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Montag, 8. April 2013

Falsche Welt

Abteilung:  Des Kaisers Nacktheit

Der Duderich hat sich verzettelt.
Hat sich auf Nebenkriegsschauplätze eingelassen, die nicht mal eine Pinkelpause wert sind.

Wenn ich mich aber nicht im Detail verliere,
meinen Blick auf das Gesamte richte...

Meiner Umwelt:
Auf Recht und Unrecht, ja (lacht nur!), auf GERECHTIGKEIT!

Was dann???

Ich schaue um mich, und finde eine Welt vor, in der überbordender Reichtum schreiender Armut gegenübersteht. Wenn man sich die Tendenz der Verteilung gesellschaftlichen Reichtums ansieht - die immer weiter aufgehende Schere der Besitz- und somit auch der Sozialverhältnisse, dann steuert dies auf Zustände hin, die ich mir nicht ausmalen mag...

Hofft da wer auf Revolution?
Diese Krise ist keine, die mit der Erstürmung irgendeines Gebäudes (Bastille) überwunden werden kann.
Heute ist die Ungerechtigkeit eine viel Subtilere. Die (wahren) Profiteure und deren Machtbeeinflussung sind viel schlechter auszumachen und noch schwerer zu bekämpfen, als in der Vergangenheit.

(...)

Unser gesamtes Weltbild scheitert!
Der Kapitalismus scheitert mittlerweile so offensichtlich, dass es jeder sehen könnte/müsste ... würde er nicht wegschauen.

Es gilt eine Wesenshaltung zu bewahren! Ungerechtigkeiten - auch wenn sie sich bereits tausendmal wiederholten (siehe auch:: Geschichtliche Verantwortung), zur >Normalität< (sic!) werden, immer wieder mit einem Fingerzeig zu bedenken. In diesem Zusammenhang etwas Werbung für 'Aufgelesen und kommentiert' unter Duckhome.

Die richtungsweisenden Fragen sind doch schon beantwortet:

Nein, es ist langfristig für eine Gesellschaft nicht erstrebenswert, wenn Reiche reicher werden und Arme noch ärmer. Wer mag denn heute noch glauben, dass das für eine Gesellschaft gut ist?

Nein, ewiges Wachstum (auf dies unsere Weltordnung basiert) gibt es nicht! Weder in der Natur (Krebs versucht das - scheitert aber, weil er seinen Wirt tötet), noch in der Ökonomie.

Offensichtliche Wahrheiten, die die meisten unterschreiben würden.

Aber die Lügen bestimmen die Realität:

Wir lassen uns Unrecht als Recht verkaufen.
Und Recht als Unrecht.

Sinn als Unsinn
und Unsinn als Sinn.

Der ethisch/moralische Kompass verliert immer mehr an Wert.
Die Orientierung, was 'richtig' und was 'falsch' ist.


Jeder Tag ist voller 'Banalitäten' (sic!), jeder Tag, den wir mit offenem Auge wahrnehmen, weist uns auf die Absurdität dieses Systems hin!
Jeder Tag!

Die Frage ist, ob man die Wahrheit sehen will!

Wie lange man bereit ist, dieses absurde Spiel weiter mitzuspielen?

Und, ... WIE handeln, ... wenn nicht???


Kommentare:

  1. auf der einen Seite würde ich jetzt sagen, das banalste ist erst mal wählen gehn. Die ganzen Argumente der Nicht-Wähler bringen MMN nichts, Wahlbeteiligung interessiert die Regierung nen Scheiß, und Außerparlamentarische Opposition wird damit trotzdem nicht ausgeschhlossen.
    Und auch ne Wahl des kleineren Übels ist natürlich trotzdem eine sinnvolle.

    Auf der andern Seite - irgendwann werden uns die Rettungsbillionen einholen, ebenso wie die Situation in GR, E ... früher oder später auch D - dann gönne ich es Merkel schon, selbst am Ruder zu sitzen... denn wenn nicht, schaffens die Spin-Doctors garantiert, die Schuld der (dann nicht mehr) Opposition in die Schuhe zu schieben...

    auf der andern Seite - die Gefahr daß die LINKE in Regierungsverantwortung kommt, ist eh nicht gegeben - und wenn dann SPD/Grüne ihr Fett wegkriegen, ist das auch ok... von daher:

    wenigstens wählen gehn!

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    1. @Garfield
      Sehe ich auch so. Wir haben die Wahl: Entweder wählen wir von den Parteien das kleinere Übel oder wir wählen Revolution. Was dies (Revolution ohne Konzepte) bedeutet ist auch klar: Chaos, Verwüstung, Tod, Leid, Zerstörung.

      In vielen linken Blogs, welche die Demokratie (als kleineres Übel) ablehnen, wird zwar oft mit Revolution geliebäugelt, aber niemand hat auch nur einen Hauch eines alternativen Plans. Und wenn über einen solchen mal diskutiert wird, liegen sich sofort unterschiedliche Fraktionen in den Haaren. Aktuell Anarchisten und Zinskritiker in einem bekannteren Polit-Blog.

      Die einzig realisierbare Möglichkeit wäre, wenn all die selbsternannten Durchblicker selbst in die Politik gehen und es besser machen würden...

