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Dienstag, 5. November 2013

Parteispenden Klatten, Quandt & Co.

Abteilung: Die beste Politik, die man sich kaufen kann

Parteienspenden über 50.000 € - 2013 (Quelle: Bunderstag.de) 
(frühere Jahre können auf der verlinkten Seite eingesehen werden)

Kommentare:

  1. Sehr schwarz-gelb-dominiert das Ganze. Welch Überraschung. Aber bemerkenswert, dass Leute über 100.000 Euro an die Marxistisch-Leninistische-Partei spenden. Man darf sich natürlich keine Illusionen machen, Lobbyisten sind auch nicht dämlich. Anstatt der FDP 200.000 zu spenden, damit ich zukünftig meine Arbeiter noch bisschen mehr auspressen und bei Bedarf in die Gosse schmeißen kann, spende ich einfach 4x 50.000 und es kommt nie ans Licht. Daher sollte man im Sinne der Transparenz fordern, JEDE Spende einsehbar zu machen. Auch wenns nur Tante Olgas 50 Euro sind. Es muss ja nicht der komplette Name des Spenders angezeigt werden.

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  2. Die Beispiele zeigen wie gefährlich die Konzentration von Vermögen ist. Theoretisch könnten alle Armen zusammen mit einem Euro im Jahr eine Spende von 40-50 Millionen Euro an eine Partei ihrer Wahl generieren. Allerdings lassen sich 10-12 Millionen Menschen nicht so einfach organisieren.

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    1. Das Problem ist aber die Zersplitterung der Armen. Du implizierst, dass man mal eben alle Armen dazu bringen könnte, einen Euro für z.B. die Linke spenden würden. Dem ist aber nicht so. Wenn du 40 Millionen sozial Schwache dazu bringst, einen Euro an die Partei ihrer Wahl zu spenden, gehen wahrscheinlich direkt mal mindestens 15 Millionen an die CDU. Die Elite oben ist relativ geschlossen und weiß, wen sie zu kaufen - ich meine wählen - hat. Die Armen haben keinen Plan, wählen links, wählen rechts, wählen mitte und wundern sich, dass am Ende alles beim Alten bleibt. Zudem macht es ja auch wenig Sinn, groß an Parteien zu spenden, deren Wahlerfolg fraglich ist. Was bringt es mir, den Linken 100.000 Euro zu spenden, wenn die am Ende keinerlei Entscheidungskraft haben, weil doch mal wieder die große Koalition das Sagen hat? Da ist das Geld tatsächlich besser bei der CDU angelegt, hier kriegt man noch günstig Gesetze und Verordnungen für sein Geld. Die haben wahrscheinlich Treuekarten wie bei Subway. Bei 10 Schmiergeldtransaktionen gibt es ein EU-Gesetz und ne kleine Cola gratis.

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    2. "Was bringt es mir, den Linken 100.000 Euro zu spenden, wenn die am Ende keinerlei Entscheidungskraft haben"

      Genau das wird vorrausgesetzt. Im Grunde müsste man Wahlvorhersagen durch die Medien verbieten. Sie beeinflussen das Ergebnis. Weil die Linken keine Chance haben (laut Umfrage) gehen viele nicht zur Wahl (denke ich). Immer dann wenn eine Chance besteht, lassen sich Menschen mobilisieren. Letztenendes müssen sie aber selbst etwas tun. Das fängt mit der Wahl an. Sich zu organisieren wäre ein nächster Schritt und der letzte ist selbst etwas zu tun. Viele jammern und machen nicht einmal ihr Kreuz alle 4 Jahre.

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    3. "Genau das wird vorrausgesetzt. Im Grunde müsste man Wahlvorhersagen durch die Medien verbieten."

