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Dienstag, 29. Juli 2014

Das einzig Richtige: Sanktionen gegen Putin!

Abteilung: Die vierte Gewalt als Propaganda-Organ

Gerade sah ich einen Bericht des heute-journals zu den Sanktionen gegen Russland. (Erster Beitrag)
Reinstes Propaganda-Fernsehen: Die medialen Lenkraketen, werden gegen Russland in Stellung gebracht. In der Moderation wird Putin mit einem 'schwer erziehbaren Kind' verglichen, bei dem man nicht weiß, ob man strafen oder gut zureden soll. (04:25) Es wird nicht einer einzigen kritischen Meinungen zu den Sanktionen Raum gegeben. Dass die Sanktionen ganz toll und zielführend sind, dafür gab es aber genug stellvertretende Meinungsäußerungen. Eine sicherlich repräsentative Unternehmerin, die selbst Umsatzeinbußen lächelnd in Kauf nimmt, wenn es denn dem Frieden nütze. Geschäfte nicht um jeden Preis! (6:50)
Geht es noch ein wenig polemischer?
Sehr schön auch diese journalistische Stilblüte: "Viele Deutsche aber, so Umfragen, sind für die Handelsbeschränkung." (6:20)
'Viele Deutsche'? 'Umfragen'? Aha!?
Ich würde auch mal gerne ne Umfrage machen:
Möchten Sie diesen Schund weiterhin durch Zwangs-Beiträge mitfinanzieren? Ja? Nein?

Und der SPIEGEL meint noch sich beim Aufschrei der  Reaktionen auf die Cover-Gestaltung falsch verstanden zu wissen. Nee, klar, Fotos von Ünglücksopfern zu missbrauchen und diese um eine Parole zu drapieren, die an Diskursunfähigkeit nicht mehr zu unterbieten ist. "Stoppt. Putin. Jetzt!"
Jawoll!!!
Und dann meint, sich nicht entschuldigen zu müssen, sonder gegenzuhalten (inkl.."Begründung für die Titelzeile")

Hierbei werden folgende Zeilen angeführt (Textauszug aus des dazugehörigen Print-Artikels):
"Hier, in der ostukrainischen Einöde, hat sich Putins wahres Gesicht gezeigt. Der russische Präsident steht enttarnt da, nicht mehr als Staatsmann, sondern als Paria der Weltgemeinschaft. Die Toten von Flug MH17 sind auch seine Toten, er ist für den Abschuss mitverantwortlich, und es ist nun der Moment gekommen, ihn zum Einlenken zu zwingen - und zwar mit harten wirtschaftlichen Sanktionen."
Danke, Spiegel. Wir haben begriffen und sind ausgerüstet für den nächsten Stammtisch.

Es kann einem wirklich Angst und Bange werden:
Fakt ist: Der Abschuss der Passagiermaschine ist nicht restlos aufgeklärt. 'Indizienketten' (SPIEGEL) werden angeführt.Das war's.

Sind wir schon so weit, dass Sanktionen gegen Staaten verhängt werden, bevor ein offizieller Untersuchungsbericht vorliegt? 
Wie viel Propaganda brauchen wir um 'den Feind' zu erkennen? Wie viel davon sind wir bereit zu ertragen?

Sehr passend dazu: Ein mittlerweile in der Mediathek gelöschtes Video


Kommentare:

  1. Im Textauszug steht, das Putin mitverantwortlich ist. Werden andere Mitschuldige auch noch benannt und werden gegen diejenigen die gleichen Strafen gefordert?

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    1. Wirtschaftliche Sanktionen gegen die Separatisten?

      Wer hat den Befehl zum Abschuss erteilt? Wer hat ihn ausgeführt? Wir werden es wohl nie erfahren.

