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Freitag, 17. Januar 2014

Deutschland? Uiuiui - also, alles wie gehabt.

Abteilung: Die Normalität der Kafkaeske

Ach, ich will gar nicht über diesen Gauck schreiben. Andere haben das besser getan, als ich es tun könnte - selbst wenn ich dazu motiviert wäre.
Ein Bundespräsident, dessen Aufgabe es ist (durch die Macht des Wortes), in die schorfenden Wunden bestehender, gesellschaftlicher und politischer Zustände, seinen mahnenden Finger zu legen - lobt den Neoliberalismus.
Überraschen tut's mich nicht - er ist schlicht Ausdruck und Sprachrohr unseres Zeitgeistes.

CDU und SPD haben eine erdrückende Mehrheit. Die Bundesrepublik, so scheint es, wäre ohne Merkel führungslos. Der übriggebliebenen Opposition muss man, um die Illusion einer Demokratie zu erhalten, per Gutwill Rechte einräumen (Lammert), die sie per Stimmergebnis gar nicht hätten. Dazu gehört, nach meinem Kenntnisstand übrigens NICHT ein Normenkontrollverfahren, mit der die Opposition verabschiedete Gesetze auf ihre Grundgesetzkonformität überprüfen lassen könnte.
Ist ja auch überflüssig, irgendwie - nicht wahr? Eine 'Demokratie', wie sie heute mehrheitlich gelebt und geglaubt wird, scheint dies nicht zu brauchen.

Wenn man sich dann noch die Medienlandschaft anschaut, und in der Alltagserfahrung mitbekommt, dass diese fortwährende Propaganda in der allgemeinen Bevölkerung verfängt, dann kann einem Angst und Bange werden - was aber wohl immer noch besser als die Resignation ist.

Es bleibt festzustellen:
Aus der Geschichte wenig gelernt, und ein kritisch hinterfragender Geist ist zu selten anzutreffen (wozu auch - wenn die BILD die APO gibt).

Dies alles ist Ausdruck über den Zustand der Republik.

P.S.:
Und der 'linksliberale' Herr Karl sitzt in der 312. Reihe und winkt euphorisch mit seinem Fähnchen... :-)
[bitte, bitte, verlink' mich - ich brauch das!]

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