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Donnerstag, 20. Juni 2013

Der Scheideweg der Menscheit

Abteilung: Mangelnder, oder irgendwann umgesetzter Erkenntnisgewinn: 
Die Gretchenfrage

Ich hatte gestern eine interessante Diskussion mit einem Freund.
Politisch haben wir kaum Schnittmengen. Er ist Sozialdemokrat mit Parteibuch. Die Agenda 2010 sei nötig gewesen, sagt er, denn sonst würde es uns allen viel schlechter gehen. Sicherlich, hier und da verbesserungswürdig, aber im Ganzen doch eine richtige Entscheidung.
Ich empfinde das als genauso bescheuert, wie er, dass ich die Linken wähle - diese Träumer und Idealisten.

Unzählige Male haben wir unsere Argumente ausgetauscht, genähert haben wir uns trotzdem keinen Jota in unserer politischen Überzeugung.

Sicher, es gibt Bücher, Filme, Musik, usw., die wir beide gut finden - aber letztendlich haben wir mehr Trennendes als Gemeinsames.

Wir sind trotzdem Freunde und tolerieren den Lebensentwurf und die Ansichten des Anderen - auch wenn wir sie zuweilen nicht nachvollziehen können...

Dies sei aber nur als Einleitung gedacht - es ist nicht Sinn dieser Worte, diese Freundschaft zu thematisieren.

Vielmehr geht es mir darum, seine und meine These (unserer gestrigen Diskussion) gegenüberzustellen.
Ich empfinde beide Denkansätze als argumentativ gleichwertig - letztendlich ist es eine Frage des Glaubens (im nicht religiösem Sinne) und der Interpretation der zurückliegenden Menschheitsgeschichte:

Seine These : (Ich hoffe ich gebe sie nicht allzu sinnverfremdend wieder)
Die Geschichte hat ihn gelehrt, dass jedwedes Gesellschaftssystem, so demokratisch es auch in der Wiege ist, letztendlich in Diktatur mündet. Eben weil der Mensch nach Macht und der Anhäufung von Besitztümern strebt. Dies mündet dann irgendwann in einer Revolution, weil die Ausgebeuteten das überbordende Macht-, Gerechtigkeits- und Reichtumsgefälle nicht mehr zu tragen bereit sind. Und dann geht die ganze Chose von vorne los...

Kurz:
Demokratie - Diktatur - Revolution, (...)
Demokratie - Diktatur - Revolution, (...)
usw...

Meine These:
Bislang mag das stimmen. Aber der Sinn der Menschheit kann es letztendlich nicht sein, dieser Endlosschleife bis zu ihrem Untergang zu folgen. Die Menschheit wird irgendwann diese fatale Dynamik durchbrechen - eben weil sie lernfähig ist. Wenn auch langsam, so ist die Menschheit doch in der Lage aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und einen Erkenntnisgewinn aus den Fehlern der Menschheitsgeschichte zu entwickeln.
Eben auch, weil die Ressourcen, die für unsere Existenz nötig sind, bald lebensbedrohlich knapp werden. Dies auch unter dem Hintergrund immer weit verbreiteter und immer existenziellerer Armut auf der einen, und unendlicher Dekadenz von Wenigen auf der anderen Seite.

Was glaubt ihr?
Kriegen wir die Kurve noch irgendwann?
Oder steuern wir unserem Untergang entgegen, weil wir entweder zu dumm sind aus unseren Fehlern zu lernen und/oder zu machthungrig und eigennützig?

Kommentare:

  1. "Kurz:
    Demokratie - Diktatur - Revolution, (...)
    Demokratie - Diktatur - Revolution, (...)
    usw..."

    Das erinnerte mich jetzt stark an das Buch "Romance of the three kingdoms", das in China quasi Pflichtlektüre in den Schulen ist. Behandelt die ständigen Wechsel der Kaiser in China. Unerträglich langweiliges Buch, aber genau nach dem Schema. Böser Kaiser tyrannisiert Volk, ein mutiger Held führt eine Revolution an, stürzt den Tyrannen und wird als neuer Kaiser über kurz oder lang selbst zum Tyrannen. So geschieht es ja leider immer wieder in der Welt und ich sehe das Problem ähnlich wie dein Freund. Der Mensch kriegt den Hals einfach nicht voll und ein "Führer" muss alleine schon deshalb wieder mit Terror reagieren, weil sonst schon der nächste vor der Tür steht und ihn ersetzt. Wer seinen (potentiellen) Gegnern nicht gleich zeigt, wo der Hammer hängt, wird nicht lange an der Macht bleiben. Darum gibt es auch keine netten Diktatoren. Es setzt sich IMMER der durch, der am skrupellosesten ist. Was will man dagegen tun? Du kannst eine Million Friede-Freude-Eierkuchen-Menschen nehmen und brauchst nur ein Arschloch reinwerfen. Innerhalb kürzester Zeit hat der das Kommando. Dieses inherent Böse im Menschen ist natürlich bei jedem unterschiedlich ausgeprägt, alleine durch Bildung und Erziehung kann es jedenfalls nicht komplett getilgt werden und am Ende heißt es wieder "Damit das Böse triumphiert, reicht es, wenn gute Menschen nichts tun". Dieses Nichtstun sehen wir doch tagtäglich.

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    1. ..... d'accord ..meine Rede, und was fangen wir jetzt mit unserem Wissen an ..?

      ...wenigsten so viel draus ziehen das es wenigstens reicht den eigenen Arsch, und den seiner Rotte, soweit es geht, über Wasser zu halten .

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    2. @Anonym:
      Der selbe Mangel an Phantasie, der Dein 'Nickname' ausdrückt, setzt sich in Deiner Dystrophie fort. Sind wir wirklich nur ein Irrweg als Gattung in der Erd- und Weltgeschichte? Sind wir von je her zum Untergang verdammt - ohne dass es einen Meteoriten oder anderer Katastrophen bedarf?
      Sicher, vieles deutet darauf hin. Pragmatisch betrachtet wird es so laufen; pragmatisch betrachtet haben wir es als Gattung nicht besser verdient.
      In so fern gebe ich Dir recht.
      Aber ich WILL nicht glauben, dass wir dumm wie ein Krebsgeschwür sind, welches seinen Wirt letztendlich tötet.
      Sicher, wer die Vernunft der Menschheit in eine Gleichung einfügt, der mag naiv, blauäugig, schlicht Gutmensch und linksverblendeter Spinner sein.
      Das alles bin ich gerne, wenn ich dann die Fackel der Hoffnung tragen darf.
      Dieser ganze Fatalismus lähmt doch nur unsere Kräfte.
      Das ist doch letztendlich die Kapitulation, bevor uns unsere fehlgeleitete Lebensweise uns gegen die Mauer fährt.
      Du baust die Mauer schon vorher auf, obwohl noch ein paar Weichen uns vom Untergang trennen.

      So naiv dies auch klingen mag:
      Resignation, mag sie auch noch so vernünftig unterfüttert sein, hat noch nie etwas positives bewirkt.

      Unser Untergang ist weder rational noch deterministisch.

      Nur der tote Fisch schwimmt mit dem Strom.