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  2. Lieber Dude, ich lege dir ans Herz, mal auf Youtube nach "Anstalt Qualitätsjournalismus" zu suchen, falls du Die Anstalt nicht im Fernsehen gesehen hast. Dort wird schön aufgezeigt, wie Medien und transatlantische Interessensvertreter miteinander knüngeln. Teilweise arbeiten die gleichen Leute an geopolitischen Strategien mit, die dann später in ihren Publikationen darüber positiv berichten. Die Propagandamaschinerie ist wirklich gut geölt und läuft wie ein Uhrwerk. Geradezu unglaublich, dass Sendungen wie Die Anstalt dann noch auf ZDF laufen können und sowas aufdecken. Für mich auch nicht nachvollziehbar, dass staatliches Fernsehen die Machenschaften des Staates teilweise aufdeckt, während Private linientreu Propaganda rauskotzen. Sorry, aber da muss ich sagen, ich zahle gern weiter GEZ, wenn das der einzige weg ist, wenigstens etwas Systemkritik im Mainstream zu sehen.

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    1. Der Link zum Video (letzte Zeile des Beitrages) führt genau dahin! :-)

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    2. The Empire strikes back:
      http://www.spiegel.de/kultur/tv/die-anstalt-im-zdf-zeit-journalisten-einstweilige-verfuegung-a-983517.html

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    3. Habe das Video mittlerweile eingebettet.
      Hätte ich auch direkt machen können.

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  3. Ich empfinde es als aufschlussreich unterhaltsam, wenn auch extrem aetzend, in so vielen Jahren an Input genau, und diesmal nicht nur Vorgeschichtlich sondern Live, verfolgen zu koennen, wie der Karren systematisch, umfangreich und mit voller Absicht an die Wand geknallt wird.

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    1. Bin 100% bei Dir.
      Man sieht es ganz klar um sich: Aber die Leute sind in Lethargie gegangen und kuscheln sich an Merkel.
      Innenpolitisch. Außenpolitisch. Scheißegal.
      National und Global: Jede Resource wird verfüttert, wenn es Gewinn macht. Fängt an mit Biosubstanzen und Erzen und hört auf, bei der menschlichen Biosubstanz. Der Planet wird ausgebeutet und der Mensch wird ausgebeutet.

      Ich habe keine Ahnung, wie viele Aufklärungen wir noch brauchen.

      Vielleicht sind wir als Menschheit einfach nur zu treugläubig und manipulierbar.

      Wann hat die Vernunft das letzte Mal gesiegt? Ist lange her - ich kann mich nicht erinnern...

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  4. Guten Tag Duderich!

    Wie kann man seine Bevölkerung für die eigene Poltik einspannen?

    Wird irgendwo aus der Welt über Kriegshandlungen berichtet , so geht das den meisten Menschen in der westlichen Welt "am Arsch vorbei", wenn man sich selbst nicht unmittelbar bedroht fühlt.

    Das ganze muss also unterfüttert werden, wenn Sanktionen und eigenes militärisches Eingreifen legitimiert werden sollen. Dazu eignen sich besonders Hinweise auf Massaker an Zivilisten,begangen von den dort Herrschenden, entdeckte Massengräber und Massenvernichtungswaffen.

    Vergleiche mit Hitler werden immer wieder lanciert.
    Die verbale Gehirnmassage entfaltet aber dann nicht den gewünschten Erfolg, wenn nicht auch die Bilder dazu geliefert werden.

    Also muss der verbale Hitler auch ein entsprechend wahrnehmbares Gesicht erhalten, z.B. durch Fotomontage. Bilder von Massengräbern, Erschiessungen von Zivilisten usw.. Besonders geeignet sind Bilder von getöten Kindern und wie im Fall des Spiegels, mit Opfern vom Abschuss des Flugzeugs in der Ukraine.

    Das ganze mit dem Hinweis gewürzt, wer daran Verantwortung/Schuld/Mitschuld trägt, das macht dann die Manipulation aus. Aufklärung ist dann nicht mehr beabsichtigt, sondern hinderlich.

    Die Welt ist übersichtlich geworden. Für mich gibt es keine Trennlinie mehr, mich auf irgendeine Seite von... zu schlagen. Die Welt ist vollumfänglich kapitalistisch geworden mit den entsprechenden Interessengegensätzen, die in ihrer letzten Konsequenz militärisch ausgetragen werden.