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    2. @Garfield
      Da würde mich aber schon interessieren, wieso Merkel zu wählen das kleinere Übel sein soll. Das bedeutete dann doch, alles wie gehabt mit doch abzusehenden zunehmenden Härten für die Mehrheit der Menschen in Deutschland und Europa. Genauso im Übrigen, wenn SPD und Grüne an die Regierung kämen. Was habe ich z.B. als mit der derzeitigen Politik unzufriedene Bürgerin davon, wenn SPD und Grüne abgestraft würden, dafür CDU (u. evtl. FDP) eine Mehrheit bekäme? Glaubst du im Ernst, irgendeine der sogenannten Volksparteien würde aus einer Niederlage relevante Schlussfolgerungen ziehen und anders weitermachen als bisher? Nicht nur Wahlbeteiligungen interessieren die Parteien einen Dreck, sondern die Wahlen und der Wählerwille überhaupt. Siehst du doch schon daran, dass, bevor der Wählerwille bekannt ist, bereits Koalitionen ausgeschlossen werden, bestens war das beispielsweise bei der letzten Wahl in Thüringen zu beobachten. Keine der "etablierten" Parteien muss vor der Wahl oder den Wählern Angst haben, weil es egal ist, wer von denen gewählt wird. Auch in der Opposition kann man gut für ein Leben nach der Politik vorsorgen.
      Wer allen Ernstes behauptet, man müsse unbedingt wählen, aber mangels Alternative wählt, was immer gewählt wird und sich auch noch damit herausredet, das sei das kleineres Übel, kann nicht wirklich daran interessiert sein, dass sich irgendetwas ändert, selbst wenn dahinter der Wunsch stehen möge, Merkel solle selbst auslöffeln, was sie angerichtet hat. Sie wird es nicht auslöffeln, sondern "weiterreichen". Und du kannst doch nicht im Ernst glauben, dass, wer sich in seiner Macht erneut legitimiert sieht, irgendeinen Anlass sieht, etwas zu ändern und nicht alles daran setzt, dass ein Zusammenbruch mindestens solange hinausgezögert wird, bis alle Profiteure ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben und dabei demokratische Strukturen immer weiter zerstört, mit allen Mitteln?


      @der Herr Karl

      Du rätst also auch, Merkel zu wählen?

      "Wir haben die Wahl: Entweder wählen wir von den Parteien das kleinere Übel oder wir wählen Revolution."

      Zum "kleinen Übel" hab ich Garfield schon was geschrieben. Aber erklär mir doch bitte mal, auf welche Weise eine Revolution gewählt werden kann?

      Ganz davon abgesehen, dass deine "einzig realisierbare Möglichkeit" eben nicht realisierbar ist (hinsichtlich der Realisierung des Zieles), du benutzt darüber hinaus ein Totschlagargument: Wer es nicht besser kann/macht, habe auch kein Recht zu kritisieren. Du solltest gelegentlich mal über die Funktion von Kritik nachdenken.

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    3. @Frau Lehmann
      Es ist jedes Mal dasselbe Lied von dir:
      "Du solltest gelegentlich mal über XXX nachdenken."
      "Du solltest gelegentlich mal über YYY nachdenken."
      "Du solltest gelegentlich mal über ZZZ nachdenken."

      Wer solche Ratschläge erteilt, stellt sich über das Gegenüber und verunmöglicht eine Diskussion.
      Auch dein Herablassendes "Aber erklär mir doch bitte mal...", macht die Sache nicht besser. Du brauchst diese Herabwürdigungen offensichtlich...

      Wenn du deinen Kopf unter Wasser hälst, hast du auch die Wahl: Entweder lässt du deinen Kopf unten oder du hebst ihn nach einer gewissen Zeit wieder an die Luft. Wasser oder Luft. Demokratie oder Revolution. Du hast die Wahl.

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    4. @der Herr Karl

      Und warum erklärst dus dann nicht einfach?

      Demokratie und Revolution sind meiner Meinung nach eben keine Antithesen. Es wurden schon Revolutionen geführt, die Demokratie zum Ziel hatten. Die viel größeren Gegner (als die Kritiker der Auswüchse des Wirtschaftssystems) der Demokratie heute sind die, die unter dem Deckmantel der Demokratie diese Stück für Stück abbauen und sich dennoch Demokraten nennen. Statt marktkonformer Demokratie müsste es in einer funktionierenden Demokratie heißen demokratiekonformer Markt. Unsere demokratisch gewählten Volksvertreter vertreten längst nicht mehr die Mehrheit der Wähler. Das solltest du doch auch wissen. Und warum ignorierst du das dann? Statt dich zu erklären, beharrst du lieber auf deinen Thesen und ziehst dich beleidigt zurück, wenn jemand eine andere Meinung als du hat und/oder initiiert über Sachverhalte nachzudenken, wenn diese nicht hinreichend ge- und erklärt sind.

      Das, da hast du Recht, ist keine Diskussion.

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    5. @Frau Lehmann! @Cora! (20:32)

      Ich ziehe meinen Hut gnä' Frau! Kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Aber so real die von Dir beschriebenen Realitäten auch sein mögen, so wenig sind sie mit seinem Glaubenssystem ('links-evangelisch'???) vereinbar und werden entsprechend absorbiert.

