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Sonntag, 19. Mai 2013

Alter Wein in neuen Schläuchen

Abteilung: Die Mächtigen und die Macht

Wenn man die Menschheitsgeschichte betrachtet, so mag man konstatieren, dass immer einige wenige privilegiert waren, während das gemeine Volk diesen vermeintlich elitären Schichten zugearbeitet hat.

Möglicherweise schon in der Wiege der Menschheit, als das Clan-Oberhaupt vom Sammeln und Jagen der Rangniederen profitierte während er deren Frauen besamte (natürlich reine Spekulation).

Später kam dann die Monarchie ('Besser-Sein' qua Geburt).
Die Herrschenden gehörten einem Stammbaum an, der durch göttliche Fügung und durch genetische Überlegenheit dafür bestimmt war, durch deren innewohnende Weisheit die Geschicke des gemeinen Volkes zu leiten.

Jenes Volk, welches ungebildet war, niedrig des Standes und der Anerkennung.
Ein Volk der Proletarier, ungebildet, welches angeleitet werden musste ihrer Bestimmung zu folgen, nämlich nicht dem Müßigang anheim zu fallen, sondern produktiv zu sein - der herrschenden Kaste zuzuarbeiten.

Dann kam die Aufklärung:
Rousseau, Kant, und wie sie alle hießen.

Der 'aufgeklärte Bürger' sollte nun entscheiden, wer die Macht hat, die Zukunft zu bestimmen.

Demokratie.

Gewaltenteilung.

Hört sich doch ganz toll an!
Das Volk als Souverän, welches die Zukunft (mit)bestimmt.

Wir dürfen jetzt die wählen, die Entscheidungen für uns treffen.

Schade nur, dass man keinen wirklichen Gegenentwurf wählen kann.
Dass, egal was man wählt, alles so weitergehen wird, wie zuvor.

Sicher, man kann die LINKE wählen, oder auch die AfD und die Piraten.
Aber ändert das irgend etwas an dem, was in unserem Sinne (des Volkes) entschieden wird?
Kann man den Umbruch, eine Abkehr gegenüber diesen wachstumgsläubigen Wahnsinns, wählen???

Nein, die Stimme, die wir zu vergeben haben, kann nichts an bestehenden Verhältnissen ändern!

Deshalb wird die Wahlbeteiligung weiter sinken, weil die Menschen dieser(!) Demokratie nicht mehr glauben.

Denn, wie auch immer, es geht weiter wie bisher.

Den Armen nimmt man - den Reichen gibt man.

Alles wie gehabt - so wie immer während der gesamten Menschheitsgeschichte...!              

Die Medien als sog. 'Vierte Gewalt'?

Drauf geschissen!
Lest mal die sogenannten 'Qualitätsmedien'!

Nichts, gar nichts, kritisiert dieses bestehende, wirtschaftsgläubige System...

EGAL, WIE MAN ES AUCH SEHEN WILL:
HERRSCHAFT WURDE IMMER DURCH DIE BESTEHENDE GESELLSCHAFT LEGITIMIERT.
NACH WIE VOR SIND WIR IMMER NOCH DUMM GENUG, DIESES SPIEL MITZUSPIELEN!



Kommentare:

  1. "Lest mal die sogenannten 'Qualitätsmedien'!
    Nichts, gar nichts, kritisiert dieses bestehende, wirtschaftsgläubige System..."


    Das stimmt so nicht ganz. Die Schweizer ETH deckte 2011 klar auf, dass 147 Konzerne die Wirtschaft kontrollieren. Folgenden Link dazu habe ich schon öfters veröffentlicht:
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wenn-147-Konzerne-die-ganze-Wirtschaft--kontrollieren-/story/24530287

    Wenn ich dann hier aber was von der Gefahr auf das Zusteuern auf eine Plutokratie schreibe, bekommen ich von "wahren Linken" eines mit der Nazi-Keule übergebraten...

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  2. http://www.juergen-roth.com/blog/das-neue-buch-spinnennetz-der-macht/

    "Das Buch zeigt den skrupellosen Machtmissbrauch einer gesellschaftlich destruktiven Elite auf: Politiker, die für Parteispenden ihr Veto bei den Strafverfolgungsbehörden einlegen. Wirtschaftsbosse mit schwarzen Kassen und ausgeklügelten Systemen der Geldwäsche wie in Hessen. Unternehmer in Sachsen-Anhalt, die von staatlichen Stellen in den Ruin getrieben werden. Kriminalisten in Baden-Württemberg, die nicht mehr gegen politische Entscheidungsträger ermitteln dürfen. Bürger, die wegen ihrer Aufmüpfigkeit zwangspsychiatrisiert werden wie in Bayern."

    http://pcast.sr-online.de/play/fragen/2013-05-13_roth_spinnennetz_der_macht_12_5_2013.mp3

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    1. Es gibt so viele Facetten unterschwelliger Korruption und Machtverteilung. Manipulation der öffentlichen Meinung, wohin man sieht.
      Gesetzestexte, die von Lobbyorganisationen diktiert werden und im Schnellverfahren abgenickt werden.

      Man weiß gar nicht wo man anfangen soll, bestehende Zustände zu kritisieren und anzuprangern.

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  3. @Karl:

    Ich glaube,Dude meinte damit auch die deutsche Mainstreammedien,die mit ganz wenigen Ausnahmen,Regierungs- bzw.Sender und Medien der Wirtschaftsverbände sind ,die deren Propaganda unkritisch nachplappern,statt ihre Funktion als vierte Gewalt im Staat ernst zunehmen und Regierung und Wirtschaft kritisch zu begleiten .Nichts wird mehr hinterfragt,Merkel hat immer recht und ihre Austeritätsdiktate als alternativlos und einziger Weg aus der Krise geprisen,egal,wie verheerend ihre Auswirkungen sind ,und wie oft sie von den Realitäten schon widerlegt wurden.Wer dies hinterfagt und Alternativen vorschlägt,wie z.B. die PDL,wird als Extremist und Spinner diffamiert.Und komm´mir jetzt nicht mit dem Bild-Artikel und dem Buch über die Vergangenheit der Kanzlerin.
    1.Die Autoren des Buches sind Springer-Autoren
    2.Das Buch wird vom Springer-Verlag herausgegeben
    3.Diese sogenannten Enthüllungen sind Fakten,die bereits seit 2009 bekannt sind(und damals wars die selbe Bild,die die Kanzlerin dagegen verteidigt hat.
    4.Zeigen die Umfragen,das dies der Uckermärkische Teflonpfanne nicht schadet.Vielmehr hat das wohl den Effekt,das unionsanhänger näher zusammenrücken.

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    1. Die sog. Enthüllungen ihrer DDR-Vergangheit dienen lediglich dazu der Merkel im Wahlkampf ein menschliches Antlitz zu verleihen.

      Unwichtig, dass EU-Mitglieder aufgrund ihrer Austeritätspolitik an Hunger leiden und in den Selbstmord getrieben werden.
      Stattdessen menschelt die Merkel im Brigitte-Interview und es wird im Buch 'enthüllt', dass Merkel in jungen Jahren unter Einfluss von Kirsch-Whisky aus dem Boot gefallen ist. Wie menschlich...
      Die deutsche Ausgabe der 'Eisernen Lady' - so putzig und niedlich wie sie in alten Aufnahmen ist - kann doch wirklich nicht schlecht sein und Böses wollen - so das Kalkül.