    Leider besteht das Bedürfnis bei den Menschen fort, sich zwischen Gut und Böse entscheiden zu können. Und so erfinden sie für sich diejenigen, die sie auch noch als Freiheitskämpfer erheben wollen.

    Fehlen ihnen die entsprechenden Bilder?









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    1. @Troptard:
      Jede Mutter will ihrem Kind etwas hinterlassen, und jede Großmutter ihren Enkeln.
      Aber wir leben, als wäre diese Generation die letzte.
      Wir killen gerade unseren Heimatplaneten!
      Da wird bei der Enkelin das Bankguthaben die kleinste Sorge sein.
      Die Tragweite dessen, was hier gerade passiert, ist den Wenigsten bewusst.

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    2. Tja Duderich, das hast Du sehr schön auf den Punkt gebracht!

      "Die Gewissheit des eigenen Todes ist der grösste Feind des Lebens." Stammt nicht von mir! Wenn ich folgende Phrase noch anfüge, dann macht er Sinn.

      Der Satz soll von Madame de Pompadour, Maitresse und Beraterin von Ludwig dem Sonnenkönig stammen: "Après nous le déluge" ( nach uns die Sintflut ).

      Es ist schon erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit es Eltern gibt, de ihre Söhne und Töchter in den Krieg ziehen lassen und das mit ziemlicher Gewissheit, dass sie ihre Kinder überleben werden.

      Ich könnte weitere Beispiele anführen, wie weit es mit der Elternliebe so bestellt ist ( z.B. vergessene, verdurstete Kinder im Auto, weil man zum Shoppen unterwegs ist).

      Ich mag Dich nur darin bestätigen, dass die heutige Menschheit total verwahrlost ist und dass man von dieser nicht mehr erwarten kann, als ihrem eigenen Egoismus nachzugeben.

      Mit fatalen Folgen für uns alle!



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  5. Als ich den angesprochenen Rechtfertigungsartikel des Spiegel zu seinem Aufmacher las musste ich ordentlich schlucken.
    Da gibt es gerade eine Flut von Dokus, wie sich der erste Weltkrieg von einer Kriese zu einer Katastrophe entwickelte und wie hoch die Verantwortung der Hipp-Hipp-Hurra-Patrioten war, die immer schärfer nach Konsequenzen schrien und nun dass!

    Vielleicht hätte der Spiegel in den letzten Jahren weniger über Hitler und die bösen, bösen Muselmannen schreiben sollen sondern mehr darüber wie Konflikte entstehen und eskalieren.

    jakebaby hat recht. Wir können gerade live und in Farbe miterleben wie Kriege herbeigeredet werden. Schließlich müssen wir heute wieder "Verantwortung übernehmen" und das "Böse stoppen".

    Bis Weihnachten sind unsere Jungs sicher wieder zurück...ehrlich!

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    1. Die Argumentationslinie des Spiegels war, dass sie keineswegs 'Kriegstreiberei' betrieben haben, sondern sich lediglich für 'nicht-militaristische Sanktionen ausgesprochen haben.
      Sie haben nicht zum Krieg aufgerufen, also sind sie keine Kriegstreiber. Da ist der sprichwörtliche geistige Tellerrand doch fast schon eine anzustrebende Größe!
      Von Eskalationsstufen VOR militärischen Interventionen hat der Spiegel wohl noch nichts gehört. Da hat man wohl ein paar Kriege vergessen...

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  6. Habt ihr das schon gelesen?

    http://www.tagesspiegel.de/politik/us-atombomben-in-deutschland-wie-sich-das-mit-dem-atomwaffensperrvertrag-vereinbart/10236788-2.html

    Die Atombomben auf deutschem Boden werden erneuert und, was seit vorigem Jahr neu ist, es ist den deutschen Bundeswehrsoldaten nicht mehr verboten, sie auch im Einsatz an den Flugzeugen zum bösen Feind zu steuern. Der entsprechende Passus wurde aus der Dienstvorschriften gestrichen.
    Ich glaube im Militärjargon heißt das - Mobilmachung.

    Mir wird himmelangst.

