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Mittwoch, 2. April 2014

Sendetitel des Tages bei Anne Will: 'Sozialstaat XXL - Ist der Mindestlohn erst der Anfang?'

Abteilung: Mindestlohn als Bedrohung unserer Gesellschaft

Der Mindestlohn, wie ihn unsere Regierung nun beschlossen hat, greift für die, die ihn nicht brauchen. Mindestlohn für die, die mehr als 8,49€ verdienen. Sozialstaat XXL eben.

Langzeitarbeitslose haben natürlich kein Recht auf dieses 'Privileg'. Dies gilt wohl nur für 'vollwertige Mitglieder' dieser Gesellschaft.

Aber selbst das, so suggeriert der Titel, ist schon eine Bedrohung unserer Volkswirtschaft.
Die Bedrohung des gesellschaftlichen Gefüges und dem stetigen Auseinandertriften von Armut und Reichtum ist, so mag uns der Titel nahelegen, nicht das Problem.

Solange wir Wachstum, Wachstum, Wachstum haben.

Nun sitzt gerade die feiste Nahles bei Anne Will und gibt sich sozialdemokratisch. Redet von gerechten Löhnen. Diese haben Langzeitarbeitslose wohl eher nicht verdient. 'Brücken schlagen' nennt sie das.
Eine Verhöhnung der Abgehängten dieses barbarischen Systems sondergleichen!
Und wird beklatscht dafür.

Danke, SPD!

Bin mal gespannt, wann dieses Gesetz vor dem Verfassungsgericht landet. Gleichheitsgrundsatz, und so.

Kommentare:

  1. Aktueller Text in Springers Welt:

    Warum das "German Jobwunder" zu scheitern droht

    Ich frage mich mittlerweile, wie menschlich verkommen muß man sein, um solche Artikel zu schreiben??

    Nun ja, werden Viele sagen, diese Frau ist einfach fanatisch!

    Hm, hm…

    Andere werden sagen, diese Frau ist einfach zynisch: Wes Brot ich esse, dess Lied ich singe!!!

    Nun ja, diese Frau (Irm Hermann Verschnitt…..) soll ja viele Kinder haben! (Was mögen das für Kinder sein….?.....), und von daher schreibt sie halt, was sie und ihre Kinder durchs Leben bringt!!

    Trotzdem, ich bleibe dabei, wie verkommen kann man sein, um so ein „Papier“ in die WELT zu setzen??

    MfG

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    1. Von wem reden Sie eigentlich? Frau Nahles hat ein Kind, meinen Sie vielleicht von der Leyen? Die hat nach Expertenschätzungen ja ungefähr zwei Dutzend.

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  2. Sorry,

    der "Link" fehlt:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article125932509/Warum-das-German-Jobwunder-zu-scheitern-droht.html

    MfG

    P.S.: Es handelt sich um Doro Siems.....:(

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    1. "Im Moment ist es das beste Deutschland, was wir jemals hatten", schwärmt auch der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, über die Wettbewerbsposition der Bundesrepublik."

      Na, wenn der Präsident des Arbeitgeberverbandes (Gesamtmetall) in's Schwärmen gerät, dann erwartet die Bevölkerung sicherlich eine sensationelle Entwicklung. Vorfreude ist doch die schönste Freude.

      'Eine gute Wirtschaftspolitik ist eine gute Sozialpolitik', das ist immer noch das Credo der WELT, wie sie erkenntnisresistent weiterhin kolportiert wird. Der 'Trickle Down'-Effekt wurde bislang etwa so häufig beobachtet, wie die Fahrt des Weihnachtsmannes im Rentierschlitten.
      Aber egal: Was interessiert die Realität, wenn man doch so schicke Theorien hat?
      Der Neoliberalismus ist in Erklärungsnot - die entsprechende Ideologie wirkt immer archivarischer. Die WELT und deren Sprechpuppen müssen sich immer mehr argumentativ verbiegen um den Anschein der Vernunft aufrecht zu erhalten.

      Danke für den Link!