      Grüße,
      der blauäugige Duderich

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    3. Hey Dude , du weißt was ich von Anonym halte ..die 5 sek. für einen Namen mit Wiedererkennungswert sollte man aufbringen...

      aber warum so garstig ..unrecht hat 'es' ja nicht wie auch du befürchtest
      rewind-play-Sicher, vieles deutet darauf hin. Pragmatisch betrachtet wird es so laufen; pragmatisch betrachtet haben wir es als Gattung nicht besser verdient. ...?

      na und tote Fische hat's doch zuhauf ...So what's the craic?

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  2. Die Sache ist doch recht einfach: wenn die Menschheit eine Zukunft haben will muss sie alte Gewohnheiten über Bord werfen. Weg mit allem Trennenden. Rassismus, Nationalismus (=Patriotismus), Religionen.. weg damit! Jeder Mensch muss erkennen dass er ein Gleicher unter Gleichen ist. Empathie und Toleranz müssen die dominierenden Eigenschaften sein, nicht Macht und Erfolg.
    Dann könnten wir sinnvolle alternativen suchen zum real existierenden Kapitalismus, der durch seinen Wachstumswahn die Welt zerstört wie ein Krebsgeschwür.
    Den Anfang würde ein Umdenken der einzelnen Individuen machen. Große Veränderungen kommen nicht plötzlich aus heiterem Himmel sondern beginnen im kleinsten Rahmen.
    Schaffen wir das Umdenken nicht, ist der Mensch eines der kürzesten Gastspiele in der Evolutionsgeschichte.

    Sollte ich eine Wette abgeben: ich sehe die Wahrscheinlichkeit, dass in 300 Jahren noch ein überlebensfähiger Menschenstamm existiert bei ca. 20%. Rein subjektiv und aus dem Bauch heraus geschätzt.

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    1. Ok, Link vergeigt ..soll vorkommen ->das war gemeint

      Wie aber soll eine neue Welt entstehen, wenn jeder an der alten festhält?
      Wenn die Beamten sabotieren, die Kaufleute die Gesetze brechen, die Großgrundbesitzer und Finanzmächte nur den Zielen ihres Eigennutzes dienen und die Hunderttausende der kleinen Bauern, der Kulis und Handwerker jedem Schlagwort, jeder Verdächtigung, jeder Hetzparole glauben?

      Kanzler Wang An-schi, zu Zeiten der Sung Dynastie
      (Otto Zierer, Weltgeschichte)

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    2. genau dieses umdenken, weg vom zerstörerischen egoismus, hin zur umfassenden empathie meine ich, wenn ich von der nächsten stufe innerhalb der menschlichen evolution spreche.

      im gegensatz zur rein wilkürlichen, urwüchsigen evolution der vergangenheit, erlaubt uns unser selbst-bewusstsein inzwischen die evolution in gewissem maß zu lenken. wir können uns quasi bewusst für eine richtung entscheiden, in die künftige generationen geschickt werden (ob sie diese dann beibehalten, bleibt freilich weiter fraglich).

      die überwindung des kapitalismus als herrschendem system (oberhalb von politik, justiz, kultur etc.) ist dabei sicher nur der erste, aber trotzdem ein wichtiger und wegweisender schritt. darauf hin zu arbeiten ist derzeit das einzige, was wir tun können. aufklärung, bildung und information sind mm dazu die entscheidenden stichworte.

      insbesondere jungen menschen muß man immer wieder klarmachen, dass sie opfer einer macht-clique sind, die sie zu unmündigen konsum- und arbeitsjunkies macht, indem sie sie von geburt an mit werbung indoktriniert, ihnen neoliberale ideologien als alternativlos und naturgegeben verkauft und alle möglichen anderen formen von zusammenleben als "naiv", "historisch gescheitert" oder "utopisch" diffamiert.

      im rahmen der möglichkeiten vorbild sein und bis zum erbrechen aufkären. das ist meine antwort.
      zum Don Qixote fehlt mir nur noch der geeignete Sancho.

      lg
      don

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    3. Deiner bauchgeleiteten Einschätzung schleiße ich mich an, soweit man das globale Aufbegehren gegen bestehende Zustände vernachlässigt.
      Hättest Du aber den Widerstand in Brasilien, in der Türkei vorausgesehen?
      In Frankfurt, in Stuttgart und in Heiligendamm?
      Hier in Deutschland, und auch anderswo, rebellieren Menschen gegen ein Schmierentheater, welches sich Demokratie nennt und Neoliberalismus meint.
      Der Kampf um die Deutungshoheit ist noch längst nicht verloren.
      Die Linke - so zerspalten sie auch ist - kämpft, und begehrt auf.
      Es mag naiv sein, zu glauben, dies könnte irgendetwas bewirken.
      Schau'n wir mal!

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    4. Hättest Du aber den Widerstand in Brasilien, in der Türkei vorausgesehen?

      Na sicher labert jeder seit langem und auch heute ..: "Wenn das so weiter geht knall's"

      Es ist natürlich weiter gegangen mit der Volksverarsche zum sicherstellen der Volksausbeute und erwartungsgemäß hat's auch geknallt ..noch nicht übermäßig aber es hat . Und genau dafür haben doch alle Regime ihre " Ordnunstruppen " die dann die "gesellschaftliche Grundrdnung" wieder herstellen wenn's den Oberen genug Demonstriert ist..oder ?

      Wichtig ist was hinten raus kommt .. und das ist wie beim Rindvieh seit Jahren... MIST .! .. Reset ... nicht mehr nicht weniger als ein beschissener Reset ..

      ..deswegen Dude gibt's da noch kein Grund zum feiern, erst wenn die Idioten aus den ausgetretenen Pfaden kommen ..aber keine Sekunde früher

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  3. Hallo Dude!

    Ich versuche mich kurz zu fassen! Das, was Du beschreibst von Diskussionen mit Freunden, das kenne ich selbst auch.

    Nur sind das für mich keine echten Freunde. Man findet Gemeinsamkeiten, aber jeder von uns lebt doch in einer anderen Welt.
    Und im Ernstfall wird das Trennende überwiegen.

    Irgendwie erinnert mich die Argumentation Deines Freundes an die Argumentation vom "der Herr Karl", der auf jede Kritik die immer gleiche Antwort findet. Die Antwort lautet: Gebe Dir keine Mühe, es läuft immer auf das gleiche Endresultat hinaus, die ständige Wiederkehr des immer Gleichen.

    Angelegt in der menschlichen Natur, die nur zu ihrem eigenen Vorteil denken und zu leben vermag.
    So bereits angelegt in der bürgerlich ökonomischen Theorie bei Adam Smith.

    Ein Sozialdemokrat darf da freilich nicht mitreden, denn auch ihm dürfte bekannt sein, dass es in Deutschland noch nicht einmal eine bürgerliche Revolution gegeben hat, auf die er sich berufen könnte.

    Und was Sozialdemokraten der grösste Horror in ihrer kleinbürgerlichen Vorstellungswelt ist, ist die Vorstellung, dass es mal zu einer wirklichen Revolution auch in Deutschland kommen könnte. Im Sinne des Wortes, zum Umsturz aller bisherigen Verhältnisse!

    Wer die Geschichte der Menschheit nur als Resultat von Herrschaft und Austausch gegen eine neue Herrschaft darszustellen vermag, der möchte Menschen in ihrer Fähigkeit zur Emanzipation desillusioniern, ihnen die Kraft für eine andere, bessere Zukunft rauben, sie letztendlich an die bestehenden Verhältnisse ketten.

