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Freitag, 29. März 2013

Merkel und das Hitlerbärtchen

Abteilung: Damenbart














Wir habe in der Vergangenheit gut damit getan, den Ball flach zu halten in Europa.

Der Kniefall Brandt's stand uns gut!
Demut kann eine Zierde sein.

Heuer ist Demut keine kommunizierte Größe mehr, mittlerweile spielt sich Deutschland als Schulmeister auf, der mit mahnendem Zeigefinger anderen Staaten diktiert, wie sie zu wirtschaften haben.

Gerne vergessen wird dabei, dass andere Staaten nach dem verlorenen Weltkrieg, in dem wir unvorstellbares Leid verursachten, uns die Hand reichten und dem deutschen Volk eine zweite Chance zubilligten.

Früher versuchten wir Europa mit militärischer Gewalt unterzujochen.
Heute soll Europa (genauer, die Mitgliedstaaten der EU) sich von uns vorschreiben lassen, wie sie zu handeln haben. Es ist nicht mehr die Gewalt der Waffen, es ist die Gewalt der Politik, die Finanzinteressen dient.

Jene Volkswirtschaften, die durch die Exzesse der Finanzmarktspekultationen in's Trudeln kommen, verschreiben wir den deutschen Weg der Austerität. Bedeutet: Abbau von Errungenschaften der sozialen Sicherheit um taumelnde Finanzimperien zu retten. 

Die Entrechtung der Abgehängten, die sich mangels an Widerstand der deutschen Bevölkerung etablieren konnte (Agenda 2010), wird zur Road-Map in EU-Raum erhoben.

Gewinne von Spekulation fließen ungehindert, solange sie gut gehen. Ansonsten haftet der Staat (/das Volksvermögen).
Das ist der deutsche Weg, den Schröder geebnet hat. Das ist der Weg, den wir anderen Mitgliedern der EU verschreiben!
Wir verschenken kein Geld, wir verleihen es gegen Zinslasten! Wir verdienen daran! Am meisten an denen, die am Boden liegen, weil diese höhere Zinsen zahlen müssen. Sollen sie halt Sozialabbau betreiben, um diese zu bedienen! Sollen sie privatisieren um kurzfristige Bilanzgewinne zu generieren um den Zinshunger zu bedienen. 

Wir wollen uns als generöse Spender sehen, die selbstlos Geld verleihen um andere Volkswirtschaften zu retten. Wir wollen Dankbarkeit für die Bereitstellung von Geldmitteln. 
Aber es ist schlicht und ergreifend ein Geschäft um den Reichtum zu mehren, der nur wenigen Begünstigten zukommt.

Deutschland unterdrückt andere Staaten innerhalb und außerhalb der EU!
Nicht mit Waffengewalt - wie im letzten Jahrhundert. 
Aber die Unterdrückung ist manifest.

Und in so fern mag ich auch die Hitlerbärtchen im Gesicht von Merkel bei Demonstrationen abgehängter EU-Mitglieder nachvollziehen können...  


Kommentare:

  1. Guten Morgen, lieber Duderich,

    Ich war gestern im Buchladen (Thalia) und habe gestaunt, lauter neoliberalkritische Bücher lachten mich an. Sonst musste ich sie ewig suchen und fand sie gaanz hinten in der Ecke versteckt oder was noch häufiger vorkam, ich musste sie bestellen.

    Ich weiß nicht, ob sich meine Wahrnehmung nur geändert hat, weil ich immer kritischer werde und ich dieses unmenschliche System kaum noch aushalte oder es sich wirklich was bewegt, gaaaanz langsam. Ich treffe auch immer mehr Menschen, die spüren, dass hier etwas gehörig falsch läuft und nach Antworten lechzen.
    Vielleicht kriecht die Wahrheit ja doch aus allen Poren und erreicht die Menschen und wir sind nur zu ungeduldig.

    Meine Oma sagte mal, wenn etwas gut werden soll, muss es langsam wachsen.

    Lieben Gruß

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    1. Hallo liebe Ruby!