      Grüße, Dude

      P.S.: Bitte Phantasie bemühen bezüglich Nickname!
      Der Wiedererkennung willen.

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    2. "Im Moment ist es das beste Deutschland, was wir jemals hatten"

      Also besser als Kaiserreich und faschistische Diktatur find ichs ja schon. Muss ich zugeben. Aber da ist noch Luft nach oben.

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    3. "Also besser als Kaiserreich und faschistische Diktatur find ichs ja schon.
      Genau. Und besser als Mittelalter auch, oder wollen wir noch weiter zurückgehen (Sklavenhaltergesellschaft im alten Rom vielleicht), damit was Positives vom heute übrigbleibt? Solche Vergleiche dienen ausschließlich dazu, alle Kritiker als "Jammerer auf hohem Niveau" und undankbares Pack zu diskreditieren. Könnt ja noch viel schlimmer sein, ne, und woanders ist es das ja sogar?
      Wenn schon ständig die Rede von "Wachstum" ist, warum orientiert sich dann niemand der Verkünder des "besten Deutschlands aller Zeiten" an den auch nur Möglichkeiten einer noch besseren Welt?
      Im Übrigen: Auch im Kaiserreich und in der faschistischen Diktatur gab es mit Sicherheit auch Menschen, die sich ebenfalls im Paradies wähnten und die ein Interesse daran gehabt haben müssen, dass sich nichts, aber auch gar nichts ändert - für die Bevorteilten lohnt es sich zu jeder Zeit zu bewahren statt zu verändern. Ist eben immer eine Frage der Perspektive.
      Richtig traurig ist heutzutage, dass sogar die nicht Bevorteilten nichts verändert sehen wollen, aus Angst, ihnen werde noch mehr genommen als ohnehin schon oder im Glauben, es gebe außer den heutigen gesellschaftlich (Un)Zuständen keine bessere Alternative, sondern nur den bösen Kommunismus oder warum auch immer.
      Ich verstehs jedenfalls nicht.

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    4. Ihr Sarkasmus-Detektor muss neu justiert werden, dann können Sie zukünftig auch meine Kommentare verstehen. Dieser Kommentar ist übrigens nicht sarkastisch. Vielleicht hilft das bei der Kalibrierung.

      "Richtig traurig ist heutzutage, dass sogar die nicht Bevorteilten nichts verändert sehen wollen, aus Angst, ihnen werde noch mehr genommen"

      Das ist ja nun auch wirklich nichts Neues. Um nochmal aufs Kaiserreich zurückzukommen: Damals stand Deutschland auch kurz vor der Revolte. Dann gab man den Menschen die Sozialversicherung und es war wieder Ruhe. Man muss den Menschen grade so viel geben, dass sie überleben können, aber man trotzdem immer auch noch etwas wegnehmen kann. So unterdrückt man jeden Widerstand. Kinder kann man auch gut bestrafen, indem man ihnen was Geliebtes wegnimmt. Das zieht fast besser als Züchtigung oder andere Strafen. Und mehr als kleine, dumme Kinder sind wir für die da oben auch nicht.

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    5. Die " Bevorteilten" und "Nichtbevorteilten"! Stammt das aus der Vernebelungskiste der Soziologie, wie bildungsfern und Prekariat?

      Jedenfalls eine tolle Wortschöpfung, die wie immer das Wesentliche dahinter im Dunkel belassen soll.

      Die "Nichtbevorteilten", dass sind diejenigen, denen man zumutet ihre Vorteile in einem Job zu suchen, der es ihnen nicht erlaubt, damit ihre pure Existenz zu sichern.

      Für Auftocker heisst das dann ganz offiziell, den" Notbehelf zu gewähren, um das (physische) Überleben dieser Menschen zu sichern."

      Mit dem Mindestlohn ist keineswegs beabsichtigt, die Lohnsklaverei abzuschaffen. Es soll nur eine Untergrenze dafür geben, wie weit die Unternehmen gehen dürfen, den Lohn nach unten zu drücken.

