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Freitag, 21. September 2012

Yes, we Gähn!

Paradiesische Zeiten für Blogger! Die thematische Pralinenschachtel ist prall gefüllt mit Themen, ja Sensationen, die uns Menschen im Innersten bewegen:

Kate zieht blank - und es scheint tatsächlich fotographische Beweise zu geben, dass auch Blaublütige zwei Brustwarzen haben, und zwar, wie bei uns gewöhnlichen Menschlein auch, eine rechts und eine links! Das wäre tatsächlich mal ein Erkenntnisgewinn, wenn man sich selbst davon überzeugen könnte.
BILD muss jetzt endlich mal liefern (Berlusconi kann ja auch)!

Jenny Elvers, eine Figur des öffentlichen Lebens, weil sie irgendwann einmal mit irgend einem Promi leiert war, hat wohl volltrunken ein Interview gegeben.
Soweit nachvollziehbar, wenn man die Medienlandschaft betrachtet, die ja nüchtern kaum zu ertragen ist. Was dann aber schon verwundert, ist die Tatsache, dass sie es nötig hat, ihre Scham darüber von der Titelseite der BILD-Zeitung zu verkünden. DAS ist dann doch wirklich irgendwie (fremd)beschämend, wie ich finde.

Seehofer will Blasphemie härter bestrafen. Richtig so, gottverdammt! Der Teufel soll sie holen, diese blasphemischen Satiriker! Da fallen einem ja echt die Dornen aus dem Kranz, bei dieser Blasphemie!

Die eigentliche Sensation ist allerdings der aktuelle Armutsbericht: 
Es ist kaum zu glauben, aber tatsächlich: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer! 
Nein, wirklich!
Doch! 
Echt, jetzt!
Rösler hat dies berechtigterweise dementiert, da dies nicht der Meinung der Regierung entspricht.
Endlich mal wieder jemand, der sich der Wahrheit verpflichtet fühlt und nicht auf simple empirische Zahlen und Fakten hereinfällt. Merkel ist beruhigenderweise ebenfalls schlau genug um nicht auf diesen linken Propagandakram hereinzufallen und lehnt deswegen eine Vermögenssteuer ab.

Gut so! Wir wollen ja schließlich die >Leistungsträger< nicht aus Deutschland vertreiben!


Weitere Belanglosigkeiten demnächst hier - an gewohnter Stelle...






Kommentare:

  1. ja, die FDP!

    hier zeigt sie mal wieder unverblümt ihre hässliche fratze. sie sind gegen höhere vermögens- und erbschaftssteuern, weil "nicht noch mehr staatlich umverteilt werden soll".

    falsch, liebe neoliberale: ihr seid gegen höhere steuern, damit die umverteilung immer noch drastischere ausmaße annimmt.

    nämlich die von unten nach oben, die - wie der armutsbericht eindeutig belegt - auch in den letzten vier (krisen- lach!!) jahren unvermindert weitergegangen ist.

    es wird einem wirklich schwer gemacht, pazifist zu bleiben.

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    1. Viel besser als die FDP ist die CDU auch nicht.
      Viel besser als die CDU ist die SPD auch nicht.
      Viel besser als die SPD sind die GRÜNEN auch nicht.
      Viel besser als die GRÜNEN sind die PIRATEN auch nicht.

      Die einzigen, die diese Verteilung von unten nach oben umkehren wollen sind die LINKEN - und die dümpeln bei 8%...

      Wenig Anlass zum Optimismus :(

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    2. Hallo Duderich

      Hhhmm ... Aber es wird sich wieder umkehren, da bin ich mir sicher ... es geht immer in eine Richtung, bis zum Break Even (auf und ab). Auch das zeigt die Geschichte.

      Vermutlich wird es nicht Deutschland sein, welches einen solchen Prozess einleitet (scheint - historisch betrachtet - generell nicht so unser sein Ding zu sein). Möglicherweise sind es unsere Nachbarn (einige praktizieren es anders, manche kommen u.U. noch auf den Trichter). Die USA würde ich noch nicht abhaken, auch dies wäre nicht das erste Mal ... ein Land der Extreme ... sowohl für die eine, als auch für die andere Richtung.

      Und Die Linke ... die haben den Ton für die Masse irgendwie nicht gefunden (nicht finden wollen?). Vll. kommt das noch. Soweit ich informiert bin, arbeitet man daran; ob erfolgreich wird sich zeigen. So etwas dauert jedoch in der Regel.

      Gruss
      Rosi

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    3. Hallo Don

      "es wird einem wirklich schwer gemacht, pazifist zu bleiben."

      Da ist was dran ... Doch wer einer ist, bleibt zumeist auch einer. Das ändert jedoch nichts daran, dass man ziemlich zornig werden kann. Wenn ich mir nur diese Sprechpuppen des Asozialen und/oder völlig Verstandlosen mit ihren Realitätsverdrehungen und/oder -Verweigungen mir antue ... kaum mehr auszuhalten, angesichts der Lage ... Ansonsten muss man damit ja leben ...

