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Mittwoch, 20. November 2013

Paradoxien

Abteilung: Warum sind 'Gutmenschen' eigentlich immer links verortet?
Oder: Die demokratisch gewählte Abwicklung unserer Zukunft

Ich will die große Koalition nicht. Eine gesichtslose Masse, die sichere Verhältnisse anstrebte, wollte sie wohl.
Die, die das glaub(t)en:
Alles gut soweit; Veränderungen = Risiko = Bedrohung des Status Quo.

Seit der Agenda 2010 ist die Fallhöhe tief.
Da will man als 'Michel' keine Experimente wagen.

Aber, zumindest meine Wahrnehmung nach, war das gestern:

CDU Wähler (sprich: Konservative) sehen mittlerweile - medial befeuert - eine 'Sozialdemokratisierung' der CDU.  Die neoliberale Marktgläubigkeit wurde mit den sogenannten Liberalen (sic!) begraben. Sogar über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn wird in den Koalitionsverhandlung debattiert!
Sozialistisches Teufelswerk, denen wahrlich Konservativen den Schwefelgeruch in die Nase treibt.
Die immanenten Kräfte des Marktes ausgehebelt durch die Gleichmacherei der Sozen?
Bei dem Wahlergebnis?

Aber, ich denke, Merkel selbst, hat in den letzten Wochen an ihrem Glanz verloren.
Von der Sprachmaschine Seibert abgesehen, haben Pofalla und Friedrich nicht wirklich einen guten Job abgeliefert.
Schließlich bedient(e) Merkel ja geschickt auch nationale Gefühle.
Letztendlich nehmen es auch CDU-Wähler ihr nicht (mehr) ab, dass sie gegen die USA (und deren Geheimdienste) letztendlich nicht doch einknickt. Ob nun ihr Handy abgehört wird, oder ihr privater Rückzugsraum verwanzt ist.
Der Nimbus der Weltenlenkerin leidet unter der Causa NSA.
Merkel als Marionette? Als nicht souverän, dies aber vortäuschend?
Wer glaubt denn (selbst unter den CDU-Wählern), dass Merkel, Friedrich, Pofalla in der USA-Administration ernst genommen wird?

Ich prognostiziere (man möge mich später daran messen....) das Merkel fallen wird.
Glaube nicht, dass sie die Legislaturperiode überstehen wird.

Wir werden sehen...


Die SPD-Mitglieder und -Wähler wollen natürlich auch keine große Koalition. Viel zu groß ist die Angst, als Partei marginalisiert zu werden. Schon jetzt ist die SPD keine Volkspartei mehr.
Die Zeiten unter Brandt werden herbeigesehnt, als die SPD noch für Visionen und Opposition einstand.

Heute hat die SPD Gabriel- und einen Steinbrück, von dem man nach dem gescheiterten Wahlkampf (Überraschung!) nichts mehr gehört hat.

Die SPD wickelt sich ab. Soziale Gerechtigkeit ..., deren Um- ja, Durchsetzung traut dieser Partei wohl noch die wenigsten zu. Diese Unfähigkeit kaschiert man dann gerne unter 'Wirtschaftskompetenz'.
In dieser Logik kann man dann auch feiern, den Niedriglohnsektor ausgebaut zu haben.
Einfach nur erbärmlich.
Selbst der ultra-konservativen und marktgläubigen CDU vermag es die SPD nicht mal eine Opposition entgegenzusetzen. Will es gar nicht - strebt es nicht mal an...

Welcher Sozialdemokrat im Herzen mag unter diesen Prämissen eine Koalition mit der CDU anstreben?


Als Alternative Schwarz-Grün?
Lediglich ein Eiertanz mit anders gefärbten Eiern (nicht gleichzusetzen mit Cochones). Ob schwarz-rot oder schwarz-grün: Nichts würde sich im Sinne der Bevölkerung ändern. Die selbe Verarsche unter anderem Etikett.


Am meisten aber habe ich Angst vor Rot, rot, grün (im Neumund R2G):
Ich will die Partei DIE LINKE als Opposition!
In einer korrumpierten Demokratie brauchen wir diese kläglichen Reste einer Opposition.
Ich (vielleicht auch Andere?) brauchen überhaupt eine Opposition!

