Follow by Email

Freitag, 28. Dezember 2012

"Ich will Europa!"

Abteilung: Sensation: 
Philipp Lahm liest Zeitung!
"Wenn ich die Zeitungen aufschlage klingt Europa manchmal, wie ein einziges großes Problem. Als Kapitän weiß ich, dass es manchmal schwer ist eine große Mannschaft mit unterschiedlichen Spielertypen zusammen zu halten, die Schwächen auszugleichen  und die Stärken richtig einzusetzen. Aber ich weiß auch das es funktionieren kann - und dass ein Team immer stärker ist, als ein Einzelkämpfer.
>Ich will Europa!<"

Man ist ja einiges gewohnt, an hanebüchenem Unsinn, der täglich über einen hereinbricht. Aber manches davon ist so absurd, dass es selbst aus dem alltäglichen Bullshit heraussticht.

Da schwadroniert also in einem Werbespot Philipp Lahm über Europa. Zieht Vergleiche zum Fußball, was in die hochgeistige Erkenntnis mündet, "... dass ein Team immer stärker ist, als ein Einzelkämpfer." Wer jetzt der 'Teamplayer' (Deutschland etwa?) ist, und wer der 'Einzelkämpfer' in Europa, bleibt aber leider Spekulationsmasse.
Und dann der Schlusssatz: Ich will Europa!
Häh? Sicher, ich will auch Europa. Dies ist schließlich der Kontinent in dem ich lebe. Aber was soll die Bekenntnis zu einem Kontinent? Oder kennt er nicht den Unterschied zu Europa und der EU? Wenn er sich also zur Währungsunion bekennen will, wieso sagt er dann nicht: Ich will die EU? Klingt nicht so gut?

Und selbst, wenn er das Pferd beim Namen genannt hätte:
Wen, bitteschön interessiert die Meinung von Phillip Lahm zu Europa / respektive der EU?
Bayern München-Fans?

Nachtrag: Natürlich hat sich Philipp Lahm diesen Schwachfug nicht selbst ausgedacht.
Er ist Sprechpuppe für diese Initiative.
Schirmherr ist übrigens der Pfaffe Gauck und wer zu viel Zeit hat, kann sich auch das Grußwort von das Merkel (ausgerechnet!) reinziehen.

So sollen also die EU-Bürger für die europäische Fiskalpolitik begeistert werden. Realsatire at its best.
Erst "Du bist Deutschland" jetzt "Ich will Europa"
Den Spin-Doktoren ist anscheinend nichts zu blöd, was sich in drei Wörter hineinpressen lässt.

Ich übrigens will weder Gauck's, Merkel's noch Lahm's Europa. Ich will das Europa der europäischen Bürger.
Ich will kein Europa, in dem bitterste Armut, steigende Selbstmordraten und zunehmende Zukunftsangst politisch in Kauf genommen werden.
Dies will ich natürlich auch nicht für andere Kontinente...

Update: (Danke, @der  Herr Karl!)
Initiatoren dieser Initiative sind folgende Stiftungen (Lobbyorganisationen) in alphabetischer Reihenfolge:
  • Allianz Kulturstiftung
  • Bertelsmann Stiftung
  • BMW Stiftung Herbert Quandt 
  • Robert Bosch Stiftung
  • Gemeinnützige Hertie Stiftung
  • Schering Stiftung 
  • Schwarzkopf Stiftung "Junges Europa"
  • Stiftung Genshagen
  • Stiftung Mercator 
  • Stiftung Zukunft Berlin
  • VolkswagenStiftung

Kommentare:

  1. "politisch in Kauf genommen werden"
    Anstelle dieser deutlich zu milden Formulierung hast Du an anderer Stelle schon deutlich schärfer und damit besser formuliert.
    Und genau, auch ich will nicht "deren" Europa oder "deren" andere Kontinente.

