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Donnerstag, 25. Juli 2013

Die drei Ziele meiner Wut (in chronologischer und gleichsam qualitativer Reihenfolge)

Abteilung: Der Terror der Terrorbekämpfung


  •  Die USA
  •  Die deutsche Regierung
  •  Die deutsche Bevölkerung

Die USA
Zuerst richtete sich meine Wut gegen die USA, unserem 'Großen Bruder', der zum 'Big Brother' mutierte.
Ich war schockiert vom Ausmaß der flächendeckenden, vorbehaltslosen Überwachung, der Arroganz der Missachtung der Rechtsgüter (informationelle Selbstbestimmung) unseres souveränen (???) Staates, und der Hatz, die auf den Überbringer der Wahrheit (Snowden) ausgerufen wurde. Ich war so wütend auf dieses Land (of the brave [was ist Snowden denn - wenn nicht tapfer und mutig?])
Ich möchte nicht missverstanden werden: Ich bedauere jedes Opfer des 09/11-Anschläge. Aber meine Befürchtungen auf die Reaktion des Terrorismus sind weitaus größer als meine Befürchtungen über den Terrorismus selbst.
Anders ausgedrückt: Wenn die damaligen Anschläge die Zersetzung demokratischer Prinzipien verursachen wollten, so werden wohl die kühnsten Träume dieser Terroristen übertroffen worden sein...

Es gibt viele Handlungen der USA, die Menschenrechte relativieren.
Menschenrechte sind Rechte, die JEDEM Menschen zur Verfügung stehen! Diese Aussage hört sich wirklich banal an, aber selbst daran kann man diesen demokratischen Staat nicht messen (oder besser sollte man nicht - wenn man zu einem positiven Ergebnis kommen will).
Man mag beispielsweise verschiedener Meinung darüber sein, ob staatliche Gewalt töten darf (Recht auf Leben/körperliche Unversehrtheit)..
Sicherlich lassen sich genug Beispiele dafür finden, dass es Personen gab und gibt, die den Tod verdient haben.
Bitte jetzt kein voreiliges Gelächter: (...)
Wir alle haben den Tod verdient und wir alle kriegen ihn.
Das sind die Gesetze der Natur, die wir glücklicherweise nicht überwinden können.
Es mag gewiss viele geben, die eine lebenslange Haftstrafe (im Sinne des Wortes) verdient haben. Aber meiner Meinung nach darf KEIN Staat das Leben nehmen. Sollen sie in einer Zelle schmoren, bis die Natur ihren letalen Dienst tut. Gibt dann denen auch Zeit über ihre Gräueltaten nachzudenken...

Lange bevor es Guantanamo gab, distanzierte ich mich bereits davon, dass die USA für humanitäre (Menschen-) Rechte stand und steht.
Es gibt viele (berechtigte und belegbare) Einwände der USA den Status abzusprechen, für Menschen- und Freiheitsrechte einzutreten. Wer dafür Beispiele braucht soll diese erfragen. Ich werde in der Kommentarspalte dann darauf reagieren.

Die deutsche Regierung
Die meisten meiner Leser werden die Nennung der Namen Friedrich, Pofalla und Merkel als ausreichende Begründung meiner Wut akzeptieren.
Deren gemeinsame Strategie lässt sich wohl auf so zusammenfassen:
'Ich weiß von dem nichts, dessen Wissen ich nicht überführt wurde.'
Zugeben, soweit nötig; beschwichtigen soweit möglich.
Aufklärung (bzw. Seibert-Gelaber) möglichst bis nach die Bundestagswahl verschieben...

Momentan interessiert eh das Wahlvolk mehr, welches Geburtsgewicht der royale Nachwuchs hat und wie der denn heißt. Wir 'Untertanen' (!) (wenn auch nicht british) freuen uns mit!
Mann, Mann, Mann.

Wir selbst haben ja nix zu verbergen. Bleibt dann nur zu hoffen, dass das Porno-Video, welches man sich irgendwann mal über's Internet angeschaut hat, nicht irgendwann gegen einen verwendet wird...

Wie auch immer:
Wir leben in einem sogenannten 'Rechtsstaat'.
An dem Engagement, wie dieser Staat für die Rechte ihrer Bürger eintritt, muss sich die bestehende, wie auch die zukünftige Regierung messen lassen.
Ansonsten höre ich nur die Klospülung für dieses ganze ver****** System.

Die deutsche Bevölkerung
Ach Leute, dass ist mir jetzt mal echt zu blöd, dies jetzt auch noch zu begründen!

Lest einfach die Wahlprognosen!
Wer es dann immer noch nicht gerafft hat...

... kann ich dann auch / bzw. muss ich auch mit leben...

Angepisste Grüße
vom Dude

Kommentare:

  1. @Ronan_Holb

    Kannst Du mal bitte Korrektur lesen?

    Danke, Dude

    http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.de/2013/07/der-nsu-skandal-vs-der.html?showComment=1374450163153#c3014309176642130826

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  2. Wieso bist du auf das deutsche Volk wütend. Man ist auch nicht auf Schweine wütend, weil sie sich so bereitwillig schlachten lassen. Es gibt wahrscheinlich drei große Gruppen in der Wahlgesellschaft. Die die Nichts haben, wählen nicht. Es ändert sich sowieso nichts. Dann gibt es noch eine große Gruppe die zufrieden ist. Nicht weil es ihnen so gut geht, sondern weil sie nicht zur ersten Gruppe gehören müssen. Dafür danken sie den etablierten Parteien. Dann gibt es eine kleine Gruppe die Fragen, warum existieren die ersten beiden Gruppen und die sind wütend. Zu dieser Gruppe gehörst du. Die ersten Gruppen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie stellen zu selten die Fragen warum, oder wer verdient daran. Diese zwei Fragen reichen aus, um die politischen Systeme der ganzen Welt zu verstehen.

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  3. 9/11 muss man gar nicht ins Spiel bringen. Das ist die pauschale Entschuldigung und das Damokles-Schwert, das ja immer über uns schwebt und vor dem wir uns schützen müssen. Alles Bullshit, da längst bekannt ist, dass lange vor 9/11 bereits die Telekom im großen Stile Daten an die NSA weitergeleitet hat. Microsoft hat auch seit jeher FREIWILLIG kooperiert. Heute behaupten sie natürlich, erst seit kurzem gezwungen zu werden, aber die sind schon immer linientreu gewesen und haben aus eigener Überzeugung heraus mit den Behörden kooperiert. Wahrscheinlich sind sie große Nutznießer der ja eigentlich nicht stattfindenden Industriespionage.

    Auf das deutsche Volk darf man wütend sein. Die Menschen sind spätestens seit Snowden keine dummen Mastschweine mehr, sie wissen, was abgeht. Viele haben es sicher geahnt, aber alleine schon aus Selbstschutz werden es viele verdrängt haben. Das geht nun nicht mehr, die Fakten sind auf dem Tisch und es kommen immer mehr. Um bei der Metapher zu bleiben: Die Schweine haben mit eigenen Augen gesehen, dass ihre Artgenossen geschlachtet wurden. Jedes Schwein würde nun zumindest in Panik verfallen, der Deutsche dagegen meckert bisschen, aber eigentlich ist ja alles nicht so schlimm.

