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Samstag, 4. August 2012

Die Königin von Absurdistan

Wie der Spiegel mitteilte führt Merkel nach wie vor unangefochten die Zustimmungswerte der Politiker an:

"Bundeskanzlerin Angela Merkel gewinnt im Vergleich zum Vormonat noch einmal an Zustimmung und belegt damit weiter den ersten Platz der Liste der abgefragten Parteipolitiker. Auch in anderen Umfragen war dieser Trend abzulesen. Mit ihrer Arbeit sind laut der neuen Erhebung 68 Prozent der Deutschen zufrieden. Dies ist der beste Wert für Angela Merkel seit Dezember 2009. Mehr als zwei Drittel sind der Meinung, dass die Rettung des Euro bei der Kanzlerin in guten Händen ist." (Hervorhebung vom Duderich)

Weder kann ich diese Ergebnisse mit meinen Alltagserfahrungen (ich bewege mich nicht nur in 'linken' Kreisen) auf die Kette kriegen, noch irgendwie nachvollziehen. Selbst die Mehrheit der Ökonomen halten den deutschen Austeritätskurs für krisenverstärkend, während auch in den Mainstream-Medien kritische Stimmen gegenüber unserer Staatsoberhäuptin  unseres weiblichen Staatsoberhauptes mittlerweile breiten Raum gefunden hat. Auch die Kommentare des zitierten Artikels sprechen eine gegenteilige Sprache, wobei die SPIEGEL-Leserschaft sich sicherlich nicht vornehmlich aus linksverorteten Lager speist.
Wie also kann eine Zweidrittelmehrheit der Befragten eine Finanzpolitik goutieren, wenn doch die verordnete Medizin den Patienten (Griechenland) kranker gemacht hat und damit die Währungsunion in einen Abwärtsstrudel führt? Eine Medizin, die Griechen wie Spanier in großen Massen auf die Straße treibt, da sie um ihre Existenz fürchten. Eine Medizin, die Armut in der breiten Bevölkerung mitten in einer Währungsunion etabliert, die Europa doch zusammenführen sollte.


Ich denke allerdings nicht dass Merkel für eine kompetente Retterin gehalten wird, sondern viel mehr, für die 'Eiserne Lady', die 'unsere Groschen' zusammenhält - gegen diese faulen Schmarotzer - innerhalb und außerhalb unserer Wirtschaftsstandortgrenzen. Der breiten Mehrheit scheint es zu gefallen, dass die faulen Südländer genauso wenig subventioniert werden, wie unsere faulen Sozialleistungsbetrüger, die beide auf unserer Tasche ihren Lenz leben wollen. Und da kann unsere hiesige Zweidrittelmehrheit bei Merkel ganz beruhigt sein: Denen zahlt sie keinen Cent mehr, als sie zahlen muss. Natürlich zum Wohl des deutschen Volkes.

Diese Zweidrittelmehrheit wird sicherlich auch honorieren, dass Frau Dr. Merkel einen stetigen Stellungskrieg mit dem Bundesverfassungsgericht führt. Besser, man berechnet zuwenig und wird noch mal zurückgepfiffen, als wenn man handwerklich ungenau ein paar Cent über der vom GG gebotenen Menschenwürde wäre.
So mag es diese Zweidrittelmehrheit vielleicht sogar als Weihe der Kanzlerin empfinden, dass das BVG beschieden hat, dass die Bedarfsgrundlagenbemessung für Asylanträger zu niedrig gestaltet wurde.
Vielleicht mag es manchen Hartz IV-Empfänger trösten, dass er nur zu der zweitgeächtetste Bevölkerungsgruppe in Deutschland gehört. Dafür tritt auch unser geachteter Innenminister Friedrich ein.

Gut, für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind natürlich auch die Rüstungsexporte in die Krisenherde im Nahen Osten. Da sorgt die Merkel ja schließlich auch für, dass die Wirtschaft brummt. Kann ja für Deutschland nicht schlecht sein.

Was ich bei all dem trotzdem nicht verstehe: 
Glaubt denn diese Mehrheit der Bürger, dass diese ganzen Ersparnisse und Gewinne irgendwann einmal IHNEN zugute kommt?

Fragt sich wohl keiner.
Gab's in der BILD-Zeitung ja auch noch keine Umfrage zu...

Kommentare:

  1. Hallo Duderich,
    es sei zuerst mal bemerkt, dass die Umfragen aus dem Hause Springer kommen. Und das die Friede eine gute Freundin von unserer Spinatwachtel aus der Uckermark ist, dürfte bekannt sein. Im Gegenteil, die meisten Menschen sehen Merkel als eine altgediente Stasibraut, welche die EUDSSR wieder einführen will.
    Aber davon mal ab. Man siehe, höre und staune...
    Ab Minute 8 wirds interessant. Mal unabhängig von dem Mainstreamgeplapper, ab Sekunde 1. :D
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1634150/Dokumentation-Die-Griechenland-Luege#/beitrag/video/1634150/Dokumentation-Die-Griechenland-Luege

