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Mittwoch, 8. Januar 2014

Der Nebel lichtet sich - aber zu sehen ist wenig

Abteilung: Karl-Futter

Die Schwaden lichten sich. Viel Pulver wurde verschossen. Die Kollateralschäden in den Reihen der Linken (ja, im Nachhall dieses Scharmützels klingt diese Etikettierung tatsächlich noch mehr wie ein Schimpfwort) sind groß.

Viele von Euch fühlen sich missverstanden - und eben so viele wurden dies wohl auch.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass, je näher man ideologisch steht - umso größer sind die Diskrepanzen (und auch das Kaliber der Geschütze).

Zumindest bei mir herrscht Kater-Stimmung. Meine Verantwortung an diesem Scherbenhaufen ist nicht unbeträchtlich. Ich war unbedacht, ich war nicht empathisch, ich war aggressiv und ich war naiv.
Letzteres möchte ich mir, zumindest eingeschränkt, bewahren. Vielleicht ist es einfach nur Trotz, oder meine Romanze mit der Unvernunft. Ich weiß es nicht.

Ich habe viel gelernt - nicht nur über das Wesen der 'linken Opposition' sondern auch inhaltlich. Hüben wie drüben wurden sehr gute Kommentare verfasst. Leider gingen diese im Kampfgetümmel ein wenig unter. Was unsagbar schade ist, bzw. wäre. Soviel Herzblut, 'Wissen' und Engagement kann man finden, wenn man es denn dort sucht.

Aber, das täuscht nicht darüber hinweg, dass ich angeschlagen bin.

Muss mich mal wieder sammeln und Kräfte tanken.

Falls ich in naher Zukunft also erst mal weniger poste und kommentiere - wundert Euch nicht.

Das geht vorbei.

Liebe Grüße
Dude

Kommentare:

  1. Ich habe es vor einiger Zeit hier schon einmal erklärt:
    Wer ein "besserer" Mensch sein will, wird unweigerlich scheitern. Dann passiert genau das, was hier passiert ist. Man wirft einander vor, die "reine Lehre" zu missachten, man ist beleidigt, prügelt sich, packt die Antisemitismuskeule aus und verabschiedet sich schmollend.
    Wie eine Gesellschaft von 'Bessermenschen' aussehen kann, konnte man schon im unmenschlichen Faschismus des Dritten Reiches, im Sozialismus/Kommunismus von Stalin, Pol Pot und Mao beobachten. Es endete immer in Terror, Massenmord und totalitärer Unterdrückung.

    Nur dann ist ein Mensch frei, wenn er erkennt, dass er unvollkommen ist, wenn er seine Unvollkommenheit akzeptieren kann. Dann versteht man auch, dass es eine "Sockelungerechtigkeit" immer geben wird. Diese in einer gerechteren Gesellschaft komplett auszumerzen, gleicht dem Bemühen von Sisyphos.
    Da diese "Sockelungerechtigkeit" in einer demokratisch und kapitalistisch organisierten Gesellschaft sicher kleiner ist als in einer totalitären, antikapitalistischen, ziehe ich die demokratisch und kapitalistisch organisierte Gesellschaft vor. Sie ist das kleinere Übel.

    Ihr werdet immer wieder in dieses Muster der vergagangenen Prügelei zurückfallen, wenn ihr den Übermenschen sucht, der Markt, Geld und Privateigentum abschaffen/überwinden will. Es geht einfach nicht.
    Neid, Geiz und Elitenbildung usw. gehört nun mal zum Menschsein, das kann man nicht ändern.

    Charlie schrieb auf seinem Narrenschiff (als Antwort an Marc vom Blog einspruch!):
    "Kapitalismus ist mitnichten eine bloße Wirtschaftsform - sondern ein gesamtgesellschaftliches Geschwür, das die Menschheit seit Jahrhunderten daran hindert, sich von einer stumpfsinnigen, egoistischen, rücksichtslosen Spezies zu tatsächlich intelligenten und gemeinwohlorientierten Wesen weiterzuentwickeln."

    "Weiterentwickeln" - genau das ist der Trugschluss!
    Die Lösung liegt innerhalb des Systems, nicht ausserhalb. Indem ihr für bessere Gesetze einsteht, welche den Kapitalismus in Ketten legen.
    Ein gewisses Mass an Ungerechtigkeit und Kriminalität muss eine Gesellschaft aushalten und handhaben können.
    Hier gibt es weder Paradies noch Schlaraffenland!