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    2. Stimmt,danke für die Ergänzung.Bei Oppositionspolitikern geht ma da natürlich anders vor,siehe die abstoßende Hexenjagd auf Gregor Gysi,Anfang deren Jahres,bei der zum wiederholten Mal nicht der geringste Beweis einer Tätigkeit für die Stasi erbracht wurde.

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  4. Hallo Duderich!
    Wer hat Dich denn da durch Deinen Text geritten. Die ganze Menschheitsgeschichte mal eben so im Durchmarsch in ein immerwährendes Oben und Unten aufgeteilt.
    "Den Armen nimmt man-den Reichen gibt man."

    HEY? WIR lEBEN IM kAPITALISMUS!

    Jäger und Sammler, Sklavenhaltergesellschaften, Mittelalter, Feudalherrschaft ohne Unterschied? Das meinst Du nicht so!

    Und unsere "Kapitalistenfreunde", die machen die Schweinereien nicht so aus Spass, weil sie daran grosse Lust verspüren, manche von denen vielleicht doch, schon möglich.

    Die verfressen ihr Geld auch nicht einfach so und lassen den Rest im Elend verkommen. Dass sie sich bereichern wollen, gehört zu ihrem Wirtschaftssystem. Dafür lassen sie andere für sich arbeiten, sonst würden sie es gar nicht erst machen, Profit!

    Aber so wie es aussieht, haben sie damit ein grosses Problem. Arbeit ist nicht mehr rentabel, wirft zu wenig Profit ab und darum lohnt sich Arbeit für sie nur, wenn sie möglichst wenig kostet. Arbeit ist halt in erster Linie Kost und nicht eine soziale Verpflichtung. Und wenn der Bedarf an Arbeitskräften immer weniger wird, dann bleibt für die Reproduktion der Arbeitskraft und für das Kapital immer weniger über, das den Aufwand noch lohnt.

    Also weg mit dem ganzen Sozialklimbim, weg mit den Lohnnebenkosten, mit den Arbeitsschutzgesetzen. Dafür einen Billiglohnarbeitsmarkt neben dem Arbeitsmarkt, dafür Hartz IV und Privatisieren was sich noch Privatisieren lässt und aus der Verantwortung des Staates entlassen was überflüssig ist(Gesundheitswesen, Bildung, sozialer Wohnungsbau etc.).

    Georg Fülberth hat mal geschrieben, das die Wirtschaft nicht zur Demokratie drängt. Für sie ist Demokratie einfach effizienter. Wenn sie das nicht mehr ist, wird auch (vorübergehend) eine Diktatur in Kauf genommen.

    Deshalb wohl ein Treffen deutscher Eliten um das Thema Demokratie oder wohlwollende Diktatur. Die Einschränkung des Wahlrechts auf Personen mit einem gewissen Bildungsstand wurde dort bereits angedacht.

    Das kann man für sich weiterdenken.

    Gruss Troptard.





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    1. 'HEY? WIR lEBEN IM kAPITALISMUS!

      Jäger und Sammler, Sklavenhaltergesellschaften, Mittelalter, Feudalherrschaft ohne Unterschied? Das meinst Du nicht so!'

      Sicherlich unterscheiden sich genannte Systeme in vielerlei Hinsicht. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist, dass die jeweiligen Systemprofiteure (die Jäger-Sammler-Struktur sei hier mal ausgeklammert) meist genug Macht hatten, das bestehende System durch Propaganda und Unterdrückung zu erhalten. Dies aber nur bis zum Entstehen der 'kritischen Masse' (französische Revolution, DDR, ...)
      Geändert hat sich danach aber nichts oder nur wenig zum Besseren (Ruby wird mir sicher beipflichten). Die Machtverhältnisse blieben gleich oder etablierten sich schnell wieder neu.
      IMMER gab es Ausbeuter und Ausgebeutete. IMMER wurde den Armen genommen und den Reichen gegeben.
      Eine partielle Ausnahme kann ich nur bei indigenen Völkern sehen, die versuchten im Einklang mit der Natur zu leben.

      Sollte ich da irgendwas übersehen oder die falschen Schlüsse ziehen, so bin ich für jeden Impuls oder für jedes Gegenargument dankbar.

      Liebe Grüße,
      Dude

      P.S.: Deine nachfolgenden Gedanken hierzu teile ich - kann aber daraus nicht den Widerspruch zu meiner These entnehmen, dass o.g. Herrschaftsstrukturen sich durch jede Gesellschaftsform gezogen haben.

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  5. Hallo Dude!

    Was willst Du den Armen noch nehmen, was sie nicht haben, und den Reichen davon geben.

    Ich glaube hier hilft eher ein Blick auf die Quellen, dort wo der Reichtum ensteht oder enstanden ist.
    Hier zunächst die Aneignung fremder Arbeitskraft ,um damit Mehrwert/Profit zu erzeugen und diesen in der Konkurrenz, und nur dort kann er sich realisieren, abzuschöpfen.
    Die Vermietung und Verpachtung von Grund und Boden, um aus dem Bodenertrag eine Rendite zu erhalten.
    Die Einkommen der staatlichen Funktionäre, die aus Steuerleistungen finanziert werden (Lehrer, Finanzbeamte, Polizei, Militär, Politiker usw.).

    Unterschiedliche Produktions- und Gesellschaftsverhältnisse haben ihre spezifischen Aneignungen des gesellschaftlichen Reichtums hervorgebracht.

    In kapitalistischen Gesellschaften muss diese Aneignung erst über den Markt gelingen. Gelingt diese nicht mehr in ausreichendem Masse, dann geschieht dass, was wir heute erleben. Freisetzung von Arbeitskraft und ihre Herabsetzung in die Abhängigkeit staatlicher Notverwaltung. Senkung der Lohnkosten, Verdichtung der Arbeit, Verlängerung des Arbeitstages usw..

    Das sehr viele Menschen dabei immer ärmer werden ist sichtbar. Dass in diesen Zeiten auch viele reicher werden auch. Aber das ist nicht durchgängig von Unternehmen zu Unternehmen so und auch von Land zu Land sehr unterschiedlich. Profiteure aus diesem allgemeinen Systemkollaps sind bisher noch deutsche Unternehmen.

    Ich kann mich daher eher mit dem Begriff der Wirtschaftskrise anfreunden.

    Liebe Grüsse, Troptard















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    1. Hallo nochmal, Troptard!

      Sicher, der Kapitalismus entzieht sich sukzessive seiner Lebensgrundlage.
      Bin da ganz bei Dir. Die abgedroschene Methapher der unbändig wachsenden Krebszellen, die den Tod ihres Wirtes nicht überleben können ist nur allzu bekannt aber nicht weniger zutreffend.

      Die Frage ist, ob man diesen unvermeidbaren Systemkollaps abwartet, oder vorher versucht das Ruder rumzureißen.

      Ich bin dagegen die Hände in den Schoss zu legen und auf das Unvermeintliche zu warten. Irreversible Schäden des Öko-Systems, unserer Lebensgrundlage gibt es heute schon. Systembedingt und als alternativlose Kollateralschäden hingenommen.

