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Montag, 17. Juni 2013

G8-Gipfeltreffen im potemkin'schen Dorf

Abteilung: Fotorealismus

Es gibt Gegebenheiten, die einem erstmal keiner glauben will - obwohl sie durchaus der Logik bestehender Verhältnisse und Ideologien folgen.

Dies hier ist so ein Beispiel:
"Mit Fotoplakaten schummelt sich die nordirische Region fürs G8-Gipfeltreffen schön: Leerstehende Läden werden zu scheinbar florierenden Geschäften. Die Konferenz der acht wichtigsten Wirtschaftsnationen findet dieses Jahr in einer Gegend statt, die besonders unter der Finanzkrise zu leiden hatte.

Prall gefüllte Regale, reichhaltige Auslagen, eine einladend offene Tür - so hübsch haben die Läden in Belcoo an der Grenze zwischen Nordirland und der Irischen Republik schon lange nicht mehr ausgesehen. Aber nur auf den ersten Blick. Wer genauer hinschaut, entdeckt, dass in dem heruntergekommenen 500-Seelen-Nest die Herrlichkeit der Warenwelt nur aufgeklebt ist - nämlich als Fototapete an die Schaufenster."


Gefunden (über dem Umweg auf Nachdenkseiten) bei heute.de

Kommentare:

  1. Schon spannend wie sehr sich die Systeme angleichen, wenn es um den Machterhalt geht. Nicht umsonst meinte Gregor Gysi der Kapitalismus hat den Wettbewerb der Systeme nicht gewonnen, sondern er ist übrig geblieben.

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    1. Jo, schreibt unsereiner schon seit Jahren, das der Blabla..ismus, Richtung, Farbe eigentlich egal ist ..alles Religion. Es folgt alles dem simplen Plan von Macht/Kapital Erhalt und Ausbau mit den gebotenen Mitteln, und die Herde solange es geht dumm und ruhig zu halten während des Bewirtschaftens ..oder einfacher "Macht die Reichen reicher "

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    2. "Macht die Reichen reicher"
      Wir sollten endlich zu einer Wozu Ökonomie kommen. Jeder der in ihr tätig ist, also alle, sollten ständig fragen wozu etwas gemacht wird. Wozu brauchen wir Menschen mit Milliarden Vermögen, wozu legitimieren wir als Gesellschaft Ausbeutung, wozu ist Eigentum ein Grundrecht, wozu ist Eigentum mehr Wert als Leben und Würde?
      Vielleicht kann man diese Fragen tatsächlich beantworten und es ist notwendig, dass es Milliardäre gibt. Aber ich persönlich glaube es eher nicht.

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    3. endless.good.news

      ..da bin ich bei dir aber wie gegen eine Mauer von Ignoranz und Gleichgültigkeit ankämpfen ?
      Ich hatte letzten leider wieder mein Idioten Erlebnis, denn das ist beileibe kein deutsches Phänomen, ich lästere das die Regierung nur für die Reichen arbeitet und die nach Maximal-Rendite schreiende Über-Liquidität der Reichen das Problem ist ..Fazit die Reichen braucht kein Mensch..

      Antwort meines Gegenübers ... ACHTUNG anschnallen .. " Doch, denn die Reichen geben uns Arbeit" !1!

      ...OHNE WORTE .... Mäh

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    4. Immer weiter predigen. Vielen ist zum Beispiel nicht klar, dass Vermögen und Schulden das Gleiche ist. Wenn sie kritisch sind, dann folgen sie den Zinskritikern und ignorieren, dass sich durch eine Änderung des Geldsystems nicht das Eigentumssystem ändert. Der Kern (meiner Ansicht nach) des Problems ist, dass man unendlich viel Eigentum haben kann. Da Eigentum Macht bedeutet, kann eine Demokratie nicht funktionieren. Einige wenige Menschen vereinigen so viel Macht auf sich, dass sie den Rest beeinflussen können (wenn sie denn müssen), bzw. der Rest sie gar nicht interessiert.

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  2. Wenn die Realität nicht mehr verspricht, was sie versprechen soll, dann braucht es Täuschungen derselben.

    Erinnere mich noch sehr gut an ein Interview der Stuttgarter Zeitung mit dem Werner von der DM-Markt-Kette, bekannt auch für seinen Einsatz zum bedingungslosen Grundeinkommen, in dem er sinngemäss gesagt hat:

    Wann hat es das jemals in der Geschichte gegeben? Trotz Wirtschaftskrise sind alle Waren nach wie vor im Überfluss vorhanden. Der Kapitalismus ist so produktiv, dass es keinen Mangel an Waren oder Stauungen in der Produktion gibt.

    Was er auch erkannt hat, dass es Waren nur für Geld gibt. Und wo kein Geld ist, kaufkräftige Nachfrage, da gibt es auch keine Waren.

    Das ist die Logik des Kapitals!

    Und wo kein Geld ist, da muss Geld hin. Aber nicht von den Unternehmen, die ihr Personal anständig bezahlen, damit die ihren Lohn wieder dorthin geben, woher sie ihn bekommen haben, sondern vom Staat.

    Und wenn der Staat selber Pleite ist, dann müssen erstmal ein paar Abziehbilder von der schönen Warenwelt hinreichen.

    Erinnert mich an eine Kampagne der Bürgermeisterei im Ort Bagnols sur Céze. Dort haben fast alle Geschäfte in der Innenstadt aufgeben müssen.

    Weil man den Bürgern der Stadt nicht den Niedergang des Kommerzes in ihrer Stadt so augenscheinlich und täglich vor Augen führen wollte, hat man Dumme(Createure)gesucht, die sich für eine geringe Miete noch ein Geschäft versprechen wollen, wo keines mehr zu haben ist.


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  3. zum Thema G8 - da steht ja auch Syrien auf dem Plan...

    Obama hat schon mal klar gemacht, daß Assad in jedem Fall gehn muß. So ne wichtige Entscheidung kann man ja schließlich nicht den Syrern überlassen.

    die Rebellen werden von der NATO nicht nur trainiert, sondern auch von D schon offiziell ausgerüstet - aber "aber nicht mit Waffen".

    Wie war das nochmal mit Schutz_Waffen ... daß die Rebellen dadurch auch gleich mehr Kohle für Angriffswaffen übrig haben, ist natürlich nicht der Zweck: Der BND liefert die schußsicheren Westen & Sanmaterial allein, um "von den Rebellen Informationen über die militärische Lage in Syrien zu bekommen."
    bisher war man schließlich nur auf "Berichte von Informanten" oder Erkenntnisse der "elektronischen Aufklärung" angewiesen... und von Lieferungen Abhängige würden ja nie zu ihrem Vorteil lügen.

    was noch passierte: aller roten Linien zum Trotz findet das Rote Kreuz keine Belege für einen C-Waffen-Einsatz Assads; und ein franz. Ex-Außenminister berichtet, der Krieg gg Syrien war "von langer Hand" geplant"

    ...und Sarah Palin spricht diesmal bloß aus, was Obama denkt & worauf die NATO schon lange hinarbeitet: Let Allah sort [them] out!

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