      Lieben Gruß

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    4. Hallo Rosi,

      ich teile Deinen Optimismus leider nicht - vielmehr halte ich diesen sogar für kontraproduktiv.

      Warum, habe ich versucht im Kommentar zu folgendem Text darzustellen:
      http://le-bohemien.net/2012/09/22/kritische-masse/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kritische-masse

      Lieben Gruß zurück!

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    5. Hallo Duderich

      Äh ... habs gelesen ... suche noch den Bezug zu meinem Text. Und irgendwie verstehe ich Deinen dortigen Kommentar zum Artikel auch nicht wirklich. Im verlinkten Artikel sehe ich weder verbreitete rosa Wölkchen, noch irgend eine übersteigerte Form von Optimismus (bei mir auch nicht, Du verwechselt sicherlich etwas .. Missverständnis?).

      Insoweit bitte ich um Erklärung, was an meinen Ausführungen (oder dem dortigen Artikel) kontraproduktiv sein sollte. Optimismus ist auch nicht die korrekte Einschätzung, zu meinen Ausführungen. Was ist daran optimistisch, wenn ich ausführe:

      "Vermutlich wird es nicht Deutschland sein, welches einen solchen Prozess einleitet (scheint - historisch betrachtet - generell nicht so unser sein Ding zu sein)". Und ich spreche hier von der Menschheit im Allgemeinen, auf einer großen Zeitschiene, nicht morgen, nicht übermorgen, nächsten Monat oder ein paar Jahre; hier in Deutschland schon gar nicht. Nicht unähnlich schließt drüben der Artikel, "vll. ... eines Tages ... ", das kann über hundert Jahre sein ...

      Eines ist für mich nur sicher, bei unseren Nachbarn sitzt der Deckel weitaus weniger feste auf dem Topf und mein zitierter Satz sagt aus, da kann man lange drauf warten, bis dieses Volk sich mal erhebt. Es ist einfach nur eine logische Schlussfolgerung, dass unsere Nachbarn wieder weitaus schneller sein werden. Und mit viel Glück (wenn man das noch so nennen darf) schwappt es dann irgendwann hier rüber. Der Kadavergehorsam und die Duldsamkeit sowie die Angst, das letzte I-Phone noch zu verlieren, stehen da vor, standen solchem stets vor. Jetzt muss man mir noch noch erklären, was daran optimistisch ist.

      Lieben Gruß
      (verwirrtes) Rosi




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    6. Hallo Rosi!
      Nun, ich werde versuchen es zu erklären, was ich meine: Beide Texte suggerieren, dass es so nicht weiter gehen kann und der Brake-Even-Point irgendwann sozusagen >zwangsläufig< kommen wird. Deutschland wird dann von dieser Welle mitgetragen und alles wird gut [ich überspitze absichtlich, will mich aber nicht polemisch anhören].

      Die Konsequenz ist, dass hier in Deutschland der Eindruck entstehen könnte, dass man nur abzuwarten braucht.
      Stattdessen kommt es auf jeden Einzelnen an, gegen bestehende Zustände aufzubegehren! HIERFÜR muss ein Bewusstsein geschaffen werden, anstatt abzuwarten, dass die 'kritische Masse' ohne eigenes Zutun erreicht wird.

      Wir müssen uns endlich vom Objekt zum Subjekt erheben!
      Wenn man schreibt, dass der Impuls NICHT von Deutschland ausgehen wird, dann ist das doch schon die halbe Entschuldigung für Defensive. Für Abwarten und Lethargie, von wegen: 'In Deutschland wird das ja eh nix - was soll also die Mühe?'

      Hoffe, Deine Verwirrung hiermit aufgelöst zu haben.

      Liebe Grüße

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    7. Hallo Duderich

      Du wetterst gegen die Falschen m.E..

      Kann nur für mich sprechen, erwarte nicht viel "Aktion". Ganz einfach deswegen, weil es noch keine maßgeblichen Aufstände geleistet hat und dazu nicht bereit zu sein scheint, bereit machen, ist eine Illusion, wenn die Bereitschaft komplett fehlt, man kann nur aktivieren, was vorhanden ist.

      Den Deutschen in Deutschland braucht man nicht zu suggerieren, dass man nur abzuwarten braucht. Abwarten, dulden und still halten, das IST deutsch. Überall um uns herum in Europa brennt die Hütte, nur wir wählen immer wieder dasselbe. Wir warten auf die nächste Vaterfigur (resp. Muttifigur), die uns an den Haaren irgendwo hin zieht (Sprechpuppa beliebig austauschbar).

      Fürchte, es wird auch dieses Mal so sein. Nichts passiert hier, bevor es dem letzten Nächsten nicht auch noch schlecht ergeht, das ist für mich einfach ein Fakt (nicht der Bote ist der Arxxx). Bewusstseine zu erschaffen, davon träumen (und träumten) viele. Das dauert Generationen, so ein Mittel der Gewalt weder zur Verfügung noch das nachhaltige sein wird. Und da spielen eine Menge äußere Faktoren (Ändern-muss-Faktoren) noch eine zusätzliche Rolle.