    Derweil baut die NSA ihr System noch weiter aus, keine Spur von Schuldgefühl, man backt jetzt nicht kleinere Brötchen, bis Gras drüber gewachsen ist, man zeigt der Weltbevölkerung und der Demokratie den Mittelfinger. Die NSU verlangt jetzt von größeren Firmen Schlüssel zu deren SSL-Verbindungen, weil sie die anscheinend noch nicht lückenlos überwachen können. VPNs wird der Geldhahn zugedreht, es gibt erste Diskussionen, ob private Verschlüsselung verboten wird. Jetzt, wo die Katze aus dem Sack ist, hat man gar keine Skrupel mehr. Bisher musste man dem Volk häppchenweise Scheisse zu fressen geben, damit es nicht kotzen muss, jetzt beginnt die Zwangsfütterung.
    Alles, was man für die nächsten Jahre geplant hatte, winkt man jetzt so schnell wie möglich durch. Und wir kriegen unsere lahmen Ärsche nicht von der Couch. Bis hier mal jemand fertig ist, seine Eier zu schaukeln, hat die NSA schon ihr Zentrum in Wiesbaden fertig gebaut, Schwarz-Gelb noch paar Gesetze durchgewunken und wir können dann entweder kuschen oder irgendwo ins "Ferienlager". Wie lang dauerts noch, bis die NSA in irgendwelchen Ostblockstaaten Lager aufbaut für politische Querdenker? Die deutsche Gründlichkeit wird da sicherlich behilflich sein. Wir haben ja schon mal 6 Millionen Menschen verschwinden lassen, ohne dass es jemandem groß auffiel. Sowas können nur David Copperfield und deutsche Bürokraten.

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    1. Hallo Duderich!

      Ich mag der Aufregung um die umfassende Bespitzelung der Bürger nicht ganz folgen, weil ich darin ein ziemlich erschreckendes Mass an Gutgläubigkeit in die sog. Werte der Demokratie erkenne.

      Habe dazu auch einen Kommentar auf dem Blog "Die roten Schuhe" geschrieben. Ich werde das jetzt nicht weiter erläutern, und zwar darum, weil ich das hier schon mal versucht habe und es wohl nicht verstanden worden ist.

      Nur noch einmal kurz zusammengefasst: Demokratie ist kein Wert an sich, den man getrennt von seiner ökonomischen Basis begreifen kann, sondern immer nur im Zusammenhang mit dieser.

      Um es konkret zu machen: Sind die Verwertungsbedingunen für das Kapital gut, sind auch die Spielräume für Demokratie grösser, werden sie enger, werden auch die Spielräume für die Demokratie kleiner. Daraus kann man wohl vieles andere ableiten, wenn man will. Auch einen logischen Schluss von der Demokratie bis zum Faschismus.

      Die Möglichkeiten dem "Volk auf's Maul zuschauen" hatten zu Luthers Zeiten die Pfaffen, im Dritten Reich die Nachbarn als Denunzianten und der Blockwart als offizieller Zuträger.

      Mit der Entwicklung der Produktivkräfte heute, die Computertechnologie.

      Entbindet uns das von der eigenen Verantwortung? Müssen wir überall unsere Interessen, Neigungen und Meinungen an Menschen herausposaunen, die wir nicht kennen.

      80% der heute auch privat nutzbaren Technologien stammen aus der Kriegstechnologie. Regt sich darüber jemand auf?
      Gibt es den grossen Aufschrei?

      Gruss Troptard.





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    2. "Habe dazu auch einen Kommentar auf dem Blog "Die roten Schuhe" geschrieben. Ich werde das jetzt nicht weiter erläutern, und zwar darum, weil ich das hier schon mal versucht habe und es wohl nicht verstanden worden ist."

      Will Dich nicht widerlegen, sondern frage aus purer und reiner Neugierde:
      WAS hast Du hier kommentiert und WARUM hast Du das Gefühl, nicht in Deinem Sinne verstanden worden zu sein?

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  4. Hmmm... zuerst wollte ich lachen. Aber, Du bist ja Teil dieser deutschen Bevölkerung! Hast Du einmal daran gedacht, dass ziemlich viele Leute ein wenig genervt sein könnten von dem ganzen Zirkus?
    Hast Du nur einmal daran gedacht, dass die Zahlen, die Du hier gerade genüsslich meinst "dem deutschen Volk" um die Ohren hauen zu müssen, nicht aus Deiner Erlebniswelt stammen, sondern aus den Tröten eben dieser Welt, von der Du meinst, sie sei real?

    Ich finde es zum Kotzen, wenn linke Blogger "das Volk" per se für blöd erklären. Schäm Dich, Du Menschenfreund!

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    1. Weder bin ich ein Menschenfreund - noch schäme ich mich. Das eine bedingt wohl das andere.
      Sowieso kann ich nicht nachvollziehen, dass ich als Menschenfreund bezeichnet werde, wo ich doch die Bevölkerung ob ihrer Bräsigkeit anklage.

      'Das Volk' steht nach wie vor hinter der Kanzlerin. Als 'linker Blogger' empfinde ich es als rechtens darüber wütend zu sein.

      Weiß nicht genau, worauf Deine Kritik abzielt. Momentan fühle ich mich jedenfalls nicht getroffen...

      Welche Welt 'real' ist, hängt von der subjektiven Wahrnehmung ab. Ich wage mal zu behaupten, dass Deine Wahrnehmung auch nicht objektiver als meine ist...

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    2. Hallo Duderich,

      ich glaube, ich weiß, was totschka sagen will, denn diese Kritik habe ich ja auch schon oft geübt, zwar noch nie gegen dich aber doch oft gegen Lazarus.

      Ich verstehe eure Wut gegen einen Teil des Volkes. Aber eure Begründungen fundieren immer aus irgendwelchen Umfragewerten von irgendwelchen Meinungsforschungsinstituten und Beiträgen aus öffentlich rechtlichen Medien.

      Wenn ihr diese Quellen als Grundlage nehmt und ihnen glaubt, scheint eure Argumentation zwar erst mal logisch aber gleichzeitig lasst ihr euch genauso manipulieren wie die "Schafe", die ihr ständig kritisiert.

      Manipulation durch Wahlprognosen haben die Nachdenkseiten mal sehr gut dargelegt. Das sollte man vorher mal gelesen haben, bevor man diese Zahlen als Argument benutzt.

      Gruß Ruby

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    3. @Ruby:
      Es gibt nicht nur Wahlprognosen, sondern auch WahlERGEBNISSE.

      Ich fürchte, diese werden im Herbst meine Einschätzung untermauern.

      Nicht, dass ich in dem Punkt recht behalten wollte...

      Liebe Grüße
      Dude

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    4. "Es gibt nicht nur Wahlprognosen, sondern auch WahlERGEBNISSE."

      Genau, und diese werden vorher beeinflusst von den sogenannten Wahlprognosen.

      Bitte mach dir mal die Mühe und lese auf den Nachdenkseiten nach, wie gezielt Wahlprognosen benutzt werden, das Wahlergebnis zu beeinflussen und das alles mit Unterstützung unseres Staatsfernsehens.

      Und selbst wenn du die Wahlergebnisse ernst nimmst. Rein rechnerisch wird IM Erika NICHT von der Mehrheit gewählt - es wird nur so dargestellt.

      Verschwitzte und liebe Grüße Ruby

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    5. Komm schon, Ruby:
      Man kann doch nicht das Ergebnis der Wahlen gänzlich an die Medien und Umfrageinstitute abgeben. Sicherlich werden wir manipuliert - keine Frage. Auch kenne ich den angesprochenen Text der Nachdenkseiten.

      Trotz allem, wählt das Volk entweder nicht, oder die, die die Menschen marktwirtschaftlichen Kräften ausliefern.

      Es ist sicherlich gut gemeint, wenn Du die Bevölkerung in Schutz nimmst. Deren Verantwortung abzugeben und sie mehr oder weniger als manipulierbare Masse zu erklären entmündigte diese aber.