    Aussage Waigel:
    profil: Welche Fehler?
    Waigel: Wenn wir beim Kinderbild bleiben, dann ist der Euro jetzt in den Flegeljahren. Das ist eine Zeit, in der Regeln besonders wichtig sind. Wenn man die Regeln aufweicht, darf man sich über Turbulenzen bei der Erziehung nicht beklagen. Genau das ist beim Euro passiert. Er war keine Sturzgeburt: 1979 startete mit dem europäischen Währungssystem die Vorbereitungsphase, 1988 beschlossen beim EU-Gipfel in Hannover die Staatsmänner der Luxusklasse die Gemeinschaftswährung. Dann folgten zehn Jahre intensiver Vorbereitung, in denen wir die strengen Maastricht-Regeln aufstellten.

    profil: An diese hielt sich aber niemand. Die Verschuldung der Eurostaaten hat sich seit 1997 nahezu verdoppelt. Warum wurde das bei der Eurogründung nicht verhindert?
    Waigel: Genau dafür gab es eigentlich den Stabilitätspakt. Bis zum Jahr 2000 entwickelten sich die Zahlen gut. Dann kam es zum ersten Konjunktureinbruch, dem Platzen der New-Economy-Blase. Anstatt zu konsolidieren und den blauen Brief aus Brüssel ernst zu nehmen, haben sich die Staaten, nicht zuletzt Deutschland, um die Verpflichtung gedrückt und den Stabilitätspakt geändert. Das meine ich mit Verletzung der Regeln bei der Erziehung.

    profil: Warum waren keine Sanktionen vorgesehen? Der Stabilitätspakt wurde in 97 Fällen gebrochen – immer folgenlos.
    Waigel: Natürlich waren Sanktionen vorgesehen. Es war ein Kardinalfehler, dass Deutschland und Frankreich im Jahr 2004 durchboxten, dass ihre Defizitsünden ungesühnt bleiben. Das ermunterte alle kleinen Staaten, sich fröhlich zu verschulden. Damals war man leider der Meinung, eine Währung sei ein Selbstläufer. Der Euro funktionierte damals gut, also unterlegte ihn niemand finanzpolitisch. Heute zahlen wir den Preis dafür.
    http://www.profil.at/articles/1224/560/331215/theo-waigel-die-aufnahme-griechenlands-todsuende

    Nur mal so...noch Fragen? ;-)
    Beste Grüße
    Kleriker

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  2. Noch ein Nachtrag: Um überhaupt mal zu verstehen warum Politiker und / oder Mächtige so entscheiden, bzw., so sind wie sie sind, empfehle ich mal folgendes zu lesen....

    Politische Ponerologie – Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke

    http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=ponerologie&source=web&cd=4&sqi=2&ved=0CE8QFjAD&url=http%3A%2F%2Fponerology.com%2Fpp-preview.pdf&ei=eGwcUPerHoLUtAa0kYC4Cw&usg=AFQjCNH625iSABI8yjN1UhjXDLqKDfcsYQ

    Beste Grüße
    Kleriker

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    1. Hallo Kleriker

      Den Literaturlink, politische Ponerologie kann ich ebenso nur empfehlen ...
      http://www.nebelkerzen.net/nachschlagen/lexikon/7-wissenschaft/3-politische-ponerologie

      Es ist ziemlich schwer zu bekommen, hätte es ja gerne als Buch gehabt und darauf gewartet:
      http://www.amazon.de/product-reviews/B007K6GJW0/ref=dp_db_cm_cr_acr_txt/275-1322825-2800136?ie=UTF8&showViewpoints=1

      Doch wie ich lese, scheinbar ist es mittlerweile wieder verboten; zumindest in Deutschland? (so ich dem ersten Zensor glauben schenke, *staun*, *wunder*, *kopfschüttel*). So kann man sich nicht sicher sein, ob die Fassung, die man bekommt, auch die korrekte und vor allen Dingen unzensierte ist.

      Lieben Gruß
      Rosi

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  3. Heyho, Kleriker!
    Nee, hab keine Fragen (zum Euro).
    Der Euro ist eine Währung, wie der US-Dollar, der Yen, oder die schwyzer Franken. Mir geht es um (globale) Verteilungsgerechtigkeit.
    Diese Währungsunion wird meiner Meinung nach - aus den von Dir beschriebenen Konstruktionsfehlern - nicht mehr lange halten. Der Zusammenbruch des Euro wird viel Armut, Elend und Not auslösen. Das Festhalten an dem Euro wird das selbe bewirken.
    Letztendlich sind es Symbole auf Banknoten.

    Mir geht es darum, welche Zukunft wir anstreben und wie wir diese umsetzen wollen. Ob der Euro da eine Rolle spielt, oder nicht ist für mich dabei belanglos.

    Ich verweigere mich mittlerweile bewusst währungspolitischen Diskussionen.

    Ich trete dafür ein, unsere Vision von einer nachhaltigen, lebenswerten Zukunft nicht zuerst ökonomisch zu denken.

    Die Ökonomie sollte nachrangig behandelt werden - nach den Bedürfnissen der Menschen und der Natur.