      Bei den Worten von dHK, habe ich mir gedacht:
      Wenn wir wahrlich demokratische Zustände hätten, wenn das Wohl der Allgemeinheit im Vordergrund stehen würde, dann würde doch keine Sau an Revolution denken!
      Anders als der Herr Karl (der die SPD in den Klee lobt) erkennen nämlich viele, dass eben keine wirklich demokratischen Zustände herrschen. Dass die Allgemeinheit EBEN NICHT im Interesse der Gesetzgebung stehen.
      Sondern die wenigen Mächtigen.
      Genau da steckt doch das revolutionäre Potential! WEIL EBEN KEINE Demokratie herrscht. Wenn man den Armut und Reichtumsbericht liest, stellt sich doch die Frage, ob die Mehrheit der Bevölkerung dass so will?
      Ob die Mehrheit will, dass die Arm-Reich-Schere immer weiter auseinander geht? Will die Mehrheit, Abbau sozialer Sicherungssysteme?
      Oder werden doch in unserer sog. Demokratie die Interessen der Finanz umgesetzt?

      Aber warum erzähl ich's?
      Du weißt es,
      und dHK will es nicht wissen.
      Absorbieren und so...

      Gruße
      Dude

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    6. dHK (18:52): "Demokratie oder Revolution. Du hast die Wahl."

      Das ist die kleine, beschauliche Welt des Herrn Karl.

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    7. @Duderich
      "Das ist die kleine, beschauliche Welt des Herrn Karl"

      Nein, das ist einfach "kurz und knackig auf den Punkt gebracht"

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    8. @dHK: "Nein, das ist einfach "kurz und knackig auf den Punkt gebracht"

      Nee, das kann Frau Lehmann besser... (kicher)

      Übrigens:
      Langeweile?
      Auf Deiner Seite nix los?

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    9. @Frau Lehmann

      >> @Garfield
      Da würde mich aber schon interessieren, wieso Merkel zu wählen das kleinere Übel sein soll


      sorry, wir sprechen schon dieselbe Sprache, oder?
      Ich habe dazu aufgerufen, Merkel zu wählen?...

      Ich dachte eiglt es wär klar, daß das "kleinere Übel" auf die üblichen Argumente der Nicht-Wähler von der "Wahl zw 2 Übeln" abzielte, wie z.B. dieser hier (Original-Artikel doktorsblog.de/2013/01/10/wahlen-ist-ein-gewaltverbrechen/ z.Zt. nicht erreichbar)...

      aber gut. Trotzdem würde mich dann interessieren, gegen wen denn ausgerechnet Merkel das "kleinere Übel" sein soll? (außer der NPD vllt, aber ich denke mal wir reden hier von Parteien mit reellen Chancen)...
      hat der Teufel höchstpersönlich in den Umfragen 50% bekommen, oder hab ich sonst irgendwas nicht mitbekommen?

      wahrscheinlich liegt's ja an mir, und ich hab mich einfach unverständlich ausgedrückt - könntest du mir deshalb bitte mal erklären, wie man genau drauf kommen kann, ich hätte zur Wahl Merkels aufgerufen, bzw gesagt habe sie wäre das kleinere Übel?

      >> Nicht nur Wahlbeteiligungen interessieren die Parteien einen Dreck, sondern die Wahlen und der Wählerwille überhaupt

      es macht aber einen Unterschied, ob die LINKE im kommenden Parlament gar nicht mehr vertreten sein wird, mit nur 5 oder vllt sogar mit 15%. (was MMN durchaus zu schaffen wäre, wenn nicht alle Unzufriedenen denken würden "Wahlen bringen eh nix...")

      Um sicher zu gehn, daß der Beitrag nicht übersehn wird, poste ich ihn nochmal unten, denn ich hätte wirklich gern eine Antwort auf die Frage im 1. Absatz.

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  2. so lange es der macht-elite weiter gelingt, die masse der mittelschicht glauben zu lassen, ihre feinde kämen von unten, wird sich nichts ändern.

    so lange ein h4-empfänger, der ein paar stunden im monat was schwarz dazuverdient, damit er auch ab dem 20. des monats noch was warmes im teller hat, der größere skandal ist, als der konzern, der (auf legale (!) - was ein hohn - art) seine steuerlast gegen null drückt, bewegt sich in dieser gesellschaft null.

    der schlüssel wären und sind die medien: egal ob in USA, GB, Italien oder bei uns: die privaten bzw. parteienkontrollierten medien mit ihrer einseitigen und teilweise schlicht gelogenen (hof-)berichterstattung sind die schärfste waffe der neoliberalen.

    kleinigkeiten aufbauschen, die wahren skandale vertuschen und für alles und jeden einen sündenbock finden - so läuft das.

    trotzdem: auch dafür braucht es immer zwei seiten: den, der verarscht und den, der sich verarschen lässt.

    "selbstverschuldete unmündigkeit"? gabs da nicht was?

    lg
    don

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  3. @don

    Das Feindbild wird aktuell verlagert. Dank der hausgemachten Eurokrise kann man sich in Deutschland ein wenig Ruhe erkaufen. Den Armen wird vorgehalten wie faul der Grieche auf unsere Kosten ist, dem Mittelstand ebenso. Gleichzeitig wird der Druck erhöht indem man droht, Arbeitskräfte zu importieren. Viele verlieren den Überblick, oder wollen ihn auch nicht haben.
    In meinen Augen müssen Einkommen und Vermögen offengelegt werden und zwar von jedem. Auf diese "Neid"debatte wäre ich gespannt. Wir hören "Experten" zu und glauben ihnen. Dabei realisieren wir nicht wie wenig unsere Eliten überlastet sind. Ich glaube wir erahnen nicht einmal wie ungerecht die Gesellschaft in Wirklichkeit ist. Darum ist die Bestandsaufnahme auch so wichtig. Nach dem Kassensturz kann man dann überlegen wie man weiter vorgeht. Vielleicht wollen die meisten Menschen ja keine Änderung. Vielleicht sind sie ja glücklich mit dem bisschen Hoffnung irgendwann dazuzugehören.