    Beste Wünsche - auch zum Jahreswechsel!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Ex-Vermieter:
      Ich empfinde Deine Kritik als ein wenig punktuell - gelobe aber Besserung. 'Politisch initiiert' wäre vielleicht treffender gewesen, aber es ist wirklich schwierig meine Wut in adäquate Wörter auszudrücken. Über die EU-Politik habe ich mich ja öfter schon mal ausgelassen - hier ging es mir mehr um Meinungsmanipulation auf niedrigsten Niveau.

      Auch Dir beste Wünsche - und einen guten Rutsch

      Löschen
  2. Interessant ist, dass in solchen Clips fast immer Leute zu Wort kommen, die außer ihrer sportlichen oder schauspielerischen Leistung, wenn man das überhaupt als solche anerkennen sollte, nichts aber auch gar nichts in ihrem Leben zum Wohle des Volkes beigetragen haben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ... und oft noch Ihre immense Kohle in Steuerparadiese verschieben.. Bei Lahm weiß ich dass nicht aber Beispiele gibt es genug...

      Löschen
  3. ich will keine lanze für Philipp Lahm brechen, aber an wen richtet sich so ein spot denn?

    doch nicht an uns. er richtet sich an ein total entpolitisiertes, junges publikum, das "Europa" jetzt nach 5 jahren dauerkrise tatsächlich nur noch negativ wahrnimmt.

    ich spreche von menschen mittlerer und gehobener bildung, denen (wie ich mich diese woche in gesprächen selbst überzeugen durfte) namen wie Steinbrück, Gabriel, Trittin nichts sagen. von Wagenknecht oder Lafontaine gar nicht zu sprechen.
    ihnen sagen eben nur sog. "promis" etwas. und in diesem bereich ist Lahm eindeutig eher unter den seriösen einzuordnen (etwa verglichen mit dem grenzdebilen, braunen geseihere, das ich zb Til Schweiger bereits in talkshows habe von sich geben hören)

    wir haben es mit einer generation zu tun, die stolz kundtut, sie würde sich nicht für politik "und sowas" interessieren und gar nicht merkt, dass sie damit das interesse an ihrem eigenen leben und ihrer eigenen zukunft aufgibt.

    die entwicklung dahin ist natürlich gelenkt und muß dringend korrigiert werden. aber bis es soweit ist, ist vielleicht eine rein emotionale ansprache, die das europäische objekt in ein etwas wärmeres licht taucht, die einzige möglichkeit, überhaupt in die mehrheit jugendlicher köpfe zu gelangen.

    insofern finde ich einen solchen werbespot eher dezent positiv.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich fühle bei dem Spot eher Vernebelung; irgend etwas, z.B. die Verlagerung von Bankschulden auf die europäischen Steuerzahler (mit weitgehender Verschonung höherer Einkommen) soll hinter dem Wort Europa versteckt werden, welches durch die Erwähnung von Teamstärke aufgewertet wird.
      Europa ist und bleibt vage, damit verbunden wird ein positives Gefühl ==> alles ist gut, Mutti macht das schon. Z.B. Finanztransaktionssteuer, halbherzig angegangen, wahrscheinlich weil zumindest einige mit Sachverstand ausgestattet sind und wissen, dass das ein Rohrkrepierer wird; statt dessen wäre nötig, an Gewinne aus Finanzgeschäften 'ranzugehen.

      Löschen
    2. @Don
      Kurzer Einschub:
      Ich arbeite im Bilungsbereich mit Auszubildenden zusammen. Da werde ich wirklich krass mit dem Desinteresse am politischen Geschehen konfrontiert. Die meisten jungen Menschen wissen nicht, wer in der Regierung ist, was unser Regierungssystem ist, usw..
      Krasses Beispiel: Eine Teilnehmerin antwortete auf meine Frage, wer in der Regierung sei: CDU und DDR. Ich schaute in ihre Akte und sie hatte eine zwei in Sozialkunde auf dem Hauptschulabschlusszeugnis...

