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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Slomka, die 'Vierte Gewalt' und die Eigendynamik von Blogs, wie diesem

Abteilung: Der Herzschlag der Blogger

Erstmal die Meta Ebene, oder ein Vorwort:

Dieser Blog ist ein Hobby von mir. Ich verdiene keinen Cent damit - und das will ich auch gar nicht. Meine Währung ist auch nicht Lob, oder Bestätigung.
Er ist schlicht mein Mittel meine Wut in die Welt hinauszuschreien. Dieser Blog ist eine Art Therapie - ich profitiere davon.
Ich schreibe, wenn die Eiterblase der Wut platzt. Letztendlich sind meine Beiträge ein Selbstzweck. Sicherlich würde ich - wenn ich es denn könnte - eine bessere Welt herbeischreiben. Selbstlos wäre auch das nicht - denn wer wollte denn nicht in einer 'besseren Welt' leben?

Ich schreibe also darüber, was mich gerade umtreibt; plärre es in das Internet. Manche Beiträge lösen kaum Resonanz aus (was total in Ordnung geht) und manche entwickeln eine eigene Dynamik.

Und auch dieser Umstand ist Teil der Motivation, diesen Blog zu betreiben. Ich habe nun einige Erfahrungen als Blogger gesammelt, aber immer noch nicht kann ich nur ansatzweise vorausahnen, welche Dynamik ein Text entfaltet.
Vielleicht ist dies genau der Kick, der Blogger antreibt. Zumindest bei mir ist es so.

Bei meinem Beitrag 'Mit der Gesamtsituation unzufrieden' sprach ich mit keinem Wort das Slomka-Gabriel-Interview an. Aber genau dieses bestimmte die Kommentare darauf.
Dies genau ist der Grund, warum ich diesen Beitrag überhaupt schreibe - obwohl mich dieses Interview nicht wirklich umtreibt:

Nun zum eigentlichen Thema:

Slomka wirkte erst ein mal sympathisch, nein, besser ausgedrückt: Sie hat ihren Job als Journalistin gemacht, und nachgefragt. Hat sich nicht mit Allgemeinplätzen zufrieden gegeben, sondern auf eine Antwort auf ihre Frage beharrt.
Es wäre zu schön, wenn dies gut gemacht gewesen wäre. Die Aufgabe der Vierten Gewalt ist es ja schließlich Politik und Machtverhältnisse (in Zeiten wirtschaftlichem Machteinflusses, respektive Lobbyismus, nicht wirklich das selbe) kritisch zu hinterfragen. Man mag sicherlich auch argumentative Gründe anführen können, die dem Mitgliederentscheid der SPD widersprechen. Die Verfassung dafür bemühen zu müssen ist aus meiner Sicht aber schlicht albern und ausgesprochen schlecht recherchiert (zumal die Deutschen gar keine Verfassung haben - diese Chance wurde bei der Wiederveinigung unreflektiert verpasst).
Es gäbe unzählige Gründe, Gesetzesinitiativen über die Konformität mit dem Grundgesetz(!) kritisch zu hinterfragen. Gerade von journalistischer Seite.
Die Frage drängt sich aber (zumindest für mich) auf, ob der Mitgliederentscheid der SPD zu dem Koalitionsvertrag (der nicht rechtlich bindend ist) das Kernthema eines kritisch hinterfragenden Journalismus sein sollte.
Keine Auseinandersetzung mit den Inhalten des Koalitonsvertrges (der weichgespülter kaum sein könnte). Es gäbe genug Gründe, Gabriel und seine Partei kritisch zu hinterfragen.
Man hätte Gabriel ziemlich alt aussehen lassen können. So aber ging er letztendlich als Sieger hervor.

Keine streitbare Journalistin hat dieses Interview geführt, sondern einfach eine emotional geleitete, uninformierte Person, die nicht begriffen hat, welche (wirklich relevanten) Fragen zu stellen sind; und auch gegen wen.
Oder dies nicht will, oder sich dies nicht traut.

Denn: Kann sich irgendjemand von meinen Lesern vorstellen, dass ähnlich mit Frau Bundeskanzlerin Doktor Merkel umgegangen wird???!
Kann sich heute irgendjemand vorstellen, dass die Regierenden und Machthabenden in ähnlicher Form von öffentlich-rechtlichen Sendern hinterfragt werden?
Wie unabhängig ist denn dieses 'unabhängige' (sic!), zwangsfinanzierte Fernsehen?


Ich bin beileibe kein Freund der SPD. Diese in Schutz zu nehmen ist nicht die Intension dieses Textes.