    Dieser Nebel in den Köpfen,die bürgerlich Ideenwelt, ist für mich das grösste Hindernis der Menschen, sich überhaupt noch etwas anderes vorstellen zu können als die gelebte Realität.

    Wenn der Wille zur Veränderung aus der Unerträglichkeit der Verhältnisse entstehen sollte, aus der Not geboren, so ist noch lange nicht ausgemacht, dass das Ergebnis dazu führt, wie es ein Sozi gerne voraussieht.

    Geschichte mag sich wiederholen, sie ist aber auch offen, wenn wir noch eine haben sollten(der Pessimist in mir).



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    1. Hallo Troptard!

      Im großen und ganzen gebe ich Dir recht!
      Aber einen Freund mit dem Herr Karl zu vergleichen ... das ist dann schon verdammt großer Tobak! ;-)

      Grüße, Dude

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    2. "Angelegt in der menschlichen Natur, die nur zu ihrem eigenen Vorteil denken und zu leben vermag. "

      Das ist ja wohl auch einfach mal Fakt, jeder ist auf eigenen Vorteil aus. Dies kann natürlich ganz unterschiedliche Formen annehmen. Wenn ich mich sozial engagiere und dafür im Freundeskreis und der Gesellschaft Anerkennung erfahre, ist das auch ein persönlicher Vorteil, eben kein monetärer. Trotzdem würde kaum jemand etwas Gutes tun, ohne dafür Lob und Anerkennung zu bekommen. Jeder Mensch hat egoistische Motive, bei allem, was er tut. Wer das leugnet, macht sich was vor. Seien wir doch ehrlich, wie viele reiche Linke kennen wir denn? Alle Linken haben zwar nach außen hin das Ziel, Ressourcen fair zu verteilen, aber insgeheim will doch jeder Linke in erster Linie mal mehr für sich. Dass alle anderen auch davon profitieren, ist natürlich toll, aber kaum einer wäre für irgendwelche Reformen, wenn diese am Ende bedeuten, dass er weniger hat als vorher. Natürlich gibt es einige, sehr vokale Idealisten, die anderes behaupten, aber das sind doch gerade die, die Bücher verkaufen, im Fernsehen auftreten und so mediale Anerkennung bekommen. Ist das nicht egoistisch? Man muss sich vom Gedanken loslösen, dass man selbstlos handelt, nur weil kein Geld im Spiel ist. Wir alle suchen irgendeinen Vorteil für uns in allem, was wir tun. Manchmal ist dies aber auch gar nicht möglich, aus einer Situation einen Vorteil zu ziehen, was machen wir dann? Wir suchen die Option mit dem geringsten Nachteil. Genauso egozentrisch, aber eben absolut natürlich.

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    3. @ Anonym:

      natürlich versuchen wir alle, ein möglichst glückliches leben zu führen. das ist legitim und irgendwo sicher auch der sinn des lebens (wenn es sowas überhaupt geben sollte).

      allerdings macht es einen großen unterschied, ob ich das glückliche leben möglichst aller lebewesen anstrebe, oder ob ich nur mein eigenes, meist rein materielles wohl auf kosten anderer oder auf kosten künftiger generationen im auge habe.

      wenn ich jemandem altruistisch helfe und dann insofern davon profitiere, weil mein vorbild vielleicht auch andere motiviert, evtl. auch mir irgendwann zu helfen, ist das natürlich auch zu meinem vorteil. aber eben auch zum vorteil aller.

      mit unserem jetzigen lebensstil, sägen wir den ast auf dem die menschheit sitzt konsequent ab. dann kann man zwar sagen: mir doch egal, hauptsache mir geht es gut. aber ich behaupte, damit erreicht man kein wahres glück, weil man im tiefsten inneren immer das wissen haben wird, dass das eigene verhalten unrecht ist. man wird immer gegen dieses wissen ankämpfen müssen. es verdrängen, verleugnen, mit alkohol, drogen, party und konsum betäuben. aber man wird es nie loswerden.
      insofern hat es weniger mit rechts oder links zu tun, sondern mehr mit einsicht in unser menschliches wesen und mit der erkenntnis, dass man jederzeit an sich und am kollektiv arbeiten kann.

      lg
      don

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    4. Nun Don, solange es auf Charity-Events Absolution unter begeistertem Beifall der Herde , kniefällig anmoderiert von den Flaggschiffen der jeweiligen Unterhaltungsindustrie zu kaufen gibt, glaube ich nicht das die sich daran berauschenden Profiteure der Armut , tief im Innern ihrer gönnerhaften Gutmenschenseele schuldig fühlen ... du etwa ..echt ..?

      oder besser ...wenn die Münz' im Beutel klingt, die Seele in den Himmel springt ..isn't ;-)

      ..ja ich weiß ich bei ein böser sarkastischer "alter Mann" ;-)

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    5. bin ..bin ...Mensch Dude investier' ma in eine EDIT :-P

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    6. Ich habe den Eindruck, dass es Linken gut gefällt, wenn sie sich auf die bürgerlich-ökonomische Theorie der Nutzenmaximierung zurückbesinnen können.

      Jeder der Einkaufen geht entscheidet letztendlich darüber, ob ihm der Kauf einer zusätzlichen Birne mehr Nutzen verspricht, als der Kauf eines zusätzlichen Apfels. Und so vergleichen wir unser Leben nur aus der Nutzenperspektive, obwohl der Vergleich von Äpfeln und Birnen nur dazu taugt, uns das Gehirn zu Birnen-Apfelmus zu zerquetschen.

      Was wir im wirklichen Leben noch darstellen dürfen, ist die Perspektive des Konsumenten, des Menschen als Verbraucher mit der Illusion, dieser hätte die Wahl, sein Nutzenkalkül ausleben zu können , obwohl seine Möglichkeiten dazu nur von seinem Portemonnaie bestimmt werden.
      Und welchen Nutzen bringt mir ein täglicher Arbeitstag, ausser die paar Kröten, die ich für meine persönliche Nutzenmaximierung zur Verfügung habe. Der verlust an persönlicher Lebenszeit dabei noch nicht berücksichtigt.

      Haben sich die Linken vor der Krise noch damit beschäftigt, den "Ollen Marx" endlich mal vom Kopf auf die Füsse zu stellen und die Chancen der Selbstverwirklichung im Kapitalismus zu bestimmen versucht, so verfallen sie jetzt nicht nur in "Sack und Asche", sondern springen sogleich wieder auf den Zug der bürgerlichen Wettbewerbsphilosphie auf: Sich Durchsetzen oder Untergehen.

      Und das schreibe ich als geborener Pessimist!
      Elende Diskussion hier, leider.

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    7. @Don M. Tingly:
      100% d' accord!
      Grüße, Dude

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  4. Hallo Dude!

    Das haste jetzt aber falsch verstanden. Sollte doch kein Vergleich mit Deinem Freund sein!
    Gruss Troptard

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    1. Hab's Dir nicht krumm genommen.
      Kenn Dich ja schon ein bisschen...

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  5. 1972 hat die Studie "Limits to Growth" einen Fächer von möglichen Zukunftsentwicklungen aufgspannt.

    Wenn man diese mit der Entwicklung seit 1972 vergleicht, stellt man ganz klar fest: wir befinden uns auf der "wir lernen nix dazu" Spur.