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    1. Wir haben ja jetzt sogar unseren eigenen ISIS-Terroristen hier in Deutschland, Silvio K. . Dieser hat bereits mit einem Anschlag auf eben dieses Atombombenlager gedroht.

      http://www.derwesten.de/staedte/essen/silvio-k-droht-mit-anschlag-auf-atombombenlager-id9673562.html

      Auch interessant, wie das wieder zusammenpasst. Die Amis bunkern heimlich neue Atomwaffen hier und pünktlich kommt die Terrordrohung. Dann können wir ja jetzt die Bundeswehr dort massiv auffahren, um die Atomwaffen zu schützen. Soll ja nix drankommen bis wir die demnächst über Russland abwerfen. Sind ja auch nicht billig.

      Bei den täglichen Meldungen um ISIS fragt man sich ja, was Al Quaida die ganze Zeit macht. Drehen die Däumchen? So kriegt man keine 73 Jungfrauen, ihr Lieben. Bisschen mehr Einsatz!

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  7. Mobilmachung, Ruby!

    Der Mensch muss mobil sein in jeder Hinsicht. Also Angst musst Du erst haben, wenn's Dich zerreisst. Aber das geht so schnell, dass Dir keine Zeit mehr zum Angsthaben bleibt.

    Ist schon befremdlich für mich. Überall Krieg, nicht weit von uns entfernt und alle gehen ihrem Job nach, sofern sie noch einen haben.

    Angst zu haben, ist ein Konstitutionsprinzip im Kapitalismus, denk ich mal so.

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  8. Mal von der Eskalationsgeilheit gegen Russland absehend, hat zB. Obama/westen&Co seit 2010 nahezu saemtliche Laender, von Australien bis Japan/etc., an Chinas Ostflanke gegen China in Stellung gebracht.
    Mit Aufruestungsvertraegen, dem Recht auf eigene Basen/zuLuft-Wasser und natuerlich den allzeit beliebten FreeTradingTreaties/Freihandelsabkommen ... etc.
    Darunter zB. auch Laender wie die Filippinen, Vietnam, SouthKorea, ... welche sich offensichtlich nicht mehr daran erinnern, was es heist, sich mit dem imperialkolonialisierenden Massenmoerder USA anzulegen. ....

    Gesamt Zentral/Sued-Amerika ist, nach einem anfaenglich 100millionenfachen Massaker seit 500 Jahren auch weiterhin von brutalem europaeisch/amerikanischem Einfluss gepeinigt und genoss nur mal kurz seit 2001 eine heilende Verschnaufpause, da der Westen mit seiner beschissenen Schlachterei im Nahen Osten beschaeftigt war(ist) ... etc. ...
    Afrika ist ein Selbstbedienungsladen fuer allerlei Resourcen und man klaut 100ten Millionen Hungernden nicht nur Essen/Trinken von den sproeden Lippen. ...... etc. .....

    Von der Gesamtbeteiligung der ueblich umfangreich korrumpierten Politik/Industrie/Religion absehend, stehen dieser, schon immer, und weiterhin staendig und zunehmend brutalwestlichen, Minderheit rund 6 Milliarden Menschen gegenueber, welche uns ebenso zunehmend und durchaus verstaendlich ueberhaupt nicht moegen koennen.

    Letztendlich auf das schwammige Arschloch Merkel bezogen (davor gab es wohl kaum deutsche ...europaeisch/weltliche Fuehrungsansprueche) wuerde ich diese primitivverdummte Schlampe schon seit Jahren nur allzugerne fuer die extreme Einschraenkung meiner privatpersoenlichen Freiheit baumeln sehen, da ich schon den Nazi ueberwunden hatte, und neuerdings durch die Politik dieser faschistischen Industriehure negativst stigmatisiert werde. .... Politische Alternativen ... im Westen?

    Sollte jemandem eine auch nur annaehernd positive Entwicklung in diesem beschissen, betruegend, luegend, aggressiv industriell'militaerischen westlichen Moloch zu Ohren kommen ..... bin ich ganz Ohr!

