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Sonntag, 16. Dezember 2012

Es weihnachtet sehr...

Abteilung: Glühwein-Rausch

Ich habe viele gehetzte Passanten in den Einkaufsmeilen meiner Stadt gesehen. Was mich aber bestürzt, ist die Tatsache, dass manche ohne volle Einkaufstüten meinen Weg kreuzten...

Ich finde das schon bedenklich! Nicht, dass ich mit dem Finger auf diejenigen zeigen wollte, die sich dem Konsum verweigern wollen, um das Fest der Geburt Jesus Geburt gebührend zu feiern.

Aber, seien wir doch mal ehrlich und realistisch:

Es geht doch nicht um den Jahrestag von Jesus Geburt! So naiv mag doch keiner sein! Es geht um eine volkswirtschaftliche Nachfragespitze, die sich alljährlich wiederholt und wiederholen muß. Geschenke müssen GEKAUFT werden, um die schwindende Binnennachfrage zu stärken!
Wo wäre denn unsere Volkswirtschaft, bitteschön, wenn ein Jeder das Fest  in dem Sinne feiern würde, dessen Geburt gefeiert wird?

Und der Glaube an die Marktwirtschaft ist doch schließlich unser aller WAHRE Glaube, nicht wahr?
Nicht Gott, oder dessen Sohn, sondern der Markt regelt doch schließlich alles!
DIESER gibt doch die Regeln vor, an die wir uns halten, bzw. zu halten haben!
DAS ist es doch, an das wir letztendlich glauben ... und danach leben!
Und DIESER hat doch letztendlich das alleinige Gebot an dass ausnahmslos ALLE sich richten:
Du sollst konsumieren!

Sicherlich würde der Herr Jesus nicht Konsum propagieren, sondern zur konsumistischen Demut aufrufen. Wer diesem Ruf aber folgen würde, trüge seinen Teil dazu bei, marktwirtschaftliche Prinzipien zu verraten!
Wie viele Firmen müssten schließen, wenn der vorweihnachtliche Konsumrausch ausbliebe?
Wie viele Arbeitsplätze würden dadurch zerstört werden?

Bitte, liebe Leser: Kauft, konsumiert und erweitert nötigenfalls dazu Euren Dispo-Rahmen!
Fragt nicht, was die Marktwirtschaft für Euch tun kann; sondern fragt, was Ihr für die Marktwirtschaft tun könnt!

Schenkt keine kapitalistisch unverwertbare Liebe, sondern Produkte, die verifizierbar an ihrem Wert gemessen werden können (und unsere Marktwirtschaft somit am Leben erhalten)!
Es ist doch schließlich nicht so, dass Firmen, wie bspw. Apple nicht Geräte zum Kauf bereitstellen würden, die besinnliche, weihnachtliche Apps zum download bereit hielten!

Und, wer mag denn heutzutage noch so blöde sein, Kekse selber zu backen,  wo sie doch - industriell gefertigt - so viel billiger zu haben sind? Kein Kind in einem vernünftigen Haushalt muss heute noch vom Teigschlecken abgehalten werden!

Enttäuscht nicht Eure Liebsten, mit einem zu preiswerten Geschenk!

Deren Dankbarkeit und die Zukunft unserer Volkswirtschaft steht auf dem Spiel!

Kauft und konsumiert! Auf dass diese Weihnacht eine besonders schöne wird!

Besinnliche Grüße
vom Duderich

Geschenkideen und Tipps sind übrigens HIER zu finden...

Kommentare:

  1. Gut beobachtet. Man könnte die Weihnachtseinkäufe sicher normieren und die dafür anfallenden Kosten als Sondersteuer gestalten. Im Dezember wird einfach ein als Funktion des zu versteuernden Einkommens definierter Betrag einbehalten und nach einem noch zu bestimmenden Schlüssel an die im Weihnachtsgeschäft tätigen Unternehmen ausgeschüttet.

    Im Gegenzug (und um allzuviel Gezeter zu vermeiden) erhält der Steuerzahler gegen Vorlage der entsprechenden, vom Arbeitgeber auszustellenden Bescheinigung, einen ebenfalls vom Gesetzgeber festzulegenden Preisnachlass auf Saisonware. So könnte für die Wirtschaft das Weihnachtsgeschäft nie ganz ausfallen...

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  2. Habe gestern nebenher die Berichterstattung der Nachrichtenkanäle zum Weihnachtsgeschäft Des Deutschen Einzelhandels(tm) vernommen und fühlte mich, ich weiß nicht, warum, eher an Frontberichterstattung erinnert...

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  3. Und es begab sich zu der Zeit....
    Da stellten sich die Menschen Baumleichen in ihre Wohnstuben,
    schnitten Gänsen die Kehle durch und
    brachen Karpfen das Genick.

    Das nannten sie Das Fest der Liebe.

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    1. ... und schenkten sich Produkte, die in ausbeuterischen Produktionsbedingungen hergestellt wurden.

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