      Je länger wir warten umso größere Schäden werden wir in Kauf nehmen müssen.

      Eine breite Umkehr muss sich im Bewusstsein der Menschen etablieren.
      Eine Neujustierung der Wertigkeit, was Leben lebenswert macht.

      Weg vom Suchen nach Glück im Konsum - hin zur Nachhaltigkeit und zum Respekt vor der Natur.
      Die GRÜNEN stehen dafür schon lange nicht mehr - nicht dass ich falsch verstanden werde.

      Ich will hier nicht zur Revolution ausrufen - denn das ist zu abgefeimt. Ich sehne mir einen Bewusstsseinwechsel herbei.

      Ich will mich nicht als den Verkünder der Wahrheit aufspielen. Will nicht dazu aufrufen, meine Wahrheit anzunehmen - sie nachzukäuen.

      Komme immer wieder auf Kant zurück, mit seiner Direktive den Mut zu haben, sich seiner Verstandes zu bedienen.

      Wäre aber schon zufrieden, wenn wir nicht verleugnen würden, was unser Verstand uns tagtäglich einflüstert und wir so erfolgreich leugnen.

      Und nicht nur die Ratio, sondern auch unser Gefühl sollte uns eigentlich eine Richtung vorgeben, die unvereinbar ist mit der öffentlich und medial begleiteten Propaganda und Deutungshegemonie.

      Ist es Dummheit oder Bequemlichkeit, oder Obrigkeitshörigkeit warum wir dieses Spiel mehrheitlich mitspielen???

      Grüße, Duderich



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  6. Hallo Dude,
    das was Du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen.

    "Ich bin dagegen die Hände in den Schoss zu legen und auf das Unvermeidliche zu warten."

    Da sprichst Du einen wichtigen Punkt an!!!
    Was mich betrifft, so habe ich das Gefühl, mir wurden die Hände in den Schoss gelegt. Inzwischen herrscht doch Resignation vor. Um mich herum scheint alles wie gelähmt und ich bin schon froh, wenn ich ausserhalb der Familie jemanden treffe, der sich auf ein politisches Gespräch einlässt und wenn dieses auch noch anregend und fruchtbar ist für mich.

    Habe vor einigen Monaten einen alten Jugendfreund über das Internet wiedergefunden. Er lebt leider sehr weit von mir entfernt und es bleibt notwendigerweise beim Schreiben.

    Eigentlich ein richtiger Kämpfer! Als ich ihm einen Buchtitel nannte, das ich gerade las, bekam ich zur Antwort, dass er sich von Politik verabschiedet habe.
    Er hat das ausführlich begründet, seine ganzen Aktivitäten aufgeführt und wie er oft von seinen linken Freunden, wenn es drauf ankam, stehengelassen wurde.

    Er hat resigniert und kümmert sich jetzt nur noch um sich und ein paar handvoll Freunde.
    Ich kann all das unterschreiben, was Du geschrieben hast.
    Meine Sorge ist allerdings im Moment, dass der wirtschaftsliberale Zug so viel Fahrt aufgenommen hat, dass er alle Errungenschaften unter sich begräbt und die kritischen Geister samt der Linken gleichsam dazu.

    Zu Deinem letzten Absatz: Da kommt wohl vieles zusammen: Ein hohes Mass Naivität, Phlegma, Dummheit aber auch Zukunftsangst, materielle Not, Ohnmacht und Resignation!

    Herzliche Grüsse, Troptard.

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  7. täusche ich mich, oder hat der alte Trierer rauschebart Karl all das schon vor der gründung der SPD 1854 (oder wars 1856?) im Kapital beschrieben?

    das "sein formt das bewusstsein"! klingelt da nichts? sowohl den herrschenden, als auch den beherrschten erscheinen die verhältnisse als natürlich, gesetzmäßig und unabänderlich. genau das meinte er damit.

    unsere form der "demokratie" incl. der system-medien bilden heutzutage den "überbau" der die besitzverhältnisse weiter stützt und andererseits von diesen selbst wieder reproduziert wird.

    für meinen teil erleben wir gerade den triumpf Marx' und Engels'. ihre vorhersagen stimmen beinahe punktgenau: sinkende grenzprofite, ausdehnung der märkte auf die ganze welt, sinkende löhne, kapitalakkumulation, verelendung der arbeitenden massen. war das 1850 oder ist das heute?

    so gesehen können wir uns entspannen. für Marx war das eine notwendige stufe auf dem weg zur klassenlosen, kommunistischen gesellschaft. hat zwar länger gedauert als erwartet, wird aber am ende so kommen. wir werden es (vielleicht zum glück) wohl nicht mehr erleben, aber das ende wird wohl auch so blutig werden, wie Engels es vorhergesehen hat.

    bleibt rückwirkend nur die frage, ob Lenin nicht doch richtig lag: kann die revolution ohne kader-partei gelingen? werden wir wieder im terror versinken?

    und hier schließt sich für mich ein kreis: dialektischer materialismus allein reicht nicht. der "überbau", also das bewusstsein muß aktiv in die richtige richtung gelenkt werden. hier käme dann Nietzsche mit seinem "übermenschen" ins spiel. aber davon ein ander mal...


    lg
    don

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    1. "kann die revolution ohne kader-partei gelingen? werden wir wieder im terror versinken?

      und hier schließt sich für mich ein kreis: dialektischer materialismus allein reicht nicht. der "überbau", also das bewusstsein muß aktiv in die richtige richtung gelenkt werden. hier käme dann Nietzsche mit seinem "übermenschen" ins spiel. aber davon ein ander mal..."


      Wie ich bereits schrieb: Rechtsextrem = Linksextrem

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    2. @ der Herr Karl
      Zum Übermenschen gehört dann auch in der Konsequenz der Untermensch.

      Wobei die Gleichung Rechtsextrem = Linksextrem nur der Relativierung der rechtsextremen Seelenverfassung bürgerliche verfasster Gesellschaften dienen soll.

      Gruss Troptard.

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  8. @ Don M. Tingly

    Marx war aber, was die Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse betrifft, nicht der Optimist schlechthin.

    Ich zitiere hier mal den Robert Kurz:
    "Und umgekehrt aber, die Krise kann, weil sie objektiv ist auch eintreten, wenn alle Menschen gar nichts anderes mehr wollen als Kapitalismus.

    Das ist dann eben der Punkt wo Marx sagte: Wenn es also nicht gelingt, dass ein gesellschaftlicher Wille, eine soziale Bewegung entsteht, die bewusst den Kapitalismus in seinem ganzen inneren Zusammenhang überwinden will und dies auch praktisch tut, dann stürzt die Menschheit zurück in die Barberei."

    Auch wenn die Profitraten sinken, der relative Mehrwert zusammenschmilzt, 30 % der Beschäftigten ausreichen, um 100% des gesellschaftlichen Reichtums zu erzeugen, der Rest in die Notstandsverwaltung überwiesen wird, so kracht der Kapitalismus nicht einfach zusammen.

    Und was das bewusste Sein betrifft, so erscheint mir das wesentlich unausgebildeter zu sein als zu Marx, Engels und Lenins Zeiten und auch die Möglichkeiten der Linken darauf einzuwirken mehr als beschränkt.