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    1. "Vielleicht wollen die meisten Menschen ja keine Änderung. Vielleicht sind sie ja glücklich mit dem bisschen Hoffnung irgendwann dazuzugehören."

      Dr. Decker vom Gegenstandpunkt hat dafür mal einen schönen Begriff geschaffen: "Die unbrauchbare Unzufriedenheit."

      Das sind Menschen, die etwas bemerken, die unzufrieden sind mit ihrer eigenen Situation und auch manchmal mit den Verhältnissen, in denen sie zurechtkommen müssen.

      In ihrer Unzufriedenheit wenden sie sich aber genau an diejenigen, die ihre Unzufriedenheit verursacht haben und erhoffen sich genau von diesen Abhilfe für ihre Unzufriedenheit.

      "Unbrauchbare Unzufriedenheit" deshalb, weil sie sich erschöpft in der stets wiederkehrenden Delegation der eigenen Unzufriedenheit an ein politisches Personal, von dem Mensch sich Abhilfe verspricht.

      Bis zur nächsten Enttäuschung und der Wiederholung des gleichen Rituals.

      Emanzipation hat einen tollen Geschmack. Aber solange jeder denkt, das, was ich habe kenne ich, aber was ich bekommen werde, das weiss ich nicht, solange wird's auch nichts.

      Gruss Troptard;

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    2. @Troptard:
      Gerade die Unzufriedenen lassen sich das als Demokratie verkaufen.
      Das ist das Dilemma.

      Gerade die Unzufriedenen gehen nicht zur Wahl, weil sie nicht an die Demokratie glauben. Keine Frage des Bildungsstandes sondern der Erfahrung.

      Ich selbst bin übrigens der Überzeugung, dass es keinen Deut besser würde, wenn die SPD in Regierungsverantwortung käme.

      Grüße
      Dude

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  4. @ Der Herr Karl

    "Revolution ohne Konzepte" das hat was und nicht zu Unrecht.

    Erstmal aus einem ganz einfachen Grund: Weil eine Revolution nirgendwo auch nur angedacht wird.
    Es gibt da so eine unausgesprochene Zuversicht in den Staat, als Staat, der sich um die Bedürfnisse aller Menschen zu kümmern hat.

    Warum er sich um diese nun ausgerechnet nicht kümmern will und aus welchen Gründen ihm die Bedürfnisse weniger Wert sein können, als die Rettung von Banken und Unternehmen, wird weitgehend personifiziert aber selten am System festgemacht.

    Anders ausgedrückt: In der Krise artikuliert sich plötzlich Kritik, die vor der Krise stumm war, obwohl es dafür Anlässe genug gegeben hätte.

    Wir haben es also mit einem Phänomen zu tun, was die Revolutionierung der Verhältnisse im prosperierenden Kapitalismus schon längst in die Geschichtsbücher vergangener Zeiten entsorgt hat.

    Ein Konzept für eine Revolution kann es unter diesen Umständen gar nicht geben. Davon abgesehen, dass eine Revolution sich nicht von Konzepten abhängig macht. Wenn die Situation dafür reif ist und die Menschen diese wollen, dann wird sie stattfinden.

    Dass die Aussichten dafür zur Zeit schlecht sind, spricht nicht dagegen, dass sie stattfinden wird.

    Ich zitiere hier noch mal frei den "ollen" Marx mit seiner These von der "historischen inneren Schranke" des Kapitals:

    Wenn es also nicht gelingt, dass ein gesellschaftlicher Wille, eine soziale Bewegung entsteht, die bewusst den Kapitalismus in seinem ganzen inneren Zusammenhang überwinden will und dies auch praktisch tut, dann stürzt die Menschheit zurück in die Barberei.

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    1. @Anonym
      "Wenn es also nicht gelingt, dass ein gesellschaftlicher Wille, eine soziale Bewegung entsteht, die bewusst den Kapitalismus in seinem ganzen inneren Zusammenhang überwinden will und dies auch praktisch tut, dann stürzt die Menschheit zurück in die Barberei."

      Das, mein Guter, ist erstens Religion!
      Und funktioniert zweitens nur in der Theorie.
      (Zähl' mal die Länder auf, in denen der Praxisversuch bereits gescheitert ist...)

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    2. @Troptard?

      Versuch es gar nicht mit Argumenten.

      Er ist einfach nur ein erkenntnisresistenter Troll.

      Perlen vor die Säue...

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    3. @Duderich
      Oh, aufschlussreiches Vorgehen eines Bloggers...

      Und solche Leute wollen eine Gesellschaft in Harmonie und ohne Geld, Markt, Privateigentum und neu auch ohne Mandate aufbauen?
      Na dann gute Nacht!

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    4. @Troptard
      Schön zusammengefasst. Danke!

      @der Herr Karl

      Keine Theorie ist aber, dass wir uns bereits auf dem Weg in die Barbarei befinden. Für diese Entwicklung gibts genügend Beispiele in Europa.