Aber, ich muss zugeben, dass Gabriel hier die besseren Argumente hatte.

Es ist traurig wahrzunehmen, dass die öffentlich-rechtliche Journaille trotz unzähliger möglicher Angriffspunkte versagt. Letztendlich empfinde ich diesen Vorstoß als gescheitertes Beispiel eines kritisch hinterfragenden Journalismus. Um so ärgerlicher, als das wir diesen gerade in heutigen Zeiten doch so nötig hätten.

So aber, werden wir von einer Kanzlerin regiert, die medial unangefochten, durchregiert.

Meine persönliche Meinung:
Wenn nur die, die Merkel (die CDU) wählen würden, weil sie deren Interessen vertritt, dann würde die CDU wohl an der 5%-Hürde scheitern.
Dies gilt übrigens (leider, leider, leider) auch für die SPD.

Ich schreibe hier nicht in erster Linie gegen die Legislative und die Presse an.
Ich schreibe gegen die an, die unreflektiert deren propagandistische Manipulation annehmen.

Nochmal Kant: 'Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!'

Kommentare:

  1. Gute und selbstkritische Beschreibung der Bloggerei.

    “Letztendlich sind meine Beiträge ein Selbstzweck. …
    Er ist schlicht mein Mittel meine Wut in die Welt hinauszuschreien. Dieser Blog ist eine Art Therapie - ich profitiere davon.“


    Im Zentrum steht die eigene Psyche.

    MfG
    Hardy


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    1. Steht sie dort nicht immer?

      Gruss
      Rosi

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    2. Beim egozentrischen bzw. narzisstischen Menschentyp steht die EIGENE Psyche immer im Zentrum.

      Dessen Verhalten wird dadurch bestimmt, dass sein primäres Motiv die Herstellung eines Zustands von subjektivem Wohlbefinden ist und ihm dabei die Auswirkungen seines Verhaltens auf die Gesellschaft oder Menschheit sekundär oder gleichgültig sind.

      Das ist die Psyche des vereinzelten Einzelnen, jenes vorherrschenden Normotyps, wie er für kapitalistische Gesellschaften kennzeichnend ist.

      Und in diesen Gesellschaften glaubt man dann, so sei die menschliche Natur und die sei schon immer so gewesen.

      Aber das gilt nicht für alle Menschen, nicht für alle Zeiten der Menschheitsgeschichte und nicht für alle Kulturen.
      Sondern ist Ausdruck der Entfremdung des Menschen von seinem Gattungswesen, Ausdruck des Verlustes von menschlicher Gemeinschaft und von menschlichem Wir-Gefühl.

      Heute herrscht der „homo momini lupus“. Und nachdem der Mensch fast alle seine natürlichen Feinde besiegt hat, ist dieser Menschentyp zur größten Bedrohung der Menschheit geworden.

      MfG
      Hardy

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    3. @Hardy

      Ahh soohhh.

      Also nur egozentrische und/oder narzisstische Menschentypen tragen ihre Psyche immer im Zentrum. Und ich Deppchen dachte doch, die Psyche sässe immer im Zentrum und die Unterscheidung zwischen narzisstisch/egozentrisch läge eher im 'enger um das Zentrum kreisen', nicht an der Position im Zentrum selbst. Stelle fest, muss schon ziemlich neoliberal indoktriniert sein ...

      Verzeihen Sie mir meinen satrischen Schwenk, der jetzt folgt, kann der theoretischen Komponente nicht widerstehen:

      Bis heute ging ich davon aus, Psyche sei das, was man als Regungen unseres Geistes bezeichne. Also das Zentrum unseres Fühlens, unseres Denkens, unseres Seelenlebens (Odem). Und zwar als neutraler Begriff. Ganz so, wie Kopf. Nicht guter oder böser Kopf, und er sitzt auf dem Hals. Nicht gesunder oder kranker, nicht narzisstischer oder egozentrischer, sondern einfach Kopf bzw. Psyche und die sässe bei jedem Menschen am selben Platz.

      Dies, in diesem Falle quasi ein Irrtum/Fehlinterpretation der Menschheit, resultierte aus vorherrschenden Normotypen der kapitalistischen Gesellschaft, die nur einem Irrglauben folgen, dass Psyche immer schon dagewesen sein muss. Oft mit der Dramatik umschrieben: "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage".

      Was mich wiederum zu dem Schluß führen würde, dass solche strukturierte Gesellschaften sicherlich dann weiter zurück, als nur auf die alten Griechen zu führen wären.