    Hoffe, das klingt nicht zu fundamental.

    Grüße, Duderich

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  4. hi Dude,

    ich glaube, man kann es gar nicht zu fundamentalistisch ausdrücken:

    es wird zeit, dass die menschen merken, dass es nicht um dollar, yen, gold, muscheln oder sonstwas geht, sondern darum, dass ein system, in dem einzelne sich immer mehr leisten können, während andere um ihre existenzgrundlagen gebracht werden, immer scheitern wird.
    wenn die, die ohnehin kaum noch was haben, weiter sparen sollen, damit die, die gar nicht mehr wissen, wohin mit ihrem zaster ja den letzten cent an zinsen einstreichen können, ist die diskussion nur noch pervers.
    Merkel und co. stehen für weiter so mit der ausbeutung von mensch und natur. für marktkonforme ausbildung. für funktionieren statt leben. für konsumieren statt denken. für wettbewerb statt solidarität.
    doch der tag wird kommen, an dem die menschen ihren staub aus den augen wischen und klar sehen werden.

    lg
    don

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    1. Hey, Don!

      "doch der tag wird kommen, an dem die menschen ihren staub aus den augen wischen und klar sehen werden."

      Entweder dass, oder er wird von den eigenen Tränen hinweggespült - wobei die erste Variante natürlich die bessere ist, aber das Überwinden der eigenen Ignoranz voraussetzt.

      LG
      Duderich

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    2. Hallo Duderich, hallo Don

      Denke, es werden die Tränen werden. Die fließen, von Deutschland abgesehen, anderer Orten schon reichlich. Doch damals wie heute werden die Tränen wohl mehr nach Deutschland kommen müssen ... sonst wird das nichts, so meine Befürchtung.

      Gruss
      Rosi

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  5. Ich möchtee in diesem Zusammenhang auch auf den Artikel der langjährigen CDU-Pateigängerin Gertrud Höhler in der FAZ verweisen, den ich streckenweise doch recht interessant fand - und das, obwohl ich weder ein ausgemachter Fan der FAZ noch Frau Höhlers bin:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html

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    1. Hallo Stefan, hallo @all
      Vielen Dank, für den Artikel. M.E. eine offene und gute Analyse von Frau Höhler, etwas, was man selten liest (von den wenigen analysierenden Wissenschaftler, die sich mit solchen Betrachtungen beschäftigen, abgesehen). Dabei ist für mich auch nicht von Belang, ob man nun Fan sein muss ;-).

      Trotzdem sehe ich noch das ein oder andere ihrer Aussagen völlig anders (der ein oder andere könnte es als Korinthenkaxxerei betrachten … möglicherweise) bzw. mehr dahinter (und es wird wieder lang, *seufz*). Es ist alles nicht so unsichtbar, nicht so neu. Solches vorauszusetzen ist quasi der Kardinalfehler schlechthin, welchen man gerne bei solchen Analysen macht (regelmässig i.Ü.). Letztlich deutetet dieser Fehler jedoch nur darauf hin: „Ich habe es vorher nicht gesehen“. Punkt!

      Denn es fällt eben nicht unter: „Wir übersehen es, weil wir es nicht kennen“, sondern eher unter: „Wer aus der Geschichte nicht zu lernen bereit ist ...“. Insoweit irrt sich Frau Höhler gewaltig und ich halte ihre Sicht deswegen für, hhhm, tja, ziemlich subjektiv, dennoch absolut menschlich. Frau Höhler hat sich höchstwahrscheinlich nicht sehr intensiv mit den psychologischen Gegebenheit der Führungspersönlichkeiten und Stile vergangener Mächte/Machthaber beschäftigt – zumindest nicht im Detail (was ihr nicht vorzuwerfen ist). M.E. jedoch ein Basisproblem der Menschheit, wenn sie die gleichen Fehler ständig wiederholt, was sie doch offensichtlich regelmäßig so tut. Immer mit der gleichen Entschuldigung/Rechtfertigung: „Ist was Neues, kannten wir so nicht“. Ja, nee, iss klar.

      Ein paar m.E. markante Beispiele möchte ich mir hierzu herauspicken:

      „... bringt für diese lautlose Sprengung der Pfeiler, auf denen Europa und seine Staaten ruhten, eine so natürliche Qualifikation mit wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel“

      Öh, wo ganz genau ist das denn lautlos? Das kann möglicherweise nur jemand aus Deutschland so betrachten. Andere Nationen sehen das völlig anders, erfahren es anders und sie empfinden weder Deutschland, noch Frau Merkel selbst als lautlos, eher ganz im Gegenteil. Man sagt uns vieles nach, auch heute, doch «lautlos» ist (und war niemals) nicht dabei. Auf die Geschichte zurück übertragen: Für die Deutschen war damals auch erst Krieg, als er sich erlebbar ins eigene Land trug. Vorher wusste man zwar, dass man Bomben auf andere Nationen warf (und die empfanden dies mitnichten als lautlos), also das Krieg herrschte, doch er war so weit entfernt. Was fehlte, war das persönliche Spüren/Erfahren/Erleben. Klassisches Beispiel einer rein subjektiven Einschätzung eigentlich.