      Mittlerweile ist es breiter gesellschaftlicher Konsens, den Finanzkapitalismus und dessen Auswüchse scheiße zu finden!
      Ebenso aber anscheinend der Glaube an die Alternativlosigkeit dieses Systems.
      Wenn man sich Umfrageergebnisse (z.B. bzgl. Merkel) anschaut kann einem nur noch Grausen.

      Vielleicht sollte endlich mal ein Bewusstsein entstehen, dass die aufrechte und undogmatische Suche nach einer Alternative zum Bestehenden 'alternativlos' ist...

      Grüße,
      Dude

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    2. Mittlerweile ist es breiter gesellschaftlicher Konsens, den Finanzkapitalismus und dessen Auswüchse scheiße zu finden!

      Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt an dem sich 100 Messerstiche in den Rücken und ein eingeschlagener Schädel medial nicht mehr als grauenhaften Selbstmord verkaufen lassen.
      In den Auswirkungen und Konsequenzen ungefähr so wahrgenommen wie man BILD und McD's Scheiße findet, beide sich allerdings guten Zulaufs und stabiler Umsätze erfreuen ;-) ...

      Ansonsten wird das Merkel jetzt als das Übel personifiziert so wie der Hynkel der ja auch alle Gräueltaten selbst und mit eigener Hand vollbracht hat derweil die Herde all samt im Widerstand™ war ...

      Es ist immer das selbe Schema .... wenn hier einer Sarkasmus findet darf er ihn behalten .

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    3. @Duderich und Lazarus09

      Ach, ich kann euch ja so gut verstehen, eure Wut, euren Sarkasmus auf die manipulierte Masse.
      Aber gleichzeitig outet ihr euch als ungeduldig und, das geht jetzt nur an Lazarus09 - verbittert, phantasielos und destruktiv.

      Der Duderich und ich könnten genauso ironisch dir entgegenhalten, wie "dumm und manipuliert" ist denn der Lazarus09, dass er noch an einen verbesserten, reformierten Kapitalismus glaubt!

      Vielleicht gehört ihr beiden ja zu den Glücklichen und klugen Menschen, die von Anfang an die Manipulationen in diesem System durchschaut haben - dann gratuliere ich euch.

      Ich bin sozialisierte Ostlerin, konnte dem Kapitalismus nie etwas abgewinnen, trotzdem habe ich geglaubt, dass man wenigstens den Medien vertrauen konnte. Schließlich behaupteten und behaupten es heute noch die Westler, die ich seit der Wende kennenlernte. Also glaubte auch ich den Schwachsinn aus "heute" und "tagesschau" und manchmal kamen ja auch kritische Kommentare, so dass ich nicht hinter die Lügen stieg.

      Das irgendwas nicht stimmte habe ich auch nur gefühlt, ohne zu wissen, was?
      Meine Augen wurden erst geöffnet, als ein Kollege (gelernter Ossi), mit dem ich im ständigen politischen Diskurs war, mich einfach zur Info auf die Nachdenkseiten verwies. Hier las ich monatelang regelmäßig und saugte die Medienaufklärung nur so auf. Bis mir das irgendwann nicht mehr reichte. Für mich war auch wichtig, dass es noch viele andere Menschen gibt, die auch so denken und sich der Aufklärung verschrieben haben.

      Auch ich glaubte mal wie die Nachdenkseitenbetreiber an eine Reformierung des Kapitalismus, bis ich das Buch von Robert Havemann las. Erst dann kapierte ich, dass wir alle Gefangene unserer Sozialisierung sind - aber das ist ein anderes Thema.

      Was wäre aber mit mir passiert, wenn dieser Arbeitskollege mir ständig vor Augen geführt hätte, wie blöd, manipuliert und uninformiert ich doch sei?

      Wäre er als ernstzunehmender Gesprächspartner für mich noch in Frage gekommen?

      Deshalb sage ich euch, ihr braucht Geduld und Verständnis, dass es nicht so leicht ist, aus dieser Manipulationsschiene herauszukommen. Dafür braucht es aber Leute, die geduldig auf- und erklären und das immer und immer wieder, denn es kommen immer neue Leute dazu.