    Jorgen Randers, damals Mitautor der Studie, hat daher in seinem neuen Buch 2052 keine alternativen Zukunftsszenarien vorgestellt. So wirds, sagt er diesmal.

    Ich kann die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir irgendwann dazulernen, der glaube das wir das tun ist klein.

    Eines ist Klar, die Zukunft des ewigen Wachstums auf die unsere Wirtschaft und und Politik wettet kann es nicht geben. Sie ist Physikalisch nicht möglich.

    Trauriges aber wahrscheinliches Zukunftsszenario: Ungebremst rasen wir (sehr bald) gegen die Wand. (Siehe Grenzen d. Wachstums oder 2052)

    Kriege und darauf folgend Hunger, Verbrechen und Krankheiten wrden eine in die Barbarei (wahrscheinlich Faschistisch) zurück gefallene Menschheit so weit dezimieren (90%?), dass diejenigen die Überleben wieder mit der gleichen Kurzsichtigen Scheiße von vorne beginnen können und der Zyklus ewig so weiter geht oder wir aussterben.

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    1. Hey, folge nicht dem, was wahrscheinlich ist, sondern kämpfe dafür was es anzustreben gilt!

      Grüße, Dude

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    2. Guten Abend Duderich

      Du sprichst mir voll aus dem Herzen.

      Diejenigen, die sagen, dass wir sowieso gegen die Wand fahren, weil ja die dumme Masse sich nicht wehrt, verhält sich in meinen Augen kontraproduktiver als die Passiven, weil sie denen, die neue Wege und Lösungen suchen, wertvolle Kräfte rauben und manchen wahrscheinlich auch den Mut nimmt, wirklich etwas zu ändern.

      Was nützt ihnen denn ihr großer Durchblick über die gesellschaftlichen Wirrungen, wenn sie ihn nicht benutzen, andere Menschen aufzurütteln und neue Wege aufzuzeigen? Nichts!

      Analysiert ist doch eigentlich genug. Jetzt könnten sie ihre Klugheit benutzen, um weiter zu denken.

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    3. Ja Ruby ...d'accord ..aber dann geht doch vor die Tür und macht was und berichtet davon .

      ..vor knapp 2 Wochen hier ein Biker Event ausgerichtet .. deutsche Bratwurst Brötchen, Familiennachmittag mit bouncy castles , Bike Show ..abends Live Musik Bier und gute Laune ...machte unter dem Strich mit Spenden etc. £ 4754.87 für das Charity Project das Comunity Centers .. Damit wird Leuten geholfen ! Zum Beispiel auch die Aufwandsentschädigung der Schuldnerberatung bezahlt ,das Council hat die mal einfach weggestrichen ..Sparen und so ..

      Unser Bäcker hat für Materialkosten gebacken ,der Metzger und ich verwurstelt .... der Bro von JS Entertainments hat das Kinderzeugs angeschleppt ..

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    4. "Hey, folge nicht dem, was wahrscheinlich ist, sondern kämpfe dafür was es anzustreben gilt!"

      Eine realistische Einschätzung der Menschen hilft die Kämpfe zu wählen die sich zu kämpfen lohnen.

      Der Kampf gegen den Klimawandel ist ebenso müßig wie der gegen Ressourcenverschwendung.

      Wir werden wie so viele Kulturen vor uns gegen die Wand fahren.

      Der Kampf der sich lohnt ist in Folge des unausweichlichen Kollaps den Kräften des Faschismus entgegenzustellen.

      Dieser Kampf kann gewonnen werden, aber er ist schwierig genug. Möglicherweise ist es Beispielweise daher sinnvoller sich für den Feminismus, gegen Ausländerhass und gegen Neonazis einzusetzen als sich im Kampf für das Klima aufzuarbeiten.

      Man muss sich damit abfinden, dass die Zukunft kein Rosengarten ist sondern bestenfalls unsere Gesellschaft nicht in die Barbarei zurückfällt. Zu hohe Erwartungen helfen uns nicht weiter.

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  6. @ Lazarus

    Wenn ich mir deine Kommentare durchlese, frage ich mich jedes mal, was will dieser Mann eigentlich bewirken?

    Du bist schlau, du durchschaust aber du hast keine positive Leidenschaft und keine Vision in dir.

    Wahrscheinlich trittst du deshalb auf der Stelle und kommst über eine haarscharfe Analyse, die dann im finalen: "Die Schafe sind doof.., auch wenn ihnen ständig der Spiegel über ihre Lage vorgehalten wird." nicht hinweg.

    Das muss doch furchtbar deprimierend sein und auf die Gesundheit gehen. Durch deine Kommentare wird dir doch deine beschissene Ausweglosigkeit doch immer wieder bewusst, oder?

    Was nützt dir deine Informiertheit? Spar dir doch die Zeit. Du benutzt sie ja nicht, um etwas zu bewegen, sondern nur, um die, die noch Hoffnung haben, davon abzubringen.

    Warum genießt du dann nicht den Rest deines Lebens und wartest auf den kommenden Untergang?

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    1. ....dir doch deine beschissene Ausweglosigkeit

      Bei mir ist eben nix beschissen ausweglos .. deswegen kann ich ja noch agieren statt nur reagieren

      Ruby du scheinst nicht richtig gelesen zu haben .. eben das genau mach ich nicht ... ich unternehme mit anderen Leuten AKTIV etwas und geißele die Idioten die kein Wässerlein trüben kann ..und das ist leider die Mehrheit.

      Danke der Nachfrage meine Gesundheit ist * kloppanHolz ( Kopf) * gut, dank bewusster Ernährung und Sport ;-)

      Deprimiert gehe ich nur wenn Leute absolut nicht sehen wollen was doch so offensichtlich ist .. Das ist ein Kampf gegen Religion eben, die WOLLEN nicht , die Herde so : OOooOOH NEEeeein ich will es nicht glauben,die Regierung tut alles nur zu 'unserem' Besten ...

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    2. Lazuarus, Ruby:

      nach fundierter Analyse eurer Kommunikation konstatiere ich hier ein klassisches Online-Verständnisproblem ;)

      ne, im Ernst. So wie ich Lazarus einschätze (soweit halt möglich, übers Netz), ist er der Typ, der eher Wert auf "Machen" statt "Labern" legt, und eigtl gar nicht der "Friedhofsbänkler" ist, für den du ihn vllt hälst.
      Das zeigt ja schon die oben beschriebene Aktion/ Sammlung für die Gemeinde. Sowas macht man normal nicht, wenn man auf den Untergang wartet.

      Nur kann allein Schreiben/Lesen manchmal schon mehr bewirken, als man meint, v.A. je nachdem wer grad liest, und das sind normalerweise zig mehr als schreiben...

      @Lazarus
      ich weiß nicht ob du das selbst überhaupt merkst, aber manchmal kommen deine Kommentare echt extrem fatalistisch rüber...
      gefühlsmäßig kann ich das zwar nachvollziehn - nur die meisten Leser dürften als "Ratschlag" da vermutlich sowas rauslesen, wie in etwa: "deine Mitmichels sind eh zu blöd, deshalb wird's nie was - also scheiß drauf, nach uns die Sintflut"

      und da muß ich Ruby dann Recht geben: das führt dann den bestmöglichen Zweck, den polit. Blogs überhaupt haben könn(t)en - Leute "aufzuwecken" - ad absurdum.