      «Sie ist auch die erste Staatschefin in Deutschland, die bindungslos unterwegs ist.»

      Nein, ist sie nicht (eigentlich völlig naiv, eine solche Sicht), wenn man vom Faktor weiblich absieht (möglicherweise muss ich für Deutschland lange nach etwas weiblichem suchen … in GB wäre dies einfacher … Katharina … die „Eiserne Lady“). Bindungslosigkeit - im Sinne des Verzichts echter Bindungen - ist § 1 seit ewigen Zeiten im Spiel der Macht (immer und auf jedem Macht-Spielfeld, egal, um welche Inhalte es sich handelt). Bindungen halten auf, Bindungen bringen Konflikte, Bindungen verpflichten, Bindungen appellieren ans Gewissen, kurzum: Bindungen machen angreifbar, behindern.

      ff.

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    2. Teil 2
      Der nahezu schon philosophische Satz von @Kleriker aus einem seiner Kommentare im Vorartikel:

      "WEIL SIE DICH AUFHALTEN:"

      (Unglaublich, dieser Satz ist mir aus vielen Gründen nicht aus dem Kopf gegangen, er symbolisiert den gesamten Tenor des Zeitgeistes unserer Ellenbogengesellschaft in VIER WORTEN – wobei man ihn natürlich auch anders anwenden kann, das will ich nicht unerwähnt lassen)

      Diese VIER WORTE erhalten im Machtkampf die absolute Grundbedeutung und gehören bei Angela Merkel zur Basisvoraussetzung (und gleichwohl m.E. zum Charakterprofil). Eben eine solche Grundhaltung, ohne die man das Parkett besser gar nicht erst betreten sollte (jeder Machthaber berücksichtigt diesen §, manche gar bis zu einer Perfektion, die Angela Merkel nicht einmal im Ansatz erreichen wird). Zumindest ist das heute noch so, in dieser Entwicklungsstufe der (Macht-)Systeme von Mensch.

      Mir fallen spontan andere Namen dazu ein (eigentlich wäre die Liste so lange, einfacher wäre umgekehrt). Bismarck wäre z.B. einer von Vielen, den ich i.Ü. als Wegbereiter für den späteren Hitler betrachten würde. Letzterer i.Ü. eine Person, die an Bindungslosigkeit kaum zu überbieten ist. Echte Bindungen ging Hitler nicht ein – auch nicht privat -, er nutze das gleiche Prinzip (wie viele andere auch): „nutzt und/oder unterstreicht der Kontakt meiner Macht oder schadet sie meiner Macht. Wenn die Person schadet, wird sie aussortiert (kann man nahezu bei jedem Machthaber beobachten). Die Mittel des Entfernungsprozesses haben sich gewandelt und täuschen möglicherweise darüber hinweg, dass es trotzdem nach den gleichen schematischen Zielen/Beweggründen abläuft. Teleportiert in eine andere Zeit, wären die Mittel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nahezu identisch. Nur der verfälschte Blick der Gegenwart auf die Vergangenheit ermöglicht solch fehlerhaften Vergleiche. Wir scheinen von Hause aus ein Problem damit zu haben, die Gegenwart als gegenwärtig zu erleben.

      Auch das ist mitnichten neu:
      „Ihr Konzept der situativen Entscheidungen geht von der Flüchtigkeit aller Versprechen und der hohen Verfallsgeschwindigkeit aller Loyalitäten aus. Wer sich auf niemanden verlassen will, landet zwangsläufig bei sich selbst. Vielleicht sieht Angela Merkel es so: Sie hatte keine Wahl. In einer Welt, wo jeder jeden verrät, kann man nur auf Kosten aller andern das eigene Glück suchen.“

      Kurzum: „Verlasse Dich niemals auf andere und Opfere sie für Dein eigenes Glück/Macht“ (im weitesten Sinne gehört das zu: „Weil man sich nicht auf sie verlassen kann, haben sie es nicht anders verdient“ … und das wiederum ist narzisstisch -> wen wundert es, wir leben im Zeitalter des Narzissmus und der Macht im Narzissmus“. Was daran neu ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Solche Epochen wechseln sich m.E. ständig ab, tauchen immer wieder auf, wenn der Schrecken der Vorperiode sich nivelliert hat. Man hätte es nicht einmal schwer, Personen aus der Historie zu picken, die das weitaus intensiver betrieben haben.

      ff.

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    3. Teil 3
      Und Folgendes symbolisiert für mich die Betrachtung unter dem Fokus der subjektiven Einschätzung aus den Dimensionen der Zeit. Mit dem Wissen über die Vergangenheit als abgeschlossenes Kapitel, doch mit dem typisch subjektiven Blick aus der Gegenwart darauf:

      „Die Kanzlerin hat den Weg zur Zentralmacht in Europa mit schwer lesbaren Zeichen markiert.“

      Ein Spruch, der mich fast von der Tastatur rutschen ließ. Wäre ich sehr zynisch, müsste ich mit einem Einstein-Zitat antworten … in dem er das Universum zur Sprache bringt.