      Dass Du den Werbespot dezent positiv findest kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Diese ganze Initiative ist eine einzige Nebelkerze, damit wir ruhig gestellt werden, wenn immer weitere Kosten für den einfachen Steuerzahler entstehen.
      Da fühlt man sich nur noch verarscht und für dumm verkauft, und dass auf niedrigsten Niveau.

      Grüße, Dude

      Löschen
    3. @Publicviewer:

      Manchmal glaube ich, dass die lieber dass System gegen die Wand fahren, als Reichtum umzuschichten (diesmal in anderer Richtung).
      Wahrscheinlich glauben sie, auf den Ruinen eine neue Diktatur aufbauen zu können...

      Löschen
    4. Das glaube ich nicht nur "manchmal" mein Freund...
      Die möchten vorher nur noch die rechtlichen Grundlagen für eine Diktatur zu schaffen.
      "NIEMALS", wird die herrschende Klasse ihren Reichtum aufgeben wollen.
      Wer das annimmt, ist ein hoffnungloser Träumer...

      Löschen
    5. Ich schätze, Euer beider Glaube liegt ganz ganz nah an der Wahrheit!

      Löschen
  4. "Die europäische Schuldenkrise ist nicht nur eine Krise des europäischen Finanzsystems, sondern eine Krise der europäischen Idee. Dabei bringt Europa für Deutschland bedeutende Vorteile. Die Initiative „Ich will Europa“ will deshalb die Aufmerksamkeit auf diese Vorteile, auf das bereits Erreichte, die beachtlichen Erfolge sowie auf die Zukunft Europas lenken.
    „Ich will Europa“ ist eine Initiative der Engagierten Europäer. Dahinter steht eine Gruppe von elf deutschen Stiftungen, die sich für ein starkes Europa einsetzen: Allianz Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, BMW Stiftung Herbert Quandt, Robert Bosch Stiftung, Gemeinnützige Hertie Stiftung, Schering Stiftung, Schwarzkopf Stiftung "Junges Europa", Stiftung Genshagen, Stiftung Mercator, Stiftung Zukunft Berlin, VolkswagenStiftung."

    Die Herren stiften ein wenig Farbe und Tapete, um seinem Pöbel ein marode gewordenes Haus aufzuhübschen.
    Ich kann das Wort "Stiftungen" nicht mehr hören...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @der Herr Karl:

      Irgendwie wäre ich jetzt von Glauben abgefallen, wenn die Bertelsmannstiftung nicht dabei gewesen wäre.

      An diesen beteiligten Stiftungen kann man gut erkennen, wo die Reise bei der Initiative hin gehen soll...

      Danke für die Recherche!

      Gruß, Dude

      Löschen
    2. @Duderich
      Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, ich bin nur deinem Link ("diese Initiative") gefolgt.

      Löschen
    3. @Der Herr Karl:
      Schon klar, aber ich war offensichtlich zu faul dazu, bzw. zu angeekelt weiter in die Tiefen dieser Propaganda vorzudringen.
      Ich denke, es ist wichtig, zu wissen, welche Geld-Macht hinter diesem Projekt steht - auch um sie besser zu verorten/deren ideelle Richtung einzuschätzen.
      Hast also mit Deiner Recherche (so gering der Aufwand auch sein gewesen mag) eine Lücke meines Beitrages geschlossen...

      Löschen
  5. @ Dude:

    man sollte - finde ich - auf zwei ebenen argumentieren:

    ich denke wir sind uns einig, dass "Europa" prinzipiell eine gute (beinahe hätte ich alternativlose) idee ist, die jahrtausende des blutigen gemetzels unter den völkern ablösen muß(te).

    demgegenüber steht das machtvehikel EU in seiner heutigen ausprägung. geschaffen und erhalten, um die neoliberale umverteilungspolitik in ganz Europa zu festigen.

    für einen politisch komplett ungebildeten menschen ist es aber sehr schwierig zu verstehen, warum man das letztere kritisiert, aber ersteres trotzdem will.

    also nochmal: ich lehne die (eigentlichen)ziele und die initiatoren dieses spotts rundheraus ab, glaube aber, dass eine emotionale positiv-stimmung für Europa wichtig wäre, weil die gefahr des egoistischen nationalismus sonst wieder sehr groß wird.

