Follow by Email

Dienstag, 29. Januar 2013

Brüderle und Schwesterle

Abteilung: Anti-feministischer Bullshit

Endlich ist Brüderle zu was gut!
Nicht nur, um wie zuvor, die negativen Langzeitwirkungen von überbordenden Weinkonsum zu demonstrieren.

Nein, viel wichtiger:
Selbst die dümmste Anmache, die wir (Männer) selbst mal im Suff als geistreich hielten (hier spricht ein Sündiger), wirken im Vergleich zu Brüderle wie romantische Feingeistigkeiten.
Durch die eigene Sozialisation wurde einem früh gewahr, dass die amtliche Bescheinigung einer begehrenswerten Frau gegenüber, dass sie einen hohen zu verfeuernden Brennwert vor dem Blockhaus - kurz: 'Viel Holz vor der Hütt'n hat' eher kontraproduktiv ist.
Mag man den Busen der Verehrten auch noch so attraktiv finden, man beschränkt sich dann doch lieber auf die Augen, auf die Anmut, auf das Wesen der Angebeteten.
Und das ist auch verdammt gut so!
Niveau ist schließlich keine Hautcreme (haha!) und es macht ja den Reiz des Flirtens aus, dass man sexuelles Begehren nicht plump verpackt, sondern versucht, dieses in schöne Worte zu verkleiden.
Dies gehört zum 'Spiel' und dieses Spiel ist sehr reizvoll. Beiderseitig!

Andererseits habe ich bislang keinen Mann getroffen, der sich als Sexualobjekt missbraucht fühlte, wenn man ihm von weiblicher Seite einen 'Knackarsch' bescheinigt hätte...

Und es ist ja auch nicht so, dass Macht, Einfluss und Vermögen keinen Einfluss auf die Partnerwahl des weiblichen Geschlechts ausüben würde.

Heute bspw. kolportierte unsere Lieblingspostille des 'kleinen Mannes' dass Desiree Nosbusch in Dieter Zetsche ihre 'neue Liebe' gefunden hätte.
Wie romantisch: Geldadel trifft Schönheit!
Mir persönlich drängt sich da doch die Frage auf, ob sie diesen uncharismatischen Kerl mit Seehund-Bart auch erwählt hätte, wenn er bspw. Gas-Wasser-(Scheiße)-Installateur (nichts gegen diesen ehrenwerten Berufsstand!) wäre. Oder gar - Gott bewahre - Hartz IV-Empfänger?
Nein, die romantische Liebe findet, medial begleitet, in Königshäusern statt - unter Reichen und Vermögenden!
Keine Love-Story unter Sozialleistungsempfängern wird medial aufbereitet. Wen interessiert es auch, eine Liebesbeziehung, die sich keinen gemeinsamen Kino-Besuch leisten kann?
Egal welche Gefühle sich da entgegenschlagen:
Medial nicht verwertwertbar: Gemeinsames Mittag-Essen bei der Tafel? Muahaha.
Dann lieber Zesche und Nosbuch. Hat ja so ein bisschen den Sissi-Faktor. Wahre Gefühle interessieren nicht - solange sie nicht mit Kaufkraft unterspeist sind.
Selbst die Romantik, die Liebe wird mittlerweile kapitalistischen Kriterien unterworfen:
Reichtum, Adel und Einfluss ist romantisch - ohne dass dies Jemand kritisch hinterfragt.
Eure Romantk - ihr Gleichgeschalteten - bedeutet mir nichts!

Ihr könnt diese Romantik ausleben, auf Seidenbettwäsche.
Ich könnt von Romantik und Liebe träumen und dafür bezahlt ihr Eure Mätressen.
Und genau hier beginnt die weibliche Verantwortung an den bestehenden Zuständen:
Wo kein Bedarf, dort auch keine Nachfrage.

Wird da nicht einem gut gefüllten Bankkonto nicht einem gut gefüllten Trachtenkleid (Dirndl) gleichgesetzt?
Ist das nicht auch(!) ein Stück Sexismus?
Wenn 'nein', warum dann trotzdem 'ja'???
Diese Gedanken sind selbstverständlich frauenfeindlich - zum Glück habe ich wenig weibliches Publikum...

Kommen wir (endlich) auf die politische Dimension zurück:
Ich hoffehoffehoffe, dass die FDP endlich den Status erhält, den sie verdient hat. Dass sie in der Bundestagswahl die 5%-Hürde nicht überspringen kann. Es gibt unzählige Argumente, die man dieser menschen-verachtenden Partei entgegensetzen kann.
Wer da einen angesäuselten Brüderle braucht, der in seinem Gebaren in den 70ern stehen geblieben ist, der denkt nicht politisch, sondern will das Stammtisch-Niveau bedienen.

Sicherlich ist unter- und oberschwelliger Sexismus ein gesellschaftliches Thema.
Ich aber, werde das Gefühl nicht los, dass die Auseinandersetzung damit nicht wirklich ernsthaft betrieben wird.
Der Sexismus Frauen gegenüber wird auch weiterhin bestehen - eine wirklich ernsthafte Auseinandersetzung damit sehe ich nicht.
Gerade diese, medial gespeisten und kolportierten Aufhänger, lenken die Auseinandersetzung von den gesellschaftlichen Wurzeln des Sexismus ab.
Sexistische Unterdrückung der Frauen wird auch lange nach Brüderle und der FDP weiterbestehen.

Keine Frauen- (neudeutsch: Gender-) Quote wird dies verändern.
Sexismus hat ihren Ursprung in der angelernten, sozialisierten Rollenverteilung der Geschlechter.
Ein wichtiger Schritt wäre hier aber auch, dass die weibliche Seite - auch wenn sie die meinungsmachende Minorität darstellt - eine Mitverantwortung einräumt.

Ich will hier wirklich (ganz ernst gemeint) keine Opfer zu Tätern machen!
Ich weiß, dass es eine 'Men's-World' ist, in der wir leben.
Aber auch Frauen verfestigen bestehende Zustände und können sollten die Verantwortung für den bestehenden Sexismus nicht alleine männliche Schultern tragen lassen.

Es wäre der Sache förderlicher, wenn von weiblicher Seite nicht nur der Zeigefinger entgegengestreckt würde - sondern die ganze offene Hand.

Der Weg in eine gemeinsame und gerechte Zukunft kann nur in Einklang geschehen.
Kein Mann würde die 'Weiblichkeit' als überflüssig betrachten.

Ich selbst bin bereit, eine wirkliche Gleichberechtigung anzustreben.
Aber dazu gehört auch, Sexismus als nicht ausschließlich männliche Attitüde zu betrachten...



Grüße vom Duderich
der sich, sich selbst überraschend, auf das Minenfeld der Gender-Frage begeben hat.
Seid gnädig in den Reaktionen!

War ein Scherz!
Tretet mir in den (Knack-)Arsch!!! :-P
Tut aber nur weh, wenn argumentativ begründet!

Eure Duderine

Fliegende Bretter (Inspiration für diesen Post): 'Seltener Troll'
Telepolis: 'Ist das peinlich!'
Satirische Ausführungen vom Postillion dazu

Abschließend die Verlinkung zu einem Text von Birgit Kelle (danke, Ano12), der sicherlich vielen Männern aus der Seele sprechen wird. So war es zumindest bei mir...