      Im Nachhinein entschuldigt sich Menschheit doch immer mit den gleichen Mechanismen, so auch hier. Weiß der Geier wie oft Mächte (und welche gerade) ihre Griffel über Europa ausstreckten (wann war Europa mal nicht davon betroffen?). Eigentlich völlig irrelevant, wer es wann und warum getan hat. Mit dem rückwärtigen Blick aus der Gegenwart erschienen die Zeichen für die Gegenwart in der Vergangenheit immer schwer lesbar. Dieses MEM greift schleift sich einfach nicht ab und völlig egal, wie lesbar sie auch gewesen sein mögen (die für den Nationalsozialismus würde ich schon als Kanonen bezeichnen, für den Wirtschaftskrieg im Kapitalismus – stets der eigentliche Beweggrund, es geht immer um Haben/Gut/Besitz/Macht – gilt gleiches). Das galt bspw. auch für die Machtgestaltung/-Vorbereitung von Hitler, auf seinem Weg, in seinem Weg; er hatte gar die Dreistigkeit es zu veröffentlichen und als Bestseller zu verkaufen. Sogar während seiner Macht und „Kreuzzüge“, zumindest für jene Nationen, die sich noch einbildeten, der Kelch könne an ihnen vorüberziehen.

      All jene, die die Zeichen sehen, die sie anklagen, damals, wie heute, fallen in der Regel unter Miesmacher, Verschwörungstheoretiker, … jammern auf hohem Niveau (letzteres gibt es eigentlich gar nicht, auch so ein MEM, Jammer ist immer ein Zeichen von Unzufriedenheit und Unzufriedenheit wird empfunden als das, was es ist, Unzufriedenheit). Die Dummheit bzw. die Ignoranz, geopfert der persönlichen Hoffnung auf den „Vorbei-wandernder- Kelch“ nagt so langsam an meiner Toleranz. Wenn ich heute Adorno lese, könnte man es ganz einfach auf heutige Prozesse anwenden (der i.Ü. den Kapitalismus mit dem Nationalsozialismus eng verknüpft). Nichts hat sich quasi verändert, nichts. Das merkt nur scheinbar niemand und wie die Kinder reißen die Menschen später wieder die Äuglein der Unschuld auf und erzählen: „Der Weg war neu, haben wir so nicht gekannt, konnte keiner wissen“. Doch wenn man die Prozesse analysiert, kommt man zu dem Schluss, damals wie heute: Doch, man konnte, man wollte nur nicht.

      „Das System M etabliert eine leise Variante autoritärer Machtentfaltung, die Deutschland so noch nicht kannte.“
      Na eigentlich nennt man es «Dominanz durch Ignoranz» Deutschland kennt es zumindest in der Hunde-Erziehung (öh, wer ist eigentlich Deutschland?). Vermutlich bleibt der Zusammenhang dann schon unbemerkt, wenn man es an den Kinder praktiziert. Wenn „Deutschland“ das nicht kennt, nun, was bleibt mir da zu sagen? Das Tierreich kennt es, Kanidenartige nutzen es, unsere nächsten Verwandten im Tierreich, doch auch für wesentlich einfach strukturierte Arten ist dies ein Mittel der Macht und Erziehung.

      ff.

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    4. Teil 4
      Aha, „Deutschland kennt es also nicht, die «Dominanz durch Ignoranz». Dabei gehört dies wiederum zum Repertoire der «Passiven Aggressivität» (was „Deutschland so alles nicht kennt). In der Psychologie fällt es bereits unter die Persönlichkeitsstörungen (wobei das natürlich relativ ist … wo sind die Grenzen … fließend … und ich das einfach außen vor lasse). Es gibt kaum ein Mittel dagegen bzw. nur wenig Menschen, die sich dagegen zur Wehr setzen können. Es fällt den meisten Menschen unglaublich schwer, sich gegen Profillosigkeit aufzustellen, platt ausgedrückt: „man braucht schon ein Profilbild vom Feind“, um sich zur Wehr zu setzen. Sie haben das oft beschriebene Gefühl, keinen Packan zu haben, stets abzugleiten oder dass sich derjenige längst an anderer Stelle befindet, wenn sie zugreifen; Schmierseife-Menschen, sie gleiten stets durch die Finger. (Nicht unähnlich dem passive Widerstand von Demonstranten - als Handlung (nicht als Haltung) jetzt gemeint -, wobei die Staatsmacht dann nicht ganz derart von Skrupeln behaftet ist und die Sitzenden einfach fort trägt … und in Diktaturen gar nicht so selten einfach überrollt).