      Interessant, diese These; gleich an den Vergleich mit der Position des Kopfes gedacht, dürften dann Nicht-Egozentriker und Nicht-Narzissten längst ausgestorben sein. Sehe immer nur solche Menschen, die den Kopf auf dem Hals tragen; zumindest solange sie leben.

      Tja, Markt und Geld ist auch viel älter, als man gemeinhin oft meint. Kannten wohl schon die Hethiter und auch jene trugen den Kopf auf den Schultern. Und wenn ich an Abbildungen von Höhlenmalereien der Frühmenschen denke ... lässt das tief blicken.

      Trotzdem ergibt sich natürlich für mich die Frage, wo die Menschheit denn ihre Psyche gelassen haben könnte oder ob eine menschliche Existenz völlig ohne möglich wäre. Muss allerdings zugeben, diese, die Ihrige These würde sicherlich so einiges, auf mich stumpf und stupide wirkendes erklären.

      Ohne Psyche kein Selbst, ohne Selbst kein Bewusstsein für das Sein. Mit anderen Worten: völlig seelenlose und fremdgesteuerte Hüllen, bei denen es am Hals auch noch hineinregnen könnte.

      Nun, wenn man so einigen christlichen Schriften (in anderen Glaubensrichtungen ist sicherlich ähnliches zu finden), bedürfe es dann eines Gottes, der den Menschen Odem (Psyche) einhaucht. Rein theoretisch natürlich nur und tut er das nicht, also dieser Gott, sind sie nicht weiter bedrohlich, jedoch prima steuerbar. Das kann ich mir natürlich gut vorstellen, keine Frage. [Satire aus]

      Jetzt muss ich dann doch noch einmal nachfragen, was Sie dem Duderich damit sagen wollten. Also mit:

      "Gute und selbstkritische Beschreibung der Bloggerei" ...
      Im Zentrum steht die eigene Psyche."


      Und irgendwie kann es mir angst und bange werden, sollte sprachlich (denn auch Sprache bestimmt das Sein, wie sie es spiegelt) ein Vorhandensein von Seele, sprich Psyche als krankhaft taxiert werden. Ganz so, wie es der Emotion "Wut" in Zukunft ergehen soll. Wut empfinden, eine krankhafte Eigenschaft; Seele empfinden, eine narzisstische Eigenschaft.

      Sind wir erst "gute Menschen", wenn wir ohne individuelles Sein wären? Nur ein Ich aus dem Wir gefüllt? Die Frage ist, wer hat denn dann soviel 'Ich', dass sich daraus ein 'Wir' ergäbe ... (das führt m. E. hier zu weit).

      Befürchte, wenn der Slogan die Runde macht, wieder allem individuellen Sein, erhalten wir zum einen nicht das, war wir dachten, was wir erhalten würden. Letztlich gelten alle mit Seele als krank und wir bekommen auch alle eine Pille dafür, nein, eher dagegen. Ganz so, wie es jetzt einer zunehmenden Menge Kindern ergeht.

      Gruss
      Rosi

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    4. Interessante Themen-Linie, die in Richtung Psychologie, möglicherweise auch Philosophie zielt.

      In beiden Bereichen kann ich nicht mit Fachwissen protzen - mache mir aber eigene Gedanken.

      Meine These:
      Wenn ich mich nicht mit mir selbst auseinandersetze, kann ich auch keine Empathie für andere empfinden. Das Ego, das Ich, die Psyche (kein Begriff beschreibt es wirklich genau) muss sich erst einmal abgrenzen, um Andere überhaupt wahrzunehmen. Ohne Auseinandersetzung mit dem eigenen Sein, kann ich auch kein Mitgefühl mit anderen entwickeln.
      Ich glaube beispielsweise nicht, dass Mediation (also das horchen in sich selbst) narzisstische oder egozentrische Züge hat. Die Mediation macht einen weder dümmer, noch schlechter.
      Oder sieht das jemand anders?

      Wir alle streben nach Glück. Ich auch! Aber ich könnte doch nicht glücklich sein, wenn mein Glück auf Kosten anderer ginge.

      Wenn mir das Wohl einer Gesellschaft, letztendlich einer globalen Gesellschaft nicht am Herzen läge, würde es mir keine Kompensation verschaffen, Texte zu schreiben.

      All die, die Gutes bewirkten, taten dies, weil es ihnen gut getan hat. Keine Handlung ist selbstlos, sondern dient letztendlich der eigenen Verwirklichung. Sozusagen die Spitze der maslowschen Bedürfnispyramide.

