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Mittwoch, 22. August 2012

Die Nachricht hinter der Nachricht

Das Forbes-Magazin hat (nun schon zum 3. mal) A. Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gekürt.
Ist Irgendjemand überrascht, dass die Wahl auf die "Königin von Absurdistan" fiel?

Was aber wirklich überrascht, sind deren Kriterien:
"Die Liste spiegelt nach Ansicht der "Forbes"-Redaktion den Einfluss von Frauen in politischen, wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Bereichen wider. Weitere Kriterien sind soziales Engagement, aber auch das Einkommen."

Drei Kriterien also.
Gut, den ersten 1/4 Punkt kann man 'en passant' abhaken. Geht klar. Die Gute hat den größten, gefühlten politischen Einfluss innerhalb ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Über den wirtschaftlichen E. könnte man streiten (eher andersrum wird ein Schuh draus - Ihr versteht schon...). Ihren gesellschaftlichen Einfluss kann man als durchaus ausgeprägt bezeichnen. Technischer Einfluss? Hmm, eher nicht, außer vielleicht über die Energiewende.

Spannend (der Leser ahnt es bereits) wird es bei den weiteren Kriterien:


Soziales Engagement.
...

Soziales Engagement!

Soziales Engagement?

Wie bitte?
Das verwundert aus zweierlei Gründen:
1.) Merkel gewinnt die Kür zu einem Titel, der unter anderen an sozialem Engagement gemessen wird? WTF?
2.) Was, bitteschön, hat soziales Engagement mit Macht zu tun? Und wann wurde es jemals bei einer Forbes-Wahl berücksichtigt?

Das Dritte Kriterium kann es auch nicht gewesen sein. Merkel bezieht das Grundgehalt der Besoldungsgruppe B11 - schlappe 226.000 €/Jahr.  Kommen noch beamtenrechtliche Zuschläge in Höhe von 22.000€ drauf. Eventuell noch ...<hüstel> geldwerte wirtschaftliche Zuwendungen. Aber eher auch nicht. So dumm ist sie nicht.

Viel Geld für Unsereins...
Aber echt mal: Dafür steht doch kein Broker auf! Auch keine Brokerin - die soll es ja auch geben.

Meiner persönlichen Einschätzung nach, läge Friede Springer unter Berücksichtigung der erwähnten Kriterien VOR Angela Merkel. Hier besonders wegen großen gesellschaftlichen Einfluss (BILD-bald-blöd). Selbstverständlich auch wg. ihrem politischen Einfluss.



Besonders aber sollte Friede Springer in der Kategorie 'Einkommen` Punkte machen. Sie teilt sich den 374. Platz mit Hubert Burda (jeweils 2.5 Milliarden schwer) in der Forbes-Liste der Billionäre.
Wie, schon wieder Forbes? Die hätten es also eigentlich wissen müssen...

Der Vollständigkeit halber: In der Kategorie soziale Gerechtigkeit/Engagement haben beide ge-nullt.



Die Nachricht hinter der Nachricht: Soziales Engagement als Kriterium für den Titel der "Mächtigsten Frau der Welt". Wer hätte das gedacht? 
Ein Knaller, oder?

Der rasende Duderich: Immer am Puls der >wahren< Sensationen! ;-P




Kommentare:

  1. Gelten Politiker nicht von vorneherein als sozial engagiert? Schließlich "engagieren" sie sich doch von Berufs wegen für die Gesellschaft (oer sollten sie). Insofern ist dieses Kriterium auch nur eines der vielen, das inzwischen völlig sinnentleert nur der Aufhübschung und Eigenwerbung dient.
    Dass Merkel in regelmäßigen Abständen zur mächtigsten Frau der Welt gekürt wird ist politisches Kalkül, das "uns" doch auch nur suggerieren soll, wie froh wir sein können (und wir Frauen erst!), ihr zu "dienen". Wer so mächtig ist, kann ja schließlich nichts falsch machen. Außerdem schustert sich auf dieser Ebene jeder jedem irgendeinen "Ehren"titel zu. Auch ein Teil der Korrumption und "Versicherungen" der gegenseitigen Loyalität. Eine Hand wäscht eben die andere.

    Das Video ist herrlich!

    Liebe Grüße, Cora

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    1. Hallo Cora!

      Zum Video: Ich glaube, wer nicht mitlachen muss hat ein Problem!

