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Dienstag, 4. September 2012

Utopie versus Harndrang

Es war ein kurzer Schrecken damals, aber dieser fuhr uns ganz schön in die Glieder! Sie hatten viele Namen in diesen unstetigen Zeiten dafür: Finanzkrise, Schuldenkrise, Bankenkrise, usw. Es gab unzählige Wortschöpfungen; alle endeten auf Krise. 
2013 ging es dann aber glücklicherweise wieder aufwärts!

Wir alle, die wir am Kapitalismus und am Neoliberalismus (kurz) gezweifelt hatten, wurden eines besseren belehrt. Fragten uns im Nachhinein, wie wir an der Marktgläubigkeit und dem ewigen Wachstum jemals hatten zweifeln können.
Schämten uns.

Denn es funktionierte: Die Sparbemühungen der europäischen Südländer zeigten Früchte - sie sparten sich tatsächlich aus der Krise heraus! Wir Deutschen blieben Exportweltmeister, weil alle, die zum Sparen gezwungen wurden, die sparten, natürlich auch gleichzeitig unsere Produkte kauften.
Der 'Trickle-down-Effekt' trat endlich ein und es vollzog sich eine Umverteilung nach unten, die die unsägliche Ungleichverteilung der Reichtümer dieser Erde kompensierte. Es gab keine Armut mehr. Nur noch Reichtum!

Auch die Natur erholte sich. Die globale Klimaerwärmung erwies sich im Nachhinein als Segen: Die Flora und Fauna regenerierte sich und bot deren Ressourcen im Überfluss an.

Und dann...

wachte ich auf, weil ich pinkeln musste.

Leider bin ich im Jetzt aufgewacht!

Kommentare:

  1. Die Sparbemühungen werden Früchte tragen. Auf so viel Mist muss etwas wachsen. Es wird etwa so laufen. Die südeuropäische Wirtschaft sinkt um 75%. Wenn sie dann wieder wächst, werden es etwas höhere Werte sein. Da der Startwert dann sehr niedrig ist, können sich die neoliberalen feiern und trotzem herrscht Land unter.

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    1. Für die Neos gibt's immer Grund zu feiern, schließlich bestimmen sie die Agenda. Auch gibt es für sie immer Grund Armut und (Lohn-)Bescheidenheit zu predigen. Kein Widerspruch für Jene. WIR müssen widersprechen!

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