      Absolut. Dieser Effekt ist ja lange bekannt. Nicht nur, dass Leute nicht wählen gehen, weil sie denken, die Linke verliert eh, es ist ja sogar so, dass noch Unentschlossene dann eben die Großen wählen, weil man unterbewusst auf Seiten der Sieger sein will. Das wissen die Medien natürlich und manipulieren. Der eine Sender macht dann Partei XY schlecht, weil sie im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2 Prozent verloren hat, der andere Sender lobt sie in den Himmel, weil sie im Vergleich zur Landtagswahl in Sonstwo besser abschneidet. So dreht sich jeder die Welt, wie sie ihm gefällt.
      Am Ende bleibt für die Linke noch als größtes Hindernis die Angst vor Veränderung. Wir wirklich Linken wollen ja nicht den selben Dreck wie jetzt, etwas sozialer ausgestaltet, wir wollen Reformen, wir wollen ein neues Gesellschaftsmodell. Da hab selbst ich als Überzeugter meine Sorgen, ob das alles auch funktioniert. Was soll dann ein Außenstehender denken? Lieber den alten Trott mit Mutti, da weiß man, was man hat (oder was man nicht hat). Neu macht erst mal Angst und dann setzt man das Kreuz lieber wieder bei der CDU. Wir wollen ja alle Veränderung, aber nicht heute. Morgen vielleicht. Heute lieber erst mal noch business as usual. Gelähmte Massen mobilisiert man nicht so einfach. Gesetz der Trägheit und so.

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  3. Campact hat jetzt eine Kampagne laufen, die fordert, Spenden bereits ab 10.000€ offenlegen zu müssen, alles über 50.000 komplett zu verbieten und auch Stückelungen zu unterbinden. Sollte jeder unterzeichnen und über die gängigen Kanäle verbreiten.

    https://www.campact.de/parteispenden/

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  4. Hat diese Offenlegung nicht auch Vorteile? Man sieht von wo und wohin das Geld fliesst und nicht zu knapp. Warum den Geldfluss in die Illegalität verdrängen.

    Dazu sind die Quandts und ihre Gleichgesinnten viel zu clever, für uns Freizeit-Linke viel zu clever, als dass sie nicht Mittel und Wege finden würden, dass ihr Zuwendungen nicht weiterhin dort hinfliessen, wo sie hinsollen.

    Möglicherweise sind Auflagen und Verbote genau das, was sie eigentlich wünschen.
    Was im Dunkeln passiert, das sieht man nicht.



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    1. Was im Dunkeln passiert kann man aber sanktionieren, wenn das Licht angeht und die Kakerlaken nicht schnell genug unter den Kühlschrank rennen. Aktuell kann man sich aufregen und drüber brüskieren, erfahrungsgemäß dauert das beim Deutschen ca. 3 Tage lang, danach ist wieder alles cool. So passiert natürlich nichts. Wenn es strafbar ist, kann man Schritte einleiten. Wir als einfache Bürger können Strafanzeige stellen. Denke, das bringt mehr als beim Bier an der Theke Parolen zu schwingen, anschließend aber wieder Mutti zu wählen.

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    2. Was im Dunkeln passiert kann man aber sanktionieren

      Und wer sollte das Geld aus dem Dunkeln dann "ins Licht holen" ... um am Ende wie Gustl Mollath zu enden?

      Die schwarzen Kassen Adenauers (mit Link zur Arte-Doku) - so alt wie die BRD selbst & Jahrzehnte lang unentdeckt.

      da halte ich es für sinnvoller, die Parteispenden offenzulegen - nur daß die Grenze von 100.000 € wie du schon sagtest viel zu hoch ist.
      Dann kann man das wenigstens als Grundlage für z.B. solche Artikel nehmen.

      Ansonsten, Strafanzeigen bringen auch nicht mehr als Stammtisch-Parolen... evtl geht mal einer in den Knast, das System besteht weiter - meist aber nicht mal das... und die Leute haben's trotzdem nach 2 Wochen vergessen.
      siehe nur Schäuble... erinnert sich hier noch jmd daran...?

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  5. Als wenn sich durch Wählen, wen auch immer, etwas ändern würde. Die einzige Sprache die die mächtigen verstehen und beherrschen ist die Gewalt.
    Passive oder aktive.
    Wer von wem geschmiert wird ist völlig nachrangig.

    http://www.hintergrund.de/201311082885/politik/welt/die-wertegemeinschaft-der-lupenreinen-hurensoehne.html

    http://www.youtube.com/watch?v=CIV3lUfSo-E
    (9min Video)

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