      Ich gebe erklärtermaßen nicht vor, selbstlos zu handeln. Jeder strebt nach Glück und nach Selbstverwirklichung.
      Und jeder wägt ab, was er bereit ist, dafür zu opfern.

      Manche setzen ihre Existenz dafür ein, die meisten aber sind bereit, auf Kosten anderer Existenzen zu leben. Der 'Wirtschaftsstandort Deutschland' tut übrigens letzteres.

      Ich habe einen Entwurf über den Mythos des Altruismus in der Mache. Weiß noch nicht, ob ich ihn weiter ausarbeiten und letztendlich posten werde.

      P.S.: Spezieller Gruß an Rosi

      Grüße, Dude



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  2. Falls Du es nicht bereits bei pantoufle gelesen hast:

    Dass Seehofer und Steinbrück den hartnäckigen journalistischen Frage-Stil von von Frau Slomka kritisierten, sollte stutzig machen. Frau Slomka war immerhin so mutig, in einer karriereschädigenden, an Impertinenz grenzenden Art und Weise gut vorbereitet (Zitat eines Verfassungsrechtlers), den künftigen Vizekanzler mit Fragen zu überrumpeln, auf die er nicht mit den üblichen gestanzten Argumenten kontern konnte. Schon am Anfang des Interviews gab er inhaltlich keine Antworten, sondern verwies formal immer auf die noch weniger direktdemokratischen Zustimmungsgremien der CDU so nach der Logik “Ich bin zwar dick, aber andere sind noch dicker”!.

    Gabriels persönliche Angriffe auf Slomka wie “Quatsch”, “behandeln mich wie” und es sei “nicht das erste Mal, dass Sie in Interviews mit Sozialdemokraten nichts anderes versuchen, als uns das Wort im Mund umzudrehen” will er nun nachträglich nun als “Emotionen” bagatellisieren.
    Dabei war es köstlich, mit anzusehen, wie sich seine Miene mit der Zeit von einem überheblichen Lächeln mehr und mehr verfinsterte. Leute: Der war richtig angepisst.

    Es ist von Dir entweder vermessen oder naiv, zu erwarten, dass Slomka im Rahmen einer heute-Sendung mit Zwischenschalte zu einer SPD-Regionalkonferenz in Hesse bei Gabriel die Knackpunkte des Koalitionsvertrages durchdekliniert.

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    1. Das mag alles richtig sein,aber wann wurde denn Merkel zum letzten Mal von Slomka oder einem anderen ZDF-Jounalisten so interviewt?Nein,da degradiert man sich leiber zum zahmen Stichwortgeber.

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    2. @Doktor: "Nein,da degradiert man sich leiber zum zahmen Stichwortgeber.

      Wäre dann nicht ausschließlich der Gleichbehandlungsgrundsatz, bzw. ein solch fehlender zu kritisieren? Also statt der Befragungsart selbst?

      Ansonsten bekomme ich damit ein logisches Problem ... (ist so richtig und gewünscht ... oder nicht ... oder nur dann, wenn ... wie auch immer ... ).

      Gruss
      Rosi

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  3. für mich hat slomka zum zweiten mal (nach osthof) laut und unübersehbar gepatzt. damit ist sie als zukünftige regierungssprecherin oder für ein format wie 'hart aber grausam' verbrannt. wenn eine hauptmoderatorin des tv von konkurrierenden leitmedienalphas in schutz genommen werden muss, dann ist mit sicherheit was schief gelaufen. es ist ja nun nicht so, dass sie von mächtigen organisationen bedrängt worden wäre, nein, sie hat sich von ihren interviewpartnern auf das falsche gleis schieben lassen. souveränität, auch im scheitern, sieht anders aus.

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  4. Zu erkennen und zu akzeptieren, dass man verarscht wurde, dazu braucht es Intelligenz und Selbstbewusstsein.

    Dass Slomka die TV-Zuschauer verarscht hat und dass nicht wenige – einschließlich von KommentatorInnen in diesem Blog - darauf hineingefallen sind, ist nach dem Beschluß des BVerG jetzt offenkundig.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsgericht-lehnt-eilantrag-ab-spd-mitgliederentscheid-rechtens-12698464.html

    Offensichtlich wurde von vielen überhaupt nicht begriffen, dass die Mitgliederbefragung innerparteilich einen demokratischen Fortschritt darstellt, zwar nur einen kleinen, aber immerhin einen Fortschritt.