      Und dann ist da noch ein Punkt, der mir schwer im Magen liegt (oder auf der Seele lastet):
      „Große Projekte gelten großen Visionen. Wer ein Geheimprojekt verfolgt, kann von seiner Vision nicht sprechen. Logische Folgerung: Er braucht keine.
      Über Angela Merkels visionäres Profil wissen wir nichts. Sie arbeitet seit ihrem Auftreten an ihrer Flexibilität; wer sie auf eine Idee festlegen will, muss scheitern.“

      Das hat sich die Partei der Piraten längst zu eigen gemacht. (Ein Beispiel gut analysiert von feynsinn: http://feynsinn.org/?p=14923)

      So überholt die Jugend (wie sie das stets tut) damit die Lehrmeister (die Alten), bringen es nahezu zu einer Perfektion, die schier unglaublich ist. Wobei mich eher die Geschwindigkeit erschreckt, mit der der Lehrstoff quasi kritiklos aufgegriffen (weil man es für etwas andere hält) und zum Motivationsinhalt des neuen Seins wurde, welches ein Nichtsein charakterisiert. Im weitesten Sinne fällt das unter:

      „Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält“ (das kommt häufig in Begleitung mit und durch die Jugend, jugendliche Unerfahrenheit, jugendliche Identitätssuche … kein Vorwurf, nur eine Feststellung). Nichtsein, nicht seinen Sinn als Individuum zu erkennen, nicht Subjekt sein wollen, sondern Objekt. Erschreckend, das Subjekt wünscht sich eine Identität im Objekt, ist dabei der Meinung, sich dabei klüger zu verhalten, weiser zu sein und folgt doch nur den Anweisungen/Erziehung/Vorgaben, die sich manifestierten durch das Behandeln des Menschen als Objekt. Das Subjekt greift somit seiner Objektivierung vor, in dem es ein Objekt zu werden wünscht, zum Objekt wird. (Drehe ich jetzt ganz ab? War das zu krude?)

      Lange Rede, kurzer Sinn. Der Artikel ist gut, betrachte es als eine Faktenbeschreibung. Insoweit wird das Buch: „Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut“ m.E. sicherlich ein lesenswertes Werk sein, ein Zeitzeugnis (es braucht solche Zeugnisse). Die Analysen dahinter machen dann in der Regel eh andere, zumeist welche aus einer späteren Gegenwart, bzw. erst dann findet es seine wahre Bedeutung/Beachtung, dient als hilfreiche Grundlage ;).

      Lieben Gruß
      Rosi

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    5. Und so nachgeschoben ...
      Angela Merkel hat keinen Bestseller der Macht geschrieben, braucht sie auch nicht, sie stellt sie dar. Lautlos mitnichten, für andere Nationen erst recht nicht.

      Für die viele Deutsche mag es lautlos erscheinen, so sie gar nicht hinhören und die Auswirkungen für viele noch nicht spürbar sind (oder nicht zur Kenntnis genommen werden).

      Gesagt hat sie genug, gemacht hat sie genug, ihre Körperhaltung spricht, alles an ihr spricht (auch wenn sie sich darauf trainiert, nicht zu sprechen, spricht schon ihr persönliches und individuelles Nichtsprechen Bände). Hier nur ein paar Beispiele von vielen:

      http://www.youtube.com/watch?v=unT_MBgavog
      http://www.youtube.com/watch?v=MRm0riI9z2U


      Wer also hinhört und hinsieht kann mitnichten nachvollziehen, was daran so lautlos gewesen sein soll. Doch ich denke, wenn man es sich immer wieder einredet, wirkt es glaubhafter. Fast so, als würde man jetzt schon die Entschuldigung erster Wahl (gibt es noch eine andere) vorbereiten; wir haben halt mal wieder von nichts was gewusst und gehört.

      Lieben Gruß
      Rosi

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  6. Ohne den rechten Pöbel verteidigen zu wollen- den es zweifelsohne gibt , und nicht zu knapp - scheint mir die Gleichsetzung von Merkels Werten mit ihrer Politik zu negativ eingeschätzt.
    Sympathie für Personen wird in Deutschland oft getrennt von Inhalten und Parteizugehörigkeit.
    Ich bezweifle eine Zweidrittelmehrheit mit einer großen Abneigung gegen sozial Schwache , wäre dem so , hätte Westerwelle mit seiner Dekadenz-Kampagne nicht einen solch dramatischen Ansehensverlust erlitten.

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    1. Hallo A,V,!

      "Ohne den rechten Pöbel verteidigen zu wollen- den es zweifelsohne gibt , und nicht zu knapp - scheint mir die Gleichsetzung von Merkels Werten mit ihrer Politik zu negativ eingeschätzt.
      Sympathie für Personen wird in Deutschland oft getrennt von Inhalten und Parteizugehörigkeit."

      Ich beurteile Politiker sicherlich nicht nach Sympathiewerten. Ich beurteile die, die vorgeblich in meinem Sinne handeln sollen (Prinzip der parlamentarischen Demokratie), nach dem, für was die Politik steht, und was sie bewirkt.

      Merkel steht dafür, dass Opfer dieses Systems, die Zeche für die Gewinner dieses Systems bezahlen sollen. Reformen (also im Sinne des Wortes eigentlich 'Verbesserungen') stehen für Kürzungen des Sozialsystems.
      Reformen, nehmen immer vom 'kleinen Mann', kommunizieren dies aber als Gewinn und Fortschritt.

      Es gibt keine Vermögenssteuerreform. Keine Erbschaftssteuerreform, keine Spekulationssteuerreform.