      Was an Kultur gewachsen ist, im Kapitalismus seine Bahnen sich bricht, wogegen Du anläufst, das bekommst Du nicht einfach so nieder gerannt. Du kannst auch aus geprägten und derart gedrillten Objekten nicht von jetzt auf gleich autarke Subjekte erschaffen.

      Es gibt einen Unterschied, zwischen Realitätssinn und Entschuldigungen für Lethargie oder Pessimismus. Zweckoptimismus oder das Fliegen gegen Schreiben bringt hier nichts. Zu verschweigen wie es ist (oder es nicht zur Sprache bringen dürfen/sollen), weil man meint, die Wahrheit sei besser außen vor zu lassen (sie könne ja der Entschuldigung dienen), ist der erste Schritt um vom geraden Weg abzuweichen.

      Was diesem Land fehlt, ist eine gesunde Basis.Das beginnt bereits beim Thema Schulsystem, vom Stoff ganz zu schweigen. Um eine solche Basis überhaupt anzugehen, braucht es unendlich viel Geduld und vermutlich kommt eine Generation "Prediger" damit nicht hin.

      Sie schreiben doch, ständig und unterbrochen stellen sie die Realität wieder so dar, wie sie ist. Sie kämpfen gegen die "Alles-ist-gut-male-rosa-Farbe-drüber"-Einheitspresse und Politikersprechpuppen und das mag Dir nicht deutlich genug sein, das arbeitet an den äußeren Faktoren, die es braucht, damit jemand Notwendigkeiten erkennt. Und das ist tatsächlich erst einmal das Einzige, was man tun kann, immer wieder die Fakten ins rechte Licht setzen. Es hat vll. nicht die auffällig Knallwirkung, die Du gerne (oder meiner einer) sehen möchtest, doch es hat eine.

      Davon abgesehen, wenn der Artikel oder meine Äußerungen eine solche Wirkung hätten, oder die Deinigen (welche haben Deine, würden sie alle Deinen aktuellen Kriterien jetzt stand halten?), dass sich andere wieder zum Schlafen hinlegen ... dann hätten sie unwahrscheinlich große und schnelle Wirkung („wir wären ja aufgestanden, wenn Jan Mollenhauer nicht geschrieben hätte …“), die ich doch sehr zu bezweifeln wage. Davon abgesehen, dass es nicht das einzige ist, was man dort hinein interpretieren könnte. Und wie ich schon schrieb, es braucht schlicht einen solchen Artikel nicht, in den man hinein suggerieren könnte, wir legen uns wieder hin (bin sicherlich nicht der einzige Mensch, der das z.B. dort nicht hinein interpretiert hat). Ob ihn jemand liest, ob er geschrieben wird oder peng, niemand wird deswegen aufstehen, niemand wird sich deswegen hinlegen, aber er dient der Wahrheit und das sollte niemals als schädlich angesehen werden, wenn man Veränderungen wünscht (meine Meinung).

      Lieben Gruß
      Rosi

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    8. Hallo Rosi,

      wahrscheinlich hast Du in mehr Dingen recht als ich. Das schreibe ich ohne Ironie oder Sarkasmus.

      Sicher, man kann (sollte vielleicht) die Umstände, den Ist-Zustand analysieren, Wahrscheinlichkeiten abwägen, usw. .

      Und in alledem gebe ich Dir recht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass irgendeine emanzipatorische Bewegung von Deutschland ausgeht. Volle Zustimmung, die auch in meinem Eingangspost zwischen den Zeilen durchschimmert.

      Viele, wie auch ich, verzweifeln, resignieren (zeitweise). Das ist, so schmerzhaft es auch ist, vielleicht auch nötig - wie die Funktion des Schmerzes, der einem Organismus sagt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.
      Was ich falsch finde, ist zu WARTEN. Auf ANDERE.

      Sicher, ich, mein Blog, meine öffentlich gemachten Gedanken sind ein Furz in einer steifen Brise. Ja, ich bin die Fliege, die immer wieder gegen die Scheibe knallt. Und das werde ich weiter tun. Weil die Scheibe eben da ist. Dein Realitätssinn in Ehren. Wenn ich aber mein Tun nur danach ausrichte, was Sinn macht, was vernünftig ist und was definitiv was verändert, dann, ja dann würde ich meinen Blog morgen einstellen.

      Ich aber bin zu stur mich dieser Erkenntnis zu ergeben.
      Wie sagte Che: "Versuchen wir das Unmögliche!"
      Die Zustände, die Du beschreibst, haben den Charakter des Unüberwindlichen. Die deutsche Seele, die Medien, das System, usw...
      Was ist die Konsequenz, die sich für Dich, für uns daraus folgert? Welcher Handlungsanspruch leitet sich daraus ab? Ist es vernünftig (Achtung, doppelter Boden) aus dieser Analyse heraus den Widerstand aufzugeben, weil es ja doch sinnlos ist?
      Oder wohnt Widerstand nicht vielleicht doch ein Sinn inne, der sich aus ihm selbst heraus ergibt?