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  2. Komische Ansichten.... (Neid, Geiz und Elitenbildung usw. gehört nun mal zum Menschsein) Wird nicht genau das erst durch den Kapitalismus erzeugt, gibt es keine Menschen auf der Welt die davon frei sind? Ich denke schon.

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    1. @Anonym
      Ist das jetzt Satire oder meinst Du das tatsächlich ernst, wenn Du schreibst, dass Neid, Geiz, Elitenbildung usw. erst durch den Kapitalismus erzeugt wurden?

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    2. Nein, das ist mit Sicherheit keine Satire. Ich würde jedoch das Wort "erzeugt" durch "hervorgebracht und verstärkt" ersetzen.

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    3. Ob "erzeugt" oder "hervorgebracht" macht auch kein Unterschied.

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    4. Dann nenne es "hervorgeholt". Menschen sind zu genannten Phänomenen (Neid, Geiz, Elitenbildung, Egoismus) genau so fähig, wie zu Kooperation, Mitgefühl, Freigiebigkeit, Nächstenliebe. Der Kapitalismus fördert und belohnt eben die Ersteren.

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    5. die diskussion ist doch trivial: seit menschen gedenken weiß man, dass der mensch gewisse tugenden und gewisse laster hat.
      und genauso seit menschengedenken versucht man die tugenden zu fördern und die laster zu beheben. dazu wurden und werden alle möglichen arten sozialer systeme benutzt: religion, erziehung, rechtssysteme, moralische übereinkommen usw. - und eben auch das wirtschaftssystem.
      immer wieder gab und gibt es darunter auch systeme, die die laster befördern, um damit bestimmten interessen zu dienen. da wird dann krieg plötzlich zum "gerechten krieg", das unterdrücken von frauen zum "gottgefälligen werk" und ungerechtigkeit zum "leistungsprinzip".
      der kapitalismus ist ein wirtschaftssystem, das neben anderen die laster von neid, gier und hass belohnt. er befördert keine, der seit jahrtausenden anerkannten kardinaltugenden. maximal einige "preußische sekundärtugenden" wie fleiß, pünktlichkeit usw..

      gerade die belohnung der laster ist es, was den kapitalismus so resistent gegen jede art der bändigung macht. wenn ich neid, gier und hass fördere, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn (rechtliche) schranken nicht - oder nur vorübergehend - eingehalten werden.
      da diese förderung aber konstituierend für jedes kapitalistische system ist, kann die logische folgerung nur sein, dass der kapitalismus genauso überwunden werden muß, wie der hexenglaube mit der aufklärung.

      damit verschwinden die laster natürlich nicht sofort. aber immerhin könnte man über ein system (stichwort zb. gemeinwohl-ökonomie) nachdenken, das die tugenden belohnt und die laster bestraft.

      was wir im moment tun ist, als ob man ein raubtier versucht zu zähmen, indem man ihm nach jeder attacke einen fleischbrocken zuwirft und hofft das nichts passiert.

      lg
      don

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    6. Danke für die Ausarbeitung, ich hätte das nicht so gut wiedergeben können. Das Gesellschaftssystem kann bei der menschlichen Entwicklung eine große Hilfe sein, jedoch wird es nicht allein zur Veränderung unserer Charakterzüge (Neid, Egoismus, Gier....usw.) beitragen, daß muß durch eigene, aktivite Bemühungen angeregt werden. An Hr.Karl hätte ich noch einige Fragen. Ist eine "Gesellschaft von Bessermenschen" wirklich eine Gesellschaft von besseren Menschen oder nur eine Gesellschaft von Menschen die sich für etwas besseres halten? Das akzeptieren unserer "Unvollkommenheit" ist sicherlich wichtig, es sollte uns aber nicht dazu verleiten in ihr zu verharren, vielmehr sollte sie uns zeigen das die menschliche Entwicklung immer weiter geht. Markt, Geld und Privateigentum müssen nicht zwangsläufig abgeschafft werden, jedoch müssen wir lernen mit ihnen vernünftig umzugehen. Diese Erfindungen sollen die menschheit freier machen und der menschlichen Entwicklung dienen und nicht umgekehrt. Zu Deiner Lösung möchte ich noch etwas hinzufügen. Die Lösung liegt vielleicht wirklich innerhalb des Systems (für alles andere sind wir wahrscheinlich schon zu viele), jedoch kommen wir an der Entwicklung zum intelligenten und gemeinwohlorientierten Wesen nicht vorbei. Das mit dem "Hier gibt es weder Paradies noch Schlaraffenland!" verstehe ich nicht. Es ist toll zu sehen, daß es Menschen wie euch gibt die sich Gedanken über Dinge machen, die ander bereits als "normal" und "unveränderlich" begreifen. Es ist schön zu wissen, daß es Menschen gibt die an die geistige und seelische Entwicklung hin zum vollkommeneren Menschen glauben.


