der meisten?

    gnadenlosen, egoistischen zynismus und nach mir die sintflut?

    ist also weniger die demokratie unser problem, als mehr die haltung jedes einzelnen?

    könnten sich parlamentarier und regierung halten in einer gesellschaft, der altruismus, solidarität und nächstenliebe wieder etwas bedeuten würden?

    genauso naiv, aber weniger optimistisch
    Euer Don

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    1. Kapitalismus sticht Demokratie.

      Das Parlament ist die Theaterbühne. Macht wird ganz wo anders ausgeübt.

      In Chefetagen von Banken und Konzernen.

      Geld, so sagt man, ist dass einzige Gut, dessen Bedarf steigt umso mehr man da von hat. Auch in privater Hand kumulieren sich riesige Milliardenbeträge. Z.B. die Rothschild-Dynastie, die ja auch dauernd auf den Gästelisten der Bilderberger-Konfrenzen stehen. Warum bloß?

      Demokratie ist unsere Beruhigungspille. Die Illusion einer wirklichen Mitbestimmung stellt uns ruhig und lässt >uns< dieses ganze Sch...-Spiel mitspielen.

      Funktionieren tut dies leider sehr gut.

      P.S.: Schön wieder von Dir zu hören.

      Gruß, Duderich

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  2. natürlich konzentriert sich die wahre macht bei einigen wenigen, die die marionetten im parlament und im kabinett tanzen lassen.

    was mich nur immer am meisten erschreckt ist, dass die leute sich weniger an diesem umstand an sich stören, als viel mehr daran, dass sie nicht selbst zu dem kleinen zirkel mächtiger gehören.
    im kleinen und wo möglich verhalten sich die meisten doch auch nicht anders: beim "geiz ist geil- einkauf" sind den leuten die demokratie und die menschenrechte in China oder Russland genauso egal, wie sie den Bilderbergern bei ihren konferenzen egal sind.

    ich sehe da ethisch wenig unterschied. jeder denkt immer nur an sich. eben im rahmen seiner möglichkeiten.

    p.s.:

    ich lese immer brav mit, keine angst ;)

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    1. Na, wenn jeder an sich denkt ist ja an jeden gedacht.

      Im Ernst: Es ist ja nicht falsch, wenn persönliche Interessen das Wahlverhalten beeinflussen. Nach demokratischer Leseweise würden ja dann die Parteien an Macht gewinnen, die die Lebenswirklichkeit der meisten Wähler positiv beeinflussen.

      Dies ist aber leider offensichtlich nicht der Fall.

      Du hast recht, die 'Geiz-ist-geil'-Haltung ist weit verbreitet. Sicherlich kann man im kleinen durch sein Kaufverhalten ein wenig Einfluss nehmen. Natürlich haben die Abgehängten dieses Votum nicht. Es ist perfide, aber gerade finanziell schlecht ausgestattete Menschen manifestieren gezwungenermaßen durch ihr Kaufverhalten Lohndumping, Massentierhaltung, Monokulturen, usw.

      P.S.: In meinem letzten Postscriptum wollte ich mich nicht wie der Dorfpfarrer anhören, der fragt, wann man das letzte Mal in der Kirche war. :)))

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