      Du siehst, meine Argumente sind leicht logisch zu widerlegen. Ich argumentiere mit dem Bauch und Du mit dem Kopf. Es sind zwei Seiten einer Medaille.

      Ich habe mich auch lange Zeit damit getröstet, dass es nicht ewig so weiter gehen kann. Dass ein Wandel sozusagen determiniert ist.
      Aber wenn wir alle auf diesen 'Wandel' warten, statt diesen herbeizuleiten und zu gestalten, dann wird es möglicherweise ein Wandel zu noch schlechteren Zuständen sein. Andere werden dann diesen Wandel gestalten. Kräfte, die bereits diese Gesellschaft korrumpieren.

      Es mag sein, dass die Mehrheit (nicht nur in Deutschland) gleichgeschaltet ist. Sicherlich entbindet dies nicht Andere, die dieses System durchschaut haben, dagegen anzurennen. Wieder und wieder.

      Um es mit Hannah Arendt zu sagen: 'Niemand hat das Recht zu gehorchen.'

      Späte Grüße

      P.S.: Ich 'wettere' gegen Niemanden. Ich argumentiere nur.

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  2. hallo Duderich

    Du ziehst die falschen Schlüsse aus meinen Ausführungen, meine spontane Einschätzung ... heute bekomme ich da nicht mehr hin ... hänge etwas in den Seilen ... habe einen Umzug hinter mir ..

    Insoweit schlaf gut, bis morschen.

    Liebe Grüsse
    Rosi

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    1. Hallo lieber Duderich
      (uhh, das wird lang ;))

      Greife mir einige Deiner (für mich markanten) Eckpunkte heraus, die ich verantwortlich dafür halte, dass wir aneinander vorbei schreiben (und der von Dir verlinkte Artikel vermutlich derart auf Dich wirkt). Zumindest geht ich davon aus.

      „Was ich falsch finde, ist zu WARTEN. Auf ANDERE. …. Aber wenn wir alle auf diesen 'Wandel' warten,“

      Das steht da nirgends, auch keine solche Aufforderung. Es sind die Fehlschlüsse, die Du selbst aus der Argumentation des Artikelschreiber und meines Textes ziehst, Deine Schlüsse. Weder im Artikel von Jan Mollenhauer, noch bei meinen Ausführungen ist derartiges erwähnt. Meiner einer denkt auch nicht derart, Mollenhauer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenso nicht, sonst würde er sich jedes Wort ersparen; ich würde kein Wort im www verschwenden.

      „Ja, ich bin die Fliege, die immer wieder gegen die Scheibe knallt. Und das werde ich weiter tun. Weil die Scheibe eben da ist.“

      Gut ist es, zu erkennen, dass da eine ist. Aber ab wann knallt man denn für Dich gegen die Scheibe? Wenn eine Wirkung für Dich persönlich nicht messbar ist, wenn sie nicht sofort mit einem großen Knall eintritt? Oder ist einfach die Scheibe selbst das Ziel, bzw. dagegen geflogen zu sein und fertig? Quasi eine spezielle Duderich-Schreibe? Gehst Du davon aus – außerhalb dieser Spezial-Scheibe - Mollenhauer, die vielen Blogs und Foren, die Schar der Systemkritiker (die tatsächlich zahlreicher und lauter bzw. hörbarer werden → nicht mehr überhört werden können), hätten keinerlei Wirkung in dieser Welt, nur weil es nicht die Wirkung ist, die Du Dir jetzt und sofort erhoffst? Was sollen sie tun, etwas anderes, als Du es tust, mehr?

      „Dein Realitätssinn in Ehren. Wenn ich aber mein Tun nur danach ausrichte, was Sinn macht, was vernünftig ist und was definitiv was verändert, dann, ja dann würde ich meinen Blog morgen einstellen.“

      Aber wenn der Sinn nur darin liegt, gegen die Scheibe geflogen zu sein, um gegen die Scheibe zu fliegen (siehst Du keinen anderen?), nun, dann wäre das m.E. ein sehr enger Sinn, einseitig emotional (obwohl ich das nicht von Dir glaube, ergo nur rein theoretisch, auf Deine Argumentation bezogen). Wenn Du nicht sehen könntest, was sich verändert, wenn Du nicht glauben könntest, es sei vernünftig, wenn Du keinen Sinn in Deinem Tun sehen könntest… das brauche ich sicherlich nicht näher zu erläutern, was das bedeuten würde.