      Ich bin wütend auf die Bevölkerung, aber das impliziert auch, dass ich sie ernst nehme.
      Jeder ist mit der Fähigkeit ausgestattet kritisch zu hinterfragen. Die meisten sind einfach zu faul dazu, oder haben Angst hinter dem 'Vorhang' unbequeme Tatsachen zu entdecken. Jemand wie Snowden der unbequeme Tatsachen aufdeckt kriegt in Europa nicht mal Asyl.

      Mag sein, dass wir manipuliert werden, etablierte Denkmuster zu befolgen. Wer sich aber von Medien und Wahlprognosen die Werte an die er glaubt vorgeben lässt, der verdient - wie ich finde - meine Wut.

      Bist Du nicht auch bspw. auf die wütend, die gerne glauben, dass Sozialleistungsempfänger an ihrem Schicksal selbst schuld sind und verfolgt und gegängelt werden müssen? Dies ist gelebte Praxis und wird in der Mehrheit von der Bevölkerung mitgetragen.

      Wut, liebe Ruby, ist ein Motor, eine Antriebskraft. Die Alternative dazu ist Resignation.

      Ebenfalls verschwitzte Grüße zurück.

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    6. Na klar, bin auch ich innerlich wütend aber ich habe es mir abgewöhnt, dieses Gefühl aktiv mit mir herumzutragen. Ich habe einfach eingesehen, dass diese offen ausgetragene Wut, bei dem Gegenüber nur Antipathie und Gegenwut erzeugt. Also völlig kontraproduktiv.

      Ich habe ständig mit Menschen zu tun,

      "die gerne glauben, dass Sozialleistungsempfänger an ihrem Schicksal selbst schuld sind und verfolgt und gegängelt werden müssen"

      Dazu habe ich mir eine sehr erfolgreiche Gegenstrategie entwickelt. Ich stelle Fragen.

      Je nach Situation:
      * Woher wissen Sie das?
      * Kennen Sie namentlich jemanden? und wie viele?
      * Schauen Sie zu viel RTL?
      * Was schlagen Sie vor, sollen wir mit diesem faulen asozialem Pack machen? - Wären Sie mit erschießen einverstanden?
      * Welche lukrativen Jobs sind denn bei welcher Firma im Angebot?
      * Würden Sie für einen Lohn arbeiten gehen, von dem Sie nicht leben können?
      * Warum haben Sie eigentlich nie ein Problem, die Zockerbanken mit Milliarden von Steuergeldern zu retten?.....

      Je nach Mensch, der mir gegenüber steht, geht die Kinnlade nach einer Weile runter und es entsteht eine Sprachlosigkeit. Ich merke, dass mein Gegenüber langsam begreift, was für einen ausgemachten Blödsinn er von sich gegeben hat. Es gibt sogar welche, die mich jetzt als Aufklärerin auserwählt haben und bei aufkommenden Fragen, meine Hilfe suchen.

      Klar, es gibt auch welche, die sind da immun. Aber wenigstens belästigen die mich nicht mehr mit ihren Schwachsinnsparolen. Das ist doch auch schon was.

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    7. @Ruby

      ich weiß nicht ob die Beispiele deiner Taktischen Fragen wörtlich gemeint sind, oder bloß in die Richtung...
      das Thema hatten wir ja schon mal: (Betonung auf "freundlich" etc...).

      wenn ich ein paar Verbesserungsvorschläge machen darf:

      z.B. die Frage, "schauen sie viel RTL", könnte als respektlos/ arrogant empfunden werden - sogar wenn derjenige das tut, einfach wg dem Ruf den dieser Sender genießt (wobei die ARD-Nachrichten MMN nicht viel besser sind, bloß subtiler & deshalb noch gefährlicher... aber hier OT); ebenso die Frage mit dem "erschießen".

      "Würden sie für einen Lohn arbeiten..." halte ich für taktisch unklug - weil die Frage impliziert, Arbeitsplätze wären vorhanden, die Arbeitslosen bloß zu anspruchsvoll (dabei gehn tatsächlich viele arbeiten ohne über H-4 zu kommen, wirklich aus reiner "Spaß an der Freud")
      Der Gefragte könnte hier einfach antworten: "ich kann von meinem auch kaum leben" - Punkt für ihn...?
      Besser wäre vllt: "jeder der freiwillig als Niedriglöhner arbeitet, setzt auch DEINEN Lohn unter Druck..."

      weitere Fragen, z.B.:
      • "wenn du mit 50 arbeitslos wirst, wie groß rechnest du deine Chancen aus, vor Rentenalter nochmal in Arbeit zu kommen?", und je nach Job/Qualifikation (z.B. bei einem Techniker/Ing./Akademiker): "würdest du dich dann bei ALDI an die Kasse setzen?"
      • auf Aussagen wie "die haben eh keinen Bock", das Verhältnis Arbeitslose/offene Stellen ggü stellen (am besten mit Quelle & ohne 'Kosmetik'... was rauszukriegen aber bißchen Arbeit bedeutet: 1€-Jobber etc sind bekanntlich aus der Statistik, die Gesamtzahl der ALG2-Empfänger beinhaltet aber auch die ehem. Sozialhilfe-Empfänger ... evtl:
      offene Stellen x 1,01% = Teilnehmer ABM + 1€-Jobs; Ergebnis zu Arbeitslosenzahlen addieren)

      v.A. würde ich auf die Zusammenlegung Sozialhilfe/ALG-2 hinweisen, wg der nicht Arbeits_fähige, Invalide usw - die teils ihr Leben lang gearbeitet haben - ebenso in die Gruppe der H-4-Empfänger fallen...

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    8. ...ach ja, und zu den Umfragen/ speziell "Merkels Beliebtheit":

      traue keiner Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast!

      ...was die Wahl_ergebnisse_ betrifft, hab ich aber ne relativ einfache Erklärung:

      während die Linken lange Diskussionen drüber führen, ob die PdL noch "links" genug ist, oder nicht längst schon selbst ein Teil des "Systems" & damit unwählbar; bzw ob man als Linker überhaupt noch Wählen soll (Flatter sagte dazu letztens mehr oder weniger deutlich: Nein) -

      gehen SPD-, Grünen-, Unions-Anhänger & Rechtsextreme einfach ... von daher, nicht wirklich verwunderlich

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    9. Hallo Garfield,

      Die Fragen waren nur eine Richtung - halt abhängig von der Person, der ich sie stelle.

      Es ist lieb von dir, dass du Verbesserungsvorschläge machst, nur sprengt das wieder meine Taktik. Ich stelle beim ersten mal tatsächlich nur Fragen ohne etwas zu erklären. ich habe noch nie solche Antworten erhalten wie du vermutest.
      Oftmals kam sogar nur betretenes Schweigen, weil so manchem bewusst wurde, wie gedankenlos er geprabbelt hat. Und dann ist es auch besser, den anderen erst mal ne Weile in Ruhe zu lassen um ihn dann von allein mit Fragen kommen zu lassen.

      Den Leuten muss doch erst bewusst werden, wie sie manipuliert werden und das ist ein schmerzhafter Prozess. Viele kämpfen dann erst mal mit ihrer eigenen Blödheit (Uninformiertheit), manche schämen sich, manche halten deine Fragen für übertrieben und wollen Beweise (übrigens, von mir am meisten erlebte Reaktion) - erst das ist die Gelegenheit zu antworten.