    Ein imperatives Mandat verbunden mit Abwahlmöglichkeit würde einen großen demokratischen Fortschritt darstellen. Deshalb wurde dies damals zu APO-Zeiten gefordert.

    Dass Feinde eines demokratischen Fortschritts dabei „verfassungsrechtliche Bedenken“ äußern, ist nicht überraschend. Schließlich befinden wir uns in neoliberalen und postdemokatischen Zeiten.

    Schlimm ist allerdings, dass von vielen – auch jenen, die sich für „links“ halten - nicht erkannt wurde, dass es sich dabei um reaktionäre und anti-demokratische „Bedenken“ handelt.

    Wer sich mit Slomka identifizierte, fiel auf die Propaganda und Verdrehungen der Feinde von „mehr Demokratie“ hinein.

    Aber haben jene, die sich verarschen ließen, so viel Persönlichkeit, sich dies einzugestehen?

    Slomka zu unterstellen, sie habe sich aus Unkenntnis so verhalten, wäre angesichts von deren wissenschaftlicher Qualifikation und journalistischer Biographie alles andere als intelligent. Slomka wusste genau, was sie tat.

    Nach meiner Meinung ist dieser Moderatorinnentyp – ob Slomka, Will, Illner, Maischberger etc. – ein Sabine-Christiansen-Klon, der neoliberale Ideologie propagiert. Sehr raffiniert und sehr erfolgreich.

    MfG
    Hardy

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    1. @Hardy
      Und ich vertrete den Standpunkt (vll. konkreter, weil es offensichtlich nicht ankommt) dass die Nation, die Bürger, die Wähler, die Basis sowie die einige der Kommentatoren von der Parteispitze verarscht werden; es nur Mittel zum Zweck sein soll und explizit dafür gedacht ist.

      Das ist der Dreh- und Angelpunkt, den es zu klären gab und was sich daraus ergibt. Es tangiert mich dabei wenig, wer sich mit wem zu identifizieren gedenkt oder auch nicht.

      Für mich, auch wenn die Befragung mich nicht stört, ist es kein Fortschritt, auch kein kleiner, sondern reiht sich nahtlos in andere Blendwerke (wie auch der Koalitionsvertrag) ein. Politik für die Politik.

      Das kein imperatives Mandat dahinter steht, das ist nun nicht mehr zu übersehen und sollte zu denken geben; zumindest gab es mir zu denken, während andere noch über diesen "Fortschritt" jauchzen.

      Das diskutiere ich in der Tat nicht mehr, mach hier nicht den Spielverderber. Und mitnichten bin ich ein Kritiker gegen 'für mehr Demokratie' (wenn denn drinne ist, was drauf steht).

      Es ist für mich viel einfacher, zu warten, bis es sich entwickelt hat, sich der Kater breitgemacht hat.

      Ansonsten bescheinige ich im Moment, weit mehr als der Presse oder DSDS-Gedönse es schaffen, der SPD-Parteiführung eine sehr erfolgreiche Raffinesse. Alle Achtung!!! Während an allen Ecken und Enden die Demokratie abgebaut wird, immer mehr in die Bürgerrechte eingegriffen wird, erfreut sich das Volk und die eigene Basis am Mehr an Demokratie ... Das hat was ... in der Tat. Mag sein, ich sehe es zu schwarz, glaube aber nicht daran.

      PS: Zum Beschluss des Verfassungsgerichts:
      http://www.verfassungsblog.de/de/wir-werden-den-quatsch-aber-nicht-beenden-herr-gabriel/#comment-189306

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    2. PSPS: Und ich hab da noch einen:
      http://www.theeuropean.de/sebastian-pfeffer/7733-wenn-politiker-die-medienschelte-auspacken

      Also die Manipulation hinter der Manipulation der Manipulationen usw. ... :
      " ....Politiker bedienen sich dabei der latenten Verachtung, die viele Bürger für Medien und Journalisten haben. Medien sind nicht dafür da, die Suppe aufzukochen und abzuschmecken, ihr Job ist es, reinzuspucken. Damit stören sie zwangsläufig die Harmonie am Esstisch. Das kann einem Deutschland nicht schmecken, das die Harmonie gerade zum dritten Mal zur Kanzlerin gewählt hat. „Jetzt kann man doch endlich mal durchregieren“, tadelt Tina Hausten in der „heute-Show“ Oliver Welke, „das Letzte, was wir da brauchen, sind durchgeknallte Schmierfinken.“

      Die Satire ist real."

      In der Tat, das ist sie ...

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