    Mit Prognosen, soweit sie sich auf die Umwälzung der Verhältnisse beziehen, bin ich mehr als zurückhaltend.

    Gruss Troptard.

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  9. @Troptard:

    auf die art landest du eben schnell bei Lenin: er betonte ja die notwendigkeit intellektueller kader, die die führung der verelendeten massen übernehmen und sie zur revolution gegen die herrschenden führen.

    @ dHK:

    Nietzsches "übermensch" mit rechtem herrenmenschen-denken gleichzusetzen geht total in die irre. er hat den übermenschen als quasi-evolutionäre weiterentwicklung des menschen konzipiert. allerdings ist diese weiterentwicklung weniger eine der spezies als mehr eine der einzelnen individuen. auch findet sie nicht zufällig via mutation statt, sondern durch aktives an-sich-arbeiten. das deckt sich sehr weitgehend mit buddhistischen ethik-vorstellungen. das arbeiten am selbst, das überwinden von gier und egoismus, das entwickeln von empathie und altruismus. das sind die kennzeichen des "übermenschen". also genau das was Lenins kadern fehlte und warum der "real existierende sozialismus" derart desaströs endete.

    lg
    don

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    1. @don
      "Nietzsches "übermensch" mit rechtem herrenmenschen-denken gleichzusetzen geht total in die irre."

      Nein. Auch Wikipedia widerspricht deiner Sicht:

      "Wie jedoch beispielsweise Rüdiger Safranski argumentiert, finden sich in Nietzsches Schriften durchaus darwinistisch-biologistische Ansätze, oft verbunden mit Gedanken zur Eugenik. Bereits im Zarathustra vergleicht Nietzsche die Entwicklung vom Affen zum Menschen mit der Entwicklung vom Menschen zum Übermenschen. In einem Notizbuch von 1884 schrieb Nietzsche, dass man durch Züchtung und durch „Vernichtung von Millionen Mißrathener“ den „zukünftigen Menschen“ gestalten soll. In der Genealogie der Moral (1887) findet sich der Gedanke, dass die Menschheit als Masse dem Gedeihen einer einzelnen stärkeren Species Mensch geopfert werden könnte. Ziel sei es, eine Herrenkaste zu züchten, welche zur Herrschaft über Europa berufen sei. Schließlich spricht er in Ecce homo von der „Partei des Lebens“, welche die Höherzüchtung des Menschen und die Vernichtung alles „Entartenden“ und „Parasitischen“ in die Hand nimmt. Safranski schließt:
      „Nietzsches Bild vom Übermenschen ist ambivalent, und es verbirgt sich darin ein existenzielles Drama. Der Übermensch repräsentiert einen höheren biologischen Typus, er könnte das Produkt einer zielstrebigen Züchtung sein; er ist aber auch ein Ideal für jeden, der Macht über sich selbst gewinnen und seine Tugenden pflegen und entfalten will, der schöpferisch ist und auf der ganzen Klaviatur des menschlichen Denkvermögens, der Phantasie und Einbildungskraft zu spielen weiß. Der Übermensch realisiert das Vollbild des Menschenmöglichen, und darum ist Nietzsches Übermensch auch eine Antwort auf den Tod Gottes.“

      "Die biologistische und immoralistische Seite von Nietzsches Übermenschen-Konzeption bot dem Nationalsozialismus die Möglichkeit, seine Lehre mit der „Herrenmenschen-Ideologie“ im Sinne des nationalsozialistischen Gesellschaftsmodells gleichzusetzen." (Wikipedia)

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    2. In der Tat ein schwieriges Thema und als Linker würde ich meine Orientierung nicht bei Nietzsche suchen.

      Gruss Troptard.

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    3. @Troptard
      Ich glaube nicht, dass dies ein "schwieriges" Thema ist. Don hat nur ausgesprochen, was viele "wahre" Linke denken: Dass sie ethisch-moralisch auf einer höheren Stufe stehen und durch "Arbeiten am Selbst" bessere Menschen - Übermenschen also - werden können.

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    4. Dazu darf er selber Stellung nehmen! Also abwarten und nicht etwas hinein- interpretieren!
      Oder ist der Herr Karl auch schon ein Übermensch?


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  10. das eis bei Nietzsche ist deswegen heutzutage so dünn, weil er von den nazis posthum vereinnahmt wurde und sie seine wortwahl zwar beibehalten, den sinn aber komplett verdreht haben.

    mit "entartet" und "parasitisch" beschrieb Nietzsche nicht ein volk oder bestimmte gruppen, wie ihm später die nazis untergeschoben haben, sondern er bezog sich auf moralische auswüchse. auswüchse, wie wir sie heute noch unter dem deckmantel des kapitalismus finden (stichwort: textil-fabrik in Bangladesh etc.)

    das "ambivalente", das Safranski anspricht ist nicht in Nietzsches philosophie zu verorten, sondern maximal in seiner wortwahl. ja, er wollte den damaligen menschen "überwinden". den menschen, der in religiösen, moralinsauren, monarchistischen strukturen eine sklavenherrschaft aufrechthielt, wie die heutige wirtschaftselite.

    "Der Übermensch realisiert das Vollbild des Menschenmöglichen, und darum ist Nietzsches Übermensch auch eine Antwort auf den Tod Gottes."

    genau das bringt seine philosophie auf den punkt. und genau das ist es, was wir heute bräuchten: einen menschen, der sich zum wohle aller selber beschränkt, um gerade dadurch im Kant'schen sinne seine freiheit zu verwirklichen.

    unsere herrschende weltsicht verlangt aber den egoistischen, individualisten, der seine erfüllung in der befriedigung immer neuer sinnlicher begierden sucht und dem der konsum das salzwasser ist, das einen durst nicht löscht, sondern immer noch vergrößert.

    diese sicht wird nicht dadurch falsch, weil Nietzsches worte von den nazis missbraucht wurden. eine diskussion, die diesen missbrauch allerdings als argument verwendet, ist sinnlos.
    eine vernünftige diskussion ist nur unter der prämisse möglich, dass ideen vorurteilsfrei eingebracht und bewertet werden dürfen und nicht Pawlow'sche reflexe für oder gegen bestimmte namen den verlauf bestimmen.

    lg
    don

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  11. nachtrag:

    ich weiß nicht,was an dem glauben man könne "an sich selbst arbeiten" und zu einem besseren menschen werden erstens "links" und zweitens falsch sein soll.

    wenn wir diesen glauben aufgeben, warum diskutieren wir dann überhaupt? dann können wir doch die gesellschaft als kampf-arena in der die stärksten gewinnen und die verlierer sklaven bleiben akzeptieren.

    der mensch kann und hat immer an sich gearbeitet. seit dem achsen-zeitalter hat er in beinahe jeder hinsicht enorme fortschritte gemacht - auch ethisch. warum sollte dieser prozess nicht weiter gehen?

    ob man das dann "evolution" oder "kulturelle sublimierung" nennt, ist letztlich geschmackssache. die evolution geht immer in inkrementalen schritten voran. der australopiticus wird den ersten sapiens auch nicht sofort bei der geburt erkannt haben. dennoch sprechen wir heute von einem evolutionären weiter- (und höher- !)entwickeln.

    und herr Karl - zu ihrer beruhigung: die weiterentwicklung steht natürlich allen menschen offen. linken, rechten, liberalen, konservativen, progressiven, christen, juden, moslems und wie sie alle heißen mögen. bedingung wäre nur das fallenlassen ideologischer scheuklappen.

    lg
    don

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    1. @don
      Problematisch finde ich die Kombination von "an sich arbeiten" und "Übermensch", denn du hast weiter oben geschrieben:
      "...das bewusstsein muß aktiv in die richtige richtung gelenkt werden. hier käme dann Nietzsche mit seinem "übermenschen" ins spiel" und "das arbeiten am selbst, das überwinden von gier und egoismus, das entwickeln von empathie und altruismus. das sind die kennzeichen des "übermenschen"."