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    10. den anderen erst mal ne Weile in Ruhe zu lassen

      halte ich auch für wichtig...
      wie gesagt, Leute auf Teufel komm raus "aufwecken" zu wollen geht MMN eher nach hinten los, führt höchstens dazu daß die Leute einen für einen "Missionar" halten & dann erst recht "weg" sind...

      leider gibt's auch mehr als genug Leute, deren Weltbild schon so zementiert ist, denen ist eh nicht mehr zu helfen...
      kann man nur akzeptieren & am besten keine weitere Zeit/Energie drauf verschwenden

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  5. *edit

    statt "offene Stellen" mal 1,01%, natürlich "Anzahl Beschäftigte" mal ...

    die Zahlen "0,36%" , "0,65%" sind auch nur durch ne Umfrage des "Dt. Instituts für Wirtschaftsforschung" zustande gekommen... ob das wirklich die realen Werte darstellen, weiß ich also nicht

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  6. Wenn ich lese,das 78% der Bundesbürger Merkel ihre Beteuerung,sie hätte von der Überwachung nicht gewußt nicht glauben,sie somit also für eine Lügnerin halten,können sie nicht alle so dumm sein.Wenn dann die Mehrheit dieser Leute allerdings eine Frau,die sie für eine Lügnerin halten weiterhin als Kanzlerin haben wollen,dann ist meines Erachtens Dude´s Zorn durchaus berechtigt.Die Ursache kann dann ja weniger Dummheit sein(sie durchschauen die Lügen ja),sondern Ignoranz oder Gleichgültigkeit(Es sei denn, sie sind selber in der CDU,dann wär´s ja noch nachvollziehbar).

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    1. seit Guttenberg weiß ich, was ich von Umfragen zu halten hab...

      BILD hatte dazu eine Umfrage auf ihrer Website, und noch eine von einer mir unbekannten Quelle.
      Ergebnis online: > 80% CONTRA Guttenberg. Die andere Umfrage war zwar auch nicht so der Bringer (im Sinne G.s), aber immerhin besser. Also fällt das der Redax nicht passende Online-Ergebnis mal grad untern Tisch...

      klar, den Deutschen ist einiges zuzutrauen - aber an "Beliebtheitswerte" wie 80% pro Merkel kann ich einfach nicht glauben - sogar wenn ich es wollte ;)

      was die Wahlergebnisse angeht: 1. oben schon gesagt, der 2. Grund aber - sieh dir die Ergebnisse mal genauer an. Wenn man SPD+Grüne+Linke+Piraten zusammenzählt, kam bei den letzten LT-Wahlen fast immer eine deutliche Mehrheit _gegen_ Union/FDP raus - aber mit den Schmuddelkindern spielt man ja nicht, also...
      nimmt man aber die Beteiligung dazu - unter 50% von - nehmen wir mal 65% - sind dann 32,5%.

      Klar, nur ne grobe Schätzung - aber ganz so blöd sind die Leute vllt doch nicht.
      Der Hauptunterschied liegt MMN darin, daß Merkel-Anhänger ganz einfach wählen gehn - die andern teilen sich in teils "feindliche" Lager auf (wie SPD/PdL), oder bleiben einfach daheim

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  7. für mich sind die wahlergebnisse nicht unbedingt die folge von dummheit (obwohl das sinkende niveau der allgemeinen bildung wirklich mit händen zu greifen ist).
    sie sind vielmehr die folge des grassierenden egoismus: die menschen haben sich mit dem system als solchem abgefunden und versuchen es für sich selbst bestmöglich auszunutzen - auf wessen kosten ist dabei egal.

    und das gilt vom top-manager bis zum h4-empfänger. natürlich - wie immer - nicht für alle, aber für eine ausreichende mehrheit.

    jeder maximiert seinen persönlichen vorteil. jeweils auf dem ihm zu gebot stehenden level. umwelt? dritte welt? kommende generationen? nicht mein problem. hauptsache ich hole für mich raus was geht. nach diesem motto lebt der großteil der menschen - und das weltweit.

    und das funktioniert in einem system, das mir vertraut ist, besser, als in einem neuen, in dem ich meine rolle erst mal finden müsste.

    kurz: sich im bestehenden system auf kosten anderer zu bereichern ist weniger beschwerlich und kurzfristig erfolgversprechender, als ein neues gerechteres system aufzubauen.

    womit ich (mal wieder) bei meiner kernthese gelandet wäre: der mensch ist das problem - nicht das system.

    lg
    don

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    1. Don M. Tingly 28. Juli 2013 12:26

      Das Thema hatten wir ja schon ein paar mal ..kommt halt immer wieder bei jedem "neuen" Skandal auf, und täglich grüßt das Murmeltier.... kurze konsequenzlose Entrüstung und weiter nach Schema F statt klarer Stellungnahme und dem Willen praktisch etwas im eigenen Dunstkreis zu ändern, ich könnte jetzt wieder den Spruch von Kanzler Wang An-schi bringen von wegen 'Wie aber wie eine neue Welt entstehen... ?' blabla ..ich erspare es euch .. der Spruch ist schon gut 950 Jahre alt

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    2. @Don M. Tingly
      Eigentlich wollte ich hier nur noch mitlesen, aber nun juckt es mich auf dem Kopf, als hätte mich dort eine Armee von Läusen überfallen.

      Du benutzt hier Begriffe, die in jede bürgerliche Apologetik passen, "auf Kosten von", "bereichern", "Maximierung von Vorteilen" und hast damit eine geschickte Ablenkung von den Verhältnissen in denen Menschen leben hin zum Egoismus als bestimmende Konstante seines Handelns markiert:

      "Nicht das System ist das Problem, sondern der Egoismus des Menschen, ohne Unterschied, ohne jegliche Differenz" Das ist dann wohl eine anthropologische Bestimmung des menschlichen Daseins.

      Ganz abgesehen davon, dass ich mich selbst und meine Familie dort nicht einordnen kann, frage ich mich, was einen Top-manager mit einem Hartz-4-Empfänger so vergleichbar macht: "und das gilt vom top-manager bis zum h4-Empfänger... jeder maximiert seinen persönlichen Vorteil."

      Worin die Vorteilsmaximierung eines Hartz-IV-Empfängers besteht, die Antwort bis Du natürlich schuldig geblieben.

      Ich könnte jetzt noch mal damit beginnen, zu erläutern, warum die Verhältnisse so sind wie sie sind, diese ganze Abhandlung von bürgerlichen und ökonomischen Kategorien, die eh keiner hören will.

      Was mich nur verwundert ist, dass Dein Beitrag hier so unwidersprochen durchgeht, und das unter Linken.

      Ich habe fertig!








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  8. Mal noch ein paar Gedanken:
    Prinzipiell bin ich der Auffassung, dass die Wahlverweigerung eines großen Teils der Bevölkerung auch als Ausdruck einer - wenn auch ungewollt politischen - Meinung angesehen werden kann. Die Nichtwähler (ich klammere da jetzt mal die tatsächlich Faulen aus) haben wahrscheinlich längst begriffen, dass die Wahlen in dieser Form ein Schmierentheater sind und dem "Normalbürger", der nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, sowieso keine echte Wahl lassen.

    Ich behaupte auch einfach mal, dass dieser Schönenborn'sche Sonntagsfragen-Mumpitz schlicht gefälscht ist, solange mir niemand das Gegenteil beweist. Die Frage, wen denn die Deutschen lieber als Kanzler hätten, ist wahlrechtsbezogen sinnfrei und schon deshalb reine Stimmungsmache.

