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Dienstag, 14. August 2012

Ein Rückblick - Potpourri des Wahnsinns

Der Duderich war schreib- aber nicht lesefaul. Nachfolgend ein kleiner Strauß der Themen, die mich in der Zwischenzeit beschäftigt haben. Selbstverständlich nicht mit Anspruch auf Vollständigkeit.


Unser Kriegs- Bundesminister für Verteidigung findet Drohnen supi und braucht diese ganz dringend um den Widerstand der Bevölkerung auszuwerten und niederzuschlagen das Leben seiner geliebten Soldaten zu schützen. Zumal Drohnen ja sowieso unbedenklich sind, weil: Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten. Da hat er natürlich Recht: Eine Waffe hat schließlich selbst keinen schlechten Charakter. Ethik - oder ein Mangel an dieser - hat nur der Waffenführende. Ob Minister als ethisch neutral zu betrachten sind, mag der Leser selbst entscheiden.

Nachdem unser Sportminister Friedrich nun per Gericht gezwungen wurde, das Plansoll an olympischen Edelmetall offenzulegen stehen wir also ganz schön bedrömmelt da. Fernab von abverlangten Erfolgsquoten blieb die deutsche Seele ungestreichelt und patriotisch beflügelte schwarz-rot-goldene Fahnenmeere blieben aus. Mehr als ein hämisches Grinsen, welches sich in mein unpatriotisches Gesicht schleicht, löst dies bei mir aber nicht aus.
Hallo? Wir leben in einer kapitalistischen, durchökonomisierten Gesellschaft! Friedrich brüstete sich damit, NICHT an der Sportförderung GESPART zu haben. Nullwachstum heißt das in Neudeutsch.
Für lau kein Gold!

Glück gehabt haben wir mit Fokushima: Kein gozilla-artiger Mutant entsteigt aus den Meeren und trampelt unsere geliebten Bankentürme nieder. Bisher einzig und allein mutiert der bis dahin unbekannte 'Bläuling' (eine Schmetterlingsart). Deformierte Augen und geschrumpfte Flügel haben diese bislang possierlichen Tierchen mittlerweile aufgrund der Strahlenbelastung zu beklagen. Da diese Tiere ökonomisch nicht verwertbar sind, bleibt diese Meldung eine Randnotiz. Sicherlich bleiben die Auswirkungen auf diese Gattung begrenzt. Alles andere wäre schließlich unlogisch, da die Märkte unberührt bleiben.

Die Suche nach den Verursachern für die sozialen Ungleichgewichte kann dank Spiegel, Focus, Welt & Co. übrigens als abgeschlossen betrachtet werden. Selbstverständlich sind die Alten Schuld, die sich auf Kosten der momentanen Rentenversicherungsbeitragszahler einen unverdienten Lenz machen. Wieder was dank unserer vierten Gewalt gelernt. Nur die erkenntnisresistenten Nachdenkseiten argumentieren noch gegen diese offensichtliche Wahrheit an.

Schön aber, dass in dieser schnelllebigen Zeit noch Konstanten gibt, die sich nicht ändern:

  • Die europäische Währungs'union' ist in der Krise
  • Es gilt das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen. Dann wird alles gut und es kann weiter gehen wie immer
  • Die Armut-Reichtums-Schere öffnet sich weiter. Regional, national, europäisch und global
  • Die deutsche Wirtschaft hat Außenhandelsüberschüsse und kurioserweise andere Volkswirtschaften immer noch Außenhandelsdefizite
  • Der Duderich ist weiterhin angepisst und fühlt sich deplatziert in dieser kafkaesken Welt
Ein Trost bleibt. Dies alles läuft total demokratisch ab.


P.S.: Weitere 'Aufreger' der letzten Tage bitte in den Kommentaren benennen!



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