      Zufall?

      "Ich bezweifle eine Zweidrittelmehrheit mit einer großen Abneigung gegen sozial Schwache , wäre dem so , hätte Westerwelle mit seiner Dekadenz-Kampagne nicht einen solch dramatischen Ansehensverlust erlitten."

      Sicherlich hat die Zweitdrittelmehrheit keine 'große'(!) Abneigung gegen Schwache.
      Eine 'kleine' vielleicht schon...
      Und die reicht dann oft (die 'kleine' Abneigung), zumal wenn Solidarität gefragt ist...

      Soziale Politik - überhaupt nur das nachvollziehbare Interesse an sozialen Belangen und Schieflagen, kann ich in Ihrer Politik nicht erkennen.

      Wenn Du mir ein Beispiel nennen könntest, wo die sozial Schwachen in der Regierungszeit Merkel mal mehr statt weniger bekommen hätten (oder Wohlsituierte weniger statt mehr), würdest Du mich schlauer machen...

      Gruß, Duderich

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  7. die sympathiewerte für Merkel sind doch vollkommen irrational. sie profitiert von der extremen schwäche potentieller alternativen (Gabriel, Steinmeier); von einem dumpfen verteidigungsgefühl (im sinne von: "mutti verteidigt uns ganz doll gegen die bösen, faulen ausländer, die alle nur unser hart erarbeitetes geld wollen").

    und hauptpunkt dürfte die fehlende fühlbarkeit der krise bei uns sein. eine mehrheit wähnt sich ja immer noch in der trügerischen sicherheit, wir lebten auf einer insel der seligen und blieben auf ewig von allen stürmen um uns herum verschont.

    dass unser sog. "jobwunder" ausschließlich durch verschuldung möglich war und ist, ist den meisten doch nicht klar.
    ohne die produktion, die ausschließlich schuldenfinanziert ist, wäre das alles nicht möglich. wir leben in einem gigantischen schneeballsystem, an dessen ende ein heulen und zähneklappern sein wird.
    das ausland kauft entweder auf ziel (schulden beim lieferanten), bezahlt über ungedeckte EZB-transfers (stichwort: Target-system) oder leiht sich das geld bei banken.
    der private konsum ist weltweit (bei uns noch am wenigsten) immer mehr kreditfinanziert (kreditkartenblase).
    die ganze weltwirtschaft lebt von immer schnellerer und immer höherer verschuldung, mit der die leute künstlich, durch werbung entfachte bedarfe decken.

    erst wenn dieses system platzt, werden die leute merken, dass sie seit jahren auf "Merkels neue kleider" schauen.

    langfristig kann eine wirtschaft nur funktionieren, wenn sie sich an den tatsächlichen bedürfnissen der menschen orientiert, für die keine werbung notwendig ist. lebensmittel, kleidung, bauwirtschaft, bildung, gesundheit wären beispiele. alles andere ist fauler zauber, der eben nur über schulden und/oder ausbeutung anderer funktionieren kann.

    historisch geht der luxus des einen immer mit dem elend des anderen einher. anders kann es auch nicht sein.

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  8. Hallo Don

    Du hast völlig Recht!

    Der Hauptknackpunkt ist die fehlende Selbsterfahrung/das am eigenen Leibe spüren um Erkenntnisgewinn zu erhalten (die Frage ist jedoch: Will man das überhaupt?). Das kommt m.E. längst einer Verweigerung gleich. Der menschliche Verstand kann eindeutig mehr. Dazu braucht es nicht einmal viel, Augen auf, hinschauen, fühlen und dann denken, so schwer kann das nicht sein (ein völlig natürlich Basisprozess).

    "Jobwunder", "Machtposition" und das generelle agieren auf Kredit-/Finanzierungsbasis bilden eine Perfekte Einheit um die Illusion aufrecht zu erhalten. Heute, so dazwischen und wie damals. War i.Ü. alles kreditfinanziert, insoweit ebenso das damalige "Jobwunder", das spätere "Jobwunder" und das heute "Jobwunder".

    Dabei fällt mir auf WUNDER scheinen i.Ü. fester Glaubensbestandteil des Volkes germanischen Ursprungs zu sein. Sie glauben immer irgendwie an einen Gottvater/Führungsvater/Führungsmutti, die das Volk mit WUNDERN beglücken (gleich im mehrfachen Sinne).

    So kann man sich prima einbilden innerhalb Europas auf einer Insel der Glückseligkeit zu sitzen und das Schlimme daran ist, man glaubt dazu irgendwie berufen zu sein: "das haben wir uns verdient". Die vielen WUNDER gehören einfach dazu, Gewohnheits"recht".

    Für die Lage anderer Nationen, in denen schon bitterste Tränen fließen (z.B. Mütter ihre Kinder abgeben müssen, weil sie sie nicht mehr ernähren können), haben offenbar nur wenige ausreichend Empathie. Die Opfer der dortigen Versäumnisse, jene der Gemeinschaft sowie unserer eigenen sind zunächst die Opfer, nicht die Täter. Würde man wissen wollen, müsse man auf das Recht verzichten, es "verdient" zu haben ("verdient", aus unserer Perspektive gilt das gleich für beide Seiten, wir das Gute, die anderen das Schlechte) und das sich über WUNDER "wundern", könnte man sich sparen.