      Ihr werdet die Masse niemals erreichen, wenn ihr sie wie dumme Hiernis behandelt.

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  2. Endlich das ganze Europa! Was Opa nicht schaffte wird in unserer Zeit durch fisikalische Räubereien und Kunstgriffe möglich, ohne direkten Opfer unsererseits.

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    1. Auch die Deutschen sind Verlierer, lassen sich aber gerne einreden die Sieger zu sein...

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    2. Nicht Verlierer , Idioten .. Sie lassen sich vor jeden Karren spannen mit ihrer devoten Unterwürfigkeit.

      cui bono .. Das Kapital bedient sich der Deutschen als Vollstrecker ,die Profiteure von Krieg und Krise ist ein Internationaler Kreis Reicher Arschlöcher unterschiedlicher Staatsangehörigkeit deren Kapital nach immer neuen "Anlagen" und höheren Renditen lechzest .

      Gauckelt mal nach den Finanziers der NSDAP die nur ein paar Mark auf der Naht hatte als Hynkel zu denen stieß....Gauckelt mal nach den Profiteuren weltweit an dem 2WW .... Vielleicht findet ihr die selben Namen oder deren Erben als Profiteure der teuflischen gottgewollten unabwendbaren Krise ... BOoooooAH es gab "Gewinner " an diesen bedauernswerten verdammenswerten Ereignissen .. Mit einer Träne des Bedauerns im Knopfloch sitzen sie auf ihrem Millionen und Milliarden Aber nix destotrotz ...."Nie wieder "..! Reingefallen Schafe ..Mäh ..schon wieder hat's nur zum Faschismus gereicht

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    3. Der Geldadel möchte alles haben. Da werden alle zu Verlierer. Das scheitern wird gefördet um nachher sagen zu können: "Siehste ihr könnt es ja eh nicht, also machen wir jetzt alles und ihr gehört uns"

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    4. Ich frage mich in letzter Zeit häufiger ob das ganze Pyramidale Gesellschaftssystem nicht einfach so ist wie es ist und alles gejammere darum unter die 10% Jammerlappen-Klausel fällt?
      Rein geschichtlich gab es mehr oder weniger nur kleine Ausbrecher aus diesem Schweinesystem, diese auch nur in Überganzeiten und räumlich sehr begrenzt.

      ???

      Gruß PR

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    5. PR....

      rise and fall .... Reset ... ansonsten hat sich über die Jahrtausende nichts geändert. Früher von Geburt und Gottes Gnaden heute ..blabla na ihr wisst schon ..ebenso das 90% eurer Mitmenschen Ignorante Idioten sind .. Divide et impera ..Brot und Spiel ... Reiche Oberschicht kontrolliert Politik, Wirtschaft ,Bildung und Information und knechtet als Nutzmenschhalter die Idioten die an Onkel Tom's Hütte betteln eingelassen zu werden, da sie sonst da ohne Besitz als Bringschuldner geboren ihren Platz auf der Welt nicht bezahlen können und als ungebrauchtes Human Kapital am besten schnellstens sterben sollen...was man so natürlich nicht sagt sondern sie als faul beschimpft und auf 0 sanktioniert .. ich fange schon wieder an mich zu wiederholen.

      666

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    6. ...als Konsequenz muss ich dann leider sagen das ich mich den Ausbeutern anschließen werde.
      Diese nicht zu belehrenden Massen gehen mir auf den Sack.
      Warum nicht für eine gute Sache Arbeiten, also für mich?

      Gruß PR

      Ps: Sag mir jetzt keiner: "Aber wenn das alle machen würden?" Es machen nicht alle!

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    7. Für sich selbst arbeiten ist schon mal ok ... allerdings mit dem ausbeuten, das ist Scheiße .. Leben und Leben lassen. Du braucht ja auch nicht die Massen zu beschäftigen, selbstständig sein mit ein paar guten Leuten und die ordentlich bezahlen ist schon mal ein Anfang.... ;-) ... und wenn jeder in seinem Umfeld verändert was er kann, ist man schon mal auf dem richtigen Weg ...