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    3. Danke Garfield, du hast es auf den Punkt gebracht.

      @ Lazarus
      Unsere Kommentare vom 22.6, 11.21 und 11.30 haben wir fast zeitgleich geschrieben, so dass ich von deinen Aktivitäten noch gar nichts wusste.

      Einerseits finde ich gut, was du da machst, du hilfst Menschen. Andererseits bin ich der Meinung, dass durch solche Aktionen nicht einer von der uninformierten Masse wach wird. Sie sind in der Position des Schwachen, der Hilfe benötigt, die ihr ihnen zukommen lasst. Aber das tun die caritativen Organisationen wie Diakonie...bis zu den Tafeln auch. Und der Staat ist schön raus und kann den Sozialstaat immer weiter abbauen.

      Die Menschen bleiben in der schwachen Position.

      Was ihnen wirklich hilft, ist sie zu stärken. Ihnen zu zeigen, dass sie an ihrer Lage nicht Schuld sind, sondern dass sie bewusst von unseren Marionetten dort hingestoßen werden. Das muss man ihnen immer und immer wieder vor Augen halten, denn sie glauben dir oft nicht, da unsere Politiker und Medien wirklich professionelle Manipulation über Jahre betrieben haben. Schau dir doch die angeblich hochgebildeten Leute an, selbst die fallen doch rein.

      Und, was ganz wichtig ist, man muss ihnen vor Augen halten,dass sie Viele sind und es Menschen gibt, die anders ticken als die offiziellen Medien.

      In diesem Bereich habe ich meine Aktivitäten verortet und kann beobachten, wie immer mehr wach werden.

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    4. Garfield, Ruby

      Ich will jetzt nicht an das "Neuland" erinnern was wir hier betreten .. :D

      Gut Garfield ..ne ist mir nicht aufgefallen und ich hätte eher 'fatalistisch' mit 'realistisch' ersetzt gesehen aber ok . ich bin wie du schon richtig sagt eher der Praktiker als der Schreiber vor dem Herrn . Natürlich lasse ich seit Jahren keine Gelegenheit aus die Leute "aufzuklären " bei jeder Gelegenheit welche Ziele die Besitzenden mit welchen Aktionen verfolgen [ natürlich aus meiner Sicht, ob die immer 100% richtig ist weiß und glaub ich nicht , aber so verkehrt kann's auch nicht sein wenn ich die allgemeinen feedbacks lese] ..

      Ruby natürlich ist das : "gibst du einen Fisch hat er eine Mahlzeit , gibst du eine Angel hat er viele" . richtig aber die Angel nutzt ihm nix wenn er akut am verhungern ist .. wenn Leute kommen mit einen Wisch 'legal action pending' dann brauchen die Hilfe und Beistand in der Akuten Notsituation ..Leute die ihnen Zeit verschaffen und Formulare helfen auszufüllen, und keinen Vortrag über die Verursacher der Missstände, Arbeit, Wertschöpfung..und wer aus was schöpft. ( das ist jetzt nicht böse gemeint)

      Ich habe ja auch schon mit Publicviewer angerissen was man tun kann um im Alltag der kapitalistischen Ausbeute und Überwachung im machbaren Rahmen in die Suppe zu spucken ..sowas findet aber keinen Anklang stattdessen wird auf SF Modellen rumgeritten die im Moment keinem helfen und für die es auch dank medialer Hirnwäsche keine Akzeptanz im Moment gibt .. die meisten Leute sind dermaßen konditioniert an die kommst nicht ran, du kannst deren Weltbild nicht abreißen ohne es Stück für Stück zu ersetzten ..das geht aber nur wenn die den Kopf frei haben und nicht im Klima der Existenzangst nur hoffen den nächsten Tag die nächste Woche Monat Jahr zu überleben mit ihren Familien und nur nicht nach 'unten' abzufallen ..

      Dieser aus dem Grunde vom fürsorglichen Staat geschaffenen Angstzustand muss erst mal durchbrochen werden .. !1! Darum bin ich als ersten für das Rückregulieren zu einem Zustand nahe der Mitte 80' [ ja da war auch nicht alles Bestens ich weiß] um in dem Klima der "sicherheit" die es damals ja noch gab den 2ten Schritt zu tun...

      Aber als ALLERERSTENS muss das Klima der Existenzangst weg ... just my p20

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    5. "Aber als ALLERERSTENS muss das Klima der Existenzangst weg ..."

      und du glaubst, das könnte im Kapitalismus gelingen?

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  7. @Ruby

    «Einerseits finde ich gut [...] Andererseits bin ich der Meinung, dass durch solche Aktionen nicht einer von der uninformierten Masse wach wird. Sie sind in der Position des Schwachen, der Hilfe benötigt, die ihr ihnen zukommen lasst. Aber das tun die caritativen Organisationen wie Diakonie...bis zu den Tafeln auch. Und der Staat ist schön raus und kann den Sozialstaat immer weiter abbauen.»

    solche Kritk an Tafeln etc hört man ja immer wieder, von vielen Linken.
    Manche gehn ja sogar soweit, zu fordern "die Tafeln sollten sich komplett zurückziehen, weil sie den Staat aus der Pflicht nehmen".

    ich seh solche Ansätze aber immer kritisch...

    auch wenn das z.T. sicher stimmt, und auf lange Sicht sogar richtig sein mag - aber gerade solche Extremforderungen wie die zitierte heißen im Klartext bloß: "damit sich langfristig was ändert, müssen hier & heute halt mal welche verhungern"

    bei allem Respekt, aber geh mal zur Ausgabestelle der Tafel - muß nicht die zitierte Extremposition sein, sondern besagte Einstellung allgemein - und sag den Betreffenden mal ins Gesicht, die Tafel würde ihnen wenig bringen... oder sogar eher schaden als nützen...
    (keinen) Hals- und Beinbruch müsste ich dir vllt nicht direkt wünschen ;) aber Freunde wirst du dir unter denen, für die solche Almosen leider _überlebens_notwendig sind, eher wenige machen

    nicht falsch verstehn, ich meine jetzt nicht dich - aber wenn Linke solche Unterstützung als "milde Gaben" verächtlich machen, spricht das v.A. dafür, daß sie selbst ziemlich satt sind...
    sowas erinnert mich immer an Akademiker, die sich im "Kampf für das Proletariat" sehn, wirkliche "Proleten" aber nur als "Prolls" verachten

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    1. Garfield wie auch schon von mir gesagt erhöht man damit ( Mangel verschlimmern ) nur den Leidensdruck der sich dann irgendwann einmal natürlich an dem bereitgestellten Sündenbock entlädt ... statt in zielgerichteter Revolution gegen die wahren Verursacher [guxu Geschichte]

      Mir mich wäre es zielführender wenn man den Leidensdruck auf der Unternehmerseite erhöhen würde indem man ihnen keine Sklaven mehr serviert... statt weg mit karitativen Aktionen, weg mit der Zuführung von Lohnsklaven ,aber dazu muss erst einmal der Druck durch Existenzangst weg .. der Stützpfeiler der asozialen Harz Scheiße.