      Und dieser Mindestlohn ist nicht etwa ein Nachteil für Unternehmen, sondern ein Einstieg für diese, das ganze Lohnniveau nach unten neu zu justieren.

      Jetzt bin ich Frankreich gelandet! Der Mindestlohn von 9,43 Euro brutto pro Stunde ist hier der Einstiegslohn für alle Beschäftigten. Und weil es ein Stundenlohn ist, heisst das auch nicht, dass die Lohnabhängigen hier 37,5 Stunden arbeiten dürfen. Unternehmen sind da sehr flexibel, was sie an Stunden Beschäftigung benötigen.

      Das die "Nichtbevorteilten" nichts verändert sehen wollen, weil ihnen noch mehr genommen werden könnte, halte ich für ein falsches Urteil.

      Die Verhältnisse, in denen sie leben sind so belastend, geprägt vom Überlebenskampf, dass sie sich zwar was wünschen, selbst aber nicht mehr fähig sind, etwas dazu beizutragen.

      Und dann wird ihnen noch die Hähme einer Soziologenklicke von Bildungsferne und Vernachlässigung an den Kopf geworfen.

      Hollande nach seiner Regierungsumbildung: Es sind die Unternehmen die Arbeitsplätze schaffen. Dafür soll es ein Steuergeschenk von 30 Mrd. Euro für Unternehmen geben und das Versprechen, die Staatsausgaben um 50 Mrd. Euro zu kürzen!

      Auf wessen Kosten wohl ? Das ist 'ne Linke Regierung, wohlgemerkt.



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  3. Ich muss mich korrigieren: Ich verstehs schon, nur Verständnis kann und will ich dafür nicht aufbringen.
    Was den reißerischen Titel bei Anne Will angeht - ich find das einfach nur widerlich und falsch obendrein. Wird doch suggeriert, die paar (verfassungsmäßig sogar manifestiert - oder was soll die Festschreibung der "sozialen Marktwirtschaft" denn bedeuten, wenn nicht die Marktwirtschaft sozial zu gestalten?) von der Politik jetzt vorgenommenen (und völlig unzureichenden) Korrekturen mündeten jetzt(!) in einem ausufernden(!) Sozialstaat. In dem dann alle in Saus und Braus auf Kosten des Staates leben können? Huch! Wer soll denn das bezahlen? Bezahlen wir als Mitglieder der Gesellschaft das nicht selbst mit unseren Steuern? Warum jammert dann nicht der Staat, warum nicht die Mehrheit der in dieser Gesellschaft lebenden Menschen, sondern die Vertreter der Wirtschaft und die sog. elitären Kreise? Nicht nur, dass die Medien (allen voran die öffentlich-rechtlichen) diesen Krakelern eine permanente Plattform für ihre kruden Thesen bieten, sie gehen sogar voran, indem die Aufmacher immer primitiver werden. Wo, bitte schön, kann man in diesem Land noch echte Diskussionen verfolgen, die eine Meinungsbildung erst ermöglichen?
    Wo man hinschaut und -hört: alles der gleiche Einheitsbrei, sinnentleerte Floskeln, die zu nichts anderem taugen, als eine bereits feststehende Ideologie in die Hirne zu klopfen. Dazu brauchts freilich keine Argumente, schon gar keinen gesunden Menschenverstand.

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    1. @Frau Lehmann
      Sehr schöne Kommentare. Zustimmung!
      Grüße, Dude

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  4. Hier noch ein weiteres Beispiel zur Bedrohung des Abendlandes durch den ML:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mindestlohn-fuer-praktikanten-gefaehrdet-betriebspraktika-a-962404.html

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  5. Huch, beim Focus leiden die Redakteure unter Realitätsverlust:

    Sozialdemokratisierung lähmt das Land -
    Experte warnt: "Deutschland könnte das nächste Frankreich werden"



    Gefährliche SPD:
    So setzen die Roten unsere Zukunft aufs Spiel


    Wenn ich es nicht besser wüsste. würde ich jetzt glatt darüber nachdenken, beim nächsten Mal die Sozialabbaudemokraten zu wählen.

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