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    8. Selbstständig sein... Das ich nicht lache. Habe ich schon hinter mich gebracht. Entweder Typ A: Du bezahlst viel und muss es dir von deinen Leuten leihen oder Typ B: Du bezahlst wenig und du musst den Leuten leihen. Der Knackpunkt ist eine Preisfrage, in gedumpten (vorsicht Denglish) Märkten mit weltweiter Konkurenz ist nicht mehr viel zu machen die einzige Stellschraube sind deine Ansprüchen und die Lohnkosten oder warum hat Sklavenarbeit so ein gutes feedback?
      Und dann diese Bürokraten, Finanzamt, Kammern usw. (nix Schaffer und Parasiten). Ausbeutung ist immanent und immer angesagt, letzendlich bleibt es am Kunden hängen.
      Als alternative bietet sich meiner Meinung nach nur "Fei Lun - das fliegende Rad" an.
      Dafür müsste man aber anders Wirtschaften und wieder "Ganzheitlich" arbeiten.
      Selbstständigkeit in Deutschland ist ein steiniger Weg und wie ich oben schon anonym anmerkte ist dein scheitern gewollt. Ausser du bist ein Goldesel dann melken sie dich bis zum Herzinfarkt.
      Ganz unrecht hast du natürlich nicht.
      Im großen und ganzen sollte man sich einfach nicht verrückt machen und seine Ansprüche auf ein Minimum reduzieren, bei gleichzeitiger Maximierung seiner Freiheit. Wenn ich Scheiße kaufe sollte ich mich nicht wundern wenn Scheiße drin ist usw.
      Denn eins ist gewiss wir sind alle sowas von abhängig von diesem Schweinesystem das ein Zusammenbruch desgleichen unser aller Ende bedeutet. Wäre es anders dann würde diese und viele andere "News" keinen von uns scheren.

      Gruß PR

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  3. ich kann das Merkel-Hitlerbärtchen auf Demonstrationen in nicht-deutschen EU-Ländern auch irgendwo verstehn.
    durch die Verelendung staut sich eben ein Hass auf, dem man mit moral-theoretischen Argumtenten wie "Verharmlosung" etc schlecht beikommt... und wirklich nachvollziehn kann das eh nur, wer in diesem Elend _über_leben muß...

    man sollte aber bedenken: mich würde nicht wundern, wenn viele die mit Hitler-Merkel-Bildern rumlaufen, selbst "Golden Dawn"-Wähler sind.

    was die "Moralische Integrität"/ bzw Beliebtheit angeht, sind wir trotzdem auf gutem Weg die USA zu beerben.

    ansonsten geb ich dir Recht, Demut war gestern.
    nicht nur in Europa - mit ein bißchen Glück wird sogar in Syrien bald deutsch "gesprochen"!

    manchmal komm ich mir vor, als wär Retro "Deutsches Kaiser-Reich" angesagt, "am deutschen Wesen soll die Welt genesen"... Militarismus hat auch wieder Aufwind. "Yellow Ribbons" für "unsere Jungs"

    anonym 11:24, du hast Recht, Kriege waren gestern - warum auch, wo man die Leute doch einfach in den Selbstmord treiben kann!
    Ne, Spaß. Hier handelt es sich natürlich um Solidarität. Aber diese undankbaren $#@%! wissen ja wirklich gar nichts zu schätzen:

    "Dankbarkeit sieht anders aus"

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    1. Stimme Dir in allen Belangen zu.

      Was vielleicht noch Mut macht, ist die Tatsache, dass Krisen ein kreatives Moment entfalten.

      Dieses wird versucht, von den Bewahrern zu verhindern.

      Ich hoffe inbrünstig, dass sie auf Dauer damit keinen Erfolg haben werden und dass sich die Bevölkerung letztendlich nicht gegen ihre Interessen gleichschalten lässt...

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  4. Die neue Partei AfD hat in nur 7 Wochen 5.000 Mitglieder gewonnen. Nach der Wahl im September werden die €urokratie und der Multikulturalismus beseitigt. Mehr dazu auf meinem Blog.