    Gerne mag ich den Menschen auch zugestehen, dass sie nach einem Kampftag am Arbeitsplatz, ständiger Verfügbarkeit und stetig wachsender Belastung nicht mehr unbedingt die analytische Auseinandersetzung mit Partei- und Wahlprogrammen im Sinn haben. Da reichen nebenbei ein paar mundgerechte Häppchen im BILD-Stil vollkommen. Zuletzt bleiben eben die häufigsten Wiederholungen der am meisten plakativen Sprüche hängen. Aber am Ende ist das eh' nicht die Klientel der Parteien und ihrer Wahlkampfstrategen.

    Es ist der materialisierte Erfolg der Strategie von "Teile und herrsche!". Die Menschen werden gegeneinander aufgehetzt. Man muss sich nur mal anschauen, wer sich heute so alles als Mittelschicht ansieht. Selbst der Angestellte mit einem Monatsbrutto von 2 Scheinen will Mittelschicht sein, und diese eingebildete Zugehörigkeit will er nicht verlieren. Da der Aufstieg kaum mehr möglich ist, wird also auf den Abstand nach unten geachtet. Solange der bleibt, wird selbst ein Rückgang von Einkommen bzw. Kaufkraft akzeptiert. Immerhin gibt es ja noch jemandem, dem es schlechter geht. Das ist in meinen Augen eine zutiefst deutsche und menschliche Eigenschaft, die von den wahren Profiteuren des Systems über die Medien bewusst ausgenutzt und gesteuert wird. So vermittelt man den Leuten den Eindruck, sie könnten bei einer Wahl ihren Willen kund tun.

    Ich bin jetzt ein knappes Vierteljahrhundert Teilnehmer an dieser Demokratiesimulation "Bundesrepublik Deutschland". In dieser Zeit gab es ein paar Wahlen zu Bundestag, Landtag und Kommunalvertretungen.
    Niemals habe ich zumindest auf Bundes- und Landesebene auch nur den Hauch eines Politikwechsels verspürt, wenn sich die politische Farbkarte mal änderte. Ich selbst bleibe bei meiner Erkenntnis, die ich schon vor der Kehre gewann: Dem Kapital ist es scheißegal, wer unter ihm die Regierung stellt. Ob sich die Damen Mohn und Springer einen Steinbrück ins Kaffeekränzchen holen wollten, darf bezweifelt werden. Dass sie angstschlotternd den nächsten Wahltermin erwarten, mit Sicherheit aber auch...

    Auch ich bin mir sicher, dass die nächste Bundestagswahl nichts ändern wird. Das ganze System ist so ausgelegt, dass die "Wähler" das Kreuz immer an der richtigen Stelle tun. (Auch deshalb heißt die eigentlich wichtigste Stimme bei diesem Theater ja treffend "Zweitstimme". Damit ja keiner erst nachdenken muss.)

    Die Enttäuschung über das Wahlverhalten ist berechtigt, trifft m.E. aber die Falschen. Letztlich haben die Nichtwähler wohl eher begriffen, was Wahlen ändern können: Nichts!

    Ich persönlich habe zwei Ratschläge (missionieren oder aufklären oder überzeugen verkneife ich mir, das bringt gar nichts) für meine Mitmenschen, wenn sie ich fragen, was sie denn wählen sollen:
    Entweder gar nicht hingehen zu dieser "Stimmabgabe", oder hingehen und seinen Stimmzettel ungültig machen.

    Apropos... Wer seine Stimme abgibt, muss sich hinterher nicht wundern, dass er nichts mehr zu sagen hat.

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  9. Hallo Troptard

    du hast hier geschrieben: "Ich werde das jetzt nicht weiter erläutern, und zwar darum, weil ich das hier schon mal versucht habe und es wohl nicht verstanden worden ist."

    Daß ich (einer) davon war, ist ja kein Geheimnis...
    Du hast ja schon öfter durchklingen lassen, Demokratie/Kapitalismus sind nicht trennbar. ich hab von Anfang an nicht ganz verstanden was genau du damit meintest.
    Vllt komm ich aber auch nicht richtig weiter weil du meine letzte Frage: "ohne Kapitalismus auch keine Demokratie?" nicht mehr beantwortet hast...

    du hast schon zu Beginn dazu gesagt "Natürlich gebe es dazu noch mehr zu sagen"...

    ist natürlich dir überlassen - mich würde dieses "noch mehr" aber schon interessieren, v.A. weil mich das Thema i-wie nicht mehr loslässt.
    So bleibt mir zwar ein unbestimmtes Gefühl, aber wenn ich es in Worte fassen sollte, müsste ich sagen: "sorry ..."

    also, vllt überlegst du es dir ja nochmal...

    im Punkt Egoismus muß ich mit Don allerdings d'accord gehn, wenn auch vllt etwas anders als er meinte - (nahezu) jede Tat, und zwar von jedem Menschen - ob "gut" oder "böse" - ist im Grunde nun mal egoistisch...
    wer "Gutes" tut befriedigt im Endeffekt (und im besten Fall) ja auch nur sein Gewissen... eine der wenigen Ausnahmen ist da vllt Mutter- bzw familiäre Liebe.
    (ein MMN guter Kommentar dazu hier)

    der Mensch ist Teil der Natur, und in der Natur gibt's nun mal keine absolute Wahrheit bzw "gut" oder "böse".
    Vllt kam das mit der Religion ("Gott sieht alles" als absolute moralische Wahrheit), bzw Religion wurde zur Lösung dieses Problems geschaffen... aber das geht jetzt zu weit OT

    Das Problem ist MMN, daß dieses System den "nehmenden Egoismus" belohnt, Altruismus dafür regelrecht bestraft...

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    1. Hallo Garfield,

      Du musst Dich da nicht angesprochen fühlen.

      Ich persönlich habe etwas dagegen, wenn die Menschen sich darauf einlassen, die Verhältnisse in denen sie leben, und wenn diese sich gegen sie selbst wenden, auf eine personenbezogene Ebene zu reduzieren und dies besonders in der Krise.

      Dann haben der menschliche Egoismus, die Gier, die Unterscheidung vom guten Kapital in der Produktion und dem zinstragenden, dem raffenden Kapital Hochkonjunktur


      Bereits der bürgerliche Ökonom Adam Smith hat den Egoismus als Triebkraft für den Reichtum der Gesellschaften so in das Denken der Menschen eingeführt.
      Deshalb mein Einwand, dass dabei nur bürgerliche Apologetik wiederholt wird, bürgerliches Denken in den Köpfen sich eingenistet hat.

      Und dann noch einen Einwand: Wenn man dem Menschen diese Eigenschaften als von der Natur vorgegeben betrachten will, also ontologisch (ohne das diese hinterfragt werden müssen),weil sie in der Natur des Menschen unwiderruflich eingepflanzt sind, dann kann der Mensch sich doch wohl jede weitere Diskussion ersparen.

      Dann prallt doch jeder Appel an die Erkenntnisfähigkeit des Menschen an seiner egoistischen Natur ab.

      Dann hätte sich der "olle Marx" doch auch seine ganzen Bemühungen um die Funktionsweise des Kapitalismus und wie der Mensch darin agiert doch sparen können.

      Warum hätte er erklären müssen, das der Wert der Arbeit sich daran bemisst, was für die Reproduktion der Ware Arbeitskraft, zu deren Wiederherstellung aufgewendet werden muss, wie dies für jede andere Ware auch gilt. Das der Arbeiter für seine Arbeitsfähigkeit bezahlt wird und nicht für die Arbeit die er abliefert. Das darin keine Ungerechtigkeit besteht, sondern eine Logik im System.