Kommentare:

  1. Na, dann bin ich mal die Erste.

    Das Ganze als Mann- Frau Problem abzutun wird der Sache nicht gerecht.
    Eigentlich geht es um Machtgefälle und deren Ausnutzung. Wären das Geschlechterverhältnis umgekehrt, wäre es wohl auch nicht anders.

    Und was mich angeht: mir geht es um ein Umdenken, mehr Zivilcourage, um Sensibilität und nicht zuletzt darum, die Anliegen anderer ernst zu nehmen. Das letzte, was ein- ich nenne es jetzt mal Mobbing-Opfer- braucht ist ein spruch a la:" Stell Dich doch nicht so an, dann brauchst Du halt ein dickeres Fell!"
    Anders ausgedrückt: bei einem Opfer körperlicher Gewalt käme auch kaum jemand auf die Idee zu sagen: dann leg' dir halt mehr Hornhaut zu, dann tut es auch nicht weh!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin wirklich interessiert und gespannt:
      Ist jetzt Brüderle das Opfer, oder die Journalistin, oder die meinungsmanipulierte Gesellschaft deren Anliegen auf Gleichstellung auf 'Nebenkriegsschauplätze' verlagert wird?

      Löschen
    2. Ich bin ganz monebenis Meinung.
      Brüderle mag tatsächlich nur geflirtet haben. Das kann ich nicht beurteilen. Dass die Journalistin ein Jahr gewartet hat, sich darüber zu mockieren macht es nicht leicht, diesen "Fall" halbwegs objektiv zu bewerten.
      In ähnlich gelagerten Fällen sehe ich aber schon, dass sich ein Verhalten a la Brüderle in einem Graubereich befindet.

      Gruss vom Lautenist

      Löschen
  2. Meinst Du nicht, dass sich die ganze Kiste inzwischen von der Person Brüderle gelöst hat?
    Das Wort Opfer ist unpassend, ich hab es nur gebraucht weil mir kein besseres einfiel. Unpassend weil passiv.
    Im "Fall" Brüderle gibt es tatsächlich viel positives zu berichten. Jemand hat eingegriffen und ihn damit von weiteren Entgleisungen abgehalten und dieser jemand war eine Frau. Punkt 1 kommt selten vor, Punkt 2 leider noch viel seltener.
    Und genau darum finde ich den #Aufschrei richtig und wichtig. Es geht um Sensibilisierung, darum, einen Sachverhalt überhaupt erst einmal bewußt zu machen und darum, Menschen mit ihren Gefühlen ernst zu nehmen.

    Ist sexuelle Belästigung- ganz allgemein und nicht nur in der Politik- ein Nebenkriegsschauplatz für Dich?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. sexuelle Belästigung ist meiner Meinung nach ein Problem, das viel mit der Gesellschaft und Erziehung zu tun hat.
      #Aufschrei war mir "zu amerikanisch": Etwas eigentlich sehr Privates öffentlich zu machen ist nicht jedermans Sache und mir kommt es oft so vor als gelte "wer am lautesten schreit wird Recht bekommen".
      Es ist durchaus okay, auf das Problem aufmerksam zu machen - nur, damit wir uns nicht falsch verstehen! - aber die Form gefällt mir persönlich nicht. Sie trägt zu einer Verflachung der Diskussion bei. Denn eigentlich ist der Fakt an sich vollkommen unstrittig. Es gibt Diskriminierung - sexueller, wirtschaftlicher, religiöser [, ...] Art. Wäre es nicht richtiger und wichtiger, die Ursachen zu finden und zu bekämpfen?

      Gruss vom
      Lautenist

      Löschen
    2. "Ist sexuelle Belästigung- ganz allgemein und nicht nur in der Politik- ein Nebenkriegsschauplatz für Dich?"

      Schwierig zu beantwortende Frage. Zumal auch die Grenzen der sexuellen Belästigung fließend sind. Die Grenzen zieht hier der (oder meistens, die) Angesprochene. Man sollte frühzeitig und deutlich signalisieren, dass entspechende Avancen unerwünscht und zu hinterlassen sind.

      Ich selbst gebe mir Mühe durch mein Verhalten und meine Äußerungen Niemanden zu belästigen - ob nun sexuell oder anders.

      Letztendlich ist es eine Frage des Respekts dem anderen Gegenüber.

      Dass sexuelle Belästigung (durch gegebenen Anlass) nun breit thematisiert wird, finde ich eigentlich gut und richtig.
      Die Causa Brüderle verniedlicht aber meines Erachtens die Thematik, da hier kein Abhängigkeitsverhältnis vorlag und auch keine körperlichen Annäherungsversuche.

      Unter sexueller Belästigung verstehe ich etwas anderes als im Fall Brüderle. Hier würde ich mehr einen missglückten, alkoholgeschwängerten Annäherungsversuch sehen, der auf ein überholtes Frauenbild basiert.

      Hoffe, die Fragen damit beantwortet zu haben.

      Grüße,
      Duderich

      Löschen
  3. ein sehr heikles thema, weil immer mit viel emotion befrachtet und rein rational kaum fassbar.

    zwei spontane gedanken:

    1. was sagt es über einen ältlichen, durchaus nicht attraktiven und wenig charismatischen mann aus, wenn er offensichtlich davon überzeugt ist (zumindest soweit im wein wahrheit liegt), er könnte auf eine deutlich jüngere, attraktive, intelligente frau in irgendeiner form sexuell anziehend wirken?
    das ist ein solch ausgewachsenes maß an hybris und falscher selbsteinschätzung, dass mir jetzt gleich noch mehr angst wird, wenn ich an den herbst und die möglichkeit denke, dass dieser mann wieder ein ministeramt bekleiden könnte.

    2. eine ernstgemeinte frage an die damen: was genau bezwecken frauen, wenn sie etwa im hautengen, weit ausgeschnittenen mini-dirndl zu einer veranstaltung wie dem Münchner oktoberfest gehen, bei dem die zu erwartende durchschnittliche alkoholisierung der männlichen besucher nun wirklich kein geheimnis ist?

    soll das ein test sein? ein test dafür, in wie weit die kulturelle sublimierung der triebe auch unter alkoholeinfluss funktioniert? ein feldversuch zur bestätigung oder eben widerlegung Freuds?

    und nun die provokation: was genau würde passieren, wenn die besoffene herde testosteron-gesteuerter primaten das zur schau gestellte einfach links liegen ließe? wenn die herren sich trotz des ganzen üppigen fleisches lieber weiter über die ps-zahlen ihres neuwagens oder das letzte ergebnis vom FC Hinterhugelharting gegen den TSV Vorderwimpissing unterhalten würden?

    welche psychischen folgen hätte das?

    anders gesagt: was genau, meine damen, hätten sie gerne? wie soll man(n) sich verhalten? woher kommt es, dass die größten chauvis nach wie vor sexuell erfolgreicher sind, als der berühmte nette schwiegersohn?

    ich gebe Dude völlig recht. es ist ein thema, bei dem beide seiten intensiv über ihre angeborenen bzw. sozialisierten verhaltensweisen nachdenken sollten.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "eine ernstgemeinte frage an die damen: was genau bezwecken frauen, wenn sie etwa im hautengen, weit ausgeschnittenen mini-dirndl zu einer veranstaltung wie dem Münchner oktoberfest gehen, bei dem die zu erwartende durchschnittliche alkoholisierung der männlichen besucher nun wirklich kein geheimnis ist?"