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    1. Auf die sollte kein kritisch denkender Mensch reinfallen.

      Die NPD wirbt meines Wissens auch mit dem Euro-Austritt...

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    2. Eso-Policier

      ...hast du's schon mal bei den Burschen von P1 versucht ?

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    3. @ Lazarus09
      Was meinen Sie mit P1? Meinen Sie PI?

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    4. Genau die meinte ich ..

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    5. @Duderich

      vorneweg: nachdem was ich bis jetzt von denen mitbekommen hab, halte ich auch nicht viel von der AfD, und würde die auch Richtung "PRO" einordnen, eine "bürgerliche" NPD vllt.

      daß auch die NPD den Euro-Austritt fordert, heißt aber nicht daß auch das Ziel selbst "rechts" ist...
      der Euro war MMN der größte ökonomische Fehler überhaupt*.
      Das Regulativ eines Wechselkursees hat ja seinen Sinn - sonst könnte man ja gleich ne "Weltwährung" schaffen (nach Merkels Logik hätten sich damit auch gleich alle Kriege erledigt ;)...)
      Alle Ökonomen, die den Euro schon von Beginn als Fehler bezeichneten, wurden "politisch korrekt" totgeschwiegen, und in die national-konsrvative Ecke gestellt: €uro- = Europa-feindlich...

      Profitiert haben von der Währungsunion doch nur die Konzerne, den Preis zahlt jetzt die Bevölkerung.
      Gerade die sog. "PIIGS"-Staaten haben jetzt darunter zu leiden, die mit dieser Währung kaum ne Chance haben, nochmal auf die Beine zu kommen.
      erst haben wir GR, Spanien, etc, etc... mit billigem Geld "angefixt" - jetzt sind unsere "Partner" ruiniert... aber gewisse Leute machen sogar damit noch Profit.
      Der Junkie geht in den Knast, der Dealer wird belohnt.

      jetzt ist der Karren aber so oder so an die Wand gefahren.
      sollten wir den Euro abschaffen, wirds ne Katastrophe geben; mit Euro (zumindest in der Form) gehts auch nicht weiter...
      Die fehlende Regulations-Möglichkeit durch eigenen Wechselkurses trägt ja zum Großteil dazu bei, daß die jeweiligen Länder nicht mehr aus der Scheiße raus kommen.

      hier übrigens ne interessante Sendung dazu. Ab 27'55" zeigt Waigel daß er ein echter Profi ist. Lügt ohne rot zu werden ;) aber das nur nebenbei

      Daß es im "rechten" Lager scheinbar mehr €-Kritiker gibt, liegt MMN nicht nur an Nationalismus o.Ä.; sondern auch daran, daß die Ideologie der "Überwindung der Nationalstaaten" für viele Linke so anziehend war/ bzw ist, daß sie darüber alle Rationalität vergessen...
      Ideologie schlägt Logik, leider keine Seltenheit.

      *) meiner Meinung nach - ich lass mich aber gerne verbessern

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    6. der Euro wäre eigentlich genauso ein segen, wie es eine weltwährung wäre.

      leider liegt die betonung auf wäre.

      er wäre es nämlich nur und ausschließlich dann, wenn im selben atemzug auch einheitliche rechts-, umwelt- und sozialstandards durchgesetzt würden. dann wäre dumping, lohndrückerei, umweltausbeutung etc. nicht möglich, es könnte sich nicht ein land auf kosten der anderen unfaire wettbewerbsvorteile verschaffen und eine regulierung via auf- oder abwertung wäre überflüssig.

      das problem innerhalb europas ist nicht der Euro (genausowenig wie das problem innerhalb Deutschlands die DM war). das problem ist die mangelnde solidarität zwischen arm und reich. würde man die überschüsse der einen region, statt sie ins finanzcasino tragen zu lassen dazu nutzen, infrastruktur, bildung und entwicklung in den der anderen region zu fördern, würden sich die lebensverhältnisse langfristig aneinander anpassen.
      und dies ist zum langfristigen erhalt des friedens in Europa und in der welt tatsächlich alternativlos.