      Drum von mir immer wieder ... die Leute müssen in der Lage sein NEIN zu sagen ..dann kann auf gleicher Augenhöhe verhandelt werden..[ auch welcher Lohn der Markt wirklich hergibt nach den Regeln des redlichen Kaufmanns der natürlich keine Mondtarife an den Kunden bringen kann, kann ich ja auch nicht ] ich will jetzt nicht den ganzen zigfach diskutierten Müll wiederkäuen. Die Besitzenden haben mit Hilfe der sPD einen Sklavenmarkt auf und ausbaut indem sie die Leute entrechteten und die soziale Absicherung zerstörten..und somit auch die Freiheit abgeschafft haben für den der sie nicht bezahlen kann, dafür sollten meiner Meinung nach täglich sPD Geschäftsstellen brennen ..aber gut das ist meine Meinung die man nicht unbedingt teilen braucht ...

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    2. das ist wirklich ein ganz schwieriges thema:

      natürlich wird und soll man niemanden verhungern lassen, wenn er akut in not ist. gleichzeitig hat ruby recht, dass hier das gleiche gilt, wie bei internationaler entwicklungshilfe: solange es bei lebensmittellieferungen bleibt und keine hilfe zur selbsthilfe dazu kommt, wird sich die situation nur verfestigen.
      zu nennen wären hier neben den tafeln, insbesondere auch gemeinnützige stiftungen, bei denen die herren und damen stifter mit dem geld, das sie dem staat vorher durch steueroptimierung entzogen haben, ihnen genehme einrichtungen unterstützen und sich dafür noch gegenseitig mit "bambis" und verdienstorden belohnen. die breite masse steht auch hier spallier und bejubelt die ach so großherzigen spender.

      im übrigen hat Lazarus vollkommen recht: solange die schiere existenzangst die leute lähmt, werden sie kaum aufbegehren. es fehl aber auch die nötige zivilcourage bei denen, die nicht unmittelbar am hungertuch nagen und die wahrheit trotzdem sehen. hier nehme ich mich natürlich auch nicht aus. ich versuche zwar, so viel als möglich zu machen, hänge aber letztlich auch in einem geflecht sozialer und familiärer verpflichtungen, das mich an meine kleinbürgerliche und staatsstützende existenz fesselt.

      starke gewerkschaften und charismatische vordenker mit visionen, das ist es mm, was uns fehlt.

      es ist schon deprimierend, dass hunderttausende täglich bei den tafeln um essen anstehen, aber zu protest-demos nur ein paar tausend kommen. scheinbar hat das brainwashing wirklich ganze arbeit geleistet.

      lg
      don

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    3. die Leute müssen in der Lage sein NEIN zu sagen ..dann kann auf gleicher Augenhöhe verhandelt werden..

      das ist der Punkt. nichts hinzuzufügen

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    4. edit -

      ...wirkliche "Proleten" aber nur als "Prolls" verachten

      ...muß natürlich heißen:

      sowas erinnert mich immer an Akademiker, die sich im "Kampf für das Proletariat" sehn, wirkliche "Proletarier" [= wertfrei für Arbeiter] aber nur als "Prolls" verachten

      ;)

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  8. @Ruby, @Lazarus, @Garfield, Don M. Tingly, @all:

    Bin eben heimgekommen.
    War seit 2 Tagen im Real-Live unterwegs - ohne Internet, aber mit erhebenden analogen Sinneserfahrungen.

    Habe mit großem Genuss die Diskrepanz zwischen Ruby und Lazarus verfolgt (Garfield als gut besetzter Sekundant).

    Ich denke, die Distanz zwischen Euch (Handeln vs. Überzeugungsarbeit) ist geringer geworden. Aber sie besteht noch.
    Und das ist verdammt gut so!!!

    Ihr lernt aneinander. Und ich an Euch!

    Beide 'Schulen', die exemplarisch von Euch vertreten werden, sind richtig und wichtig. Yin und Yang.

    Die Message, die ich daraus ziehe, ist es dass auf beides kommt.
    Handeln und argumentieren. Hilfe und Überzeugungsarbeit leisten.


    Wobei die Argumentation auch ein Handeln ist, und das Handeln für die Vertretung von Werten steht (symbolisiert in den Punkten im Yin/Yang).

    Wir alle hier, wollen letztendlich das Selbe. Einzig der Weg, wie wir dies erreichen wollen unterscheidet uns.

    So wichtig und unersätzlich auch der Austausch von streitbaren Argumenten ist:
    Wir wollen doch alle die Überwindung bestehender Zustände/Ungerechtigkeiten.
    Über den Weg dahin mag man (und sollte man) trefflich streiten.

    Insbesondere deshalb, weil wir alle für die Meinungsfreiheit stehen.

    Ganz liebe Grüße an alle Kommentatoren die mir helfen mein Meinungsbild zu formen....

    Euer Dude

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    1. Wir alle hier, wollen letztendlich das Selbe. Einzig der Weg, wie wir dies erreichen wollen unterscheidet uns.

      Mille viae ducunt per saecula Romam .. ;-)

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    2. du warst im Real-Live unterwegs?!

      Wo is das denn .. etwa ... im ... ALTLAND? ;)

      na dann, welcome back.
      ich muß mich jetzt abmachen...

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  9. Hallo Lazarus09,

    wenn man wie ich in der Volksschule nur das vermittelt bekommen hat, was es braucht, um ein guter Lohnarbeiter zu werden, dann werde ich jetzt keine Anstrengungen mehr unternehmen, das kleine Latinum zu erwerben. Oder reicht auch das nicht?

    Um in Deine Kerbe zu schlagen: der Verfasser dieser Aussage ist mir entfallen, aber der Satz ist mir in Erinnerung geblieben: "Optimismus ist nur ein Mangel an Information."

    Und für mich ist es verdammt deprimierend, dass ich das Internet brauche um das Gefühl zu haben, dort Gleichgesinnte zu finden.

    Im täglichen Leben,ist meine beste Gesprächspartnerin meine Ehefrau.
    Da gibt es kaum Trennendes, was unsere politischen Ansichten betrifft.

    Ausserhalb unserer vier Wände ist es eher ein Glücksfall auf jemanden zu treffen, der eine politische Diskussion annehmen will.

    Möglicherweise haben wir auch den politischen Kontakt zu den Menschen dadurch verloren, dass wir uns konsequent und mit allen Risiken aus der Lohnarbeit verabschiedet haben.

    Selbstausbeutung ist uns allemal lieber geworden, als irgendwo jeden Tag und für den Rest des Lebens auf irgendeiner Matte zu stehen und zu hoffen, am nächsten Tag dort auch wieder stehen dürfen. Schlimmer noch, bei einer Behörde um soziale Hilfen betteln zu müssen.

    So besteht unsere politische Praxis eher darin denen zu helfen, die keine Chance mehr auf dem sog. Arbeitsmarkt haben, meistens ältere Arbeitnehmer. Diese Menschen verfügen häufig über ausgezeichnete Qualifikationen, wagen aber nicht die formalen Hürden.

    Natürlich ist das keine Lösung für alle Menschen. Aber für uns ist jeder Mensch ein persönlicher Erfolg, der sich aus der Lohnarbeit befreien konnte.

    Daneben gibt aus auch die kleinen, eher unbedeutenden Hilfen.
    Menschen, denen wir überall begegnen. Dazu braucht es nur einen Blick, um zu sehen was die brauchen! Geld!

    Gruss Troptard.