      Diese Frage ist verräterisch, finde ich. Wieso kommt mann nicht auf die Idee, dass frau sich einfach für sich selbst hübsch macht? Wieso wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass frau sich ausschließlich für die Männerwelt zurechtmacht? Soll jede Frau, die nicht angemacht werden will, in Sack und Asche gehen? Was alles darf Alkoholgenuss eigentlich legitimieren? Heißt es nicht, Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit? Ich finde es ziemlich armselig, wenn Männer sich als "Opfer" attraktiver Frauen empfinden, weil sie ihnen, so sind Männer nunmal?, nicht "widerstehen" können. Frau wird damit doch quasi unterstellt, dass sie nichts anderes im Sinn habe, als Männer zu verführen und Männern nichts anderes, als um die attraktivste Frau buhlen zu müssen?
      Vielleicht sollte man gelegentlich doch mal die Perspektive wechseln.

      Was die Debatte angeht, das ist meiner Meinung nach tatsächlich ein Nebenkriegsschauplatz. Damit wird nichts anderes getan, als abzulenken und die Geschlechter auseinander zu dividieren. Wer gegeneinander kämpft, wird sich nicht solidarisieren.

      Liebe Grüße

      Cora


      Löschen
    2. @Don: ich kanns Dir nicht beantworten, weil ich
      a) noch nie auf dem Oktoberfest war und das auch gar nicht möchte und
      b) keine Mini- Dirndl etc anziehe

      Aber tatsächlich, meist machen Frauen sich "hübsch", weil sie es wollen, weil sie sich so wohlfühlen etc. Du wärest erstaunt, wie aufgeschneckt viele gerade auf reinen Frauenfeten sind :-) Es tut mir natürlich leid, manch einem jetzt die Illusion zu nehmen, dass es bei Kosmetik und Kleidung etc. nur darum geht dem anderen Geschlecht zu gefallen.

      Zur Provokation: na und? Spätestens wenn der jeweilige lebenspartner gefunden ist, tun viele doch genau das: sich für ihre eigenen Dinge interessieren, statt dem Partner oder der Partnerin Beachtung zu schenken. So what?

      @Cora: Tja, genau das ist das Missverständnis. Es geht mal nicht um den "Kampf der Geschlechter", um teilen und herrschen, sondern um die Auswirkungen von Machtgefällen, um Achtung und Respekt. Das hat nur mittelbar mit Geschlecht zu tun, was daran liegt, dass die Machtverhältnisse noch so sind wie sie eben sind. Wenn sich das aber ändert, also wenn nicht zwangsläufig das männliche Geschlecht auch in der eher gehobenen Position sitzt, kann sich auch das Verhalten dem anderen gegenüber ändern....- zumindest hoffe ich das :-)

      Löschen
  4. Der Kollateralnutzen für die FDP, man bleibt im Gespräch, die ältere konservative Wählerschaft „verbrüderlet“ sich mit mit dem Gescholtenen und die FDP kommt aus dem Umfragetief.
    Das Thema ist nicht unwichtig, aber merkt Ihr denn alle nicht, dass die Medien Euch am Nasenring durch die Ablenkmanege ziehen?
    Was kommt als Nächstes, Überschwemmungen am Rhein, Finanzmarktkrise allgemein zum tausendsten, Griechenland zum 44igsten, ..., oder doch lieber die Herabsetzung der Entscheidungsgrenze zum Einsatz der Bundeswehr im Ausland?
    Auf diesen Skandalfilm hatte ich an anderer Stelle schon hingewiesen.
    Wer denkt da nicht an einen schnelle Ritt durch Mali?
    Dass die Reichskriegsflagge ab dem 31.01. wieder stolz auf deutschen Leinwänden weht, ist offensichtlich kein Kollateralschaden.
    Aber wir streiten uns, ob es zeitgerecht ist einer Frau die Tür aufzuhalten. Ich mache es, aber nicht nur für Frauen. ;-)

    AntwortenLöschen
  5. Neoliberaler Feminismus

    Die Story gibt Auskunft über die Geschlechterbeziehung in Deutschland 2013.

    Die Männer durchschauen nicht, wie sie in dieser Gesellschaft mit frauendominierter Erziehung zu Losern gemacht werden, die Selbstinterpretation der Frauen hinsichtlich ihres Verhaltens ist selbstgerecht, verlogen und sexualfeindlich.

    Man könnte sagen, die deutschen Frauen und Männer werden immer "amerikanischer".

    Gruss

    Ano12

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Echt? Frauendominierte Erziehung? Was ist frauendominiert an einer Erziehung, die alle Gesellschaftsmitglieder dazu erzieht, der Stärkste sein zu müssen? Schließlich stehen wir doch alle im Wettbewerb miteinander, so unsere Kanzlerin.
      Was uns da eingeredet werden soll, ist die Frage, wer der bessere Mensch sein soll - Frau oder Mann. Aber das hat mit Frauendominanz nichts zu tun, sondern mit gewollter Spaltung und bewusst verfälschtem Feminismus.
      Ja, unsere ganze Gesellschaft wird "amerikanischer", schrecklich oberflächlich und nur auf den schönen Schein orientiert. Das sollte hinterfragt werden.

      Gruss,

      Cora

      Löschen
  6. Ist das Märchen vom „Fuchs und Raben“ bekannt?

    Das gängige Männerverhalten und –bewusstsein entspricht dem dummen und eitlen Raben, das Frauenverhalten hingegen dem klugen und listigen Fuchs.

    Eine intelligente Frau wie Esther Vilar hatte dies schon früh durchschaut und wollte ihrem Buch "Der dressierte Mann" einen Beitrag zur Emanzipation der Männer leisten.

    Aber die meisten Männer waren zu dumm dafür. Denen gefiel die schmeichelhafte Geschichte von der patriarchalischen Herrschaft besser, welche die Femistinnen erzählten.

    Was den „Fall Brüderle“ betrifft, so erklärt eine kluge Frau, nämlich Birgit Kelle , die Zusammenhänge, obwohl sie sich anfangs gar nicht äußern wollte:
    Nein, ich wollte mich dazu nicht äußern. Weil ich diese ganze Brüderle-Sexismus-ich fühl-mich-ganz-doll-bedrängt-Diskussion aufgebauscht und heuchlerisch finde.

    Dann mach doch die Bluse zu!
    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

    Wahrscheinlich wird die Mehrheit der frauendomestizierten, dummen Männer es auch diesmal nicht begreifen, denn der „betörende Glanz der Dummheit“ (E. Vilar) sollte nicht unterschätzt werden.