    insofern bleibe ich bzgl. des spots geteilter meinung.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich gebe Dir fast in allen Punkten recht. Mein Problem ist, dass HIER eben nicht für die europäische Idee (z.B. Solidarität mit Griechenland, Spanien, usw.) geworben wird, sondern für ein 'Weiter so' des Transfers von Reich zu Arm.
      Dieser Spot (und deren Initiative) steht für eine bewusste Irreführung und der mutwilligen Verschwurbelung der Begriffe 'Europa' und 'EU'. Weitergedacht soll nämlich suggeriert werden, dass, wer für Europa ist, auch für die EU (und deren Verarmungspolitik, Wettbewerbsgläubigkeit, Konkurrenz-denken der europäischen Volkswirtschaften, usw.) sein muss.

      Ich kann nicht glauben, dass diese Propaganda bei jungen Menschen der Willensbildung dienen soll oder (als Nebenwirkung) kann.

      Aber gut, ist ja auch mal erfrischend (in diesem Punkt) nicht einer Meinung zu sein.

      Liebe Grüße
      Dude

      Löschen
    2. Sehr gut dargestellt...:-))
      Ich bin übrigens ganz klar gegen ein starkes Europa und gegen jede zu große Organisation, weil es einfach nicht funktioniert, nie funktioniert hat und nicht funktionieren kann.
      Ich bin für kleine überschaubare, regionale Gemeinschaften mit eigener Währung und möglichst autarkem Wirtschaftssystem, bei anzustrebener Reduzierung der Bevölkerung.

      Löschen
    3. @Publicviewer:
      Sehe ich genauso wie Du!

      Hier ein sehr lesenswerter Beitrag zu Mikrogesellschaften von der auch sonst sehr empfehlenswerten Seite von Heinz Sauren. Dessen Auswurf ist zwar quantitativ ein wenig gering, dafür aber um so gehaltvoller:

      http://heinzsauren.wordpress.com/2012/09/26/mikrogesellschaften/

      @All:
      Meinte natürlich im Kommentar von 16:38 'Transfer von Arm zu Reich'.
      Tja, nicht nur ihr vermisst manchmal die Edit-Funktion im Kommentarbereich...

      Löschen
    4. @Don
      "ich denke wir sind uns einig, dass "Europa" prinzipiell eine gute (beinahe hätte ich alternativlose) idee ist, die jahrtausende des blutigen gemetzels unter den völkern ablösen muß(te)."

      daß die Leute nach 1./2. WK die Schnauze voll hatten und einen Ausweg suchten, ist verständlich...
      und weil 2 Staaten sich nicht mehr bekämpfen können, wenn man sie vereint, brauchen wir unbedingt ein vereintes Europa..

      1.) stimmt das aber nur auf den ersten Blick - allein das Merkel "eine gem. Währung" mit Frieden gleichsetzt ist schon ziemlich dreist - siehe Jugoslawien, Ruanda, etc...
      2.) heißt "kein Krieg" noch lange nicht "kein Leid" (und darum gings ja wohl beim Wunsch nach Frieden) - statt in D hätte Hitler genauso in einem "Friedens-sichernden" Superstaat an die Macht kommen können - hätte vermutlich den 2.WK verhindert, aber ob das so viel besser gewesen wäre...

      daß "eine emotionale positiv-stimmung für Europa wichtig wäre" meine ich auch - aber was bringt das, wenn die "Wir (Deutsche) gegen Frankreich"-Stimmung des 19. Jhdts gegen ein "Wir gegen China...Indien...whatever" getauscht wird... (das einzige was ein US Europa MMN in der Hinsicht bewirken könnte)

      und wenn man z.B. Ausländerfeindlichkeit nicht innerhalb D's in den Griff bekommt - warum sollte das in einem US EU anders sein?

      mal davon abgesehn, daß für die Initiatoren dieses Maastricht-Europas "Frieden" sowieso nicht mehr auf dem Plan steht -
      haben die meisten Befürworter eines vereinten Europas i.d. Bevölkerung im Ansatz wohl schon gut gemeinte Ziele...
      nur daß ein Superstaat MMN ganz woanders hin führt.