      Ich möchte mich jetzt mit einem Zitat vom Albert bei euch verabschieden und wünsche euch einen schönen Abend.

      "Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt." (Albert Einstein)

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    7. @Don,mollbert
      Zustimmung .Ich bin allerdings der Meinung ,das eine Überwindung nicht mehr nötig ist,weil dieses System sich grade selber abschafft und vor dem Zusammenbruch steht.Es geht also darum,was kommt danach? Die Gemeinwohl-Ökonomie ist hier ein guter Vorschlag.Ich habe im Vorthread Vorschläge gemacht.Einige davon waren sogar schon einmal realisiert und wurden im Interesse der Konzerne abgeschafft.Ich fand auch vieles in den anderen Kommentaren Überlegenswert.Selbst eine geldlose Gesellschaft übt ihren Reiz aus ,ist aber auf absehbare Zeit nicht realisierbar.die Menschheit,und da schliesse ich mich ausdrücklich mit ein, ist für etwas noch nicht reif.Gleichwohl bin ich auch der Überzeugung,das die Menschen durchaus zu Kooperation, Mitgefühl, Freigiebigkeit,und Nächstenliebe in der Lage sind,und man diese Tugenden fördern und belohnen muß,statt Gier,Neid und Rücksichtslosigkeit,wie im bestehenden System.Daher halte ich auch einen systemischen Umbruch für möglich.Doch funktioniert dieser nur,wenn die Menschen mitgenommen werden und mitgenommen werden wollen.Eine gewalttätige Revolution scheidet also aus.Gewalt und Zwang bringen nie etwas positives hervor.Ausserdem,und da gebe ich Marc recht,muß dieses System/die Utopie besser sein,als das bestehende.

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    8. Ich hatte im Vorthread auch geschrieben,das dieses nicht radikal anders sein muß.Den Ausführungen von Anonym über mir kann ich mich auch anschließen.Wir müssen nicht das Rad neu erfinden.

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  3. http://www.youtube.com/watch?v=urvK7_OCpjQ

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  4. Dann mach ich mich wohl jetzt mal wieder auf den Weg zurück zu meiner Unvollkommenheit mit dem Ziel der Wiederherstellung meiner Reputation bei den schaumschwafelnden pseudolinken Weltverbesserern durch Nichtstun:

    Ich werde also wieder Fleisch essen,
    -die Massentierhaltung als unveränderlich akzeptieren,
    -Alkohol trinken, Rauchen -hin und wieder auch mal einen schwarzen Afghanen oder roten Libanesen- um mehr Lebensfreude zu genießen,
    -n u r noch bei amazon bestellen,
    -auf der Autobahn die Mindestgeschwindigkeit von 180 km/h einhalten,
    -das Wort Neger und Fotze in meine Umgangssprache einfließen lassen, -für gesellschaftliche Disparitäten den Biologismus bemühen,
    -der Gewalt in Form von kollektiver Notwehr abschwören und sie in Form struktureller Gewalt als schicksalhaft alltäglich erdulden,
    -humanitäre Bundeswehreinsätze befürworten,
    -statt Gentrifizierung nur noch von Modernisierung sprechen,
    - den Klimawandel leugnen
    -und Frauen als defizitär, unmündig und ausschließlich für die Bedürfnisse des Mannes existente Sexualobjekte ansehen.

    Wenn ich dann diese Unvollkommenheit erreicht habe,,bewerbe ich mich bei DSMC -Deutschland sucht das mieseste Charakterschwein- .