      Ausserdem finde ich nicht, dass der Mensch je ethisch-moralische Fortschritte gemacht hat. Er ist und bleibt derselbe wie vor Tausenden von Jahren.Wer vom Menschen mehr verlangt, schlägt meines Erachtens gefährliche Richtungen ein.

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  12. @ der Herr Karl

    "Er ist und bleibt derselbe wie vor Tausenden von Jahren. Wer vom Menschen mehr verlangt, schlägt meines Erachtens gefährliche Richtungen ein."

    Also dieser Satz ist doch ungemein lustig! Er sagt aus, wer vom Menschen mehr verlangt, als dass er sich in Tausenden von Jahren verändert, der schlägt gefährliche Richtungen ein.

    Davon mal abgesehen, dass ich in der unbestimmten Zeitangabe von Tausenden von Jahren nicht einzuschätzen vermag, wie der Mensch sich wie verändert hat, so bin ich mir doch ziemlich sicher, dass er sich verändert hat.

    Aber dieser Satz erinnert mich an die Anstrengungen bürgerlicher Ökonomen nachzuweisen, dass es in allen Gesellschaftsformationen schon immer Marktwirtschaft gegeben hat und das Bruttosozialprodukt dieser Gesellschaften hochzurechnen. Nur um den endgültigen, unwiderruflichen Beweis der Menschheit vorzuführen, dass es jetzt wie es ist schon immer war, menschheitsübergreifend, naturgesetzlich. Fehlt nur noch, dass Gott als Zeuge aufgerufen wird. Aber den kann Ökonom ja nicht telefonisch erreichen, sonst wäre Vieles wohl einfacher oder auch nicht.

    Könnte man da nicht auf den Gedanken kommen, dass die nicht nur ihren Beruf verfehlt haben, sondern auch darauf, dass die einen Arzt gebrauchen könnten, einen fürs Seelenleben?

    Und zum Schluss! Ein paar kleine schon: Gladiatorenkämpfe fürs Volk? Menschenopfer für irgendwelche Gottheiten? Hexenverbrennung?Kannibalismus?

    Gruss Troptard.

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    1. @Troptard
      "Gladiatorenkämpfe fürs Volk? Menschenopfer für irgendwelche Gottheiten? Hexenverbrennung?Kannibalismus?"

      Gibt's alles noch - und noch Schlimmeres...!

      Wie sagte neulich Manfred Peters: "Möge Gott dir deinen naiven Glauben (an die positive Veränderung des Menschen) erhalten..."

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    2. Schon möglich, dass es das noch gibt. Nichts will mir fremd sein!

      Als gesellschaftlich bildendes Prinzip ? Dafür bitte ich doch um Beispiele.

      Obwohl es mir eher um Deine These von den "Tausenden von Jahren" ohne Menschheitsentwicklung ging. Da haste Dich wieder weggedrückt als Vetreter der Ontologie von Marktwirtschaft und Demokratie.

      Gruss Troptard

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    3. Sorry Troptard, aber die ursprüngliche "These", dass sich die Menschheit positiv entwickelt haben soll, stammt von dir und von Don.

      Dann bitte ich also um einige Beispiele hierzu, bevor etwas von "weggedrückt" gefaselt wird...

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  13. Das ist ja mal eine schöne Diskussion hier!

    Wer ist 'Übermensch'?
    Wer kann sein, wer darf es sein, wer will es sein?

    Meine persönliche Meinung:
    Das Wort 'Übermensch' transportiert für mich negative Gefühle.
    Will keine Übermenschen.
    Will nur Menschen.

    Dann wäre natürlich noch zu klären, was 'Mensch-Sein' bedeutet....

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  14. Nun muss ich zugeben, dass ich zu Nietzsche kaum eine Beziehung habe und mir der Begriff " Übermensch" gar nicht zusagt.

    Allerdings, das was ich von Nietzsche gelesen habe, hat mich auch teilweise angesprochen. Berücksichtigen muss man wohl auch, dass unsere Vordenker von den Danach-Denkern oft in ihrem Sinne gedeutet wurden.

    Mir fällt da eine Sequenz aus dem Film " Der ganz normale Faschismus" ein. Die fällt wohl unter die Rubrik Rassenhygiene der Nazis.

    Ein Mann will heiraten! Zu diesem Zweck muss er seine Frau einem Arzt vorführen, der diese untersucht und befragt. Die Tür öffnet sich, der Arzt kommt mit der Zukünftigen heraus und gratuliert dem Bräutigam. Sie haben da eine reine und gesunde Frau. Mann und Frau ziehen glücklich von dannen!

    Und vier Kinder sollte die deutsche Frau haben. Und jetzt kommt für mich der Hammer schlechthin. Wenn die deutsche Frau noch kein Viertes zur Welt gebracht hat, dann sollte sie sich von einem deutschen Soldaten schwängern lassen.

    Keine Erfindung von mir! Der Film ist echt heftig und Mensch braucht gute Nerven, um ihn anzuschauen, jedenfalls ich habe sie gebraucht.

    Gruss Troptard.

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  15. in aller kürze:

    das wort "übermensch" gefällt mir auch nicht. aber man sollte nicht den namen mit der dahinterstehenden konzeption verwechseln und vorab beides verdammen.
    die angelsachsen gehen mit dem begriff (bei ihnen wörtlich als "overman" übersetzt) übrigens ganz entspannt um.

    und zum geschichtspessimismus:

    natürlich liegt auf der welt noch vieles im argen und ist teilweise erschreckend. dennoch: zu behaupten wir hätten uns in den letzten paar tausend jahren überhaupt nicht weiterentwickelt ist doch ein wenig haarsträubend.

    ich für meinen teil gucke lieber fußball als brennende christen. meine frau habe ich in einer bar kennengelernt und nicht meinen nachbarn geraubt und und selbst im krieg würde ich immer noch lieber nach Guantanamo gehen als als Vercingetorix vor Julius Cäsar geführt zu werden.

    lg
    don

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    1. @don
      Nicht der Name "Übermensch" ist das Problem, sondern das dahinterstehende Konzept des von dir in die Diskussion eingebrachten Nietzsche:
      "Bereits im Zarathustra vergleicht Nietzsche die Entwicklung vom Affen zum Menschen mit der Entwicklung vom Menschen zum Übermenschen. In einem Notizbuch von 1884 schrieb Nietzsche, dass man durch Züchtung und durch „Vernichtung von Millionen Mißrathener“ den „zukünftigen Menschen“ gestalten soll. In der Genealogie der Moral (1887) findet sich der Gedanke, dass die Menschheit als Masse dem Gedeihen einer einzelnen stärkeren Species Mensch geopfert werden könnte. Ziel sei es, eine Herrenkaste zu züchten, welche zur Herrschaft über Europa berufen sei."