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    1. Hai Troptard... mir ist jetzt gerade nicht so recht klar was du sagen willst ..sorry für den Ausflug ins Lateinische da hab' ich mich ma lange mit rumgeschlagen [Leistungskurs weil franz. abgewählt blabla in den 60'/70' nein kein Streber gewesen, Glück gehabt das ich nie groß pauken musste ] dafür kann ich mich jetzt mit dem Papst und Botaniker unterhalten oder als aufgeblasenes Arschloch dastehen Muhahaha ...

      Gleichgesinnte findet man auch im Analogen Leben indem man einen Club gründet oder beitritt ;-) haste mal versucht in deiner Gegend einen Aufruf zu starten etc.. ? ( OK ich glaube aus deinen Post's zu lesen das du in Frankreich abhängst ..?! )

      Ich konnte mit der Konsumgesellschaft nie was anfangen ..Lohnarbeit ist aber eben leider unumgänglich in diesem System wenn man nicht auf leistungslose Einkommen und Bodenrenten zurückgreifen kann .. die kannste dir nur so "bequem" wie möglich machen ..Selbständig eben, mach deinen eigenen Zirkus, nehme ein paar Leute mit die du ordentlich bezahlst .. mach mit anderen Selbständigen was zusammen .. blabla ist zumindest ein Anfang ..

      Aus Lohnarbeit befreien kann sich nur einer der die Produktionsgüter als Privat-Eigentum beansprucht und anerkannt bekommt !1!
      Hinter jedem großen Vermögen steht ein großes Verbrechen ..!!

      Wobei wir wieder beim Anfang des Kreises sind ... ;-)

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    2. Hast schon Recht! Kommt nicht so ganz schlüssig rüber.

      Grundsätzlich neige ich zu einem tiefsitzenden Pessimismus was meine Mitmenschen betrifft, ihrem Willen zu einer grundsätzlichen Veränderung ihrer Lebensverhältnisse.

      Andererseits schreien die Verhältnisse schon jetzt nach einer Veränderung.

      Wirtschaft und Politik haben die Antwort auf Veränderung gefunden. Die heisst krass, den eigenen Arsch retten und das System mit allen Mitteln überlebensfähig halten.

      Bei den Abhängigen sehe ich einerseits Existenzängste, die lähmen (Zukunftsangst), Armut, die bereits ums Überleben kämpft,andererseits auch eine Perspektivlosigkeit durch
      historische Erfahrung:

      Das klägliche Scheitern eines Gegenmodells, aber auch die Angst vor dem vernichtenden Gewaltpotential der Herrschenden.

      Dann gibt es diejenigen, und das ist in Frankreich ein erheblicher Teil, die ihren Veränderungswillen in den alten Traditionen suchen: Vaterland,Familie,Arbeit!

      Les Francais d'abord ( Franzosen zuerst). Eine klare Ansage an Ausländer. Oder Marine Du musst jetzt handeln! (Marine le Pen, geschickte Demagogin der extremen Rechten in Frankreich) mit besten Sendezeiten im Fernsehen.

      Ich nenne sie die "stille" Reservearmee des Kapitals.
      Wie das ausgehen wird, woher soll ich es wissen. Allenfalls eine Ahnung.

      "Mit der Befreiung aus der Lohnarbeit ", dass war auch nur als individuelle, nicht gesellschaftliche Lösung gedacht.

      Für unser Micro-Entreprise (Kleinunternehmen) standen wir vor einer Entscheidung: Erweitern, Personal einstellen oder weiterwursteln wie bisher.
      Wir haben uns für's weiterwursteln entschieden. Das heisst sieben Tage in der Woche, Märkte, Messen und produzieren und auch keinen Urlaub ( ist ohnehin ein Zugeständnis an den Lohnarbeiter).

      Wenn man Personal einstellt, kommt man automatisch in die Situation, wo der betriebswirtschaftliche Kopf des Buchhalters anfängt. Der Beschäftigte muss mehr einbringen als er kostet. Wir wollen nicht das wiederholen, was wir an uns selbst erfahren haben.

      So falls es Dich interessiert: Ein französiches Fernsehteam hat unsere Klitsche besucht und daraus einen netten Bericht gemacht!

      Hier klicken


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    3. Tja Troptard du kannst Franzose auch durch Brite ersetzen ...
      ansonsten netter Bericht also hast du auch ne Klickerladen wie ich auch .. ich hab' eben nur 2 Angestellte und die müssen natürlich sich selbst erst mal tragen und uns möglich machen unsere Arbeit du machen denn ich habe eben keine 6 Arme und Hände.. und ja sicher muss da was drüber übrig bleiben was aber bei Gott nicht reicht und auch nie reichen sollte das ich nur noch rumsitze und leistunglos kassiere...ich bin bei mir selbst angestellt und zahle wie jeder andere meine Steuern etc..will jetzt nicht meinen Lebenslauf posten aber Reich wird man mit dem Geschäftsmodell nicht, was auch nicht der Plan war, schon gar nicht wenn man ein Sack voll Kinder groß gezogen hat ;-)..Also nix mit von Lohnarbeit befreit

      Ist die Le Pen nicht seit Jahren in Marseille fett am abdrücken wegen der Nordafrikaner ..?

      In Sachen Gesellschaft und Pfostenmichels [und nicht nur die] habe ich meine Gedanken, so

      ..der Pöbel unternimmt nichts gegen die Reichen und erkennt demütig deren Besitzanspruch an weil jeder im Stillen hofft auch einmal dazu zu gehören ..wer will sich da schon im voraus den Ast absägen .

      Die Reichen halten den Mythos das es jeder durch 'Leistung' 'schaffen' kann schön aufrecht im sicheren Wissen das es ihnen nutzt und die Idioten eh niemals da hin kommen wo sie schon ,aus unterschiedlichen Gründen außer Leistung natürlich, sind da ja jeder die Tür hinter sich zu gemacht hat und dafür sorgt das dass auch so bleibt.

      Ich wollte ohne Scheiß echt NIE Reich sein ... Frei ja, aber nicht Reich , leider sieht es so aus als gäbe es das eine ohne das andere nicht ..verkehrte Welt ...

      Vielleicht sind "wir " deshalb mit Gesellschaft und dem Kap. unzufrieden weil "wir" vielleicht eine Gruppe Leute sind die auf Reichtum keinen Wert legen ... die Minderzahl wie's aussieht ... Anyway ..nur ein Gedanke ..

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    4. Der Gedanke stimmt! Geld hat mich nie interessiert, obwohl ich auch nervös werde, wenn es knapp wird. Liegt wohl daran, dass in unserer Verwandschaft ständig über Geld geredet wurde.

      "Nun sag doch mal was Verdienst Du und was der."

      Einfacher ist das Leben durch die Selbständigkeit auch nicht.

      Die Marine Le Pen hat ja ihren Vater beerbt. Sie ist wesentlich geschickter als er. Hat nicht diese Vulgärsprache wie ihr Vater und ist zu diesen braunen Schlägerpöbel auf Distanz gegangen.

      Dadurch für noch mehr Franzosen wählbar. Hier im Süden fängt sie bei Wahlen ganz locker an die 50% ein, teilweise noch mehr.

      Gruss Troptard.


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    5. ich bin nicht so der Frankreich-Experte - aber ich frage mich, wieweit Le Pen ihren Erfolg überhaupt "klassisch rechtsextremen" Positionen, wie Anti-Migration, zu verdanken hat...

      könnte ihr Erfolg nicht auch mit an ner Anti-EU-Haltung in Frankreich liegen?