Ich habe Angst, dass diese selbst korrumpiert wird (in einem dogmatischen Systemdeterminismus).
Denn auch die Linken sind nicht unkorrumpierbar.
Der Mensch ist Mensch.

Ich habe Angst, dass die einzige Opposition unter R2G vereinnahmt werden könnte.

Auch die Linken sind keine Heiligen, die unkorrumpierbar sind und ihre Existenz opfern würden, für die Sache.
Manche schon - aber die wenigsten.
Wer diesen dies vorwirft, sollte dann aber auch die Größe besitzen, dafür einzustehen moralisch weiter zu sein!
Unkorrumpierbar zu sein, und seine Existenz  für eigenen Werte bereit sein zu opfern.
(Bsp.: Snowden)

Ansonsten: Vielleicht einfach mal die (neoliberale medial-zugerichtete und markt-gläubige) Fresse halten!
Es vielleicht einfach mal unterlassen, seine eigen Feigheit als Mut einzupreisen...

Letztendlich läuft es darauf hinaus:

Marktgläubigkeit oder Humanismus?

Wer steht wofür ein - und wer hat letztendlich die besseren Argumente?

Und wer hat die Vernunft(!) auf seiner Seite?

Wer, also will (noch) eine große Koalition - und warum???

Wenn sie denn nun keiner (mehr) will; warum ist sie in unserem demokratischen Gefüge so unabwendbar - jenseits von Parteistrategie?

Kommentare:

  1. "Warum sind 'Gutmenschen' eigentlich immer links verortet?

    Nah, weil man die 'Bösmenschen' eben rechts verortet, doch sich nicht getraut, sie als solche zu benennen.

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  2. REISST DIE MAUER
    DER WAHRHEITSIGNORANZ EIN.
    Reisst die Mauer zwischen Arm und Reich ein.
    <>
    Als die Mauer noch stand, da gab es noch keine NSA und da war noch sozialer Frieden im Land.

    Heute ist der Osten Deutschlands ein Sozialfall, für den die westdeutsche christlich kapitalistische Machtgier verantwortlich ist, es aber - wie sollte es auch für Wahrheitsignoranten anders sein - von sich weist.

    Zeit, dass auch dieses Blatt sich wendet und der Zustand von ganz besonderer christdemokratischer Ungerechtigkeit und diese wahrheitsfeindliche Epoche endlich total endet.

    Die kapitalismusmüden, -christlich betrogenen und -geschunden Ossis hätten sowieso ihre DDR lieber heut als morgen wieder.

    Und gegen das, was heutigen Tages an weltweiter Manipulation, Spitzelei und skrupelloser Ungerechtigkeit im Westen läuft, war die DDR mit ihrer Stasi eine jugendliche Rasselbande. Und den politischen Querulanten und Widersachern des DDR-Regimes ging es auch nicht schlechter als den Widersachern, Querulanten und politischen Gegnern der heutigen BRD und der westlichen Welt im Allgemeinen. Der feine Unterschied besteht lediglich darin, dass die Westdemokratiequerulanten und Systemkritiker wesentlich unbemerkter hinter Mauern, Gittern und Stacheldraht verschwinden und zum Schweigen gebracht werden.

    Nur das hatte man den Ossis listigerweise schon vor dem Mauerfall immer mit dem kaptalistischen Prunk, Glanz und Gloria abtäuschend verheimlicht. Und so hat man sie wie dumme Schafe in die böse Falle gelockt und bis auf die Unterwäsche abgezockt.
    WEITERLESEN HIER.:
    http://phosphoros.over-blog.de/article-reisst-die-mauer-der-wahrheitsignoranz-ein-121288349.html
    Gustav

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  3. Der »Anonym 2« zeigt doch erstaunlich eindeutig, weshalb rechte keine »gutmenschen« sind: anstatt rationale erklärungen für das, was passiert zu suchen, müssen für das elend allerhand »sündenböcke« her, die schuld sind. Und natürlich weiß er sofort wer das ist: das »finanzjudentum«, die »christlichen wölfe« und die angeblich »akademisch geprägte, westdeutsche klassengesellschaft« erkennt der rechte moraliker als »übeltäter an der nationalen sache«.

    An sich ist der text derart mit schonmal gelesenen floskeln gespickt, daß ich ihn fast für eine parodie gehalten hätte, dafür war er jedoch nicht komisch genug.

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