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  9. Wenn ich noch den Überblick hätte, was da genau abläuft, dann würde es mir wohl besser gehen.
    Das, was ich empfinde, aus meiner persönlichen Stimmungslage ist, dass mit dem Untergang des "Realexistierenden Sozialismus" der grosse Aufbruch in eine bessere, friedlichere Zukunft für die Menschheit nur eine billige Phrase war.

    Aus diesem Untergang hat der Kapitalismus nicht das erhoffte Kapital schlagen können. Genau 20 Jahre danach findet er keinen Ausweg mehr aus seiner eigenen Krise.

    Zurückgeworfen auf sich selbst, findet er nur die alten Antworten, die Antworten, die ihm scheinbar schon immer geholfen haben, seinen Zusammenbruch zu verhindern.

    Das muss ich nicht weiter ausführen. Schauen wir einfach auf die Politik und die Menschen. Ich bin mir sicher, dass sich damit eigentlich alles erklärt.

    Wenn man den Zustand von Verhältnis Natur und Menschen betrachtet, dann wird es ganz schwierig noch einen Funken Optimismus in sich zu tragen.

    Ich bewundere Menschen, die sich dafür immer noch engagieren, nach dem Motto: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!".

    Inzwischen bin ich ziemlich müde geworden, mir die Scheusslichkeiten die in der Welt überall sich ereignen noch reinzuziehen. Vielleicht wäre es anders, wenn ein Hoffnungsschimmer auf Veränderung noch erkennbar wäre.

    So halte ich es mit Ardorno, sich von der eigenen Ohmacht nicht auch noch dumm machen zu lassen.

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    1. @Troptard: "So halte ich es mit Ardorno, sich von der eigenen Ohmacht nicht auch noch dumm machen zu lassen."

      Ein gutes Motto. Derweil geht es draußen dümmer und dümmer zu Werk:

      http://www.wdr2.de/unterhaltung/kabarett/dieter_nuhr100.html

      Wobei, platter und dümmlicher geht Propaganda wohl nimmer. Er rührt gleichzeitig die Propadanda-Suppe zu TTIP-, wie auch gegen den bösen Russen mit ... tja, mit was eigentlich ... mit nichts, nicht einmal mit blödem Witz ...

      Egal, wie dümmlich-peinlich er seine Vergleiche auch verbiegen muss, dass er das in der Kürze seines Beitrages alles unter einen Hut bekommt, ist schon erstaunlich.

      Besser hätte er sich an sein eigenes Motto gehalten: "Wenn man keine Ahnung hat ...

      Natürlich lässt er in Fake-Buch keinerlei Kritik zu ... Doch so schnell verliert das www nichts:

      Michael Theunissen‎ Dieter Nuhr
      "den Kommentar im WDR heute über fracking kann ich so nicht nachvollziehen. Eindeutig bewiesen ist, dass es gefährlich fürs Grundwasser ist und nur mit dem Einsatz von Chemie zu bewerkstelligen ist. Und dass die USA darauf dringt. Warum unsere Regierung deswegen Angsthasen sind, weil sie diese Segnung mit Vorsicht genießen, erschließt sich wohl nur dem Humoristen^^"

      http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:q7clCyd2j3cJ:https://de-de.facebook.com/nuhr.de/posts/686578421397453+&cd=6&hl=de&ct=clnk&gl=ch&client=firefox-a

      Nachher faselt er wieder etwas von Shitstorm ... und nicht eingehaltener Nettiquette ... Bösartigkeit ... Neid und so ein Zeugs ...

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  10. https://www.youtube.com/watch?v=tO8OkrOxNOA#t=1572

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  11. Keine Themen mehr?

    "Gasland" Doku ... gerade noch einmal gelaufen:
    https://www.youtube.com/watch?v=mmf_JYrEhyw

    Und jetzt irre, man macht auch an den Grenzen von yellowstone nicht halt (wird nur kurz in der Doku erwähnt), deswegen dazu mehr:
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.ch/2013/07/science-studie-bestatigt-befurchtungen.html
    http://www.heise.de/tp/news/Fracking-Erdbebengefahr-in-den-USA-2184864.html
    (jeder kann ja selbst noch für sich recherchieren ...)