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  5. Troptard? Ja!

    Grüsse von Troptard

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  6. Salut!

    Das hier irgend jemand wirklich glaubt er lebe in einer "Demos"-kratie wundert mich ein bißchen. Das hier ist eine Republik nach Römischem Recht und Rom war ein Imperium mit Tyrannen Herrschern.

    Regierungsformen tendieren - wenn sie fortdauern - in immer stärkerem Maße zu aristokratischen Formen. Es gibt keine Regierung der Vergangenheit, von der bekanntgeworden wäre, daß sie diesem Muster nicht entsprach. Und sobald die Aristokratie sich ausbreitet, tendiert die Regierung immer mehr dazu, lediglich die Interessen der herrschenden Klasse zu vertreten - ob sie nun auf erblichem Adel oder den Oligarchien finanzieller Mächte beruht.
    - Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

    Naja man kann sagen was man will, ich Glaube (oh Aufschrei) an das Führerprinzip. Nur mit einer Führungspersönlichkeit die von den meisten akzeptiert ist, kann man gegen die herrschende Klasse vorgehen.
    Das ganze gelaber und geschreibsel ensteht nur aus "Kopflosikeit". Ohne Ziel bzw. Zielvorgabe ist es wie im Swingerclub, alles kann nichts muss. Kräfte müssen gebündelt werden, getreue eingeschworen, alle an ihren Platz und vorwärts, denn nur zusammen ist man stark. Ihr Süppchensbruddler. "Alle mann" oder keiner!

    Gruß

    Skr

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    1. @Skr
      "...ich Glaube (oh Aufschrei) an das Führerprinzip"

      Dann bist du hier nicht falsch. Denn hier will man eine neue Gesellschaft erschaffen, wo Menschen ohne Neid, Geiz, Rücksichtslosigkeit und anderen menschlichen Schwächen in Harmonie und Vollkommenheit leben.
      Das geht freilich nur mit "Übermenschen"; "normale" Menschen sind für solch utopischen Konzepte ungeeignet.

      "Bereits im Zarathustra vergleicht Nietzsche die Entwicklung vom Affen zum Menschen mit der Entwicklung vom Menschen zum Übermenschen. In einem Notizbuch von 1884 schrieb Nietzsche, dass man durch Züchtung und durch „Vernichtung von Millionen Mißrathener“ den „zukünftigen Menschen“ gestalten soll. In der Genealogie der Moral (1887) findet sich der Gedanke, dass die Menschheit als Masse dem Gedeihen einer einzelnen stärkeren Species Mensch geopfert werden könnte. Ziel sei es, eine Herrenkaste zu züchten, welche zur Herrschaft über Europa berufen sei. Schließlich spricht er in Ecce homo von der „Partei des Lebens“, welche die Höherzüchtung des Menschen und die Vernichtung alles „Entartenden“ und „Parasitischen“ in die Hand nimmt."

      "Nietzsches Übermenschen-Konzeption bot dem Nationalsozialismus die Möglichkeit, seine Lehre mit der „Herrenmenschen-Ideologie“ im Sinne des nationalsozialistischen Gesellschaftsmodells gleichzusetzen."
      http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbermensch#Immoralismus_und_Biologismus

      Du siehst also, der Kreis schliesst sich...

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    2. @ dHK

      Die Grünen Jugend und die Linksjugend starteten, da Du sie so ohne Erbarmen in die Enge getrieben (eingekreist!) hast eine Outing-Aktion.
      Jetzt hast Du sie alle auf einem Haufen und kannst Dich konzentriert mit Ihnen auseinandersetzen.
      Ein verpeilter Mitkämpfer der Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands
      steht zum Kampf bereit. ;-)

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    3. ich finde der Bundesvorsitzende hat extrem Recht.

      diesen Lars sollte sich VS auf jeden Fall mal näher anschauen, soviel Extreme auf einmal

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    4. @Manfred Peters
      Wenn ich linksaussen-Polit-Blogs lese (z.B. Feynsinn) fällt mir oft auf, dass die Grünen dort als noch schlimmeren Feind als die SPD dargestellt wird.

      Und nun wollen ausgerechnet Linke und Grüne zusammenstehen...?
      Da ist Streit vorprogrammiert!

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    5. @ Karl,

      Du sollst Dich nicht (nur) mit uns, sondern argumentativ mit Dienen vermeintlichen Feinden, den „Linksextremen“,wer immer das in Deinen Vorstellungen ist, auseinandersetzen. Ich mache nun schon den Sekretär für Dich, und Du?
      Es sollte Dir außerdem aufgefallen sein, dass es sich um die Initiative der Jugendorganisationen der Parteien handelt, die sich, Ausnahme CDU/CSU, noch nicht so in den betonierten Schützengräben ihrer politischen Eltern herumtreiben.
      Letzter Versuch und die Wahrscheinlichkeit, dass dort Deine Kommentare veröffentlicht werden könnte größer sein als bei CARTA.

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    6. @Manfred Peters
      Jeder hat wahrscheinlich so seine eigene Definition von "linksextrem". Die Seite der Jungen Linken&Grünen ist ja ganz amüsant, aber das ist nicht das, was ich unter linksextrem verstehe.
      In meinem neuen Artikel "Sie meinen es eigentlich nur gut..." stelle ich zwei linksextreme Sichtweisen (Visionen) dar. Beide führen in ihrer Konsequenz in eine unmenschliche Diktatur: Entweder eine totalitäre Terrordiktatur einer "erleuchteten" Minderheit über eine "dumme" Mehrheit oder die Schaffung eines faschistischen Gebildes durch neid- und gierbefreiten "Übermenschen".
      Nietzsche lässt grüssen...