    Gerade Empathie, ein sozialeres Denken und Fühlen zu entwickeln, war die Hauptaufgabe, die man uns nach WK II aufgegeben hatte.

    Nein, nein, nicht das Wirtschafts"WUNDER" hatte man uns als Kernziel auferlegt, nicht nur das GG legt Zeugnis dazu ab, sondern auch viele festgehaltene Zeitdokumente. Erzogen sollten wir dazu werden. Nun, wir stellen fest, so leicht lässt man sich nicht erziehen, lieber bleibt man beim WUNDER. Recht esoterisches Völkchen, könnte man glatt meinen.

    Tschah, nicht einmal ganze 60 Jahre haben wir durchgehalten, Empahtie mit unseren europäischen Nachbarn zu simulieren (vom Sein möchte ich gar nicht erst sprechen).

    Was haben wir uns doch bemüht, zu zeigen, welch ein empathisches und soziales Volk wir seien, lange gehalten hat das nicht, statt dessen tönt es nach einem neuen Bestseller: "Gut, dass MAN MAL WIEDER ENDLICH SAGEN DARF!!!", jenes, was man aufgrund guter Miene zum Spiel nicht von sich geben durfte (also nix gelernt).

    ff

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    1. Teil 2

      Wahrlich erschreckende Beispiele, die jedoch tiefe Einblicke geben:
      http://www.stefan-niggemeier.de/blog/nach-diesem-urteil-sollten-wir-uns-ueber-die-nsu-nicht-mehr-wundern/
      (ist hart, sich dort durchzulesen, das sag ich lieber vorher, Kotztüte besser daneben stellen und sitzende Position bevorzugen).

      Dabei ist für mich irrelevant, ob das gesteuert ist, nur eine bestimmte Klientel betrifft. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her und die Fäulnis greift - früher oder später - auf den ganzen Körper über.

      Und völlig richtig, Don, das wird wieder so ausgehen: "dessen ende ein heulen und zähneklappern sein wird"

      Sehe auf breiter Basis nichts, aber auch gar nichts mehr, was das verhindern würde. Menschheit scheint noch nicht so weit zu sein, sie lernt immer noch - und nahezu ausschließlich - über persönliche Erfahrung. Und der kann man prima für eine recht lange Zeit ausweichen, wobei der Gedanke: "Was interessiert mich ein Morgen", nur noch oben drauf kommt.

      Eigentlich trifft es ein Satz aus dem Herzen sicherlich vieler von Verweilenden, den ich von einem Kommentator bei ad sinistram las:
      http://ad-sinistram.blogspot.ch/2012/08/die-sprache-der-67er.html
      (direkt der 2. Kommentar)

      "Ich lebe in Deutschland - wer holt mich hier raus?"

      Das hat was ;)

      Lieben Gruß
      Rosi

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  9. Die "Meinungsumfragen" wurden von Spin-Doctors gezielt in den Umlauf gebracht.
    Vom Prinzip her können Meinungsumfragen so konzipiert werden, dass gewünschte Resultate erzielt werden.

    Die Präsentation der Resultate von demoskopischen Erhebnungen ist selektiv und dient nur dem Ziel bei verunsicherten Personen das Gefühl der Sicherheit herzustellen:
    "Wenn bereits so viele Menschen glauben, dass Frau Merkel großartig ist, dann kann es doch nur richtig sein, die CDU zu wählen, nicht wahr???"

    Ich habe zu dieser Thematik eine Reihe von Artikeln geschrieben, um klarzustellen, dass eine gezielte Meinungsmanipulation vorliegt.
    http://auceza.de/demoskopie-anstelle-von-demokratie/
    http://auceza.de/gleichschaltung-der-offentlichen-meinung/
    http://auceza.de/wir-basteln-uns-eine-umfrage/

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    1. Hallo Auceza

      Super, vielen Dank für die Links.

      Gruss
      Rosi

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  10. @ Duderich

    Merkel hat nirgendwo mehr getan für sozial Schwache , sehe ich ganz genauso , ich setze die guten Umfragewerte nur nicht eins zu eins gleich mit dieser fehlenden sozialen Ausrichtung , diese ist weder die Ursache noch hinderlich für ihre guten Werte.
    Der/die Kanzler/in hat immer einen Umfragebonus und oft wird er/sie getrennt von der Popularität der eigenen Partei gesehen .
    Da spielen dann auch Dinge mit rein wie die Präsentierbarkeit in der Welt ( nicht zu unterschätzen , Steinmeier hat schon alleine deshalb keinerlei Wahlchancen ) oder auch der Umstand , daß sie eher als graue Maus rüberkommt , das dürfte so mancher mit Volksnähe verwechseln.

    Ich denke nicht mal , daß Personen auch nur hauptsächlich nach ihren Inhalten beurteilt werden , sonst würden Partei-und Personenwerte fast übereinstimmen.

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