Follow by Email

Sonntag, 6. Januar 2013

'Wieviel Arbeit braucht der Mensch?'

Abteilung: Beruf und Berufung

Habe mich in letzter Zeit ein wenig rar gemacht, was Gründe hat, die in meiner 'analogen Welt' liegen...

Trotzdem bin ich über diesen Text gestolpert, der den Blickwinkel der Meta-Ebene auf unsere 'Leistungsgesellschaft' einnimmt, den ich so oft (auch bei mir selbst) in der Blogger-Szene vermisse.

Auszug:
"....Was ist geschehen, dass die Arbeit von einem notwendigen Übel zu einem hochrangigen Lebensziel, dem alle in scharfer Konkurrenz nachjagen, mutieren konnte? Die Antwort ist bestürzend einfach: Es geht in der Frage gar nicht um Arbeit und Arbeit ist auch nicht erstrebenswert. Es geht um Geld. Die Frage: „Wieviel Arbeit braucht der Mensch?" und jene andere: „Wieviel Geld braucht der Mensch?" sind gleichbedeutend. Arbeit haben heißt Geld haben. (Mehr oder weniger, versteht sich, aber das lassen wir jetzt einmal beiseite.)

Mit der Gleichsetzung von Arbeit und Geld erfährt die Arbeit eine unerhörte Entwertung, obwohl sie scheinbar so begehrenswert ist wie nie zuvor in der Geschichte. Von den unendlich vielen Weisen, sein Dasein zu sichern durch verschiedenste, an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten angepasste Unterhaltstätigkeiten und von den verschiedensten Weisen, das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten, ist nur die Arbeit für Geld übrig geblieben. Überhaupt sind die Menschen in der industriellen Gesellschaft auf drei Tätigkeitsformen festgelegt, die alle drei verheerende Folgen haben für die Menschen, die radikal entfähigt werden, und für ihre Lebensgrundlagen, die radikal geplündert werden..."


Kein Kleinklein, sondern wirklich fundamentale Gedanken über die Zusammenhänge unserer Gesellschaftsstruktur, die den Slogan "Wir wollen Arbeit!' ad absurdum führt.

Absoluter Lesebefehl für die treuen Leser meiner Seite!
Ein Text, den ich selbst gerne geschrieben hätte...

Werde mich in Kürze mit eigenen Gedanken zurückmelden.

Bis dahin
Euer Duderich

Kommentare:

  1. Ich habe nicht bereut, dem Lesebefehl nachgekommen zu sein. Endlich habe ich die guten Gründe schwarz auf weiß, aus denen ich meine Arbeitszeit für Geld seit dem Verlassen der Schule fast immer unter 1000, durchnittlich bei ca. 500 Jahresstunden begrenzt habe.
    Danke für den Link!

    AntwortenLöschen
  2. Obwohl ich mich als sehr kritisch erachte, sehe ich diesen Beitrag , als leicht überzogen an, aber prinzipiell natürlich richtig.

    Diesen Link zu diesem Thema finde ich auch sehr lesenswert...

    http://feynsinn.org/?p=14850

    AntwortenLöschen
  3. "die den Slogan "Wir wollen Arbeit!' ad absurdum führt."

    Das ist ja nichts Neues. Die Marktliberalen meinen ja, dass niedrige Löhne zu mehr Arbeit und somit Vollbeschäftigung führen. Das ist für sie der heilige Gral. Dabei blenden sie aus, dass man von der Arbeit auch leben können muss. Arbeit für jemanden anderen als Selbstzweck ist in meinen Augen nicht sehr sinnvoll.

    AntwortenLöschen
  4. Klar braucht der Mensch Arbeit. Er will sogar arbeiten, aber eben sinnvoll. Der Unterschied besteht zwischen Arbeit und abhängiger Lohnarbeit. Die Lohnarbeit ist das Problem, vor allem wenn sie so gehandhabt wird wie heutzutage. Angesichts des technischen Fortschritts wäre es logisch, Lohnarbeit verringern zu können. Aber wenn es nur unm Ausbeutung der Lohnarbeiter geht, müssen eben Märchen verbreitet werden.
    Schade, eigentlich mochte ich Märchen immer.

    Grüße, Cora

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Angesichts des technischen Fortschritts wäre es logisch, Lohnarbeit verringern zu können."