      Zum Begriffspaar A.Merkel <-> soziales Engagement: Fällt mir absolut gar nichts zu ein.

      Übrigens: Ich glaube, dass eine Friede Springer von Forbes gar nicht zur mächtigsten Frau der Welt gekürt werden will.

      Lieber im Stillen die Fäden ziehen...

      Verschwörungstheoretische Grüße vom Duderich

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    2. "Übrigens: Ich glaube, dass eine Friede Springer von Forbes gar nicht zur mächtigsten Frau der Welt gekürt werden will"

      Natürlich nicht. Das ist ja das "Kultivierte" an solchen Menschen: dass sie so "bescheiden" sind :(
      Übrigens auch eine nicht zu verachtende Eigenschaft einer Angela Merkel. Mit ihr kann sich doch jeder viel besser identzifizieren als mit einem Exbundeskanzler Schröder, nicht wahr?

      Grüße, Cora

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  2. P.S. Und jeder Reiche (damit auch eine Friede Springer)gilt heutzutage schon als sozial engagiert, weil er derjenige sei, der investiere, für Arbeitsplätze sorge und den prozentual größten Teil an Steuern für den Staat zahlte. Ohne die Reichen wären die Armen noch ärmer - so der Tenor. So viel zur Umbewertung von Begriffen.
    Der Einfluss einer Friede Springer ist meiner Meinung nach mindestens genauso groß wie der Angela Merkels.
    Bin grad wieder dabei wütend zu werden.

    Cora

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    1. "Bin grad wieder dabei wütend zu werden."

      Gut so!!!

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    2. hallo Cora,

      genau auf den punkt gebracht! ein sehr gutes beispiel für die sublime (manchmal auch gar nicht so sublime) gehirnwäsche, die die neolibs erfolgreich seit 30 jahren betreiben.
      man muß sich oft selber kontrollieren, um nicht auch in die (sprachlichen) fallen zu tappen.

      das denken ganzer gesellschaften und generationen ist nur noch von marktkriterien beherrscht. es fehlt den meisten schon am vokabular, um humanistische gedanken denken zu können, geschweige denn nach ihnen zu leben.
      das ist übrigens auch der "größte erfolg" von Springer, Burda, Mohn und konsorten.
      lg
      don

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    3. Hallo, Don,
      danke für deine Anerkennung.
      Ja, nicht nur dass "die Märkte" unsere Politik vor sich her treiben (als ständen nicht Menschen mit handfesten Interessen dahinter), jeder soll sozusagen sein eigener Unternehmer sein und nicht nur sich, auch seine Familie, auch soziale Einrichtungen etc. als Unternehmen führen oder zumindest so denken und planen und handeln. So wird aus der zwischenmenschlichen Kommunikation das "human resource management", aus Engagement, aus menschlichem Interesse wird Management. Wir managen also unser Leben bis in den privaten Bereich hinein (wenn es den überhaupt noch gibt oder geben darf). Und das soll dann auch noch Kreativität hervorbringen? Innovation nennt man das wohl inzwischen.
      So ist das, wenn jegliche Wissenschaft nur dem Zweck dient, eine Ideologie zu unterfüttern und zu legitimieren. An der Umbewertung bekannter Begriffe ist das am Stärksten zu erkennen. Ihr eigentlicher Sinn wird verkehrt und/oder sie verkommen zu wohlklingenden, aber hohlen Phrasen.
      Das konnte man ähnlich schon in der niedergehenden DDR beobachten.

      Liebe Grüße,
      Cora

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    4. Hi Duderich
      hi all

      Schließe mich euch an ...

      Doch den Herrn Ernst mal beiseite, übe mich in Satire:

      Liebe Cora, schöner Text, nur eines, das muss ich Ihnen einfach mal sagen: "managen" schreibt man doch m.E. korrekterweise so: «mänätschen». Das kann ich sogar begründen *grins*:

      Die Handlungsbezeichnung wird abgleitet von solchen Dingern, wie «Mänätschmänd» und «Mänätschär» (das Suffix «schär» steht vermutlich für Schäre, das ist eine kleine durch Eis abgeflachte und abgerundete Insel, welches man im weitesten Sinne auch als Schur verstehen könnte. «Schmänd» deutet auf ein Kollektiv von Abgeschöpftem, darauf komme ich später noch zu sprechen). Das Substantiv der beiden zuerst genannten Begriffe «Mänä» kommt aus dem Mandäischen und bei so fremdartigen Schriften konnte es schon mal zu Fehlübersetzungen kommen.