      Deine Fussball/Bar/Guantanamo-Beispiele überzeugen (mich) nicht. Lies mal den Gilgamsch-Epos. Er ist über 3000 Jahre alt und erzählt von Menschen mit den selben Sehnsüchten wie heute, den selben Sorgen wie heute, den selben Charakteren wie heute, den selben Machtverhältnissen wie heute...

      Wie gesagt, eine ethisch-moralische Weiterentwicklung sehe ich nicht. Es geht nicht um eine technische Entwicklung, sondern um die von mir bereits gestern (um 19:26 Uhr) thematisierte ethisch-moralische Weiterentwicklung.
      Frag mal die Menschen in Aleppo - vielleicht möchten die auch lieber in Guantanamo sitzen. Frag mal die Mädchen/Tänzerinnen aus Moldawien und der Ukraine in deiner Bar, ob sie gewusst hatten, was sie im schönen Deutschland erwartet...

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    2. Korrektur: Gilgamesch-Epos

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    3. Nachtrag:

      @don
      "die angelsachsen gehen mit dem begriff (bei ihnen wörtlich als "overman" übersetzt) übrigens ganz entspannt um."

      Das erstaunt mich nun aber gar nicht! DAS Imperium hatte sich schon immer als Herren der Welt gefühlt und entsprechend gehandelt. Und wenn die Chinesen kein Opium mehr kaufen wollten, wurde halt Krieg geführt.

      Und diese "angelsächsische Entspanntheit" lebt nun in den USA weiter...

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  16. @ Karl:

    du benennst den moralisch-ethischen fortschritt ja selbst: heute muß man in bestimmte winkel der erde gehen (Ukraine, Syrien, Somalia et al.) um noch verhaltensweisen vorzufinden, die noch im mittelalter weltweit anerkannt und als gottgegeben betrachtet wurden.

    zwangsprostitution, raub, mord und brandschatzung sind nicht verschwunden, aber immerhin sind sie weltweit geächtet. kriegsverbrecher werden verurteilt. selbst diktatoren kleiden sich in demokratische (tarn-)mäntelchen. etc. etc.

    es stimmt: wir könnten und müssten schon viel weiter sein. dazu müssten aber menschen wie Gautama, Marx, Nietzsche oder Gandhi mehr gehör finden.

    wir ziehen uns aber lieber in unsere bequemen privaten nischen zurück und hoffen feige darauf, dass wir schon nicht zu den opfern zählen werden.

    genau diese feigheit schrieb Nietzsche dem "letzten menschen" zu. der übermensch würde demnach den mut und den "willen zur macht" haben, um sich über diese elenden verhältnisse hinwegzusetzen.

    er würde sich über den dekadenten "letzten menschen" eben genauso hinwegsetzen wie homo sapiens über den neandertaler. das kann man böswillig "sozialdarwinismus" nennen. es meint jedoch eine höherentwicklung der gesamten menschheit auf eine neue stufe, auf der bisher brachliegende potentiale genutzt werden.

    Nietzsches philosophie wird bis heute ambivalent diskutiert. ich schließe mich aber der lesart von Thomas Mann, Albert Camus oder Sartre an, die allesamt wohl kaum im ruch stehen dürften, faschistisches gedankengut befördert zu haben.

    lg
    don

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    1. "...es meint jedoch eine höherentwicklung der gesamten menschheit auf eine neue stufe"

      Faschismus oder Religion. Am Ende kommt's auf's selbe hinaus. Auch für deren Opfer...

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    2. "...auf der bisher brachliegende potentiale genutzt werden"

      Klingt wie ein Werbespruch von Scientology...

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    3. schade. aber oft das ende einer diskussion:

      wenn die intellektuelle kapazität und das wikipedia-halbwissen keine argumente mehr abgeben, zieht man sich auf ideologische parolen und pseudo-witzige ausflüchte zurück.

      zu kleinen kindern würde man sagen: sei still, wenn erwachsene sprechen.
      so sag ich nur: schönen tag und schönes restliches leben noch.

      lg
      don

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    4. "wenn die intellektuelle kapazität und das wikipedia-halbwissen keine argumente mehr abgeben..."

      Hört, hört - der nietzsche "Übermensch" redet...

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  17. Der Duderich zu mir (auf meinem Blog):
    "Deine Meinung ist für mich unerwünscht (...)
    Ich empfinde Dein Wesen (und Deine Worte drücken das aus) als destruktiv.
    Du willst Zwietracht sähen. Daraus ziehst Du Deine Kraft.

    Ich distanziere mich ausdrücklich von 'der Herrn Karl' und seinen Seiten.
    Ich distanziere mich ausdrücklich von seinen Inhalten.
    Ich distanziere mich von seinem Wesen und was es ausdrücken will."

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    1. http://flatterwatch.blogspot.de/2013/05/nochmals-nietzsches-ubermensch.html?showComment=1369314711118#c6069775463161144887

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  18. Tja, Herr Karl - von wem erwartest du hier eigentlich Zustimmung? Oder ist dein Ziel, hier Zwietracht zu sähen, wie du es immer machst?

    Ich sehe es genauso wie der Duderich.

    Deine Diskussionsbeitrage sind allesamt destruktiv.
    Bist halt doch nur ein Neandertaler und für den Sprung zum höheren Wesen nicht bereit.

    Bleib bitte in deiner Höhle und lass uns hier in Ruhe. Du kreiselst eh nur um dich selbst und lehnst jede Veränderung ab.

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    1. "Bist halt doch nur ein Neandertaler und für den Sprung zum höheren Wesen nicht bereit"

      Köstlich...

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    2. Na ja!
      Das ist gerade kein Kompliment und ich würde es auch nicht köstlich finden, wenn ich der Adressat gewesen wäre.

      Ich persönlich könnte Dich ertragen, hätte allerdings Schwierigkeiten
      auf Deine Einlassungen noch zu reagieren!

      Gruss Troptard.

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    3. @Troptard
      Das "Köstlich" bezieht sich auf Rubys Selbstdemaskierung.
      Auch sie hat mich mit ihrem Kommentar als "Untermensch" (und sich als "Übermensch") klassiert.
      Weil ich eine andere Meinung vertrete...

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  19. du benennst den moralisch-ethischen fortschritt ja selbst: heute muß man in bestimmte winkel der erde gehen (Ukraine, Syrien, Somalia et al.) um noch verhaltensweisen vorzufinden, die noch im mittelalter weltweit anerkannt und als gottgegeben betrachtet wurden.

    zwangsprostitution, raub, mord und brandschatzung sind nicht verschwunden, aber immerhin sind sie weltweit geächtet. kriegsverbrecher werden verurteilt. selbst diktatoren kleiden sich in demokratische (tarn-)mäntelchen. etc. etc.


    sorry, aber hier muß ich mal deutlich widersprechen...

    um Zwangsprostition zu finden muß man nicht in die Ukraine oder an die tschechische Grenze, das gibt's in jeder Großstadt und auch Hintertupfingen...

    zur "Ächtung von Mord & Totschlag" - ich sehe eher daß es mittlerweile allgemein akzeptiert ist, Verdächtige samt einkalkulierten Kolleteralschäden auf bloßen Verdacht in die Luft zu sprengen, statt ihnen einen Prozeß zu machen... und gesegnet sind die Toten, als die überlebenden Brandopfer.