      Würde Mollenhauer keinen Sinn in seinem Handeln sehen, hätte er diesen Text nicht geschrieben. Sinnloses Tun ist mit keinerlei Wirkung verbunden, außer seiner eigenen Sinnlosigkeit. Niemand hat geschrieben, Dein Tun (oder das der Anderen) wäre sinnlos. Ganz im Gegenteil, Dir gefällt nur der Wirkungsgrad nicht, den es hat und Du selbst deklarierst es als sinnlos. Oder anders: Du gibst Dich mit dem Sinn nicht zufrieden, Deine Geduld ist überstrapaziert (rein theoretisch … geraten .. wissen kann ich das nicht). Also suchst Du in Deiner Begründung die Sinnlosigkeit als Sinn selbst, um noch einen solchen für Dich zu erkennen. Lieber Duderich, komm da heraus, würde ich Dich bitten, es wäre viel zu schade, um Deiner Seele willen, als Mensch.

      ff.

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    2. Teil 2

      Meiner einer stellt Handlungen schlicht ein, wenn sie keinerlei Sinn ergeben. Motivationsgeber ist mitnichten nur ein rein rationaler Sinn sein, es sind genau so gut Beweggründe im emotionalen Bereich (da schätzt Du mich völlig falsch ein). Beides für sich alleine als Sinn ausgemacht, also rational oder emotional, stellen sich außerhalb des tatsächlichen Verstehens (ohne Verstehen wird es generell schwer, mit für sich selbst messbaren Veränderungen. Man kann nur auf den Zufallsgenerator setzen oder halt wieder warten, Chaostheorie. Aber auch dann ist nicht gewährleistet, dass der Wirkungsgrad spürbar auf Dich zurückreicht). Dafür braucht es beides und je mehr im Einklang, desto besser bzw. desto mehr Verständnis entsteht. Es ist mir klar, dies ist bei mir nicht anders, dass die Emotionen und das Unterbewusste dem Ratio in der Regel weit voraus galoppieren. Sie sind viel schneller, wie ein Rennpferd gegenüber dem Ackergaul. Doch irgendwann steht das Rennpferd völlig ausgepumpt hinter der Ziellinie, wo es vom Ackergaul heimwärts begleitet wird, der langsam nachgezockelt kam.


      „Wie sagte Che: "Versuchen wir das Unmögliche!"“

      Deswegen sagte er auch:
      „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“
      (Die Spitzfindigkeit steht quasi am Anfang seines Satzes)

      Das kann man nicht einfach nur mit dem Emotionalen begründen (und den Anfang des Satzes heraus lassen); der Verstand, das Verstehen basiert immer (wenn gesund) auf einer Kombination der Emotionen mit dem Ratio, alles andere ist eine Illusion (wobei mir klar ist, dass es individuelle Unterschiede bezüglich der Gewichtung gibt). Che's Aussage ist ein solches Produkt der Kombination und stellt das m.E. klar dar, ein sehr gutes Beispiel.

      „Die Zustände, die Du beschreibst, haben den Charakter des Unüberwindlichen.“
      Nichts auf diesem Globus ist auf Dauer unüberwindlich! Und das ist m.E. auch gar nicht das Problem. Du hast die Dimension der Zeit vergessen bzw. es dauert Dir einfach nur zu lange. Es gibt überhaupt keine Stagnation auf diesem Planeten, keine auf der Zeitachse der Menschen, keine im Universum. Es gibt nur keine Garantie für Dich, dass das, was Du heute versuchst zu ändern, für Dich selbst auch zu ernten ist. Häufig, so auf die historischen Ereignisse geblickt, ernten es die nachfolgenden Generationen.

      Dabei ist es nicht von Belang, wer letztlich etwas überwindet. Wichtig ist nur, dass sich alles überwindet. Es überwindet oder erledigt sich auch nichts von alleine, auch der besagte Break-Even nicht. Das ist ein m.E. eklatanter Fehlschluss von Dir, welcher schon bei Mollenhauers Artikel fehl lief und mich verwirrte). Dazu gehören Kräfte, im Menschen-System-Universum – von Naturkatastrophen abgesehen – menschliche Kräfte, der Geist (da fällt nichts, aber auch gar nichts von alleine vom Himmel). Alles was wir in unseren System erschaffen, formen, ändern …, resultiert aus dem Denken. Nicht wenige Gedanken vieler längst zu Staub Zerfallenen werden erst Jahrhunderte später begriffen. Aber sie wurden gedacht und sie entfalteten Wirkung.

      „Was ist die Konsequenz, die sich für Dich, für uns daraus folgert?“
      Nicht die Schlüsse, die Du daraus ziehst.

      ff.

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    3. Teil 3

      „Welcher Handlungsanspruch leitet sich daraus ab? Ist es vernünftig (Achtung, doppelter Boden) aus dieser Analyse heraus den Widerstand aufzugeben, weil es ja doch sinnlos ist?“

      Sinnlos gegen die Scheibe zu fliegen ist sinnlos und sich darüber aufzuregen, dass sie da ist, ist sinnlos. Dies, die seinige Art des gegen die Scheibe stürzens als einzigen Weg zu deklarieren ist sinnlos (und falsch). Es muss einen anderen Weg geben, es gibt immer einen. Manchmal reicht es schon, sich umzudrehen und die Flugbahn zu verändern. Widerstand macht sich nicht daran fest, wie heftig Fliegen in eine Richtung gegen die Scheibe klatschen, je fester desto mehr Widerstand, das ist ein Irrtum. Eine Illusion, eine Bewegung, geboren aus dem eigenen Gefühl der Handlungslosigkeit.