    (Satire aus.)

    Wer die Kultur der Unvollkommenheit zur Religion erklärt, sucht nur nach einer moralischen Begründung, mit Widersprüchen auf Kosten anxderer durchs Leben zu kommen.

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    1. @altautonomer
      Auch mein Ziel ist die Überwindung des zerstörerischen Kapitalismus. Ich lebe aber nicht vegetarisch.
      Mit deinem Kommentar stempelst Du im Umkehrsinn alle Fleischesser, Bier- und Weinliebhaber als miese Charakterschweine ab. Traurig.

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    2. Duderich: Hab mich wohl geirrt. Ich dachte, es geht um die Unvollkommenheit des Individuums als Begründung des Scheiterns anderer gesellschaftlicher Entwürfe. Egal.

      Anonym: Satire lebt von der Übertreibung. Noch nie gehört?
      Von mir aus kannst Du das Ganze Jahr über eine Pfälzer Saumagen-Diät machen.

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    3. @altautonomer
      Du schreibst, Satire lebe von der Übertreibung. Dann bist du gar kein Vegetarier, oder wie soll ich das verstehen?

      Wie kannst du dem Duderich antworten, ich sehe keinen Kommentar von Duderich an dich.

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    4. @altautonomer,
      ich darf Dich an Deine folgenden Worte, die Satire betreffend, erinnern:
      "Mir fällt dabei die Arroganz der Nachgeborenen und der noch Lebenden auf, weil sie sich wie Lapuente ereifern, auf toten Linken rumzutrampeln und eben das so tun, weil sie Linke waren. Das ist widerlich. Das ist keine linke Selbstkritik, sondern ein Dreckwerfen auf politische Gegner unter dem kritikresistenten Deckmäntelchen angeblicher Satire, die doch alles darf. Das ist in meinen Augen antidemokratisch, dreckig, dumm und antiemanzipatorisch."
      http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.ch/2013/12/zitat-des-tages.html?showComment=1387961233560

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  5. Ein anderer Anonym9. Januar 2014 um 11:58

    Ich fände es vernünftig den Feischkonsum zu reduzieren. Von rund 60 kg pro Jahr/Person auf etwa 30 bis 40 kg.
    Aber Nichtvegetarier als 'miese Charakterschweine' zu bezeichnen ist dann doch unter aller Sau.
    Duderich, ich bin empört!

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    1. Warum richtest Du Deine Empörung an mich? Ich habe das nicht geschrieben - und hier stehende Kommentare geben keineswegs immer meine Meinung wieder.

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  6. Charakterschweine wären nicht solche, die das Konglomerat an negativen Eigenschaften in sich vereinigen, sondern diejenigen, die aus Opportunismus und Konformismus sich vollkommen von links auf rechts krempeln. Ich hoffe, ich wurde jetzt verstanden. Wer mir etwas anderes unterstellen möchte, nur zu. Dann schalte ich in den Leerlauf.

    Und genauso darf ich davon ausgehen, dass selbstironische Satire etwas anderes ist, als die zur Satire deklarierte Leichenfledderei an linken Ikonen. Für eine Satire über noch lebende Arschlöcher aus der 68 Generation, die heute als Staatssekretäre in staatstragenden Positionen und Berater in Aufsichtsräten sitzen, fehlte der Mut.

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    1. "Charakterschweine, Konglomerat an negativen Eigenschaften, Opportunismus und Konformismus, linke Ikonen, Arschlöcher aus der 68 Generation..."
      Die Sprache eines Scharfmachers eben.

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    2. Sprachpaparrazi!

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  7. ""Weiterentwickeln" - genau das ist der Trugschluss!"

    Stillstand ist also die Devise. Dieser Quatsch störte mich.

    Genau wie dieses reaktionäre Gequake:
    "Nur dann ist ein Mensch frei, wenn er erkennt, dass er unvollkommen ist, wenn er seine Unvollkommenheit akzeptieren kann."
    Solche Sätze zerstören die Qualität eines Blogs. Es ist mir einfach zuwider, mich mit derartigen, dahingerotzten, unreflektierten und unbelegten Provokationen ernsthaft auseinanderzusetzen. Deshalb die Satire.


    Regt Euch über diesen Mist auf. Andernfalls empfehle ich, Euren Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geltend zu machen.