    Vilar zu ihrem Motiv, Aufklärungsarbeit für die Männer zu leisten:

    Vilar: Ich fand es nicht logisch, dass wir Frauen dauernd ein Geschlecht beschimpften, das sein ganzes Leben darauf ausrichtet, einen Beruf zu erlernen, um mit diesem Beruf dann für uns und unsere Kinder zu sorgen. Da lief etwas falsch. Dabei sind es die Frauen, die über die Rollenmuster der Geschlechter entscheiden, denn bei ihnen liegt die Erziehung, die frühe Prägung. Es ging gegen meine Würde, dass wir Frauen uns zu Opfern stilisierten.
    http://www.zeit.de/2013/01/Rettung-Esther-Vilar/komplettansicht?print=true


    Lesenswert, für alle, welche Frauenverhalten etwas besser verstehen wollte, auch folgender Beitrag von Birgit Kelle :

    Sind wir nicht alle ein bisschen Betty?
    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5716-trennung-von-bettina-und-christian-wulff

    Grüsse

    Ano12

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für die sehr interessanten Links!

      Löschen
    2. Hm, den Artikel von Birgit Kelle empfinde ich persönlich- eine Frau ohne tiefes Dekolletè und ohne Model-Maße, als Schlag ins Gesicht.
      Dass er von einer Frau geschrieben wurde sagt da wenig aus. Frauen sind ja nicht zwangsläufig mit anderen Frauen solidarisch, wieso sollten sie auch?
      Und dass Opfer- abo, das ja auch erwähnt wird, Unwort des Jahres wurde, ist ja auch kein Zufall und wurde von der Jury gut erklärt.
      Ich bleibe dabei, es geht hier nicht um Mann oder Frau- ein kurzer Rock oder hochhackige Schuhe sollten nicht dazu führen jeden Anstand vergessen zu dürfen. Selbst wenn sich eine Frau "aufbrezelt" um einem Mann zu gefallen (was nach meiner Erfahrung eher selten der Grund ist, aber das nagt dann doch zu tief am Selbstverständnis einiger Personen), gibt es bei jedem Menschen Grenzen- das heißt: Anschauen ja, Anfassen niemals und Ansprechen nur wenn die andere Person das auch will, was für jeden, der auch nur halbwegs sozial kompatibel ist, unschwer zu erkennen sein dürfte.
      Und weil hier immer das Thema Alkohol genannt wird: das ist doch nicht Euer Ernst, dass das eine Entschuldigung sein soll! Schließlich bekommen die wenigsten den Alk mit dem Trichter eingeflößt und als erwachsene Menschen wissen wir alle wie wir uns dann manchmal verhalten. Ist das wirklich zu viel verlangt, das eine Glas, das den Kontrollverlust verursacht dann eben nicht zu trinken oder eben wie ein Erwachsener zu reagieren und zu seiner Verantwortung zu stehen? Also zum Beispiel sich- wenn dann ausgenüchtert- zu entschuldigen?

      Löschen
  7. Diese "Argumentation" verfängt bei mir nicht, weil sie auf der traditionellen Rollenverteilung von Mann und Frau basiert und eben einen falsch verstandenen Feminismus zum "Feindbild" erklärt.
    Natürlich sind nicht Frauen prinzipiell Opfer und Männer Täter, aber andersrum stimmts genauso wenig. Waren es etwa Frauen, die sich die Rollenverteilung ausgedacht haben? Wer profitiert denn in erster Linie davon, dass die Ehe noch immer zu oft als Versorgungseinrichtung verstanden wird?
    Du machst dasselbe wie die angeblichen Feministinnen, nämlich Männer zum Opfer (weil dumm?) stilisieren und Frauen zu generell hinterlistigen Profiteuren: "die Selbstinterpretation der Frauen hinsichtlich ihres Verhaltens ist selbstgerecht, verlogen und sexualfeindlich." Das trifft auf alle Frauen zu? Tatsächlich? Was ist damit gewonnen, wenn sich Frauen und Männer auf dieser Ebene "auseinandersetzen? Wem ist damit geholfen?
    Wenn bemängelt wird, dass Frauen Kinder (und Söhne) erziehen, warum beteiligen sich denn dann nicht mehr Männer an der Erziehung ihrer Söhne? Weil der Mann Karriere machen muss? Wer sagt ihm das? Seine Mutter? Seine Ehefrau? Selbst wenn, warum wird ihm das beigebracht? Damit Frauen davon profitieren können? Oder damit er was zu "bieten" hat für die Frauen oder die eine Frau? Oder damit er reich wird? Sollte es nicht seine ganz prsönliche Entscheidung sein? Oder geht das nicht, weil unsere Gesellschaft eben so "gestrickt" ist? Und das reicht dann, um sich andere "Schuldige" zu suchen?
    Ich kenne eine Menge Männer, die sich darüber beschweren, dass sie für ihre Frauen nach einer Trennung zahlen müssen. Das ist sicherlich schlimm, aber wer hat diesen Männern verboten, ihre Frauen arbeiten zu lassen?
    Dass diese bescheuerten traditionellen Rollen noch nicht überwunden sind, ist ganz bestimmt nicht die Schuld "der" Frauen. Auch nicht der Männer. Wem dient es also, wenn das so dargestellt wird, und Männer und Frauen aufeinander "eindreschen" statt Bedingungen anzustreben, die solcher Art Machtkämpfe überflüssig machen?

    Gruß,

    Cora

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du hast ja Recht, Cora, Schuldzuweisungen bringen nichts. Aber Frauen und Männer sind nun mal tendenziell unterschiedliche Wesen und machen deshalb tendenziell unterschiedliche Fehler. Will man bestehende Zustände verändern, muss man diese auch frank und frei benennen können. Sonst wäre nämlich eine Diskussion damit unterbunden.
      Es geht hier sicher niemanden darum die Schuld für bestehende Zustände ausschließlich bei einem Geschlecht zu suchen...

      Grüße,
      Dude

      Löschen
  8. @ Cora, monebeni:

    selbst wenn ich eurer optimistischen auffassung bzgl. der entwicklung der gattung homo folge und zustimme, dass männer im 21. jahrhundert nicht mehr sabbernd hinter jedem rock herlaufen sollten, ist eure argumentation nicht einleuchtend.