      Nein, kein doppelter Boden, bilde mir ein, ich sehe Dein Problem. Es nagt an Deiner Geduld und zurzeit bist Du in einer s/w-Denke gefangen. Das signalisiert mir auch die Überschrift des Textes, den ich noch nicht gelesen habe. Wobei ich jedoch davon ausgehe, dort passiert dasselbe. Ob Schwarz oder Weiß, Sekt oder Selters, so funktioniert die Welt nicht. Man kann auf Beides sogar verzichten oder es mischen, die Menschen tun so etwas. Und nun?

      Dabei würde mich interessieren, was verstehst Du denn genau unter Widerstand? Was erwartest Du von Dir selbst in Deinem Tun als Widerstand? Was erwartest Du von den Anderen? Du schreibst, die anderen schreiben? Läge hier nicht der Verdacht nahe, dass Du für Dich selbst mit Widerstand Deinen Blog, die Art Deiner Texte und Sichtweisen deklarierst, von den Anderen jedoch mehr erwartest oder gar gleiches? Du es also bist, der sich erhofft, dass aufgrund von Widerstandstexten (solchen, wie den Deinigen, nicht die falschen von Mollenhauer etc.) die Andere mehr tun, sich quasi erheben, Du die Anderen motivieren möchtest, in Deinem Sinne zu handeln? Mehr, als Du selbst bereit bist, selbst zu tun? Oder richtest Du den Status des „richtigen“ Widerstandes ausschließlich an Deinem Handeln aus? Ist es nur der „richtige“ Widerstand, wenn man so schreibt, wie Du es tust?. Wenn Du zu spüren meinst, dass sich jemand richtig genug ärgert und wenn die Wähler, übertrieben ausgedrückt, in Scharen zur Partei Die Linke wechseln, weil Du diese Partei für die richtige hältst?

      Ist Dir denn nicht klar, dass ein einzelner Mensch das nicht leisten kann? Ist Dir nicht transparent, dass es dazu viele verschiedene Ansätze und Richtungen, Denkweisen, Arten und Charaktere braucht? Und vor allen Dingen eines, Zeit!!! Jede Evolution braucht Zeit, auch menschlich-kulturelle! (In diesem Satz steht nirgendwo „hinlegen“! Es verweist nur auf die fehlende Garantie und die Zeitachse.) Und dazu gibt es einfach keine Garantie, kein Netz, kein doppelter Boden!!! Ist das so schwer und schlimm zu akzeptieren?.

      Es gibt sie nicht, die eine einzige Richtung/Lösung/Strategie, die alternativlose ist. Egal, ob von Neoliberal oder von Links, von Duderich oder von Rosi oder Mollenhauer. Sich innerhalb einer Interessengemeinschaft auch noch in Lager aufzusplittern, die Frage nach Sekt oder Selters, Schwarz oder Weiß zu stellen, richtig Links oder falsch Links, bedeutet Gräben zu ziehen. Im Grunde: „für mich oder gegen mich“, „für Stagnation oder für Veränderung“. Der Anfang vom Ende jeder Veränderung. Denn mit diesen Gräben sind wir längst wieder in einer „neuen“ Alternativlosigkeit gefangen, die sich doch wieder als die „alte“ erweisen wird.

      ff.

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    4. Teil 4

      Wann wird Menschheit das jemals hinter sich lassen und ihre eigene Kreisbahn verlassen? So, wird das nichts. Davon bin ich überzeugt (anders wäre mir auch lieber). Doch wenn wir den Kampf, die Gräben immer mit den gleichen Mitteln beginnen, führen und beenden, wir innerhalb der Interessengemeinschaften bereits über subjektive Interpretationen alles auf die Goldwaage legen und uns zersetzen, zerreiben und verschleißen, landen wir (Menschheit) wieder dort, wo wir begonnen haben (das ist doch das Problem). Jene, die Vorturner der Gräben, die mögen zu Lebzeiten gedacht haben, sie hätten es nachhaltig verändert und in ihrem Sinne verbessert, ihre überzeugten Fans sicherlich ebenso. Auf der Zeitachse der Entwicklung - dieser doch recht jungen Spezies Mensch - ein Brüller.

      Würde ich Dich nicht anders einschätzen, müsste ich vermuten, Du verzweifelst gerade an Deinem eigenen Wirkungsgrad, der Dir einfach nicht groß genug am Ganzen erscheint. „Es muss doch … sie müssen doch begreifen … jetzt oder nie aufstehen … bloß nix „falsches“ sagen… und nur so oder so … sonst ist alles verloren“. Falsch, auf die Menschheit und die Welt bezogen. Du kannst tun, was Du tun kannst, andere tun, was sie tun können. Du sollst tun, was Du tun kannst, doch das gilt jeweils individuell für die Anderen. Und die, die nichts tun, tun nichts, die warten. Das ist einfach so, das darf man erwähnen, weil es so ist. Nicht nur unsagbare viele Studien/Versuche belegen das, sondern auch die gesamte Entwicklung der Menschheit.