    Damit soll es aber auch genug sein. Duderichs Toleranz beim Freischalten wird schon arg überstrapaziert.

    Zit. Hagen Rether: Wem nutzt dat?

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  8. Immer mit der Ruhe.......

    Jeder von uns hat sich aufgrund seiner eigenen, individuellen Lebenserfahrung eine eigene Meinung gebildet die zu seiner Persönlichkeit und seinem Charakter gehört. Diese Meinungen sind oft sehr unterschiedlich und passen nur selten unter einen Hut. Wir sollten wieder lernen offen zu sein und zu hinterfragen, zuzuhören und den anderen als Individum zu erkennen. Das geschiet nur noch sehr selten, denn das könnte für unser Selbst bedeuten,daß wir unsere eigene Meinung hinterfragen müssten. Es könnte dazu führen das wir aufgefordert sind grundlegende Einstellungen "in uns selbst" zu ändern und das tut der Mensch im allgemeinen nur sehr ungern. Deshalb umgeben wir uns am liebsten mit Menschen deren Meinung zu der unseren konform ist, die die selben Interessen verfolgen, eben mit Menschen deren Sichtweise der unseren ähnelt. In solchen Beziehungen kommt man dann gut und ohne Streitigkeiten miteinander aus, man bestätigt sich gegenseitig, aber eine Entwicklung oder ein Lernprozess entsteht daraus so gut wie nie. Ich möchte hier niemanden direkt ansprechen oder provozieren, ich habe diese Verhaltensweise bei mir selbst und bei Menschen in meinem Umfeld, in meiner Umwelt wiedergefunden. Warum zum Beispiel eine Weiterentwicklung ein Trugschluss sein soll habe ich auch nicht begriffen, aber vielleicht verstehe ich es auch einfach nur falsch. Hr. Karl wird es uns vielleicht noch einmal genauer vermitteln. Ein direkter Angriff auf die eigene Meinung führt letzten Endes fast immer zu einer extremen Verteidigungshaltung und ist somit nicht geeignet um eine Einsicht zu erlangen. Dies beziehe ich auf beide Seiten, den Angreifer und den Verteidiger. Bei dieser Form der Diskusion und Unterhaltung lernen wir nichts dazu, sondern jeder verteidigt nur seine Sichtweise und kämpft um das "Rechthaben".

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  9. Lieber dude. Ich kann deine desillusionierung sowas von nachvollziehen. Deine beiträge inspierieren mich unheimlich und ich sehe viele parallelen inhaltlich. Was ich nun an deinem blog weniger toll finde ist diese ankotzende polemik. Jeder hat das recht auf freie Meinungsäußerung solange diese subjektive meinung nicht anderen übergestülpt wird. Manche verstehen das jedoch nicht. Die comments lese ich häufig, garnicht sondern es geht mir vielmehr um DEINE gedanken. Die Polemik mancher Leser macht mich agressiv. Ich hoffe du kannst ein wenig kraft tanken um zu deiner alten form wieder zurück zu kehren. Ich brauch dich schließlich damit ich weiss dass ich nicht allein bin mit meiner weltanschauung. ;)
    liebe grüße Daria

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    1. Bezieht sich die "ankotzende Polemik" auf die Artikel oder auf die Kommentare?

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    2. Na die kommentare natürlich.

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    3. "Die comments lese ich häufig, garnicht"

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    4. Ach mensch ja. da is mir halt n komma verrutscht. Sorry korinthenkacker! ;). Kannst du das mal fixen dude? Vielleicht sollte man mal über einen lektor nachdenken. Also, um nochmal weitere Missverständnisse aus dem weg zu räumen: ich lese keine comments weil sich da nur noch verbal gekloppt wird. Duderichs Beiträge sind top und lese ich gerne.
      Daria

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    5. Ahjo, und nochwas: Die Autowortvervollständigung meines smartphones is nich so der Brüller. Ich werd mir mühe geben meine Groß und kleinschreibung nochmal zu kontrollieren.
      D.

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    6. Es ging nicht ums Komma.

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    7. @ Daria:
      Vielen Dank - Dein Lob ist angekommen! :-)

      Wovon ich Dich - und andere - aber nicht bewahren will, ist die Meinung von Andersdenkenden.
      Ich zensiere hier nicht nach Sympatie - oder der Konformität zu meiner Haltung, solange gewisse Regeln befolgt, bzw. nicht missachtet werden.