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    7. @der Herr Karl

      "Denn hier will man eine neue Gesellschaft erschaffen, wo Menschen ohne Neid, Geiz, Rücksichtslosigkeit und anderen menschlichen Schwächen in Harmonie und Vollkommenheit leben.
      Das geht freilich nur mit "Übermenschen"; "normale" Menschen sind für solch utopischen Konzepte ungeeignet."


      Solange Geiz, Neid und Rücksichtslosigkeit menschliche Schwächen bleiben und nicht zum gesellschaftlichen Konzept erhoben werden und damit zu den Hauptwesensmerkmalen des Menschen, könnten die von dir (zieht man mal den Umkehrschluss) als "unnormal" geltenden Menschen, denen Empathie, soziale Verantwortung, Solidarität, Rücksichtsnahme, Mitgefühl, ja sogar Liebe nicht Schwächen, sondern menschliche Qualitäten sind, die anderen kleinen menschlichen Schwächen durchaus ausgleichen, wenn es darum geht, eine menschlichere Gesellschaft zu leben.
      Wie behandelst du eigentlich deine Frau? Rücksichtslos? Bist du neidisch auf sie? Rechnest du aus, was sie dich kostet oder wie gewinnbringend deine Ehe ist? Selbstverständlich musst du darauf keine Antwort geben, aber wer die von dir benannten Eigenschaften als Normalität im Umgang von Menschen miteinander in einer menschlichen Gesellschaft ansieht und in linken Positionen einen Angriff auf den "normalen" Menschen vermutet, kann doch nur die eigenen egoistischen Ziele meinen. Als ob Rücksichtslosigkeit eine angeborene menschliche Eigenschaft wäre, die es zu verteidigen gilt.
      Niemand verlangt von dir oder irgendeinem anderen Menschen zum Übermenschen, geschweige denn Herrenmenschen zu mutieren, wenn er eine menschlichere und gerechtere Gesellschaft fordert. Wer Menschlichkeit ins Reich der Anomalie und Utopie verfrachtet und unmenschliches Verhalten, das geahndet gehört, als Normalität ansieht, verschwendet keinen Gedanken an seinen Nächsten. Was hat das mit rechts oder links zu tun? Deine haltlosen Übertreibungen und Ängste sprechen Bände darüber, wo du dich in dieser Gesellschaft verortest oder wie sehr du dich verrannt hast.

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    8. @Frau Lehmann
      Die Sache mit dem "Umkehrschluss" hat so seine Tücken: Ein Vogel kann fliegen. Aber nicht alles, was fliegen kann, ist ein Vogel...

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    9. @ dHK 16:08
      "Aber nicht alles, was fliegen kann, ist ein Vogel..."
      Karl, ich glaube jetzt hast Du "einen fliegen lassen"! ;-)

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    10. @der Herr Karl

      *LOL*

      Kleines Beispiel für fehlerhaftes Argumentieren:

      Sokrates ist ein Mensch.
      Meine Katze heißt Sokrates.

      Schlussfolgerung: Meine Katze ist ein Mensch.

      (frei aus Ionescu: Die Nashörner)

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    11. Sorry, muss Ionesco heißen.

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    12. @Manfred Peters

      ich weiß auch nicht ob diese Aktion so zielführend ist.
      Hintergrund ist ja wohl die schwachsinnige Ausdehnung des "Linksextremismus"-Begriffs auf alle x-beliebiegen Gruppen.

      Wenn jmd extrem ist und gegen die FDGO verstößt, ist das natürlich vor Allem & zu erst die Regierung selbst, die das GG am laufenden Band mit Füßen tritt...

      statt sich "linksextrem" zu nennen, weil man - wie i.d Einführung steht - von verschiedenen Seiten als „extremistisch“ eingestuft wird, nennen sich manche Kandidaten da aber "linksextrem", "weil wir beim Denken und Lesen die Grenzen von Recht, Staat und Moral weit hinter uns lassen" ... o.O

      auf den Punkt gebracht hat's stattdessen MMN der hier:
      “Ich bin linksextrem, weil ich demokratie-extrem bin!”

      Ob diese Aktion wirklich aufgenommen wird wie gewollt & was sie bringt, außer "linksextrem" = cool zu verkaufen, ich weiß nicht...
      eigtl wird der Begriff dadurch bloß noch beliebiger, als ihn Schröder schon gemacht hat. Klar ist "extrem" sowieso ziemlich beliebig, konseqeuent zu Ende gedacht dürften dann aber auch weder Rechte noch Scharia-Freunde Extremisten sein.

      z.B. eine Kritik an der aktuellen Extremismus-Auffassung, oder dem GG-feindlichen Regierungskurs wäre MMN besser gewesen, als diese teils ziemlich seltsamen Statements...

      ich hab gemischte Gefühle bei der Aktion. Einerseits kann ich die Sache zwar verstehn, andererseits kommt mir das Ganze irgendwo ziemlich sinnfrei vor...
      wie gesagt, ich weiß nicht.