      Löschen
  6. Lahm als Werbefigur ist folgerichtig.
    Als sowas wie der Chefintrigant der Nationalmannschaft steht er stellvertretend für einen Typus , der in vielen Bereichen um sich gegriffen hat - vornerum nett reden , hintenrum einen Tritt verpassen.

    Lahm ist auch einer von denen , die sich nur dann in diesem Sinne öffentlich äußern , wenn sie Deckung von "oben" haben , im Nationalteam wird er von Löw gedeckt , in diesem Fall weiß er eine vermeintlich starke Stiftung hinter sich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich glaube eher, der weiß gar nicht was er da redet und wofür er eintritt - dass ist ihm auch egal.

      Die haben einen Haufen Kohle auf den Tisch gelegt und er hat halt das nachgeseiert, was ihm in's Mietmaul gelegt wurde...

      Löschen
    2. Kann sein , vielleicht traue ich ihm zuviel zu...

      Löschen
  7. Die Anhänger des Staatsgedankens, des Gegenwarts- wie des Zukunftsstaates, erleben zurzeit herbe Enttäuschungen. Eine natürliche Folge davon ist, dass vielen, die sich nie Gedanken über den Inhalt des Staatsbegriffes gemacht hatten, der Staat nun zu einer Frage geworden ist. Und auf der Suche nach einer Antwort beginnen sie den Staat in seinen einzelnen Funktionen zu zerlegen und zu untersuchen. Das Ergebnis solcher Arbeit wirkt dann immer recht ernüchternd, indem der Staat sich dann als eine einfache Organisation zur Sicherung gesellschaftlicher Gewaltzustände entpuppt, genetisch hervorgegangen aus Schwächegefühlen der herrschenden Gesellschaft. Nichts Großes findet man im Staatsgedanken, nichts, was moralische Kräfte ruft, dafür aber vieles, was solche Kräfte abstößt und zerstört. Und nach solchem Einblick hat man gewöhnlich genug und lässt den oft lange, liebevoll gepflegten Staatsgedanken fallen, um dann vor der neuen Frage zu stehen: Ist Akratie möglich?

    In der vorliegenden Schrift wird diese Frage bejaht. Die Anarchisten hatten sie ja schon immer bejaht. Da sie aber für die anarchische Gesellschaftsordnung, wie sie sich die Anarchisten vorzustellen pflegen, mit einer großen Mehrheit weitblickender Menschen rechnen müssen, indem hier sehr hoch auf altruistischen Grundmauern gebaut wird, konnte die Anarchie keinen Glauben bei all denen finden, die nüchternen Sinnes die Menschen in ihren Haupttrieben beobachten.

    Die Natürliche Wirtschaftsordnung, wie ich sie als Voraussetzung für den Abbau des Staates fordere, stellt für ihren Bestand keine neuen Forderungen an den Menschen. Sie ist vollkommen unabhängig von der kulturellen Entwicklung der Völker. Sie nimmt die Menschen so, wie sie durch den langen kapitalistischen Auslesevorgang gezüchtet wurden, vertrackt, geschändet, heruntergewirtschaftet. Freilich, nach dem Satz, dass Mensch und Umwelt sich wechselseitig beeinflussen, wird der Mensch durch die von ihm zu schaffende Natürliche Wirtschaftsordnung selber wieder in hohem Grade umgestaltet werden; aber zum Bestand der akratischen Ordnung ist es nicht nötig, dass solche Umgestaltung des gestaltenden Menschen vorhergehe.

    Der Abbau des Staates

    AntwortenLöschen
  8. um zu begreifen, wer von einem US Europa profitiert, reicht die Liste der Kampagnen-Initiatoren völlig...

    mehr gibt's da nicht zu sage

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.