      «Mänä» ist eine Bezeichnung, die zumeist im theologischen Zusammenhang gebraucht wurde (s. hierzu den am Ende beigefügten Quellenverweis: Kurt Rudolph: „Theologie, Kosmogonie und Anthropogonie in den mandäischen Schriften“ : Eine Forschungsarbeit zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments). Lt. Fußnote 1 auf der Seite 34 des verlinkten Dokumentes übersetzte Lady Downer den Begriff seinerzeit völlig falsch und zwar mit "Mana", was vermutlich als Ursache für die bis in die heutige Zeit überlieferte Fehlschreibung zu verdächtigen wäre (*grins*). Ob man jetzt "Mana" auch noch mit «Manna» verwechselte, lasse ich mal dahingestellt. Dies würde jedoch erklären, woraus sich die Selbstbetrachtung der «Mänätschär» als Brotgeber rekrutiert.

      In der Forschungsarbeit von Rudolph steht als eines von vielen Interpretationsbeispielen geschrieben, ich zitiere:
      „Hier ist also der Vater der klagenden Seele, des individuellen Mänä, der Kollektiv-Mänä.“

      Der Begriff „Kollektiv“ ist seit den Erfahrungen mit dem Kommunismus negativ konnotiert. Deswegen hat man das ersetzt durch ein «schmänd», welches jetzt anstatt das vorzusetzende «Kollektiv» einfach angehangen wird. «Schmänd» rekrutiert sich aus dem Rheinischen und bedeutet: «viel Schmand». Ergo eine Anhäufung von Schmand, quasi ein kollektives Schmand, die Mehrzahl von Schmand.

      Um die Bedeutung des Substantivs «Mänä»unangetastet zu lassen,, klemmt man noch stets das „t“ als Flexionsuffix und somit Sprechhilfe dazwischen und fertig ist die Wortgeschichte.

      Alles klar? Noch nicht überzeugt ;-), keine Sorge, ich zitiere weiter (Erläuterungen von mir):

      „5. Wir fanden den Großen Mänä an der Spitze der Lichtwelt (damit sind sicher die gebräuchlichen bzw. besonderen Leuchtmittel gemeint, auf die die Mänätscher – das sind jene, die vom Großen Mänä kalt geschliffen oder geschoren wurden -, im Kolletiv (resp. Schmänd) innerhalb ihrer Versammlungsorte großen Wert legen und weiter:) in folgenden Traktaten der GR (GR wird voraussichtlich Gesellschafts-Regeln bedeuten, manchmal nennen sie es auch GL, dann wären es eigentlich Geschäfts-Leitregeln … kommt auf Dasselbe hinaus?):
      III „der große Mänä der Herrlichkeit“
      V 1 „der (verborgene, teure) Mänä“
      (könnte auf Personen, wie F. Springer bezogen sein, das Stichwort dürfte hier „verborgen“ sein)
      IX 2 „der große, mächtige (kabira) Mänä“
      X „der erste Mänä““

      Wer das wohl gewesen sein mag, der erste Mänä ... *grins*

      Gruss
      Rosi

      Quelle: http://books.google.ch/books?id=4VYX3WpIT_4C&pg=PA34&lpg=PA34&dq=m%C3%A4n%C3%A4&source=bl&ots=_1Jr58-1cQ&sig=uR2-muXMRLPiUnenidghjz0S5g4&hl=de#v=onepage&q=m%C3%A4n%C3%A4&f=false

      PS: Erzähle mir nur keiner, ich hätte das Thema verfehlt ;)

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    5. Hallo Rosi,

      "PS: Erzähle mir nur keiner, ich hätte das Thema verfehlt ;)"

      Das Thema? Du hast den Planeten verfehlt! [lach]

      Grüße, Duderich

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    6. @ Rosi
      Danke! Wie peinlich!

      Cora

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    7. Da fehlt was: ;)

      Cora

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    8. Hallo Cora

      Willst Du mir damit sagen, ich habe noch etwas vergessen, zu erwähnen? *kicher*

      Lieben Gruß
      Rosi

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    9. PS: *hihi* z.B. woher der Begriff «Schmand», die Einzahl von «Schmänd» kommt?