      bleibt dagegen alles wie es ist; erlaubt man also weiter deutschen konzernen mittels lohndumping und exportüberschüssen, die anderen europäischen staaten am boden zu halten, würde eine rückkehr zu den nationalwährungen nichts anderes bringen, als ein willkommenes argument für deutsche manager, den druck auf deutsche löhne noch weiter zu erhöhen und den niedriglohnsektor noch weiter auszubauen. schließlich, bliebe ja bei steigender DM, keine andere wahl, um die "wettbewerbsfähigkeit" gegenüber dem ausland zu bewahren.

      lg
      don

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    7. @Don

      er wäre es nämlich nur und ausschließlich dann, wenn im selben atemzug auch einheitliche rechts-, umwelt- und sozialstandards durchgesetzt würden. dann wäre dumping, lohndrückerei, umweltausbeutung etc. nicht möglich

      "einheitliche Rechtsstandards", also auf deutsch gesagt - eine einheitliche Regierung?

      auf das Fazit US Europa laufen auch die Sprüche (wie von Schäuble z.B.) von einer "europäischen Wirtschaftsregierung" hinaus - als ob sich der Bereich Ökonomie/Wirtschaft so einfach vom Rest der Regierungsarbeit/-kompetenzen trennen lassen würde.

      Ich bin nicht nur wg dem €uro kein Freund eines vereingten Europas (also nach US-Vorbild).

      kurz gesagt: wir Linke schaffen es nicht mal in Deustchland auf einen Punkt zu kommen - Sprachbarrieren werden die Sache sicher nicht vereinfachen, und englisch (auch gut) können und sprechen, sind 2 g r u n d verschiedene Dinge...

      so eine Vereinigung würde v.A. den Leuten in die Hände spielen, die schon vernetzt sind; kleine(re)n Kreisen mit viel Macht/Einfluß, Lobbygruppen usw; und natürlich denen die eh nur eine Sprache sprechen: die des Geldes...
      die Entwicklung von Graßwurzelbewegungen wäre in einem USEu extrem schwierig.

      Und auch wenn manche Linke das nicht wahrhaben wollen: Kulturen spielen eine Rolle... ein USEu wäre mit den USA überhaupt nicht vergleichbar, Föderatives System hin oder her.

      das problem innerhalb europas ist nicht der Euro (genausowenig wie das problem innerhalb Deutschlands die DM war)

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    8. sorry, letzten Absatz( Zitat) streichen...
      (ich bin aber nicht der Meinung, daß sich DM/€ so einfach vergleichen lassen)

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    9. Nachtrag:

      eine Europa- (oder auch Welt-)Regierung würde (zumindest klassische, zwischenstaatliche) Kriege vllt wirklich wirklich verhindern - Unterdrückung aber umso leichter machen...

      neben der Trennenden, haben Grenzen ja auch ne schützende Wirkung - daß Menschen innerhalb dieser Grenzen leben können wie sie wollen, ohne sich von außen irgendwelche Gesetze diktieren lassen zu müssen

      ...und was das "Verhindern von Kriegen" angeht - siehe nur die ganzen "Bürger"kriege auf der ganzen Welt

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    10. Nichts würde Kriege verhindern, da sie mächtig Gewinn abwerfen.
      Ich erinnere an das Fazit des Buches 1984, welches in etwa so lautet:
      Drei Superstaaten bekriegen sich wechselseitig nur um die Wirtschaft (Industrie, Militär) am laufen zu halten, hier und da sterben Menschen (Populationskontrolle).