    "sich hübsch machen" ? für sich selbst? und für die frauenfete?

    tut mir leid, aber das ist, als würde ich dem exibitionisten zugestehen, dass ihm lediglich im mantel zu warm war.

    die gesamte mode inkl. kosmetik läuft auf eine starke betonung sexueller merkmale hinaus: rote lippen, ausschnitt, enge hosen und kleider, hohe schuhe etc, etc. .

    wenn frau das also völlig unkritisch trägt, darf sie sich nicht wundern, wenn die signale auch wirken. und ich bleibe bei meiner ansicht, dass es einer mittleren katastrophe gliche, würden sie ignoriert.

    damit möchte ich nicht das primatenhafte verhalten der (alkoholisierten) männer entschuldigen. ich möchte damit nur sagen, dass frauen den allgemein vorhandenen sexismus genauso mittragen, wie männer. alle entsprechen den alten klischees noch viel mehr, als man das allgemein zugestehen möchte. und, dass frauen leider häufig dazu neigen, eine pseudo-naivität als instrument zu gebrauchen.

    wir alle sind unserer (tierischen) natur noch viel näher, als wir glauben. das gilt für das balzverhalten und die partnerwahl genauso wie für den umgang mit konkurrenTinnen.

    und weil das so ist, wird es eine echte gleichberechtigung zwischen männern und frauen so schnell nicht geben. es ist wie das verhältnis zwischen Frankreich und Mali oder zwischen Russland und der Ukraine: natürlich wird immer feierlich betont wie partnerschaftlich und auf augenhöhe man doch miteinander umginge, aber in wahrheit weiß doch jeder, wer koch ist und wer kellner.
    weil es, wie immer in der welt, letztlich auf pure macht hinausläuft. und die ist ganz zuletzt immer eine frage des potenzials, dem anderen gewalt anzutun.

    und genau wie die USA nie auf ihre militärische überlegenheit verzichten werden, werden männer ihre körperliche überlegenheit immer im (kognitiven) köcher tragen.

    monibeni hat so gesehen völlig recht: auch das verhältnis zwischen männern und frauen ist unterm strich nur eine frage von macht und ohnmacht, wie viele andere auch.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, Don,
      nun, wenn alles eine Frage von Macht ist, und das auch nicht veränderbar oder Veränderung gar nicht gewollt ist, dann muss man ja nicht mehr diskutieren.
      Dann muss mann sich allerdings auch nicht wundern, wenn das "Mätressentum" floriert und nur die stärksten (sprich mit Macht und Reichtum ausgestattete) Männer reichlich Auswahl haben.
      Bleibt noch eine Frage: Für welche Augen wird wohl Mode kreiert, für welche Augen werden halbnackte oder nackte Frauen auf Boulevardblättchen platziert?

      Aber wenn ich das als Frau jenseits der 50 anmerke, wird das sicherlich der pure Neid sein, nicht mehr "mithalten" zu können.

      Offensichtlich sind wir wirklich alle noch Affen. Seltsam nur, dass das politisch durchaus moniert wird, denn da gehts auch um nichts anderes: Der Stärkste gewinnt eben immer. So what.

      Liebe Grüße,

      Cora

      Löschen
    2. Zitat: "die gesamte mode inkl. kosmetik läuft auf eine starke betonung sexueller merkmale hinaus: rote lippen, ausschnitt, enge hosen und kleider, hohe schuhe etc, etc. .


      Und das meinst du wirklich? Gerade die Modeindustrie kann kaum auf eine Betonung des Weiblichen verweisen, denn sonst müssten diejenigen, welche diese Produkte präsentieren, sich nicht fast umbringen bei dem Versuch, durch "Kampfhungern" jedes Merkmal von Weiblichkeit zu verlieren. Dazu: http://www.magersucht.de/krankheit/medien.php
      Das ist ein ganz eigenes Thema, aber mit Sinnlichkeit hat das nichts mehr zu tun ;-(

      Löschen
  9. Was mich am meisten bei dieser Diskussion stört, ist das, wie hier auch schon angesprochen, es immer mehr in die Richtung der amerikanischen Doppelmoral tendiert, die ja nur scheinheilig und verlogen ist, weil sie eben nicht der Realität entspricht.
    Es geht hier um uralte Geschlechterunterschiede, die auf diesem Wege natürlich nicht gelöst werden können.

    AntwortenLöschen
  10. @Cora 30. Januar 2013 14:28
    Du machst dasselbe wie die angeblichen Feministinnen, nämlich Männer zum Opfer (weil dumm?) stilisieren und Frauen zu generell hinterlistigen Profiteuren: "die Selbstinterpretation der Frauen hinsichtlich ihres Verhaltens ist selbstgerecht, verlogen und sexualfeindlich." Das trifft auf alle Frauen zu?

    Selbstverständlich trifft das nicht auf alle Frauen zu. Das ist schon aus dem Kontext ersichtlich. Esther Vilar und Birgit Kelle sind Frauen und selbstständige Denkerinnen, die sich dem feministischen Mainstream und damit dem Geschlechterkampf, der in Täter-Opfer-Kategorien operiert, entgegenstellen.

    Die Geschlechter sollten danach tendieren, sich gegenseitig glücklich zu machen und sich gegenseitig Lust zu verschaffen, anstatt sich zu bekämpfen.

    Historisch gesehen, sind Frauen Opfer jahrtausendelanger patriarchaler Herrschaft. Man hat sie in die monogame Privateigentumsfamilie eingezwängt, zu Sexualobjekten gemacht und ihre Sexualität deformiert.

    Das historische Paradox ist, dass unter dieser Deformation weiblicher Sexualität vor allem die Männer leiden, welche ihre sexuellen Bedürfnisse nicht ausleben können, so dass Millionen von Männern jeden Tag zu Prostituierten gehen (müssen).

    Beide - Männer und Frauen sind Opfer - dieser historischen Entwicklung. Denn für beide ist ein sexuell freies, lust- und liebevolles Leben nur ausnahmsweise möglich.

    AntwortenLöschen
  11. @Ano12
    Ich halte es nicht für repräsentativ, zu behaupten, dass eine "Deformation weiblicher Sexualität" verantwortlich für die vielen Besuche bei Prostituierten sei.
    Aber darüber möchte ich hier nicht weiter diskutieren.

    Aber Danke für deine Richtigstellung unserer Missverständnisse.

    Gruß,
    Cora

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nein, wirklich nicht, bei den Männern ist das genetisch bestimmt und solange wir in einer Monogamen gesellschaft leben, wir das auch so bleiben...;-)

      Löschen
  12. hallo Dude,

    nur als hinweis: der link zur seite von Birgit Kelle stammt ursprünglich von Ano12, nicht von mir.
    ehre, wem ehre gebührt.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
  13. Hat Desiree Nosbusch nicht ein behindertes Kind? Da muss man sehen, wo man bleibt. Wenn man bedenkt, dass ledige Frauen mit Kindern bessere Chancen haben, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen, als nochmal einen Ehemann zu finden, muss man ihr doch gratulieren, noch so eine gute Partie gefunden zu haben.

    AntwortenLöschen
  14. Bei dem Thema bekommt man echt Plaque , Birgit Kelle hat's wunderbar ausgedrückt und alles gesagt was es dazu zu sagen gibt ..von mir ein fettes d'accord

    AntwortenLöschen
  15. Sehr schöner Text zu diesem Thema heute bei ad sinistram:
    http://ad-sinistram.blogspot.de/2013/02/bruderle-und-schwesterle-im-geiste.html

    AntwortenLöschen
  16. @Cora 30. Januar 2013 18:34
    Ich halte es nicht für repräsentativ, zu behaupten, dass eine "Deformation weiblicher Sexualität" verantwortlich für die vielen Besuche bei Prostituierten sei.
    Aber darüber möchte ich hier nicht weiter diskutieren.


    Warum dieser Kommunikationsabbruch?
    Damit nehmen Sie sich auch eine Chance, nicht nur Männer, sondern sich auch selbst besser verstehen zu können.