      Das ein Unternehmer die Arbeitskraft deswegen benutzt, sie unter der Voraussetzung einstellt, dass sie ihm einen Mehrwert bringt. Dieser Mehrwert aber erst in der Konkurrenz realisiert werden muss und wenn er diesen nicht realisieren kann, dann gibt es auch keinen Mehrwert oder Profit, den er sich aneigenen kann.

      Ich will hier keine Romane schreiben: Wenn Du Dich interessierst, dann gebe einfach auf Google ein:

      "Kritik der Demokratie", " Was ist der Wert" alles Beiträge von Personen die das besser beschreiben können als ich und dafür auch mehr Zeit haben.

      Freundschaftliche Grüsse, Troptard.





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    2. @Garfield:

      Demokratie/Kapitalismus sind nicht trennbar.
      "ohne Kapitalismus auch keine Demokratie?"

      Du kannst mir dann sicher die Stelle im Grundgesetz zeigen,die den Kapitalismus explizit als Wirtschaftsform(eine Gesellschaftsform ist er ohne hin nicht)festschreibt und auch bitte zeigen ,wo der Kapitalismus Bestandteil der Freiheitlich -demokratischen Grundordnung ist.
      Das Kapitalismus und Demokratie sehr wohl trennbar sind zeigen Diktaturen vom dritten Reich über das Shah-Regime im Iran ,Idi-Amin bis hin zu den faschistischen Diktaturen in Chile(die ja Testgebiet war für die neoliberalen "Wohltaten der chicago-Boys)und Argentinien bis zum Apartheid-Regime in Südafrika.in all diesen Diktaturen hat der Kapitalismus wunderbar funktioniert,ganz ohne Demokratie.Der Blödsinn,das Demokratie und Kapitalismus nicht trennbar sind ,ist somit widerlegt.
      Demokratie und Kapitalismus bedingen nicht einander.
      Somit ist auch bewiesen,das die These :"Ohne Kapitalismus auch keine Demokratie" ausgemachter Stuss ist.Im Gegenteil:Wo es keine Demokratie gibt funktioniert der Kapitalismus am Besten.Letztlich funktionier Demokratie auch gut ohne Kapitalismus(Komme mir jetzt keiner mit DDR.Erstens war die kein demokratischer Staat,zweitens gabs selbst da Kapitalismus,oder wie nennt ihr das Exportieren von Waren gegen Devisen?)
      M.f.G.,der Doctor

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    3. In China scheint der Kapitalismus auch ganz gut ohne Demokratie zu funktionieren.
      Wo wir schon dabei sind, auch in den USA und bspw. auch in Deutschland. Immer eine Frage, wie man denn Demokratie definiert.

      Meiner bescheidenen Meinung nach, gibt es wirkliche Demokratie nirgendwo. Denn Demokratie, wie ich sie verstehe, ist halt mehr als nach einer Legislaturperiode ein Kreuzchen machen zu dürfen.

      Oder glaubt hier irgendjemand, dass es in irgend einem Staat Gleichheit vor dem Gesetz gibt - unabhängig der Vermögensverhältnisse?

      Glaubt jemand, dass Hoeneß oder Berlusconi einsitzen wird?

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    4. ist es nicht viel mehr so, dass kapitalismus in einer echten demokratie gar nicht funktionieren kann?

      welche (nicht medial manipulierte, aufgeklärte, ergo demokratische) mehrheit würde den privatbesitz von produktionsmitteln wie grund, wasser und rohstoffen erlauben?

      wie - außer mit gewalt - konnte sich der erste grundbesitzer diesen aneignen? wem gehörte er vorher? worauf sützt sich sein anspruch?

      und ohne privateigentum an produktionsmitteln wird es für jeden kapitalisten schwer mit der akkumulation, weil auch seine arbeitskraft nicht länger als 24 h am tag eingesetzt werden kann. ein exponentielles wachstum des reichtums einzelner scheint da schwer möglich.

      mein fazit: demokratie schließt kapitalismus aus. zumindest demokratie, wie ich sie verstehe.

      lg
      don

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    5. Guten Tag Duderich!

      China als Beispiel, dass Kapitlismus keine Demokratie zur Voraussetzung hat.

      Das Wenige was ich von China weiss ist, dass es auch dort eines freien Lohnarbeiters bedarf, der im doppelten Sinne frei ist. Frei von den Mitteln sich selbst zu erhalten und seine Arbeitskraft zu verkaufen.

      Und so viel ich mitbekommen habe, dient die Diktatur der "kommunistischen" Partei dort zur Absicherung einer störungsfreien Überführung der gesamten Gesellschaft in den Kapitalismus.

      Eine schnelle Auflösung z.B. der kleinbäuerlichen Wirtschaft in eine Agrarindustrie würde dort sofort zu massenhaftem Elend und einem riesigem Heer von Arbeitssuchenden führen und riesige soziale Probleme und sozialem Sprengstoff auslösen.

      Die Partei ist inzwischen dabei, auch den rechtlichen Rahmen zu schaffen, wie er in allen kapitalistischen Gesellschaften bereits vorhanden ist.

      Die soziale Absicherung der Lohnarbeiter bei Arbeitslosigkeit und Rentenversicherung.
      Unternehmensrecht, dass das Privateigentum der Unternehmen rechtlich absichert usw.., um den Kapitalismus in der Bevölkerung zu legitimieren.

      Ob dieser ganze Umbau der Gesellschaft in eine kapitalistische nach westlichem Muster überhaupt gelingen wird, ist noch nicht ausgemacht. Im besonderen Masse auch davon abhängig, ob sich der Kapitalsmus aus seiner Krise noch mal befreien kann.

      Gruss Troptard!





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    6. @Don M. Tingly

      Frage: Was zeichnet eine echte von einer Demokratie aus, die wir gerade vorfinden?

      Franz Schandl würde das einfordern einer echten Demokratie als linken Demokratismus bezeichnen, der " in der gesellschaftlichen Realität Freiheit und Gleichheit immer für zu unreichend verwirklicht erklärt" anstatt diese als notwendigen Bestandteil der Demokratie, ihre Flanke zu begreifen.

      Friedrich Engels 1844
      "Aber die blosse Demokratie ist nicht fähig soziale Übel zu heilen. Die demokratische Gleichheit ist eine Chimäre. Der Kampf der Armen gegen die Reichen kann nicht auf dem Boden der Demokratie oder der Politik überhaupt ausgekämpft werden. Auch diese Stufe ist also nur ein Übergang, das letzte rein politische Mittel, das noch zu versuchen ist und aus dem sich zugleich ein neues Element entwickeln muss. Dies Prinzip ist Sozialismus."

      Nochmal zu Franz Schandl:

      Der Demokratiebegriff beherbergt keine zeitlosen Bestandteile, Demokratie ist dem Kapitalismus immanent, was umgekehrt auch bedeutet, dass, wenn der Kapitalismus verschwindet auch die Demokratie verschwinden wird, natürlich auch die Zwillingsschwester die Diktatur.


      Die Krise der linken Verwirklichungsungsideologie (der Demokratie) eigentlich auch nichts anderes ist als ein Ausdruck der Krise der herrschenden Demokratie und des herrschenden Demokratiebegriffs und das schliesslich in dieser Krise diejenige des Kapitalismus selbst erscheint, weil Freiheit und Gleichheit sich nur als die subjektive Seite der gesellschaftlichen Form des Werts darstellen
      kann.

      Alle Zitate aus dem Vortrag von Franz Schandl "Kritik der Demokratie"

      Franz Schandl lebt in Österreich, ist Historiker und Autor und Redakteur für die Krisis.

      Gruss Troptard.