    Das nenne ich dann mal Endlösung für die Spezies Mensch ... Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass jemand das überhaupt ernsthaft in Erwägung zieht ... hab ich zumindest bis vor kurzem noch gedacht ...

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    1. "Keine Themen mehr?"

      Lieber 'Anonym' (kein Name mehr?)

      Themen gibt es leider viel zu viele. Eigentlich überall, wo man genau genug hinschaut.
      Ich behalte mir vor, meine eigenen Themen zu suchen, und diese dann - wann ich will - rauszulassen.

      'Fracking" ist natürlich ein potentielles Thema. Als Experte und Vernunftdenker bietet sich hier die Kabarett-Größe Dieter Nuhr an:
      https://www.youtube.com/watch?v=f7wde75H9RM

      P.S.: Wenn's nicht zuviel Mühe macht: Finde mal einen Nickname. Kann ja so schwer nicht sein.

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    2. Experte und Geistesgrösse Nuhr ist mir schon untergekommen .. einmal reicht mir allerdings.

      @Duderich: "Ich behalte mir vor, meine eigenen Themen zu suchen, und diese dann - wann ich will - rauszulassen."

      Und ich hab nur einmal nachgefragt. Kann es jedoch auch so formulieren:

      Ich behalte mir vor, meine eigenen Fragen zu stellen, und diese dann - wann ich will - rauszulassen.
      (Kommt gut, gel? Du musst nichts ... ich muss nichts ... bist mir eh zu launisch ...)

      Gleiches gilt i.Ü. für die Benutzung eines Nicks. Nein, in Deinem Forum möchte ich keinen Nick verwenden, behalte mir vor ... kennst den Spruch ja. Wenn Du es nicht veröffentlichst, dann ist es so.

      Ansonsten schaue hin und wieder mal rein und wenn ich denke, ich hätte einen netten Link, dann lasse ich den vll. auch hier.

      Angenehm überrascht wäre ich gewesen, Du hättest etwas zur Doku gesagt, z.B. so etwas banales, ob sie Dir gefällt oder so ... Aber wirklich erwartet hab ich das nicht ...

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  12. Hallo Duderich!

    Dir geht es gut? Mir auch nicht!

    Gruss Troptard

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    1. Hi Troptard!
      Mir geht's eigentlich nicht wirklich schlecht.
      Bin nur schreibfaul, uninspiriert und überfordert mit der Weltlage.

      Was ist denn bei Dir? Allgemeine Ohnmacht und Verzweiflung oder was spezielles?

      Grüße Dude

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    2. Nee, nix Spezielles!

      Eigentlich gibt es keinen Grund zu jammern. Wir haben immer noch Sommer mit fast 30 Grad und mein Gemüsegarten wirft die zweite Ernte ab.

      Trotzdem kommt so recht keine Wohlfühlstimmung auf. Der Kommerz meiner besten hält sich auf Vorjahresniveau aber nicht nur bei uns ist die Stimmung gedrückt.

      Das ist so wie ein Vorfühlgefühl, wie eine Ahnung, dass die Lebensverhältnisse nicht besser werden, sondern noch schlechter als schon schlecht.

      Und in diesem Gefühl drückt sich auch eine Ohnmacht aus, daran nicht viel ändern zu können.

      Liebe Grüsse Troptard.

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    3. Troptard,ich denke/fühle genau so.

      "Das ist so wie ein Vorfühlgefühl, wie eine Ahnung, dass die Lebensverhältnisse nicht besser werden, sondern noch schlechter als schon schlecht."

      Das ist Kapitalismus!

      Bislang konnte keine oppositionelle Bewegung einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zum Kapitalismus liefern [sic].

      'Alles geht irgendwie wie vor die Hunde!'
      Vielleicht ist es dieses Gefühl, was uns vereint.

      Arme werden ärmer, und Reiche werden reicher.
      Jeden Tag!
      Es sind lediglich die Auswirkungen eines Systems, welche die Geschicke der Menschheit lenkt.

      Die Linke ist perforiert- der Kapitalismus (die Gier) ist überall.