    Warum zahlen Männer für Sex, warum lassen sich Frauen für Sex bezahlen?

    Typisch die Stelle im Gespräch bei zwischen Schwarzer und Vilar bei 22:00:

    Für Schwarzer ist der zweimalige wöchentliche Koitus laut Kinsey-Report für Frauen etwas, was sie ertragen und erdulden müssen. Vilar: „Ich gehe [in der Kritik in meinem Buch, Ano12] von der frigiden Frau aus. Und nicht von der Frau, die Spaß am Sex hat, für die ist zwei Mal wöchentlich viel zu wenig an sich, würde ich sagen“. (bei 23:00)

    http://www.youtube.com/watch?v=TvnxvAwSu-0

    Die herrschende Frigidität bei Frauen ist Ausdruck einer deformierten weiblichen Sexualität.

    Das ist keine neue Erkenntnis. Aber heute wieder vergessen und vielen unbekannt.

    Gruss
    Ano12

    AntwortenLöschen
  17. @Ano12
    Ich behaupte, dass es keine frigiden Frauen gibt, aber Männer, die nicht begreifen, dass es Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Sexualität gibt bzw. diese einfach ignorieren (und da spreche ich jetzt nicht über die unterschiedlichen Orgasmuskurvenn bei Mann und Frau).
    Wenn ich mit Ihnen über die Ihrer Meinung nach Deformation weiblicher Sexualität diskutieren würde, würde ich ganz bestimmt nichts über mich erfahren, sondern über Ihre "Wahrheiten", die damit auch zu Interpretationen meiner Person als Frau führen würden, die aber nichts als Spekulationen sein könnten.
    Ich finde diese Ihre Aussage ziemlich anmaßend, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sie rein gar nichts über mich wissen und Sie mir angesichts meines Alters und meiner Erfahrungen als Frau, auch mit dem anderen Geschlecht, nicht zugestehen, mich selbst kennen zu können, ohne dass Sie mir dabei "behilflich" sind?
    Sie dürfen mir durchaus glauben, dass ich mich sehr gut selbst kenne, genügend Erfahrungen gesammelt habe, um mir eine eigene Meinung bilden zu können, die ich auch jenseits irgendwelcher heutzutage in der Presse verbreiteten "Expertenmeinungen" (auch wenn ich nicht wenige Bücher zum Thema gelesen habe - im Übrigen keine ausgewiesene feministische Literatur, sondern vorwiegend wissenschaftliche Sachbücher von Männern über Männer und/oder Frauen) vertreten kann.
    Aber die Art, wie dieser Diskurs in der Öffentlichkeit geführt wird, empfinde ich als nicht geeignet, um sich einander (gemeint sind mann und Frau) näher kommen zu können, wie das übrigens mit fast jedem öffentlichen Diskurs geschieht, der in der Regel nur dazu benutzt wird, sich Meinungen entgegen zu schleudern, zu polarisieren, nicht selten, damit irgendeine "Partei" (meine ich jetzt nicht nur politisch)sich profilieren oder profitieren kann. Echte Kommunikation findet in dieser Gesellschaft ja kaum noch statt. Und bei dem Thema Mann-Frau - sorry, keine Chance.
    Und das Thema Sexualität, na das sollten die miteinander klären, die sie miteinander leben wollen - öffentliche Diskussionen darüber können nichts anderes sein als Pauschalisierungen.

    Gruß,
    Cora

    AntwortenLöschen
  18. @ Cora 1. Februar 2013 20:03

    Ich behaupte, dass es keine frigiden Frauen gibt, aber Männer, die nicht begreifen, dass es Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Sexualität gibt bzw. diese einfach ignorieren (und da spreche ich jetzt nicht über die unterschiedlichen Orgasmuskurvenn bei Mann und Frau).

    Nun gut, das ist eine Behauptung, jedoch eine, die sich m. E. nicht mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen deckt (-> „keine frigiden Frauen“).

    Selbstverständlich gibt es biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Aber das Verhalten der Geschlechter zueinander und das Sexualverhalten sind vor allem kulturell geprägt. Das zeigten vor allem transkulturelle Untersuchungen.

    Zudem stellt sich immer die Frage, wie sich biologische Unterscheide in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontexten auswirken.

    Ein grundlegendes wissenschaftliches Problem bei der Frage, inwieweit Sexualverhalten biologisch begründet ist, ergibt sich dadurch, dass die Menschen meist das Norm-Verhalten in der Gesellschaft, in welche sie hineingeboren wurden, als „normal“ bzw. „natürlich“ erleben.
    Ist Frigidität das normale Verhalten von Faruen in einer Gesellschaft, dann wird es kaum eine Frau geben, welche ihr eigenes Verhalten als „frigide“ erlebt.

    So wie Depression ein Massenphänomen in der heutigen Gesellschaft ist, so ist es auch - so meine These - weibliche Frigidität. Beides hängt miteinander zusammen. Das zeigt deutlich daran, dass, wenn Menschen in eine manische Phase geraten, sich auch völlig ihr Sexualverhalten ändert.

    Wenn ich mit Ihnen über die Ihrer Meinung nach Deformation weiblicher Sexualität diskutieren würde, würde ich ganz bestimmt nichts über mich erfahren, sondern über Ihre "Wahrheiten", die damit auch zu Interpretationen meiner Person als Frau führen würden, die aber nichts als Spekulationen sein könnten.

    Da unterscheiden wir uns. Ich habe aus soziologischen und Kulturanalysen auch immer sehr viel über mich und mein Gewordensein erfahren.
    --> weiter Teil 2

    AntwortenLöschen
  19. --> Teil 2
    Ich finde diese Ihre Aussage ziemlich anmaßend, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sie rein gar nichts über mich wissen und Sie mir angesichts meines Alters und meiner Erfahrungen als Frau, auch mit dem anderen Geschlecht, nicht zugestehen, mich selbst kennen zu können, ohne dass Sie mir dabei "behilflich" sind?

    Es war eine Replik auf Ihre Diskursverweigerung. Wenn sie davon überzeugt sind, dass Sie aufgrund Ihres Alters und Ihrer Erfahrungen schon allesüber Sexualität wissen und nichts mehr lernen können, okay, dann akzeptiere ich, dass Sie keine Diskussion wollen.

    Allerdings ist die Argumentation mit der eigenen Lebenserfahrung immer problematisch, wenn wissenschaftliche Forschungen zu anderen Schlussfolgerungen und Beurteilungen gekommen sind. Das ist so, wie wenn ein Bauer einem Agrarwissenschaftler entgegenhalten würde: „Ich kenne mich aufgrund meiner langen Erfahrung mit Landwirtschaft viel besser aus!“

    Sie dürfen mir durchaus glauben, dass ich mich sehr gut selbst kenne, genügend Erfahrungen gesammelt habe, um mir eine eigene Meinung bilden zu können, die ich auch jenseits irgendwelcher heutzutage in der Presse verbreiteten "Expertenmeinungen" (auch wenn ich nicht wenige Bücher zum Thema gelesen habe - im Übrigen keine ausgewiesene feministische Literatur, sondern vorwiegend wissenschaftliche Sachbücher von Männern über Männer und/oder Frauen) vertreten kann.