      Was ist daran logisch? Es wäre logisch, wenn man den Lebensstandard gleich lässt. Soll er für alle gesteigert werden, bedeutet dies weniger, gleiche oder eben mehr Arbeit. Je nachdem wie stark die Lebensstandard gesteigert werden soll und wie die Produktivität gestiegen ist. Eine logische Folge, dass aufgrund der gestiegenen Produktivität automatisch die Arbeitszeit sinken muss gibt es nicht. Vor allem, da es weniger Menschen gibt die Arbeiten und und etwas mehr Menschen (Kinder + Rentner) die es nicht tun, für eine höhere Leistung (bezogen auf vor 100 Jahren).

      Löschen
    2. Wenn die Steigerung des Lebensstandards ausschließlich an materiellem Wohlstand gemessen wird, ja. Wäre es nicht an der Zeit, gerade diese Perspektive mal zu ändern?

      Cora

      Löschen
  5. Wie ich schon woanders schrieb -->
    Wieviel Arbeit braucht der Mensch

    Resultiert einzig auf der Tatsache des der Habenichts durch seine blanke Anwesenheit auf dem Planeten zum Bringschuldner auf Lebenszeit gemacht wird weil anscheinend “Gott himself ” manchen besonders elitären Menschen Land,Berge, Quellen samt der darauf und darin lebenden Kreaturen zur persönlichen Bereicherung und Ausbeutung als Eigentum überlassen hat …und keiner widerspricht .. .!1!

    Also —Wieviel Arbeit braucht der Mensch– soviel bis er endlich aufsteht und die würgende Hand wegschlägt .

    ...von mir das übliche fette fuck u an die Legitimatoren, Anerkenner und Mitmacher :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie wäre es mit Aufklebern "ARBEIT NEIN DANKE"...;-))

      Löschen
  6. ich bin immer wieder erstaunt, wie es den neolibs gelingt, dafür zu sorgen, dass die vorgetragenen argumente (die ja nicht neu sind: Fritjof Capra hat ähnliches zb schon mitte der 80er ausgeführt) nicht nur nicht verfangen, sondern dass diejenigen, die sie vertreten - wider aller logik - sogar noch als "asoozial" etc. beschimpft werden.

    eine derart erfolgreiche gehirnwäsche, wie sie die kapitalisten in den letzten 150-200 jahren hingekriegt haben, ist glaube ich einmalig in der menschheitsgeschichte.

    dass man milliarden von menschen dazu bringt, täglich gegen ihre eigenen interessen und die ihrer nachfahren zu handeln, dazu gehört schon eine menge.

    da nimmt sich die katholische kirche mit Galilei ja geradezu harmlos aus.

    lg
    don

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mach nicht den Fehler den Einfluss des Christentums zu unterschätzen.
      Keine Religion dieser Welt hat so viel Elend, Tod und Unterdrückung gebracht wie das Christentum.

      Löschen
    2. Hättest du jetzt "Moslem" dann die Frösche so :
      " YEAH " !!11!
      Aber Christen ...wo " wir " Papst sind ..Nein niemals ..das sind nämlich

      DIE GUTEN Hahahahahahahahaha

      Löschen
  7. Es geht um Geld , aber auch um Hierarchie und Status, zumindest bei denen , die das Mantra brav gefressen haben.

    Die Nase vorn haben im Vergleich mit der Nachbarschaft , größeres Haus , besserer Urlaub , modernere Küche usw., wer gerne mal eine gute Doku guckt über unsere biologischen Vorfahren , der ahnt , woher das Verhalten stammen könnte.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wer hat den längsten ...YAWN

      mein Haus mein Auto meine Jacht meine Nutten ...

      Löschen
  8. Melde Dich doch mal...
    Gruß

    Der Viewer

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Viewer!
      Freue mich aufrichtig, dass ich vermisst werde.

      Bin wieder da mit neuem Post.

      Aber die Realität braucht auch manchmal ihren Raum...

      Jetzt schreib Du aber auch einen schnicken Kommentar auf den neusten Beitrag!

      Freu mich drauf!

      Gruß, Dude

      Löschen
  9. Der Mensch und das Geld

    Wer das menschliche Zusammenleben verstehen will, muss zuerst das Geld verstehen:

    Geldtheorie

    Weil am Anfang der Geldwirtschaft noch niemand wusste, wie die Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus befreit werden kann, musste die halbwegs zivilisierte Menschheit durch eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Zinsgeld (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld) gemacht werden, damit das, was wir heute "moderne Zivilisation" nennen, überhaupt entstehen konnte. Das war (und ist noch) der einzige Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte und uns alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen – und die darum bis heute unfähig geblieben sind, die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, zu verstehen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich "Auferstehung":

    Die Rückkehr ins Paradies

    AntwortenLöschen