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    10. Oder hattest Du noch Fragen zu den Leuchtmitteln, den Lichtwelten?

      PS: Näh, schlimm ... immer wenn ich viel um die Ohren hab ... hab ich nur Scheixxe in die Köppe *lach*

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    11. Hallo, Rosi,

      nein. Sie waren völlig überzeugend *lach*. Hinter meiner Anmkerkung, wie "peinlich" mir der "Rechtschreibfehler" war, fehlte der Augenzwinkerer.

      Aber ... würde mich schon interessieren, das mit dem "Schmand" :)

      Liebe Grüße,

      Cora

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    12. Oh, fällt mir gerade auf: Du?

      Grüße Cora

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    13. Oh, sorry, ist mir durchgerutscht.

      Können wir aber gerne machen ...

      Gruss
      Rosi

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  3. Billion = Milliarde
    eigentlich egal, weil in beiden Fällen unanständig reich.
    Gruß,
    Unschland

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    1. Upps, stimmt! Wird sofort korrigiert. Danke!

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  4. Hallo zusammen,
    es sei mal erwähnt, dass die Medien, das sollte sich jeder vor Augen halten, wenn ich mir hier die Kommentare durchlese, mehr Macht haben als viele glauben. Das jüngste Beispiel war der Fall Wulff. Friede Springer bspw. wußte ja über die Vergehen Wulffs nicht erst seit dem Bekanntwerden der öffentlichkeit bescheid. Sie wußten alles vorher, haben aber trotz des Wissens den Wulff medial zum BuPrä gemacht, auf Geheiß der guten Freundin Friedes, Namens Merkel, wobei die Friede wesentlich mächtiger ist als Merkel, denn die Medien haben sich dem Lobbyismus und dem Kapital verschrieben. Springer hat mit der Demontage Wulffs, auch wenn seine Taten durch nichts zu entschuldigen sind (doch da könnte man alle Politclowns nehmen), gezeigt, welche Macht sie haben. Sie haben geschickt den schwarzen Peter zur angeblich recherchierten Aufdeckung des Skandals an andere Medien, wo sie ebenfalls die Finger im Spiel haben, weitergegeben, indem sie halt so Sätze brachten, wie: "laut Spiegel oder Süddeutscher Zeitung...blablabla (habe es nicht mehr ganz im Kopf) SIE WU?TEN ALLLES VORHER!!!
    Es gibt ganze 5 Medienkonzerne die die westliche Informationsindustrie beherrschen. Das ist den meisten Menschen gar nicht bewußt. Sie glauben tatsächlich sie wären gut informiert. Leider funzt mein Link nicht mehr, welcher eine Grafik darstellt, wie das aufgeteilt ist. Dennoch habe ich mal was auf die Schnelle gefunden was es in etwa trifft. Ich habe die Seite jetzt nicht überprüft, für was sie so eintritt, falls es in irgendeiner Art und Weise gegen die Überzeugung des Duderich verstößt, einfach den Link löschen.

    "In der ganzen westlichen Welt gibt es nur noch fünf grosse Medienkonzerne: AOL Time Warner, NBC Universal, Bertelsmann, Murdoch und Viacom."

    http://www.zeitenschrift.com/news/sn-13208-weltmeinung.ihtml

    Ebenso ist Bertelsmann ein "Big Player"... hier mal eine Grafik:

    http://1.bp.blogspot.com/-Stl63f-nwe8/ThwnjQpX-cI/AAAAAAAAJ2w/kQebT-PyzAs/s1600/bertelsmann%252Borganigramm.gif

    Ganz interessant ist auch diese Seite für andere Recherchezwecke:

    http://www.mediadb.eu/

    Von daher sollte man sich keinesfalls von so genannten Promis, aka Politiker, blenden lassen. Die haben so gut wie gar nichts zu melden, sondern führen nur aus, was der Lobbyismus will.

    Nichts ist so wie es scheint.

    Beste Grüße
    Kleriker

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  5. Hallo Kleriker

    Danke für die Links.

    Gruss
    Rosi

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    1. Dafür nicht ;-)

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    2. PS: Hab da auch noch einen Link, bezüglich "Presse":
      http://wahrheitueberwahrheit.blogspot.ch/2012/08/mit-dem-nazimob-in-eine-bessere-zukunft.html

      Passt nicht ganz zum Thema, doch irgendwie schon.

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