    Interessant wäre, konkret über die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu diskutieren.
    Vieles ist unbekannt oder in gesellschaftliche Vergessenheit geraten.
    Wer kennt heute noch die Schriften von Wilhelm Reich oder das Buch: „Das Patriarchat“ von Ernest Bornemann? Beide – Reich und Bornemann – gehören sicherlich zu den wichtigsten Sexualforschern des 20. Jahrhunderts.

    Aber die Art, wie dieser Diskurs in der Öffentlichkeit geführt wird, empfinde ich als nicht geeignet, um sich einander (gemeint sind mann und Frau) näher kommen zu können, wie das übrigens mit fast jedem öffentlichen Diskurs geschieht, der in der Regel nur dazu benutzt wird, sich Meinungen entgegen zu schleudern, zu polarisieren, nicht selten, damit irgendeine "Partei" (meine ich jetzt nicht nur politisch)sich profilieren oder profitieren kann. Echte Kommunikation findet in dieser Gesellschaft ja kaum noch statt. Und bei dem Thema Mann-Frau - sorry, keine Chance.

    Da stimme ich zu. Aber Diskursverweigerung ist auch keine Lösung.

    Gruss

    Ano12

    AntwortenLöschen
  20. @Ano 12
    "Allerdings ist die Argumentation mit der eigenen Lebenserfahrung immer problematisch, wenn wissenschaftliche Forschungen zu anderen Schlussfolgerungen und Beurteilungen gekommen sind."

    Das sehe ich ganz anders. Heutzutage werden viel zu oft wissenschaftliche Erkentnisse über die Menschen "gestülpt". Der Mensch wird zum Modell, der die wissenschaftlichen Ergebnisse dann in gewisser Weise bestätigen "soll". Wer sich anders als die Modell"berechnung" verhält, wird dann ganz schnell in die Kategorie "abnormal" gesteckt.
    Selbstverständlich erweitern wissenschaftliche Erkenntnisse auch den eigenen Horizont, aber das macht nur dann Sinn, wenn die Ergebnisse nicht als gesetzte (absolute) Wahrheit gesehen werden, sondern mit der Praxis (in dem Fall mit dem menschlichen Leben und den persönlichen Erfahrungen) in Beziehung gesetzt werden.
    Wenn ich von Erfahrung spreche, dann meine ich kein einmaliges Erlebnis. Möglicherweise kann ich durch wissenschaftliche Forschungen meine Erfahrung dann besser erklären, nämlich warum ich gerade diese Erfahrung gemacht und keine andere habe machen können, aber doch nicht umgekehrt. Im Zweifelsfall kann eben der Bauer durchaus Recht haben, wenn er sich auf eine langjährige Erfahrung beruft, selbst wenn die Wissenschaft zu anderen theoretischen Ergebnissen gekommen ist.
    Dazu kommt, dass heutzutage im Prinzip alles belegt werden kann. Wichtiger scheint mir daher, nach der Intention wissenschaftlicher Studien zu fragen und, falls es um frühere Forschungen geht , die gesellschaftlichen, politischen etc. Umstände dieser Forschungen zu berücksichtigen. Wissenschaft ist nie objektiv, auch wenn der Anschein durch ein Heer von Experten erzeugt werden soll, sie bleibt Theorie, wenn sie nicht an der Praxis überprüft wird und kann immer nur einen Ausschnitt "abbilden".
    Ohne Frage ist es richtig, dass eine Gesellschaft gewisse Verhaltens"normen" "produziert. Wieso aber ausgerechnet eine Gesellschaft, die quasi überflutet wird von sexuellen Reizen (Medien, Mode, Filme bis hin zur Pornografie) zu einer weit verbreiteten Frigidität von Frauen führen soll, erschließt sich mir nicht. Da halte ich es für wahrscheinlicher, dass die Ansprüche und Erwartungen an ein sexuell "erfülltes" Leben überzogen sind und es zu Überforderung führt, wenns nicht wie im Porno abgeht oder wenn vielleicht nicht der Durchschnitt der Häufigkeit sexueller Aktivität pro Woche (wie errechnet) erreicht wird usw.
    Die Bezeichnung Frigidität ist im Übrigen eine abwertende Bezeichnung. Funktionale Störungen kommen tatsächlich überall vor, bei Männern, Frauen und Kindern. Von einer weit verbreiteten Frigidität der Frau in unserer Gesellschaft zu sprechen ist daher in meinen Augen einer männlichen Anspruchshaltung an die Frau geschuldet. Das ist ganz sicher nicht meine Perspektive. Worüber soll ich da denn diskutieren? Wenn Männer (oder, seltener, aber sicher auch, Frauen) meinen, sie müssten bezahlten Sex in Anspruch nehmen, sollen sie das machen, aber darüber zu diskutieren, in welcher Weise die angeblich gefühlskalten Ehepartner dafür verantwortlich sein sollen ... das ist wirklich nicht mein Part. Es gehören immer zwei dazu (in dem Fall halt drei). Reflektieren müssen schon Männer und Frauen, auch wenn es einfacher ist, eine Gesellschaft oder eben ein Geschlecht für eigenes Verhalten verantwortlich zu machen.
    Sexualität zwischen zwei Menschen ist und bleibt meiner Meinung nach eine ganz persönliche Sache. Gut und richtig ist, was beide wollen, nicht, was irgendwelche wissenschaftlichen Experten als gut und richtig herausgefunden haben wollen.
    Das wars dann auch von meiner Seite.
    Vielleicht hier trotz meiner Zurückhaltung in Bezug auf Wissenschafts"hörigkeit" von meiner Seite ein Literaturtipp: Rolf Pohl: Feindbild Frau (Trotz des abschreckenden Titels, es geht um die männliche Sexualität).

    Gruß

    Cora

    AntwortenLöschen
  21. Dient sicher nicht der Findung eines Konsens, könnte aber diese Diskussion bereichern:
    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38496/1.html

    AntwortenLöschen
  22. Es geht überhaupt nicht um Schuldzuweisungen und die Frage, wer Täter oder wer Opfer ist. Opfer sind beide: Männer und Frauen.

    Denn jedem Menschen mit soziologischem Grundverständnis müsste doch klar sein, dass wir weder eine „Männerherrschaft“ noch eine „Frauenherrschaft“ haben, sondern eine plutokratische Herrschaft mit einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, welche als „kapitalistisch“ bezeichnet wird.

    Der „Feminismus“ wird dazu instrumentalisiert und lässt sich dazu instrumentalisieren, nach dem alten Prinzip von „divide et impera“ einen Geschlechterkampf zu provozieren und so eine emanzipatorische Solidarisierung von Männern und Frauen gegen das System zu verhindern.

    Der herrschende Feminismus macht macht sich zum Helfershelfer kapitalistischer Herrschaft.

    So ist eine Alice Schwarzer folgerichtig inzwischen bei der BILD-Zeitung.