    Diktatoren geben sich auch nur "demokratische Deckmäntelchen", solang sie dazu gezwungen sind - Saudi Arabien hat sowas dank guter Verbindungen z.B. nicht nötig; die USA unterhalten neben Guantanamo zig Geheimknäste und stehen ganz unverholen zur Folter; Israel prahlt stolz mit "Unfällen" im Iran... nur weil das "Hauptziel" ein Atomwissenschaftler war, seh ich zw. Autobomben in Teheran und im Irak allerdings keinen großen qualitativen Unterschied...

    Wir ergötzen uns zwar nicht mehr an Gladioatorenspielen (das hat man zur gleichen Zeit allerdings auch nicht woanders auf der Welt) - dafür kann man dank I-Net live bewundern, wie sich die Moslems gegenseitig in Syrien abschlachten.
    In besonders Prominenten Fällen darf man dann auch mal im TV bewundern, wie ein Diktator aufgehängt oder die Kehle durch bekommt.
    In den USA sind Hinrichtungen auch ganz großes Kino, Spannung bis zur letzten Sekunde garantiert - kommt die Begnadigung, kommt sie nicht?

    Mittelalter - die Armeen haben sich im Kriegsfall in unbewohnten Gebieten in Schlachtform aufgestellt, nachdem die Artillerie dran war, sind sie aufeinander losmarschiert - auch kein appetliches Gemetzel - aber Flächenbombardements auf Städte, oder (Straßen-)Kämpfe in bewohnten Gebieten überhaupt waren damals absolute Ausnahme.

    Heute - noch bis '90 sah das Planspiel für den 3. WK Nuklearwaffeneinsatz vor, sobald der Warschauer Vertrag bei Fulda durchgebrochen wäre - auf alles mindestens westlich des Rheins.
    Westdeutschland wäre dann unter takt. A-Bomben verglüht - ausgeführt von "unserer" NATO, abgesegnet von "unserem" Bundestag aus (bombensicherem) Ahrweiler Bunker. Evakuierung von Zivilisten oder ähnliche Scherze nicht vorgesehn.

    Als die Kreuzfahrer ins "gelobte Land" gereist sind, waren die arabischen Gegner von ihrer Unkultiviertheit & barbarischem Verhalten abgestoßen...
    ethisch war die arabische Welt damals viel weiter als der Westen, auch hatten die Frauen dort lange Zeit mehr Rechte ... dafür herrschen dort heute fast nur noch brutale Diktaturen (die allerdings von wem gestützt & gefördert werden ;)) und Frauen sind in streng islamischen Ländern Menschen 2ter Klasse.

    ich glaub zwar nicht, daß eine ethische Weiterentwicklung des Menschen nicht möglich ist - eine "lineare" Entwicklung seh ich da aber absolut nicht, im Gegenteil.

    die Geschichte war immer und in jeder Kultur voller Ups & Downs... und derzeit sieht's MMN eher danach aus, daß es deutlich bergab geht.

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  20. @ Garfield:

    du hast mit den meisten dingen ja völlig recht. obwohl es mit schlachten auf freiem feld unter schonung der zivilbevölkerung weder bei den römern noch während der kreuzzüge oder im 30-jährigen krieg weit her war.

    der große unterschied ist, dass wesentlich mehr menschen als früher ein solches verhalten kritisieren und sich dagegen wehren. sie können es oftmals nicht verhindern, aber es wird nocht mehr als normalität empfunden.

    von der vorzeit bis weit in die neuzeit waren sklaverei, folter, krieg nicht nur normalität. sie waren legal und legitim. diejenigen, die sie in frage stellten, galten als spinner. allgemeine menschenrechte wurden nicht vor den grauen des ersten weltkriegs verbindlich formuliert, in den die menschen anfangs noch mit begeisterung gezogen sind.

    die fälle, die du anführst springen uns gerade deswegen heutzutage so ins auge, weil wir es eben nicht mehr als normal empfinden. ein Europäer des mittelalters konnte sich über die greuel der Spanier in Amerika gar nicht so echauffieren. für ihn waren Indianer keine menschen. sie in massen zu töten, war aus seiner sicht kein verbrechen.
    was uns so verstört ist, dass diese dinge heute immer noch auftreten, obwohl wir doch so aufgeklärt und humanistisch erzogen sind. aber gerade das ist der (wenn auch kleine) erfolg der aufklärung: heute regen wir uns wenigstens darüber auf.

    ich bin absolut bei dir, dass wir noch einen weiten weg vor uns haben, bis menschen weltweit sagen können, sie leben frei von gewalt, ausbeutung und wilkür. dennoch sollte man die augen nicht davor verschließen, dass es eine sukzessive ethisch-moralische vorwärtsbewegung gab und gibt.

    lg
    don

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    1. was willst du mit sukzessiv sagen...
      natürlich gibt's eine moralische Weiterentwicklung - aber die läuft eben nicht linear, und schon gar nicht zwangsläufig nach "besser" - sondern hat in der Geschichte, je nach Zeit & Kultur, schon immer ein Auf & Ab erlebt - wie ich am Bsp des Nahen Ostens ja zeigen wollte.

      Wie schon gesagt, im MA war man im islamischen Raum ethisch viel weiter als Europa.

      Was Aufklärung, Toleranz & Menschenrechte betraf, war der Orient dem Okzident damals meilenweit voraus... wenn es sowas wie ne "lineare" moralische Entwicklung gäbe, müssten die islamischen Länder inzw ja die liberalsten der Welt sein...
      und wie sieht's dort heute aus?

      der große unterschied ist, dass wesentlich mehr menschen als früher ein solches verhalten kritisieren und sich dagegen wehren. sie können es oftmals nicht verhindern, aber es wird nocht mehr als normalität empfunden.

      von der vorzeit bis weit in die neuzeit waren sklaverei, folter, krieg nicht nur normalität. sie waren legal und legitim. diejenigen, die sie in frage stellten, galten als spinner.


      Mit der Sklaverei hast du natürlich Recht, obwohl es auch damals schon Kritiker d. Sklaverei gab soweit ich weiß...
      daß Krieg damals als "normal" galt, bezweifle ich aber - außer vllt für die Geburtsjahrgänge des 30jährigen Kriegs, die den als Normalzustand erlebten - was aber auch für viele Jhg. in AFG gilt...
      und was Folter betrifft - die ist schon wieder legitim, wenn auch (noch) nur "halboffiziell"

      aber gerade das ist der (wenn auch kleine) erfolg der aufklärung: heute regen wir uns wenigstens darüber auf.

      ja... aber wer regt sich denn auf - z.B. über Guantanamo, x-Tsd Drohnentote, die Ermordung Gaddafis & Bin Ladens, beide ohne Prozeß oder gar Beweise - letzter sogar vor den eigenen Kindern?
      • Politiker - begrüßen es, bis auf wenige Ausnahmen
      • "Berufs-Experten", Intellektuelle etc - viele regen sich zwar auf, für die meisten hat's sich kurz danach aber wieder erledigt; nicht Wenige klatschen auch Beifall
      • der "Pöbel" (also wir) - einige regen sich zwar auf, dem Großteil geht's aber am Arsch vorbei, und einige finden's sogar super - nach Bin Ladens Tod brach nicht nur in NY Ekstase aus...