      Und daran darf man nicht verzweifeln, am Menschen. Denn für wen engagiert man sich? Alles andere wäre doch, bis zum eigentlichen Beweggrund dann gebuddelt, nur für sich selbst. Veränderungen für den Menschen jedoch, gehen nur mit dem Menschen und dazu sollte man akzeptieren, wie Mensch ist. Ständig versuchen (und versuchten) Systeme auf eine Art „Neumensch“/„Wunschmensch“/„Idealmensch“ aufzusetzen (resp. einen solchen zu formen, zu backen). Dies ist das, was sich in all unseren Systemen widerspiegelt und woran sie alle, wirklich ausgenommen alle, scheitern und scheiterten. Warum versuchen wir es diesmal nicht mit etwas, was keinen neu gebackenen Menschen braucht, sondern Raum lässt, sich als Mensch zu entfalten, selbst zu entwickeln? Und das könnte ich mit Che's Satz unterlegen:

      „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche“.
      («Realistisch» ≄ «„rein“ rational» → letzteres ist eh eine Illusion, außer bei Sozio-/Psychopathen, weil sie so wenig normale Emotionen haben)

      „Du siehst, meine Argumente sind leicht logisch zu widerlegen. Ich argumentiere mit dem Bauch und Du mit dem Kopf. Es sind zwei Seiten einer Medaille.“

      Nö, nicht ganz. Du hast logisch keine Chance, weil ich sowohl mit dem Bauch (also eigentlich doch im Kopf *grins*), als auch mit dem Kopf argumentiere. Beides gewohnt ist, sich zu erkennen, miteinander zu kommunizieren und sich zu verstehen. Es erscheint Dir nur so, als wäre meine Argumentation rein rational. Meiner einer pflegt beide Seiten der Medaille. Ansonsten wäre es auch keine Medaille, denn die hat bekanntlich immer zwei Seiten. ;-)

      Lieben Gruß
      Rosi

      PS: dös war jetzt rischtisch Arbeit *grins*

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    5. Hallo Rosi!

      Wow, Du interpretierst ganz schön viel rein, in meine quantitativ überschaubaren Ausführungen!

      So viel Platz ist doch gar nicht bei 1 1/2 zeiligen Abstand, um so viel dazwischen zu lesen. ;)

      Vorab: Du liegst total falsch in der Interpretation meiner Befindlichkeit, wie auch meiner Intensionen.

      Habe leider momentan weder die Zeit, noch die Muße angemessen auf Deine Ausführungen einzugehen.

      Dies werde ich aber zeitnah nachholen; versprochen!

      Liebe Grüße vom leicht belustigtem Duderich
      :)

      Löschen
    6. @Rosi:

      Werde Deine Technik des zitierens und kommentierens übernehmen:

      "Aber ab wann knallt man denn für Dich gegen die Scheibe? Wenn eine Wirkung für Dich persönlich nicht messbar ist, wenn sie nicht sofort mit einem großen Knall eintritt? Oder ist einfach die Scheibe selbst das Ziel, bzw. dagegen geflogen zu sein und fertig? Quasi eine spezielle Duderich-Schreibe? Gehst Du davon aus – außerhalb dieser Spezial-Scheibe - Mollenhauer, die vielen Blogs und Foren, die Schar der Systemkritiker (die tatsächlich zahlreicher und lauter bzw. hörbarer werden → nicht mehr überhört werden können), hätten keinerlei Wirkung in dieser Welt, nur weil es nicht die Wirkung ist, die Du Dir jetzt und sofort erhoffst? Was sollen sie tun, etwas anderes, als Du es tust, mehr?"

      Die Metapher "gegen die Scheibe knallen" ist überhaupt nicht resignierend und frustriert gemeint. Sicher, ich renne gegen bestehende Zustände an, werde aber letztendlich nie mein 'Ziel' erreichen.

      Du sprachst kurz die Chaostherie an: Da ich Metaphern liebe, werde ich mir kurz den viel zitierten Schmetterling ausleihen, der es ja vermag, mit einem Flügelschlag auf einen anderen Kontinent einen Orkan auszulösen. Ich bin dieser Schmetterling. Ich schlage nicht mit den Flügeln um einen Orkan auszulösen. Ich schlage mit den Flügeln weil ich fliegen will, weil es einfach meine Natur ist.
      Ich möchte auch keine Handlungsanweisungen abgeben (falls mir die eine oder andere durchgerutscht ist möge man mir das bitte verzeihen - ich gelobe Besserung) sondern ich will einfach nur meine Meinung vertreten - ohne Anspruch auf Wahrheit. Ich finde Jenes gut (und schreibe drüber) und finde Anderes schlecht (und schreibe drüber). Jeder mag für sich selbst entscheiden, ob er meine Meinung teilt - oder nicht. Vielleicht sogar kann ich dem ein oder anderen bei seiner Meinungsbildung dienen. Ich bin sozusagen ein Strahl: Ob oder wie er reflektiert wird liegt nicht mehr in meinem Einflußbereich. Und das ist auch gut so.
      Sicherlich bin ich oft frustriert. Nicht, wegen der Begrenzheit meines Einflusses, sondern wegen den Dingen, die um mich herum passieren. Meinen Frust lasse ich dann auch gerne hier raus. Verarbeite ihn. Manchmal sarkastisch, manchmal trocken. Beides hat katharsiche Wirkung.