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  10. @ Troptard, Garfield:

    wie ich bereits in einigen früheren kommentaren dargelegt habe, halte ich den egoismus gerade nicht für eine anthroplogische konstante. und dabei spreche ich von egoismus im engeren sinn, der sich vorteile verschafft auf kosten von mitmenschen und/oder umwelt - nicht von einem weiten sinn, in dem man altruistisch handelt, weil man sein gewissen (welches eigentlich?) beruhigt bzw. auf spätere gegenleistung hofft. letzteres würde ich eher als sozialen kitt bezeichnen, der menschliches überleben evolutionär überhaupt erst ermöglicht hat.

    die ego-trips, die wir heute erleben sind buchstäblich antrainiert. von geburt an wachsen menschen entweder in (kapitalistischen)systemen auf, in denen ihnen wettbewerb, konsummaximierung usw. als naturgesetze eingeimpft werden. oder sie wachsen in systemen auf (Kuba, ehemaliger Ostblock etc.), in denen der kapitalismus und seine auswüchse via medien als zu erstrebendes paradies ohne jeden nachteil angepriesen wird.

    und, ja Troptard: für mich ist es relativ einerlei auf welchem niveau jemand egoistisch handelt. es ändern sich nur die formen: die einen "optimieren" legal steuern, die anderen werfen ihren müll in die landschaft.
    im gegenteil: es ist sogar eine moralische pflicht, sich unabhängig davon, auf welcher sozialen stufe ich stehe, mich solidarisch, empathisch und nachhaltig zu verhalten - immer soweit möglich. tue ich das nicht, welchen anspruch hätte ich dann andere zu kritisieren? das wäre genau diese kleinliche kritik der meisten, die das verhalten der eliten nur deshalb und nur so lange kritisieren, weil sie selbst nicht dazu gehören.

    auch das haben wir schon mehrfach gehört: die masse kritisiert nicht das system, sondern nur ihren platz darin. sie versteht unter gerechtigkeit nicht ein system, in dem keiner leidet, sondern eins, in dem endlich sie an den trog kommen.

    lg don

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  11. da mir grad der ziemlich der Schädel brummt und ich nicht so den Kopf für weitergehende Antworten habe:

    Troptard

    zuerst mal danke für die Tipps, bei "was ist der Wert" scheint mir (auf den ersten Blick) krisis für den Anfang geeignet zu sein, was "Kritk der Demokratie" betrifft, scheint es aber teils auch sehr gegensätzliche Ansätze zu geben - von Platon bis z.B. "Vieles darf gegenwärtig kritisiert werden. Eines gewiß nicht: Die Demokratie"...

    was die Motive der Menschen & Egoismus betrifft - daß wäre jetzt ne müßige Diskussion, die vermutlich auch ziemlich den Rahmen sprengen würde, und v.A die Gefahr bergen könnte, die falschen Schlüsse draus zu ziehn - nämlich das alles egal ist, wie du schon sagtest.
    Auch wenn man einen Menschen für seinen Charakter vllt nicht verantwortlich machen kann - anders als z.B. das Aussehen ist der bis zu einem gewissen Alter aber von äußeren Einflüssen abhängig, und kann dementsprechend gelenkt werden.

    Don

    da bin ich bei dir... daß gerade diejenigen am lautesten auf die "da oben" schimpfen, die - in ihrem Einflußbereich - eigtl kein Stück besser sind, beobachte ich auch oft... wenn man manche Leute so reden hört, sollte man fast meinen die Politiker wären von nem anderen Stern gekommen. Schon allein das Pauschalisieren "die Politiker" finde ich problematisch...
    Andererseits gibt's natürlich auch ne gewisse Wechselwirkung - wenn der Vater seinen Sohn schlägt weil er besoffen heim kam, sich aber selbst jeden Tag die Kante gibt - sagt der Sohn auch irgendwann "leck mich"...
    wobei "der Vater" nicht nur die Politik/Eliten, sondern die abgefuckte Atmosphäre unserer Gesellschaft ganz allgemein sein kann

    Grüße

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    1. @Garfield
      Ebenso ein Danke dafür,Dass Du meine Tipps angenommen hast.

      Du sollst Dir daraus Deine eigene Meinung bilden! Ich will hier nichts vorgeben, nur zur Anregung für den eigenen Kopf, sowie ich das auch für meinen eigenen gesehen habe.

      Das es dazu unterschiedliche Anschauungen gibt, sollte eher hilfreich als hinderlich sein.


      Gruss Troptard.

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    2. Entschuldigung, dass ich mit der deutschen Rechtschreibung teilweise so schluderig umgegangen bin.

      Gruss Troptard.

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    3. mach dir um die Rechtschreibung keine Sorgen.
      mir sind zwar keine Fehler aufgefallen, aber sie ist auf jeden Fall hart im Nehmen & hat schon ganz andere Dinger überlebt...
      ich denke also, sie wird dir verzeihen ;)

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  12. @Garfield:

    [...]

    Du kannst mir dann sicher die Stelle im Grundgesetz zeigen,die den Kapitalismus explizit als Wirtschaftsform(eine Gesellschaftsform ist er ohne hin nicht)festschreibt ...


    Hallo Thorsten

    sorry, nicht persönlich nehmen - aber irgendwie ist das einzige, was mir grad dazu einfällt:

    wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;)

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    1. Häh?
      Bin zwar nicht angesprochen, aber ich KANN lesen und das habe ich auch noch nicht im GG gefunden...

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    2. Hallo Duderich!

      Habe das goldene Buch nicht mehr in meinem Besitz.

      Was wohl drinsteht ist, dass das Eigentum unter dem besondern Schutz des Staates steht. Damit haben die sicherlich nur mein Fahrrad und meinen PKW gemeint.

      Aber was der Thorsten schreibt (eine Gesellschaftsform ist er ohnehin nicht) das fällt schon unter die Rubrik "gelungene Satire". Ich bleibe ausnahmsweise mal ganz locker.

      Gruss Troptard;

      Will keine Nachtschicht einlegen. Also gute Nacht an @all !

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    3. Thorstens Beitrag zitierte meinen Beitrag hier.

      Wenn's in einem Beitrag um Standpunkte geht, sollte man schon 1., 2. oder 3. Person auseinanderhalten können, auch wenn Zitate nicht immer mit "blockquote" formatiert sind.

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    4. @ Garfield:
      #vor die Stirn schlag#

      Habe wohl irgendwie den Überblick verloren...
      Alles klar, jetzt!

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  13. @Troptard


    "Was wohl drinsteht ist, dass das Eigentum unter dem besondern Schutz des Staates steht."

    Richtig,aber da steht im Artikel(14) unter Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.,
    Das würde ich jetzt nicht mit dem Kapitalismus in Einklang bringen.Ich hatte übrigens auch bewußt geschrieben:"Wo wird explizit der Kapitalismus als Wirtschaftsform festgeschrieben."
    Und unsere Gesellschaftsform wird ebenfalls im Grundgesetz festgeschrieben:

    "Artikel 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

    Das und nichts anderes ist unsere Gesellschaftsform.Ist nichts mit Kapitalismus.Ergänzt wird das noch durch die vom Bundesverfassungsgericht festgesetzte Freiheitlich-Demokratische Grundordnung:

    »Freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Art. 21 II GG ist eine Ordnung, die unter Ausschluss jeglicher Gewalt und Willkürherrschaft eine rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes nach dem Willen der jeweiligen Mehrheit und der Freiheit und Gleichheit darstellt. Zu den grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind mindestens zu rechnen: die Achtung vor den im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechten, vor allem vor dem Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition.« – BVerfGE 2, 1 – SRP-Verbot

    Zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne der Legaldefinition des § 4 BVerfSchG (Bundesverfassungsschutzgesetz) zählen:

    das Recht des Volkes, die Staatsgewalt in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung auszuüben und die Volksvertretung in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl zu wählen;
    die Bindung der Gesetzgebung an die verfassungsmäßige Ordnung und die Bindung der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung an Gesetz und Recht;
    das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition;
    die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung;
    die Unabhängigkeit der Gerichte;
    der Ausschluss jeder Gewalt- und Willkürherrschaft und
    die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte.