      Natürlich werden keine Hexen mehr verbrannt (dazu muß man aber sagen, daß die Leute damals wirklich an Teufel & Dämonen, und die "seelen-reinigende" Wirkung des Feuers glaubten) - aber auch heute versammeln sich zu fast jeder Hinrichtung Massen vor den Knästen, um hysterisch "Fry 'Em" zu rufen...

      Natürlich gibt's auch kein Raubrittertum mehr - das hat MMN aber weniger ethische, sondern einfach praktische Gründe - der Staat hat das Machtmonopol, im großen Stil ist sowas halt nicht mehr möglich... im kleinen Stil findet man sowas dafür noch immer & überall - von der Mafia, über Straßengangs, bis zum "Abzieher".

      wo es eine moral. Weiterentwicklung gab, ist die nicht etwa aus Kulanz entstanden, sondern mußte i.d. Regel hart erkämpft werden, wie die Bürgerrechte d. Schwarzen in USA.

      Verfallen tut Moral dagegen ziemlich schnell.
      Man sollte meinen, die Menschen sollten aus dem 2. WK gelernt haben - aber die Leichen waren kaum kalt, da forderten Wissenschaftler schon einen präventiven(!) Atomkrieg gegen die Sowjetunion (s. Bertrand Russell & J.v. Neumann).
      Soviel zur "Evolution der Moral"...

      Und gerade derzeit sehn die Anzeichen MMN eher düster aus.

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    2. das fortschreiten muß natürlich immer wieder aufs neue erkämpft, bereits erreichtes verteidigt werden.
      und es gibt immer wieder rückschläge, von denen man sich nicht entmutigen lassen darf.

      nichts desto trotz denke ich, dass sich der homo sapiens in seiner 50.000-jährigen (+/-) geschischte tendenziell positiv entwickelt hat. auch im ethisch-moralischen bereich.
      eben immer drei schritte vor und zwei zurück. negative entwicklungen in gesellschaftlichen und regionalen teilbereichen sehen vor einer längeren geschichtlichen perspektive aus, auch nicht mehr ganz so schrecklich aus.
      chinesische diktatoren wirken gemessen an so manchem ihrer kaiserlichen vorgänger recht human und die muslimbrüder in Ägypten sind mitsamt ihrer scharia noch echte engel im vergleich zu den despotischen pharaonen von vor 2500 jahren.

      meine these besagt nichts anderes, als dass menschen an sich selbst und ihrem ego arbeiten müssen, um letztlich auch das gesellschaftliche kollektiv zu verändern.
      das leben als ständigen kampf gegen die eigenen egoismen, den inneren schweinehund und den vermeintlich bequemeren weg des wegschauens und verdrängens zu verstehen, das bedeutet für mich weiter- und höherentwicklung.
      es gibt dafür ja zig beispiele und vorbilder. leider steht dem eine starke macht derjenigen gegenüber, die vom egoistischen kampf jeder-gegen-jeden profitieren und die deswegen mit allen mitteln versuchen, den derzeitigen sozialen überbau aus marktwirtschaft, parteiendemokratie, individualismus usw., zu erhalten und auszubauen.

      lg
      don

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    3. ja, wir müssen alle an uns arbeiten, und uns v.A. immer wieder selbst hinterfragen... wenn man wirklich was ändern will, ist der MMN beste Weg, selbst mit gutem Bsp voran zu gehn.

      Ich finde aber gefährlich zu glauben, das würde automatisch so laufen. die Geschichte hat ja oft genug gezeigt, daß es auch genau andersrum geht.

      mit den Vorbildern sprichst du einen guten Punkt an...
      ich weiß nicht wie alt du bist - aber versuch mal deinen Kindern zu erklären, warum es falsch ist, ihre Klassenkameraden abzustechen, wenn die Bundeskanzlerin gleichzeitig in den Nachrichten die öffentliche Massakrierung i-welcher "Staatsfeinde" (die gestern noch D'lands beste Freunde waren) beklatscht...

      schon ne abgefuckte Zeit in der wir leben.

      Gruß

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  21. Don M. Tingly zu Garfield:
    "du hast mit den meisten dingen ja völlig recht...
    ...dennoch sollte man die augen nicht davor verschließen, dass es eine sukzessive ethisch-moralische vorwärtsbewegung gab und gibt."


    Basta!

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    1. Wenn Du was zu sagen hast, dann sag was.

      Ansonsten troll Dich!

      Zitate kopieren kannst Du auf Deiner Seite auch. Belasse es dabei und troll hier nicht rum.

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  22. Wenn wir die Entwicklung der Produktivkräfte in der Menschheitsgeschichte einfach unter den Teppich kehren, dann landen wir zwangsläufig bei unterschiedslosen moralisch, ethischen Betrachtungen und finden unzählige Beispiele dafür, dass der Mensch das ist, was auch schon die politische Ökonomie von seiner von der Natur gesetztem Wesen behauptet hat:

    Ein Raubtier, das nur durch die Kräfte des Marktes gebändigt werden kann, in dem sein egoistisches Wesen zu seinem eigenen Vorteil wirtschaftet und damit gleichzeitig die Bedürfnisse aller befriedigt.

    Ein Raubtier, das durch seine barbarische Triebfeder angeblich die ganze Menschheit beglückt.

    Die Philosophie des Kapitalismus unterschlägt dabei gerne, dass die Produktivkräfte heute soweit entwickelt sind, dass kein Mensch auf der Welt mehr hungern müsste.
    Heute haben wir das Phänomen, das die Menschheit insgesamt, auch die Bewohner in den Zentren,immer ärmer wird obwohl wir vor unverkäuflichen Warenbergen stehen, weil sie sich verwerten, also zu mehr Geld machen müssen.
    Von Umweltverschmutzung, Ressourcenverschwendung, Wachstumszwang, Schuldenmacherei um noch Wachstum zu generieren, damit fange ich mal gar nicht erst an.

    Was hier als stets gleichbleibendes, unveränderliches Menschheitsgen beschrieben wird, könnte das etwas mit uns selbst zu tun haben. Mit unserer Art zu wirtschaften, wie wir die Probleme anderer Gesellschaften sehen wollen.
    Auf keinen Fall damit, dass wir Armut und Rückständigkeit zu unserem eigenen Vorteil nutzen und Armut und Rückständigkeit denen anlasten, als eigene Schuld als deren Versagen, uns selbst noch aufspielen anderen zu den höheren Weihen der Demokratie zu verhelfen, obwohl wir alles dafür tun, dass sie in ihrer Rückständigkeit und Armut verbleiben, dafür sorgen, dass deren Bevölkerungen von bewaffneten Banditen terrorisiert werden.

    Gruss Troptard.





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  23. usern, Einkaufszentren garantiert, erzielen Automobil-Darlehen.
    Aber beim Darlehenen ist der Vorteil faktisch die umgehende Erfllung eines Traums ohne zu guter Letzthrelanges Sparen.
    glichst viele Kreditangebote und Konditionen verglichen werden k.


    Review my blog post ... sources

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