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Samstag, 11. Mai 2013

Wir sind alle Atheisten

Abteilung: Zitat des Tages

"Wir sind alle Atheisten. Sie glauben nicht an Zeus oder Thor, an Neptun oder Kaiser Augustus, nicht an Mars oder Venus oder den Sonnengott Ra. Sie lehnen tausend Götter ab. Was kümmert es Sie also, wenn jemand tausendundeinen ablehnt?"

(aus: 'Outlaw', Lee Child, ISBN 976-3-442-37163-1, Seite 346)

Kommentare:

  1. Ich gehöre keiner (Aber)glaubensgemeinschaft/Religion an.
    Dennoch, ich bin religiös!

    Ich glaube, dass der Mensch autodestruktiv ist. Der Mensch als Krone der Schöpfung die grösste Fehlinterpretation der christlichen Religion. Die Überlebensspanne der Menscheit geringer als die der Dinosaurier sein wird.

    Mehr davon? Nein!

    Gruss Troptard


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    1. Was meinst Du damit, dass Du religiös bist?
      Glaubst Du an den Gott, der in der Bibel beschrieben ist?

      Die Menschheit als 'Krone der Schöpfung' glaubt sich unabhängig von dieser (natürliche Grundlagen), glaubt sich die Welt Untertan machen zu können, was letztendlich ihren Untergang bedeuten wird.

      Aber für diese Arroganz braucht es keine Religion. Das Ende der Dinosaurier lag in einem Ereignis, welches sie weder verursacht hatten, noch beeinflussen konnten.

      Wir werden wohl die einzige Spezies sein, die ihren Untergang selbst herbeigerufen haben.
      Und das noch als einziges Wesen (da kann ich mich natürlich irren) mit der Fähigkeit der Reflexion.

      Solange noch Kohle zu raffen ist werden wir das kommende Ende ausblenden. Werden wir diesen apokalyptischen Weg weiter beschreiten.

      Da fällt mir wieder Bukowski ein:

      "Einen Grabstein für den ganzen Schlamassel, und darauf gehört die Inschrift: 'Menschheit, du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu'."
      (http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2012/11/dirty-old-mans-kalenderspruch-2.html)

      Gruß, Dude

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    2. Hallo Dude,

      nein ich glaube auch nicht an den Gott in der Bible und dulde auch sonst keine Götter neben mir.

      Unter religiös verstehe ich meine persönliche , die nicht vertandesmässige Seite von mir, die sich nicht alles erklären kann und daran glaubt, dass nicht alles erklärbar ist.

      Früher habe ich noch stärker darauf geachtet, ob das Leben mir Zeichen gibt und ich bin diesen dann gefolgt. Erklären kann ich das nicht. Ist halt etwas sehr persönliches, dass ich nicht mit anderen teilen kann.

      Gruss Troptard

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    3. Bist du vielleicht einfach spirituell? Für mich gehört zu Religion immer auch eine höhere Macht oder Lebensphilosophie. Was du da beschreibst, würde ich eher als spirituell bezeichnen.

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    4. Schon möglich!

      Aber darüber habe ich mir selbst noch nie einen Kopf gemacht. Religiös ist für mich einfach nur, das ich an etwas glaube, ohne das näher bestimmen zu können.

      Interessiere mich sehr für Astronomie und wenn ich schlecht einschlafen kann, dann steige ich in mein Raumschiff, in die Leere des Universums. Meine persönliche Einschlafhilfe aber mit Bezug zum Ganzen!

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    5. Ja genau! Deshalb fragte ich!

      Ich selbst bin unreligiös, aber kein Agnostiker.

      Dies habe ich damals versucht zu beschreiben:

      http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2012/11/mein-evangelium.html

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  2. Also ich möchte gern glauben. Und das, was mir der Gott des Ersten und Zweiten Testaments sagen will, finde ich immer wieder spannend. Vielleicht sind die Worte der Bibel einfach eine gute Art und Weise, mit dem je eigenen Agostizismus umzugehen.

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  3. Die Menschheit als 'Krone der Schöpfung' glaubt sich unabhängig von dieser (natürliche Grundlagen), glaubt sich die Welt Untertan machen zu können, was letztendlich ihren Untergang bedeuten wird
    ...
    Wir werden wohl die einzige Spezies sein, die ihren Untergang selbst herbeigerufen haben.
    Und das noch als einziges Wesen (da kann ich mich natürlich irren) mit der Fähigkeit der Reflexion.


    so seh ich das auch.

    Gott ist - de facto, hier in Mittel-Europa zumindest - abgeschafft worden.
    Eigtl wurde er aber nur durch andere Götter ersetzt, vom Markt bis zur Wissenschaft.

    Auch wenn das widersprüchlich ist - im Christentum war der Mensch noch "nur" die 'Krone der Schöpfung'. Mit der Abschaffung hat er sich dann zum Gott selbst befördert, und sieht sich selbstverständlich dazu berufen, die Schöpferrolle zu übernehmen, und aktiv in Evolution und Klima einzugreifen...

    so wie ich das sehe, ist das mit Religionen ein Paradox.
    MMN fehlt ohne sie was, bzw ist es ein gefährlicher Weg zu denken, der Mensch könne selbst etwas unfehlbares vollbringen oder herstellen. Das Wissen, nicht das "Größte" im Universum, bzw allmächtig zu sein (was so oder so stimmt), bringt eine gesunde Demut mit sich, die MMN aber verloren geht.
    Andererseits kommt, wenn Religionen wirklich für "wahr" genommen werden, immer nur Scheiße raus - ob Evangelikane, die "Kreationismus" lehren; oder Moslems, die steinigen "müssen" (& den Frauen damit noch einen Gefallen tun, weil sie "gereinigt" dann nicht in die Hölle kommen), weil die Altvorderen das mal so gesagt haben sollen.

    MMN muß man Religionen auf Meta-Ebene betrachten. Es geht nicht um die um die Texte selbst, sondern wie sie auf das Leben/ die Gesellschaft wirken.

    ...btw - ich bin Agnostiker, und seh die Bibel als von & für Menschen geschriebenes Buch voller nützlicher Weisheiten; vom Ratschlag "dreh dich nicht um" (Lot's Frau), über die 7 Todsünden (auch wenn du nicht i.d. Hölle kommst, zerfressen sie dich hier auf Erden), bis zum vllt wichtigsten Punkt "liebe deinen Nächsten..." (wobei der Schlüssel darin liegt, sich erst mal selbst zu lieben).

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  4. ja und wir sind alle Atheisten... fast überall ;-)

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  5. "Es gibt keinen Schöpfer", sprach der Ton zum Töpfer...

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    1. "Du bist mein Ton sprach der Töpfer und Gott ist durch mich Dein Schöpfer...

      Gruss Troptard

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