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Donnerstag, 9. Januar 2014

Link des Tages (1): 'Volkserziehungs-TV'

Abteilung: Anpassung und unhinterfragte Regelkonformität als mediale Lektion

Ich möchte zukünftig und in unregelmäßigen Abständen, Texte verlinken, die mir besonders gut gefallen haben.
Den als Startschuss verlinkten Text finde ich so brillant, dass er mich zum Auftakt dieser Serie bewogen hat - die in ihrer Idee, zugegebener Maßen, nicht wirklich innovativ ist.
Ziel dabei ist es, einen Text, dem ich jeden zusätzlichen Leser gönne - und jeden zusätzlichen Leser den Text, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der Text 'Volkserziehungs-TV' von der Seite 'Hinter den Schlagzeigen' (den Blog des von mir hochgeschätzten Konstantin Wecker - obwohl ich keine einzige CD von ihm besitze) ist lang, aber nicht langweilig. Meist schrecken mich lange Texte ab, hier aber liest man sich durch, wie ein warmes Messer durch ein Stück Butter. Fluffig geschrieben und inhaltlich sensibilisierend für den unsäglichen Zustand instrumentalisierter Fernsehformate.

Wer die im Text aufgeführten Fernsehformate bislang instinktiv weggezappt hat, sollte sich so ein Format bewusst über die ganze Distanz einmal reinziehen. Ein schmerzhafter aber nötiger Selbstversuch...

So, jetzt genug gelabert.

Hier LESEN!

Kommentare:

  1. Das traurige an der gesamten Menschheitsgeschichte, sind die extremen und darauf steuern wir jetzt wieder zu. Es gibt einfach keinen Mittelweg, leider und das ist wirklich schlimm und kostet uns einiges an Kraft und Lebenszeit. Viele kümmern sich um die falschen Dinge (z. B. um Aufhetzen lassen und andere Aufhetzen und gegenseitig ausspielen).

    Wird es ein Rechtspopulistischer Staats, oder ein Kommunistischer oder vielleicht auch ein Taliban-Staat?

    Wer weiß das schon bei dieser Verrücktheit, es hat sich zu früher nichts verändert.

    Die meisten Menschen lassen sich immer noch klein und dumm halten, Sie lassen sich aufhetzen und gegenseitig ausspielen.

    Sie lassen sich ganz einfach, gut steuern, Links, Rechts und wieder zurück und noch einmal umrühren und weiter geht es in einem neuen Staat, in einer neuen Zeit, aber (leider) ohne Verbesserung.

    Es müsste sofort ein Mittelweg hergestellt und als System installiert werden.

    Das beste aus Monarchie, Kapitalismus, Demokratie, Kommunismus und Aristokratie ... muss zusammengefügt werden, die schlechten Bestandteile aus jedem der einzelnen Systeme muss sofort verhindert oder zumindest weitestgehend vermindert werden.

    Es muss Einklang, Mitgefühl und Soziale-Intelligenz einkehren und keine Ellbogen-Gesellschaft, Karrieregeilheit, Hass, Aufhetze und Krieg. Das ist alles andere als Zielführend.

    Liebe Grüße und eine aufklärende, gute Zeit.

    Darauf das es alles gut ausgehen wird.

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    1. Stimme Dir weitgehend zu.
      Was aber ist Deiner Meinung das 'Beste' aus Monarchie, Kapitalismus und Aristrokratie? Kann da selbst nicht viel gutes dran finden und sehe nicht, dass deren Anteile - welche immer dies auch sein sollten - uns als Gesellschaft irgendwie weiterbringen kann.
      Gegenthesen dazu sind hochwillkommen!

      Grüße
      Duderich

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  2. Bei den Notizen aus der Unterwelt gab es vor Tagen mal einen Text zu Kochshows. Da bekam ich auch den Eindruck, dass auf allen Senderen ständig die Herdplatten glühen. Hier wird die Trivialität zur Faszination aufgebauscht. Ähnlich wie bei der Serie Shopping-Queen versuchen die privaten TV-Sender, ganz normale Alltagshandlungen wie das Einkaufen von Bekleidung zu einem spaktakulären Akt der medialen Aufbereitung unters Volk zu bringen.

    Heute, am 11.1.2014 z. B. sendet Kabel 1 von 9.40 Uhr bis 16.45 Uhr -also über 7 Stunden- die Doku "Achtung Kontrolle - Einsatz für die Ordnungshüter". Gibt es wirklich Menschen, die sich das solange ansehen?


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