      Oder z.B. daran, daß sich sogar der "Sozialist" Hollande als Kriegshetzer entpuppt?
      Ich weiß nicht wie sich die Front National zu dem Thema steht, aber wenn ich mir die Parteienlandschaft in D angucke - unter den "großen", also mind. i-wo im Landtag vertretenen Parteien - neben der PdL ist die einzige Partei, die sich regelmäßig gg Auslandseinsätze positioniert - ironischer-, oder besser traurigerweise - die NPD (wieweit das mit Populismus zu tun hat, ist die andere Frage).

      ich frage mich weil nach einem ÖR-Bericht hier, die Front National - z.B. anders als die NPD in D - auch unter Migranten-Kindern angeblich viele Wähler hat.

      Im Süden sagst du, lustigerweise hab ich Verwandte da (Nähe Marseille, aber leider kaum Kontakt).

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    6. edit - um meine Verwandtschaft hier nicht in Verruf zu bringen:
      "im Süden lustigerweise" bezog sich nicht auf die 50% für Le Pen, sondern daß du scheinbar auch da zu leben scheinst

      nie mehr im Halbschlaf kommentieren...

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  10. MMN hat AlienObserver hier einen sehr guten Punkt gemacht.

    Nicht alles, was sich pessimistisch anhört, muß unbedingt Pessimismus sein.

    Wenn die Zukunft nunmal düster aussieht, ist es doch lohnender zu retten, was zu Retten ist & das Schlimmste zu verhindern - als von einer Utopie zu träumen & dabei in der Hölle zu landen...

    abgesehn davon heißt Utopie ja nicht nur, vom Über-übermorgenland zu träumen in dem wir uns alle lieb haben - utopisch ist im Grunde ja alles, was absehbar über die eigene Lebensspanne, oder auch nur darüber hinausgeht, "den eigenen Arsch & den seiner Leute" zu retten, wie Lazarus sagt.

    da ist es MMN besser eine machbare Utopie anzustreben, als die perfekte...

    "real-utopisch" sozusagen ;)

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    1. Hallo Garfield, habe ich nicht falsch verstanden!

      Eine gute Informationsquelle aus Frankreich ist Bernard Schmid.
      Lebt in Paris als Journalist und berichtet regelmässig aus Frankreich über die Front National und die Sozialisten und alle Themen welche die "Grande Nation" betreffen, manchmal auch in der "Konkret". Ist natürlich auch wesentlich besser informiert als ich.

      Ich hoffe der Dude hat nichts dagegen, wenn ich hier schreibe, wo er zu erreichen ist. Das ist www.trend.infopartisan.net.

      Was ich selber mitbekomme, das kommt aus dem Mund meiner Besten. Die hat noch einen Fernseher, in den ich nicht mehr reinschaue. Habe bestimmte Dinge aus meinem Leben verbannt.

      Aber die FN (Front National) begenet auch mir durch die ständige Plakatierung ihrer Ansichten auf allen freien Stellen an öffentlichen Einrichtungen.

      Frankreich den Franzosen, ist natürlich das Hauptthema. Aktuell: Gegen den Rassismus der gegen Franzosen gerichtet ist. Soll bedeuten, dass Franzosen in ihrem eigenen Land zu Ausländern geworden sind.

      Diese Kampagne richtet sich voll gegen die Franzosen, also Nordafrikaner mit französischer Staatsbürgerschaft, die sich gegen die Ausländerphobie der Franzosen richtet.

      Wir sind hier die Deutschen: Und den härtesten Spruch den ich hier erfahren habe war dieser: "Die Deutschen sind uns dann doch lieber, als die Nordafrikaner!"

      Ich bin inzwischen der Auffassung, dass sich Deutsche und Franzosen ähnlicher sind, als sie sich selbst zugestehen würden.

      Natürlich findest Du unter den Rechten auch jede Menge Menschen, die Europa ablehnen. Diese Haltung entspringt aus einer verengten Sichtweise und drückt sich darin aus: "Franzosen kaufen bei Franzosen". Andererseits steht dieses Frankreich vor jeder ausländischen Tür, um noch das zu verkaufen, was noch für andere Nationen Anreiz bietet zu kaufe: Käse und Wein und Atomkraftwerke.

      So genug geschwafelt!

      Zum Schluss noch eine Anmerkung, warum wir jetzt in Frankreich leben. Wir haben in Deutschland alles aufgegeben und uns hier eine neue Existenz aufgebaut. Das hängt mit einer Herzerkrankung zusammen, die mir bereits in jungen Jahren das Leben enorm erschwert hat.

      In Deutschland war ich mit dieser Erkrankung immer zu 100% arbeitsfähig. Französische Kardiologen haben, nachdem ich dort in der Notaufnahme gelandet bin, eine Stellungnahme verfasst und nach 6 Wochen war ich auch für die BfA erwerbsunfähig.

      Gruss Troptard.

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    2. Ich denke diese Einstellung hilft auch die oft zu beobachtende Verbitterung der Linken zu vermeiden.

      Ich weiss nicht ob ihr diese Beobachtungen auch gemacht habt, aber ich bin schon häufig auf Altkommunisten und Ex 68er gestoßen die sich aufgearbeitet haben und heute wirre und verbitterte Schimpftiraden gegen alles und jeden führen.

      In den wichtigsten Kämpfen, d.h. für Feminismus, gegen Rechtsextremismus, ausgrenzung und Intoleranz von Minderheiten etc. haben wir unglaubliche Durchbrüche erzielt.

      Die Kämpfe die gewonnen wurden geben uns Mut. Das sind viel mehr als wir uns selbst bewusst machen.

      Empfehlenswerte Lektüre dazu:
      David Graeber, Kampf dem Kamikaze Kapitalismus

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  11. Guten Abend Dude!
    Bist Du abgetaucht? Geht es Dir nicht gut?
    Freue mich auf ein Lebenszeichen von Dir!

    Gruss Troptard.

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    1. Habe im Moment nicht die Muße...

      Aber 'Es' dauert und 'Es' lauert.

      Und muss bald wieder raus...

      Hier, auf dieser Seite.

      EXKLUSIV!

      :-)

      Grüße, Dude

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    2. Hallo Duderich,

      Ich kann dich voll verstehen.

      Ich bewundere jeden, der in der Lage ist, solch einen Blog mit Kontinuität zu betreiben.

      Aber ich bin auch der Meinung, dass zu viele Blogeinträge eine wirklich interessante Diskussion verhindern.

      Einen Beitrag 1x die Woche empfinde ich durchaus als ausreichend.

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    3. +1

      v.A. gibt man den Lesern zu Zeit, auch noch in "ältere" (was im Netz ziemlich relativ ist) Diskussion zu kommen. Auch nicht jeder hockt jeden Tag vorm PC.

      Allemal besser, als alle 3 Stunden ne neue Sau durch's Dorf zu jagen

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    4. Zustimmung, uneingechränkt!

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  12. Die materialistische Weltgesellschaft steuert unaufhaltsam auf ihren Untergang zu, sie befindet sich schon im freien Fall, allerdings noch in moderater Geschwindigkeit, die allerdings immer mehr zunimmt. Bald spuert man den Wind um die Ohren.
    Gustav Staedtler

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