      Das fällt mir nicht immer leicht, aber ich will mir hier auch kein Jubel-Publikum heranzüchten.
      Auf Andersdenkende triffst Du in Deiner alltäglichen Umwelt und auch hier.
      In beiden Sphären kann und will ich Dich nicht vor diesem Konflikt schützen. Du wirst ihn austragen müssen - wenn nicht hier, dann sonst wo.
      Ich will Dir nicht die Entscheidung abnehmen, welche ungeliebte Kommentare Du ignorieren willst, oder dagegen aufbegehren willst. Es ist jeweils Deine eigene persönliche Entscheidung.

      Dies hier ist kein Kuschelzoo, wo sich jeder lieb hat.
      Und, dass genau wiederstrebt allem, was ich mit diesem Blog bezwecke.

      Also: Ignoriere oder reagiere!
      Alleine diese Entscheidung, dieser innere Zwiespalt, kann bereits sehr spannend sein - so zumindest meine eigene Erfahrung.

      Ich fühle mich sehr geschmeichelt von Deinem Zuspruch. Wirklich!

      Aber ich möchte nicht lesen, dass Du mich brauchst.
      Egal aus welchen Gründen Du dies geschrieben hast - Du solltest Dir selbst genug sein, unabhängig davon, ob ich Deine Meinung teile.

      Manchmal bedarf es sogar Gegenwehr, um die eigene Meinung zu festigen. Im vorangegangenen Scharmützel war dies aber die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

      Ich bin enttäuscht worden, und auch das hat mich stärker gemacht. Klingt paradox, aber es ist so.

      Ich stehe für meine Haltung, für das, wofür ich eintrete.
      Ich habe auf gewisse Stimmen nicht reagiert, weil ich es für mich nicht brauchte.
      Sicher, ich suche nach Wahrheit - aber nur da, wo es sich lohnen mag. Brauche es nicht, die überzeugen zu wollen, die sich aufführen, als kennen sie die Wahrheit.
      Die ach so Schlauen, haben eben ein volles Glas in das man nichts mehr hineinfüllen kann. Sie sind angekommen und nicht mehr auf der Reise.
      Von den Angekommenen lasse ich mich dann auch gerne als erbärmlich bezeichnen. Die 'Wissenden' habe ich noch nie ernst genommen.

      Wie auch immer,
      vielen Dank für Deinen Zuspruch!

      Liebe Grüße
      Dude




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  10. Das traurige an der gesamten Menschheitsgeschichte, sind die extremen und darauf steuern wir jetzt wieder zu. Es gibt einfach keinen Mittelweg, leider und das ist wirklich schlimm und kostet uns einiges an Kraft und Lebenszeit. Viele kümmern sich um die falschen Dinge (z. B. um Aufhetzen lassen und andere Aufhetzen und gegenseitig ausspielen).

    Wird es ein Rechtspopulistischer Staats, oder ein Kommunistischer oder vielleicht auch ein Taliban-Staat?

    Wer weiß das schon bei dieser Verrücktheit, es hat sich zu früher nichts verändert.

    Die meisten Menschen lassen sich immer noch klein und dumm halten, Sie lassen sich aufhetzen und gegenseitig ausspielen.

    Sie lassen sich ganz einfach, gut steuern, Links, Rechts und wieder zurück und noch einmal umrühren und weiter geht es in einem neuen Staat, in einer neuen Zeit, aber (leider) ohne Verbesserung.

    Es müsste sofort ein Mittelweg hergestellt und als System installiert werden.

    Das beste aus Monarchie, Kapitalismus, Demokratie, Kommunismus und Aristokratie ... muss zusammengefügt werden, die schlechten Bestandteile aus jedem der einzelnen Systeme muss sofort verhindert oder zumindest weitestgehend vermindert werden.

    Es muss Einklang, Mitgefühl und Soziale-Intelligenz einkehren und keine Ellbogen-Gesellschaft, Karrieregeilheit, Hass, Aufhetze und Krieg. Das ist alles andere als Zielführend.

    Liebe Grüße und eine aufklärende, gute Zeit.

    Darauf das es alles gut ausgehen wird.

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