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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Neues vom Sprecher der "Christen in der FDP-Bundestagsfraktion"

Abteilung: Kirchlich fundamentierte Toleranz
Man ist ja so manches gewohnt von dem Bullshit-Bingo, welches Politiker-Hohlbirnen so täglich ablassen. Aber selbst dieses Niveau kann noch locker unterboten werden.

Nachfolgend also Gruseliges zu Halloween:

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt hob hervor, dass es in seiner Partei viele bekennende Christen gebe. Er ist Sprecher der Gruppe "Christen in der FDP-Bundestagsfraktion", die sich 2009 gegründet hat. Über 40 der 93 Abgeordneten seiner Partei [also die Minderheit] sind Mitglied in dieser Vereinigung. (...) Zum Thema Toleranz sagt er: "Ich muss wissen, wo mein Stand ist und diesen Glauben auch nach außen vertreten." Wenn die Kirche das Fundament vertrete, dann könnten wir auch tolerant sein. [Häh? Versteht IRGENDEINER meiner Leser diesen geschwurbelten Satz???] Zudem betonte er, dass "90 Prozent der Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, Christen sind." Der FDP-Politiker forderte auf: "Gerade wir als westliche Nationen müssen uns dagegen einsetzen."[Anscheinend mit Waffenexporten und Auslandseinsätzen, wie seinem Abstimmungsverhalten (unten anklicken) zu entnehmen ist]
Quelle: 'Pro' Christliches Medienmagazin          
Hervorhebung und [Einschübe]: Duderich

Sicherlich kein Zufall, dass sich so viele Christen in der FDP tummeln. Wo doch christliche Werte deren Richtung ihrer Politik bestimmen.
Einige, wenige von den 3%, die diese Partei momentan wählen würden, mögen ja vielleicht sogar das glauben.


Kommentare:

  1. Im Übrigen hat er jeweils GEGEN die Abschaffung und die Senkung der Hotelmehrwertsteuer-Reduzierung ('Mövenpick-Steuer') gestimmt.
    ;-)

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  2. Wusste gar nicht, dass es so was gibt. Ist das nicht eigentlich ein Widerspruch in sich?
    Anyway, der Verein überrascht mich immer wieder aufs Neue...

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    1. Tja, man lernt nie aus; ich staunte auch nicht schlecht!

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  3. "Wenn die Kirche das Fundament vertrete, dann könnten wir auch tolerant sein."

    Ich vermute , dahinter steht die althergebrachte Sichtweise bestimmter religiöser Menschen , daß es eigentlich sie selber sind , die die Anders-und Nichtgläubigen tolerieren und sie gnädigerweise gerade nicht der Inquisition zuführen.

    Aus dieser Sicht ist der Satz folgerichtig , wer ein gutes Fundament in seinem Glauben hat , kann auch "Andersartige" besser akzeptieren .

    Interessant , daß sich gerade in der ehedem liberalen FDP ein solches Nichtverständnis säkularen Denkens breitgemacht hat , mir persönlich neu.

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  4. Selbst ein Teil der Grünen wollten doch, das Leute die aus der Kirche austreten eine gesonderte Steuer bezahlen...???
    Die Kirche ist auch nicht mehr, als ein Großkonzern, das sollten wir bei allem nicht vergessen und da liegen sie bei der neoliberalen FDP goldrichtig...;-)

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  5. @Duderich
    Du wirfst eine äusserst interessante Frage auf:

    Sind Menschen, die von sich sagen, keinen Glauben zu haben (z.B. Atheisten oder Agnostiker) Andersdenkenden gegenüber toleranter als Menschen, die in (irgend) einem Glauben verankert sind?

    Ausserdem: Halloween soll auf einen keltischen Ritus (Geistervertreibung) zurückgehen...

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  6. Ich bin auch Atheist und meine Toleranz verhält sich in mittlerweile in argen Grenzen

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    1. Jupp. Das hätte ich geschrieben, wäre ich nicht zu spät dran gewesen ;-)

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