      Und wenn das dann noch etwas im positiven verändert: SUPER! Ein Bonus, den ich sehr wertschätzen würde, aber den ich nicht zur Bedingung meines Blogger-Dasein mache.

      Um noch einmal auf den Schmetterling zurück zu kommen: Ich fliege einfach...

      (Wird fortgesetzt)

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    7. Hallo Duderich

      Vielen Dank, für Deine Erläuterungen.

      Hatte geschrieben, dass ich Dich persönlich ganz anders einschätze und mich deswegen nur rein theoretisch auf Deine Argumentationskette bezogen habe. (Irgendwie passte die so gar nicht zu Dir ... deswegen war ich doch so verwirrt ... und so ist vieles als Frage formuliert).

      Aber das kann mich nicht davon abhalten, theoretisch-argumentativ darauf einzugehen .-). Wie Du bereits ausführtest, theoretisch kann man sehr viel in Sätze hinein interpretieren ;). Die subjektive Wirkung ergibt sich nicht nur durch den Schreiber, sondern auch durch den Leser.

      Wenn sonst mit meinen Ausführungen nichts anzufangen ist, dös doch zumindest. Letztlich sind wir doch alle Schmetterlinge ;).

      Lieben Gruß
      Rosi
      (von Schmetterling zu Schmetterling) *grins*

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    8. Nochmal zu meiner 'Argumentationskette', die eigentlich keine ist. Mag sein, dass ich mich dabei wiederhole: Du schriebst in etwa, dass Du Dir (ziemlich) sicher bist, dass der Break Even bevorsteht. Ich habe da einen gewissen Determinismus heraus gelesen (mein Fehler) der bei gewissen Menschen, so befürchtete ich, deren Passivität legitimieren könnte.

      Mit Deinen Ausführungen kann ich übrigens VIEL anfangen. Weiter so! Freue mich immer, wenn Du einen Kommentar hier reinstellst.

      Gruß vom flatternden Duderich

      Das war's auch eigentlich schon

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    9. Diese gewissen Menschen legitimieren ihre Passivität immer irgendwie. Sie backen sich selbst einen "Grund" oder sie importieren einen, den sie für geeignet halten. Wie man es gerade braucht ...

      S. bspw. Darwins: „Survival of the Fittest“. Aus den damit gemeinten bestens an die Natur angepassten Individuuen machte man glatt das skrupelloseste und tyrannische Alphatier und konstruierte ansonsten das Lebensmodell "Tiger" für den Menschen. Oder man verwendet es für das, was wir sonst unter "angepasst" verstehen.

      Sie instrumentalisieren, beschneiden und verkrüppeln Worte (und den Sinn), sie drehen sie um, sie verstehen absichtlich falsch ... oder hören sofort einfach weg (die einfachste und wohl die am häufigsten gewählte Variante ... die lesen solche Artikel erst gar nicht). Spricht man sie intensiv darauf an, zerplatzt die Argumentation schnell ... es endet in Schweigen und Ablehnung, letztlich Verleugnung. Irgendwie, und das ist ganz normal, lernt der Mensch durch persönliche Erfahrung (also was ihn selbst betrifft) das Meiste. Gerade zu Zeiten der vom Aussterben bedroht zu "scheinenden" Empathie.

      Darauf sollte man keine Rücksicht nehmen (und man kann es auch nicht so perfektionisieren, dass sie es nicht wieder missbrauchen könnten), "weil sie Dich aufhalten" ;-) (auch damit) und das kostet Dich Kraft.

      Lieben Gruß
      Rosi

      PS: Danke für das Kompliment :-) ... Leider hab ich nicht immer so viel Zeit ... und nehme mir auch meine Pausen zwischendurch ... also wenn ich temporär immer wieder abtauche ... nicht wundern ;)

      Aber ich schaue regelmäßig hier hinein (und lese Dich ;)), denn Dein Blog ist einfach klasse ... bin gerne hier.

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  3. Hallo Duderich

    Das meiste davon ist ja auch nicht auf Dich bezogen. Es sind viele sich daraus ergebende, allgemeine Gedanken dabei und andere wiederum legen dar, warum ich weder Pessimist noch Optimist sein kann (möglicherweise ein optimistischer Realist *grins*) und wieso ich davon ausgehe, dass sich niemand aufgrund irgend welcher Worte zum Schlafen hinlegt.

    Freue mich darauf, Deine Sicht der Dinge zu lesen :).

    Liebe Grüsse
    Rosi

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