    Diese Aufzählung ist bis auf die letzte Ziffer identisch mit § 92 Abs. 2 StGB.

    Auch hier nichts mit Kapitalismus.Somit ist bewiesen:KLapitalismus ist keine Gesellschaftsform.Die These Demokratie ist dem Kapitalismus immannent wird durch die von mir oben gepostete Liste von Diktaturen widerlegt,die nach deiner Logik dann ja alle demokratische Staaten sind,bzw.waren,Sorry,aber das passt nicht.
    @Garfield:Dann habe ich aus deinem Beitrag Sätze zitiert,die selber von Troptard zitiert hast,o.k.,verstanden

    m.f.G.,
    der Doctor

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    1. Hallo Doctor,
      wie soll ich das vermitteln? Geschrieben stehen kann viel und ganz erhabend für das persönliche Gefühl. Meinetwegen auch in goldenen Lettern.

      Worauf es mir persönlich ankommt ist nicht das, was in irgendwelchen grundlegenden Gesetzen steht, die allemal von Menschen gemacht sind und auch von Menschen wieder geändert werden können, sondern die gesellschaftliche Praxis, der Verkehr der Menschen untereinander und miteinander.

      Und diese gesellschaftlichen Beziehungen vermitteln sich nun mal einzig und allein über das Medium Geld und Ware.

      Auch wenn der Mensch diesen Fetisch nicht erkennen will, so ändert es dennoch nichts daran, wie er mit anderen Menschen in Beziehung treten kann und letztendlich muss.

      Als simples Beispiel: Wenn ich meine Arbeitskraft verkaufen muss, weil ich nichts anderes habe als diese zu verkaufen, dann sagt das sehr wohl etwas über die gesellschaftlichen Verhältnisse in denen wir leben aus. Der Verkauf der Ware Arbeitskraft ist dann nicht mehr oder weniger, wie der Verkauf einer jeden anderen Ware.

      In jedem Supermarkt hängt an der Ware ein Preisschild. Nur wenn der Preis dafür bezahlt wird, bekommt der Mensch auch die Ware.
      Und an Geld kommt der Mensch wiederum nur, wenn er seine Arbeitskraft verkaufen kann und jemanden findet, der ihn auch beschäftigen will. Wenn nicht, ist er ganz schön angeschissen, Entschuldigung.

      Das ganze nennt sich Kapitalismus,auch wenn das nicht ausdrücklich als verbindliche gesellschaftliche Formbestimmung genannt wird.

      Ich nenne das die Kraft der Verhältnisse.

      Der deutsche Mensch könnte es doch mal versuchen, die Kraft des Faktischen ausser Kraft zu setzen, indem er verlangt darüber abzustimmen, welche Wirtschaftsordnung er verwirklicht haben möchte.

      Ganz abgesehen davon dass ich bezweifle, dass er dafür ausreichend Befürworter finden wird, steht eine solche Abstimmung ausserhalb jeder politischen Diskussion.

      Keine Partei, auch die "Partei die Linke" nicht, wird sich auch nur einen Zentimeter ausserhalb dieses ungeschriebenen Konsensus bewegen der heisst: Marktwirtschaft und Kapitalismus
      sind ohne Alternative.

      Gruss Troptard.




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    2. Mann Troptard,
      Du scheinst ja inzwischen ganz schön verbittert zu sein - und führst dafür verdammt gute Gründe an!
      Weiß nicht, ob Du meine letzte Reaktion auf den an mich gerichteten Kommentar gelesen hast - ist ja eigentlich auch egal.

      Das mit dem Abstimmen kann man m.M.n. ja getrost mal vergessen (so undemokratisch sich das auch anhört). Die allermeisten können sich kein Leben mehr ohne I-Phone und RTL vorstellen - und dafür sind sie auch bereit sich weiter zu versklaven. Und ausgespäht zu werden. Hauptsache, der Status Quo bleibt erhalten - so beschissen er auch sein mag.

      Was die Qualität des Lebens ist - was sie sein sollte(!) - darüber machen sich die allermeisten Menschen doch gar keine Gedanken mehr. Alle sind viel zu beschäftigt das eigene Hamsterrad am laufen zu halten.
      Und die meisten Wünsche und Träume sind eingepreist. Wer sich Wünsche erfüllen will soll gefälligst malochen dafür.

      Ein Leben jenseits dieser Warenwelt, also eine Alternative zum Kapitalismus ist doch heute für die meisten gar nicht mehr vorstellbar. Genauso wenig, wie man irgendwelchen indigenen Völkern den Kapitalismus erklären kann.

      Weiß auch nicht; vielleicht haben wir uns bereits in eine Sackgasse hineinmanövriert.
      Keine Abstimmungen helfen hier.
      Vielmehr sollte man vielleicht versuchen in kleinen autarken Gemeinschaften einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zu leben.
      Christania war/ist bspw. so ein Ansatz, den man sicherlich noch verbessern könnte.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Freistadt_Christiania

      Ich denke, man muss Alternativen leben, bevor man andere für diese A. begeistern kann. Sonst ist das alles zu theoretisch...

      Grüße, Dude

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    3. Hallo Dude,

      ich lese alle Deine Kommentare sehr gern! Verbittert bin ich nicht. Ich habe wohl eher resigniert.
      Vielleicht ist es so eine Art Gewissheit, dass der "Zug nicht mehr aufzuhalten ist" und ich versuche irgendwie damit klarzukommen.

      Befinde mich innerlich schon auf dem Rückzug, auf der Flucht ins Private.

      Gruss Troptard.

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    4. @Troptard

      Ich gebe dir Recht ,Stand Heute ist die Realität,das der Kapitalismus Teil unserer Gesellschaft ist,und auch ich glaube nicht,das die Linke,gesetzt den ,unwarscheinlichen Fall,das sie an die Regierung kommt,nicht von heute auf Morgen den Kapitalismus abschaffen würde.Ich habe auf meinem Blog schon geschrieben,das ein Wandel,die Überwindung des Kapitalismus ein langwieriger Prozess ist und mit den Menschen gemacht werden muß,also Überzeugungskraft notwendig ist und die Bereitschaft über das bestehende System ersteinmal hinaus zu denken.Und erst dann kann man ernsthaft anfangen konkret über Alternativen nachzudenken.Und meine Überzeugung ist,das dies sowieso kommen wird,weil die Menschheit sich weiterentwickelt.Letztendlich begann(und beginnt) jeder gesellschaftliche,wie wirtschaftliche Wandel mit einer Utopie,an die Leute glaubten,die als Spinner galten,aber ohne diese"weltfremden Spinner" ,hätte es viele Errungenschaften der Menschheit nie gegeben.Und wie Pantoufle schon mal woanders schrieb:ein erster,wichtiger Schritt wäre es schon,wenn wir zu einer Gesellschaft und einer Wirtschaftsform kommen ,die sich an den Grundwerten orientiert,die das Grundgesetz und die FDGO definieren.Dann wäre schon viel erreicht.

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