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    11. @ garfield:

      meine argumentation ist auch mehr normativer natur, im sinne von "so sollte es sein".

      und mit "einheitlichen standards" sind natürlich solche gemeint, die für alle relevanz haben und deshalb für alle gültig sein sollten, egal wo sie leben. etwa die menschenrechte, der schutz der umwelt, faire arbeits- und lohnbedingungen etc.

      diese rechte stehen über allen kulturen. es sollte daher auch möglich sein, sie trotz sprach- und weltanschaulicher unterschiede, sich darauf zu einigen.

      alles weitere gehörte meiner meinung nach möglichst kleinteilig und subsidiär geregelt.

      eine gemeinsame währung würde in einem solchen system ausschließlich vorteile bringen. sie ist nur in unserem derzeitigen system ein beliebtes mittel um völker gegeneinader aufzupeitschen, während sich globale geschäftemacher weiter die taschen vollstopfen und der kleine mann auf den scherben sitzen bleibt.

      lg
      don

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  5. Lazarus

    "schon mal bei PI versucht?"

    dank solchen Texten dürfte er bei den demonstrativ US- und Israel-freundlichen Jungs von PI vermutlich weniger gut ankommen ;)

    @all, nur der Vollständigkeit halber:
    nachdem ich eben mal auf die Seite geschaut hab, leg ich Wert drauf festzuhalten - "Garfield" ist ein ziemlich häufiger Nick, der dort kommentierende hat nichts mit mir zu tun!
    auch wenn seine Analyse unten ganz gut hinkommen könnte ;)

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    1. Die letzte Bemerkung hätten Sie sich sparen können. Denn da Sie in ihrem Nick 080 stehen haben, sind Verwechslungen eigentlich nicht zu befürchten.

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    2. das mit meinem "Blog" ist ne längere Geschichte... wg meiner Faulheit kommentiere ich nur mit meinem Wordpress-Konto, wenn das direkt "angeboten" wird, auf allen andern Blogs kommmentiere ich nur mit "Garfield"

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  6. „Wir wollen uns als generöse Spender sehen, ...“
    Angeregt durch den Versuch der Reinwaschung der Lobbyisten bei Sasse („Ich sehe das Blog eh nicht als links,“) „Wie politische Beeinflussung wirklich funktioniert“ habe ich mal recherchiert und diese, da es die Zukunft, die Bildung, betrifft erschreckende Analyse gefunden.
    Wer in der wohl mächtigsten und einflussreichsten neoliberalen Stiftung in D  das Sagen hat, lässt einem schon den kalten Schauer den Rücken runter laufen.
    Auch wenn mein Kommentar etwas OT ist, Geld und Spender Kommen ja auch vor. ;-)

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    1. Na, OT ist hier vieles... :-)

      In die Analyse habe ich hineingeschaut. Es ist zwar erschreckend, aber keineswegs überraschend was da seht.

      So isser halt, der Kapitalismus. Immer expandierend um neue Märkte zu erschließen. Warum sollte das bei der Bildung anders sein?

      Grüße, und frohe Ostern
      Dude

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  7. >> Gauckelt mal nach den Finanziers der NSDAP die nur ein paar Mark auf der Naht hatte als Hynkel zu denen stieß....Gauckelt mal nach den Profiteuren weltweit an dem 2WW ...

    Gauckelt mal nach den Finanziers der CDU, die nach dem 2.WK eigtl nicht viel auf der Tasche gehabt haben konnte... den Profiteuren nach dem Krieg

    Stichworte -> CIA Finanzierung Octogon Adenauer Globke

    so stößt man auch auf dies und das... alles bewiesen, weiß aber kaum ein Mensch.
    Dafür wird die (völlig unbewiesene) Keule der von der LINKEn angeblich kassierten SED-Gelder immer wieder rausgeholt

    aber bei Nazis, äh Demokraten ist das natürlich auch was anderes...

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    1. Dafür wird die (völlig unbewiesene) Keule der von der LINKEn angeblich kassierten SED-Gelder immer wieder rausgeholt

      Ja klar .Ad nauseam.cui bono..!!! ;-)

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  8. Happy easter Garfield & @ll... ;-)

    Was die Nachfolge der Zentrumspartei angeht rennst du bei mir offene Türen ein ...

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  9. wenn auch etwas zu spät...

    allen hier auch Frohe Ostern ;)

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  10. Volle Zustimmung zum oben stehenden Artikel.

    Könnte man schon auf den Gedanken kommen , daß der Marshall-Plan im Endeffekt nur Perlen vor die Säue war...

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