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    13. @ Garfield 17:40
      Was darf die Satire?
      Alles!
      Wenn dann noch als Kollateralnutzen Gröhe eine Gallenkolik bekommt, und dieser Blödmann im Kreis springt, hat die Aktion doch schon einen Mehrwert. ;-)
      Ansonsten wollte ich Karl eine konstruktive Aufgabe geben. Hat wohl wieder einmal nicht geklappt.

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    14. @Garfield

      "eigtl wird der Begriff dadurch bloß noch beliebiger"

      Finde ich nicht, weil es ja gar nicht um eine genaue Definition geht, sondern als Satire verstanden (wie schon Manfred Peters sagt) die diffuse und vor allem zur Diskreditierung in eine Richtung benutzte Verwendung des Begriffes geradezu offengelegt wird. Schon der Begriff "Extremismusklausel" ist ein Hohn, erst Recht die willkürliche Auslegung.
      Mir persönlich gefällt die Aktion. Auf manch politischen Dumpfsinn kann man in diesem Land wahrscheinlich nur noch mit Satire reagieren.

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    15. Manfred

      die Frage ist halt, was Satire ist.
      Hat zwar nicht direkt mit der Aktion zu tun, MMN trotzdem ein ganz interessanter Aufsatz.

      Frau Lehmann

      mir ist schon klar, daß der Ansatz die Auslegung des Extremismus-Begriffs ist, und die Aktion ist auch nicht schlecht gemacht... ich frag mich nur, ob das auch so ankommt wie geplant, oder nicht irgendwann nach hinten losgeht.
      Z.B. wenn das "links" davor unauffällig verschwindet, und die üblichen Verdächtigen den Slogan für sich in Anspruch nehmen. Für die Waffenlieferungen nach Syrien scheint ja auch zu gelten "Extremismus ist Quatsch".

      Gemischte Gefühle halt, wie gesagt... aber wahrscheinlich such ich nur die Nadel im Heuhaufen.

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  7. Die Geister, die ich rief, werde ich nun nicht mehr los!
    Troptard

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    1. @der Herr Karl
      Aber nicht alles, was fliegen kann, ist ein Vogel...
      und Hunde die schielen, beißen daneben.

      Karlchen Husch Husch...
      ab ins Körbchen zu Deinem inner Riot Dog!

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  8. @Frau Lehmann

    >> @Garfield
    Da würde mich aber schon interessieren, wieso Merkel zu wählen das kleinere Übel sein soll


    sorry, wir sprechen schon dieselbe Sprache, oder?
    Ich habe dazu aufgerufen, Merkel zu wählen?...

    Ich dachte eiglt es wär klar, daß das "kleinere Übel" auf die üblichen Argumente der Nicht-Wähler von der "Wahl zw 2 Übeln" abzielte, wie z.B. dieser hier (Original-Artikel doktorsblog.de/2013/01/10/wahlen-ist-ein-gewaltverbrechen/ z.Zt. nicht erreichbar)...

    aber gut. Trotzdem würde mich dann interessieren, gegen wen denn ausgerechnet Merkel das "kleinere Übel" sein soll? (außer der NPD vllt, aber ich denke mal wir reden hier von Parteien mit reellen Chancen)...
    hat der Teufel höchstpersönlich in den Umfragen 50% bekommen, oder hab ich sonst irgendwas nicht mitbekommen?

    wahrscheinlich liegt's ja an mir, und ich hab mich einfach unverständlich ausgedrückt - könntest du mir deshalb bitte mal erklären, wie man genau drauf kommen kann, ich hätte zur Wahl Merkels aufgerufen, bzw gesagt habe sie wäre das kleinere Übel?

    >> Nicht nur Wahlbeteiligungen interessieren die Parteien einen Dreck, sondern die Wahlen und der Wählerwille überhaupt

    es macht aber einen Unterschied, ob die LINKE im kommenden Parlament gar nicht mehr vertreten sein wird, mit nur 5 oder vllt sogar mit 15%. (was MMN durchaus zu schaffen wäre, wenn nicht alle Unzufriedenen denken würden "Wahlen bringen eh nix...")

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    1. @Garfield

      Dann hab ich dich missverstanden. Entschuldige. Ich hab deine sarkastische Grundhaltung bei solchen Worten wie "auch ne Wahl des kleineren Übels ist natürlich trotzdem eine sinnvolle [...]dann gönne ich es Merkel schon, selbst am Ruder zu sitzen [...] die Gefahr daß die LINKE in Regierungsverantwortung kommt, ist eh nicht gegeben" nicht erkannt, weil mir derart ernsthafte Argumentation schon untergekommen ist bei denen, für die die PDL partout nicht wählbar scheint.
      Aber als einen Aufruf von dir hab ich das auch nicht bezeichnet.
      Danke für die Richtigstellung.

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  9. @all:
    Schöne Diskussion hier!

    Euer Duderator

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  10. @Frau Lehmann

    nochmal ganz genau:

    >> Nicht nur Wahlbeteiligungen interessieren die Parteien einen Dreck, sondern die Wahlen und der Wählerwille überhaupt.

    wie schon geschrieben: seit wann bedeutet Wählen, auf andern Aktionen zu verzichten? Es macht aber einen Unterschied, ob Merkel und Steinbrück künftig allein im Parlament sitzen, schon allein weil dann keine "kleinen Anfragen" wie diese oder diese mehr gestellt werden, und sie die Untersuchungs, Verteidigungs, etc, -Ausschüsse unter sich allein aufteilen.