    Wenn Frauen zu unbezahlter gesellschaftlicher Reproduktionarbeit, wie Hausarbeit, Pflege und Erziehung der Kinder gezwungen werden, dann ist die Forderung nach gleichverteilter häuslicher Reproduktionsarbeit reaktionär . Eine emanzipatorische Forderung wäre, häusliche Reproduktionsarbeit angemessen zu bezahlen.

    Die Ideologie des Feminismus verkauft Frauen Lohnarbeit als Emanzipation, so kann ausbeuterisch auf das Arbeitskraftpotential der Frauen zugegriffen werden.

    Die Feminismus als sexualfeindlicher Geschlechterkampf ist Teil des Herrschaftssystems und perpetuiert die sexuelle Unterdrückung.

    Daraus resultieren
    a) der Sexismus in der Werbung und der sexistisch gestaltete Warenfetischmus,
    b) das Entstehen einer gigantischen Sexindustrie (Pornoindustrie, Prostitution, Frauenhandel)
    c) das Prostitutionsverhalten von Frauen und die Renaissance des Mätressenwesens
    d) last not least – eigentlich das Wichtigste – die psychologischen Dispositionen bei Männern und Frauen, Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung zu akzeptieren (vgl. vgl. die Arbeiten von Wilhelm Reich).

    Aus der Ideologie der Feministinnen resultierten ihre Eigentore.

    1. Das Recht auf Gleichstellung wandelte sich zur Pflicht. Heute sind die Frauen zu zur Existenz als Lohnsklaven geneauso gezwungen wie die Männer. Das häusliche und familiäre Leben der Frauen, wie es bis Anfang der 70-er Jahre noch weitgehend Normalität war, existiert nicht mehr.
    Jetzt müssen sie jeden Tag wie die Männer zur Maloche und immergleiche und langweilige repetitive Teilarbeiten ein Leben lang ausführen.

    2. Wer Frau und Mutter ist und für das Kind oder die Kinder zu sorgen hat und zugleich zur Lohnarbeit gezwungen ist, wird wohl nur höchst selten behaupten , zwischen den Geschlechtern gäbt es nur einen „kleinen Unterschied“.
    Das ist eine Ideologie kinderloser Frauen und Lesben.

    Grüsse

    Ano12

    AntwortenLöschen
  23. Ihrer Analyse unserer Gesellschaft, Ano12, und den daraus resultierenden Folgen stimme ich uneingeschränkt zu. Richtig ist auch, dass der heute praktizierte Feminismus unter dem Deckmäntelchen von Emanzipation bestehende Machtstrukturen erhalten will und damit die eigentlichen Ziele feministischer Bestrebungen konterkariert und tatsächlich ein Interesse an einer Vertiefung der Spaltung von Männern und Frauen verfolgt.
    Ich bestreite allerdings, dass dieser Feminismus unsere Gesellschaft beherrscht. Er ist Teil des Gesamt-Macht-Systems.
    Ihre letzte Bemerkung hätten Sie aber vielleicht lieber weglassen sollen. Oder vertreten Sie tasächlich die Meinung, dass kinderlose Frauen und Lesben eine gemeinsame Ideologie verfolgen und auch noch die Postionen inne haben, diese der Gesellschaft zu indoktrinieren?

    Gruß

    Cora

    AntwortenLöschen
  24. @Cora 4. Februar 2013 21:13
    Ich bestreite allerdings, dass dieser Feminismus unsere Gesellschaft beherrscht. Er ist Teil des Gesamt-Macht-Systems.

    Die Strategie von „divide et impera“ ist eine alte Herrschaftstechnik. Man hetzt Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf: Frauen gegen Männer – und umgekehrt. Junge gegen Alte, Arbeitende gegen Arbeitslose, kinderlose Paare gegen Familien, deutsche gegen ausländische Bürger, Religiöse gegen Nichtreligiöse etc. und verhindert damit eine Solidarisierung der Beherrschten und Ausgebeuteten.

    So beherrscht eine Minorität die Mehrheit.

    In vielen Gesellschaften hat der Rassismus diese Funktion, in anderen die Religion.

    Der Feminismus der 70-er Jahre war ganz eindeutig gegen die antikapitalistische Bewegung gerichtet: Die Botschaften waren eindeutig:

    1. Die gegenwärtige Gesellschaft ist durch Männerherrschaft (Patriarchat) gekennzeichnet. Der Marxismus mit seiner Klassentheorie vertritt nicht die Interessen der Frauen.

    2. Zwischen den Geschlechtern gibt es nur einen „kleinen Unterschied“. Geschlechtsrollendifferenzierung ist eine „Gender-Phänomen“ und nicht durch biologische Andersartigkeit bestimmt.

    Ihre letzte Bemerkung hätten Sie aber vielleicht lieber weglassen sollen. Oder vertreten Sie tatsächlich die Meinung, dass kinderlose Frauen und Lesben eine gemeinsame Ideologie verfolgen und auch noch die Postionen inne haben, diese der Gesellschaft zu indoktrinieren?

    Meine These ist eine andere, nämlich dass Frauen mit Kindern nicht die Ideologie vom „kleinen Unterschied“, also dem kleinen Unterschied durch unterschiedliche Geschlechtsmerkmale, vertreten würden.

    Eine kinderlose Frau kann heute so leben wie ein Mann. Sie erlebt keine Schwangerschaft, keine Geburt und keine Stillzeit.

    Im 19. Jahrhundert wäre die These vom „kleinen Unterschied“ niemals auf gesellschaftliche Akzeptanz gestoßen. Denn im 19. Jahrhundert betrug - statistisch gesehen - die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen 38,4 Jahre, heute sind es 82,5 Jahre. Besonders risikoreich und der Hauptgrund für die wesentlich kürzere Lebenserwartung waren für Frauen Schwangerschaften und Geburten.

    Auch heute verändern Schwangerschaft, Geburt, Stillphase und Säuglingszeit ganz gravierend das Leben von Frauen.

    Feministinnen, welche die Ideologie des „kleinen Unterschieds“ vertreten, wie Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer waren typischerweise kinderlos.
    Und das Leben kinderloser Paare weist große Ähnlichkeiten mit denen homosexueller Paare auf.

    So sieht der Soziologe, Psychoanalytiker und Sexualforscher Reimut Reiche eine zunehmende Homosexualisierung heterosexueller Lebensformen.

    Sicherlich ist ein Grund für diese Entwicklung, dass Paare mit Kindern in dieser Gesellschaft – ökonomisch gesehen – Verlierer sind. Kinder erfordern nicht nur zusätzliche Arbeit, woraus häufig Einkommensverluste aufgrund von Teilzeitarbeit resultieren, sondern verursachen zugleich höhere Kosten. Mit der Konsequenz, dass normalverdienende Paare mit Kindern erheblichen Konsumverzicht leisten müssen.

    Höchstrichterlich wird ein Kind als „ökonomischer Schaden“ angesehen. Gemeint ist damit die Unterhaltsbelastung, die mit der Existenz eines Kindes einhergeht.

    Knapp zusammengefasst:
    Die Biographie einer Frau und Mutter unterscheidet sich wesentlich von der einer kinderlosen Frau. Das ist kein „kleiner Unterschied“.

    Gruß

    Ano12

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.