    >> und sich auch noch damit herausredet, das sei das kleineres Übel, kann nicht wirklich daran interessiert sein, dass sich irgendetwas ändert

    wer das größere Übel einfach hinnimmt, anstatt das kleinere zu wählen, ist jedenfalls ganz sicher nicht an einer Veränderung interessiert

    >> selbst wenn dahinter der Wunsch stehen möge, Merkel solle selbst auslöffeln, was sie angerichtet hat. Sie wird es nicht auslöffeln, sondern "weiterreichen". Und du kannst doch nicht im Ernst glauben, dass, wer sich in seiner Macht erneut legitimiert sieht, irgendeinen Anlass sieht, etwas zu ändern und nicht alles daran setzt, dass ein Zusammenbruch mindestens solange hinausgezögert wird, bis alle Profiteure ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben und dabei demokratische Strukturen immer weiter zerstört, mit allen Mitteln?

    Es geht nicht darum wer seine Schäfchen ins Trockene bringt, es geht darum, wer am Zug ist, wenn sich keine Zeit mehr erkaufen läßt. Und wenn das dann nicht grad die Lieblingskinder der Bosse sind, schlägt die Medien-Propaganda voll zu, und eine Menge Bürger werden das unhinterfragt schlucken (so wie's in den USA mit Obama & Bush's Schulden gelaufen ist).
    Ergebnis könnte dann gut sein, daß die Ultraneoliberalen eine Periode später umso höher gewinnen, und dann noch skrupelloser als vorher weitermachen.

    Wenn Merkel zum Zeitpunkt des Crashs persönlich die Verantwortung trägt, wird das jedenfalls mehr Menschen zum Nachdenken bringen.
    Sicher, so aufgeklärte Menschen wie du haben das nicht nötig - leider trifft das aber nicht auf alle Menschen in Deutschland zu.

    Da die einzige wirkliche Opposition derzeit eh chancenlos ist, und Union/SPD im Endeffekt auf's selbe rauskommen - meinen Satz beachten:
    ...wenn dann SPD/Grüne ihr Fett wegkriegen, ist das auch ok... von daher

    (wie man aus diesem Beitrag einen "Rat Merkel zu wählen" rauslesen kann, ohne daß ich davon ausgehn muß absichtlich falsch verstanden zu werden, wüßte ich aber trotzdem noch gern)

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    1. @Garfield

      Ein einfacher klarer Hinweis, dass für dich die einzig sinnvolle Wahl die der PDL ist, hätte das Missverständnis verhindert.
      Ich denke, es gibt nicht wenige Menschen, die Merkel zu wählen als kleineres Übel ansehen, wei sie sich von der SPD (zu Recht) verraten fühlen und mit der PDL eine Renaissance des Sozialismus verbinden.
      Ich würde auch nicht unbedingt drauf bauen, dass viele aufwachen, wenn es unter Merkel zum Crash kommen sollte. Bis dahin werden genug andere "Schuldige" ausgemacht worden sein. Es ist ja heute schon unübersehbar, dass medial alles vorbereitet wird.

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    2. @Frau Lehman

      kein Problem.
      Kommunikaton im Internet ist halt so ne Sache, v.A. wenn man sich nicht kennt, dann kommen halt leicht Mißverständnisse zustande.

      Mir war zwar rätselhaft wie man sowas da rauslesen konnte, aber gut, sicher gibt's viele Leute die in Merkel wirklich das "kleinere Übel" sehn, und denken LINKE = Mauer usw.

      Und wo ihr Koalitionspartner sogar gegen die PARTEI schon Schlappen kassiert, kann's ja auch gut sein daß es Leute gibt, die meinen zur Wahl Merkels aufrufen zu müssen.

      Wie auch immer, nix für ungut.

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  11. Renaissance des Sozialismus verbinden

    das problem ist, dass die meisten nicht mehr wissen, was genau SOZIALISMUS eigentlich ist.

    durch das erfolgreiche brainwashing über drei oder vier nachkriegsgenerationen gilt landläufig:

    Sozialismus=Kommunismus=Stalin=Nordkorea=Gulag und Hungerelend

    leider wird diese sülze auch von sozialdemokraten vertreten, die mit dem verzicht auf den sozialismus in Godeberg auch auf den anspruch verzichtet haben, die masse gegen die ausbeutung zu schützen.

    der SPD und mit ihr den gewerkschaften geht es ausschließlich darum, das sklavische leben der arbeitnehmer (arbeitslose sind ihnen egal!) mittels narkotischer maßnahmen so erträglich zu gestalten, dass keiner aufmuckt und sie weiterhin zumindest soviele wähler (mitglieder) hat, dass für partei- und gewerkschaftskader immer ein paar angenehme pöstchen rausspringen.

    ganz ehrlich: mich ekeln diese 50er-jahre-nostalgiker, die heute noch vom tapferen bergmann träumen, dem sie fürs alter ein warmes plätzchen hinterm ofen "erkämpfen" wollen mehr an, als die neoliberalen, die wenigstens mit offenem visier für ihre asozialen ansichten eintreten.

    lg
    don

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  12. @Don M. Tingly

    Dein letzter Absatz hat was ! Träumen von besseren Zeiten und noch mal aus der angeblich guten alten Zeit schöpfen. Ich bin in diesem Mief aufgewachsen.

    Für mich ist das wenig attraktiv!

    Gruss Troptard

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