      Kein Grund zum Optimismus; aber die Hoffnung will ich mir nicht abkaufen lassen.

      Liebe Grüße,
      Dude

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  13. Hallo Duderich!

    Danke für Deine Antwort.

    "Die Linke ist perforiert- ..." Das so zu benennen, darauf bin ich noch nicht gekommen, trifft es meiner Ansicht ziemlich genau.

    Ich bin morgens, nach dem Aufstehen immer so müde und meine Beste schon "voll im Fett".
    Auf TV 5, einem französischen Fernsehsender, hat sie eine Sendung über die weltweite Klimaveränderung gesehen und mir alle Details presentiert.
    Ich vermute, sie hat auch nichts vergessen.

    All das was uns bis 2050 so erwartet. Weil ich davon ziemlich erschlagen war, und das noch zu meiner Müdigkeit hinzukam, war mein erster "Fluchtgedanke", ich werde das Schlimmste wohl nicht mehr erleben.

    Aber dann habe ich an meine Tochter gedacht und daran, dass ich ziemlich überfordert bin mit all dem Scheiss, der täglich über mich ausgegossen wird.

    Manchmal wünsche ich mir, ich könnte so in den Tag hineinleben, mir das Leben schöndenken. Es gibt ja Menschen die das schaffen. Im Stillen beneide ich die fast.

    Aber bei mir ist der Schalter schon ziemlich lange umgelegt. Das funktioniert nicht mehr.

    Das nur nebenbei! Wenn wir einkaufen gehen, kontrollieren wir jetzt immer unsere Einkaufsabrechnungen.
    Ich habe das erst zu Hause bemerkt. Auf der Abrechnung standen 6,90 Euro für 69 Einkaufsbeutel. Ich habe keinen einzigen genommen. Meiner Besten wurden im Bioladen 7,00 Euro für ein Brot berechnet, was sie nie gekauft hat.

    Gehört das jetzt auch zur Krisenbewältigung? Als Versehen kann ich das nicht mehr akzeptieren. Dafür passiert das in letzter Zeit zu häufig.

    Gruss Troptard.

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    1. Lieber Troptard!

      Es ist beileibe nicht leicht, in diesen lausigen Zeiten den Optimismus zu behalten. Es ist ein bitterer Trost (aber immerhin einer), dass wir das Allerschllimmste wohl nicht mehr erleben werden. Am entspanntensten fand ich noch die späten 70er: Da hat man halt bei der Diskussionsrunde mal eine gequarzt: Ist das Abendland auch nicht von untergegangen. War der Fernseher kaputt wurde er repariert und nicht auf den Müll geschmissen und nach Afrika verschifft.

      Aber man will ja nicht nur zurückblicken. Und neben all dieser Scheiße, die tagtäglich passiert, doch auch mutmachende Dinge passieren.
      Snowden zum Beispiel:
      Verzichtet auf eine sorglose, finanziell gut ausgestattete Zukunft für seine Überzeugungen! Das ist Inspiration!
      Hegemonien fallen wegen solchen Menschen. War schon immer so. Flächenbrände entstehen aus Funken und es gibt zum Glück noch 'Funkenschlag'.

      Also, lass uns die Hoffnung nicht ganz aufgeben!
      Es würde mich zwar auch wundern, aber vielleicht siegt ja doch noch die Vernunft...

      Liebe Grüße,
      Dude

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    2. @Troptard: "Manchmal wünsche ich mir, ich könnte so in den Tag hineinleben, mir das Leben schöndenken."

      Es gibt andere Wege, Troptard. Einfach schöndenken halte ich für einen Irrweg. Das mag einige Zeit gut gehen, aber all zu häufig wartet das dicke Ende. Doch ebenso dürfte es sich als Irrweg erweisen, das Leben als ganzes schlecht zu denken, den Fokus – wie gebannt – auf das Elend der Welt zu konzentrieren.


      Das folgende ist vermutlich etwas lang geraten (und möglicherweise wiederhole ich mich zu oft und/oder hole zu weit aus), doch vll. kannst Du Dir die Zeit nehmen, ob es für Dich ein Denkanstoß ist, wirst nur Du selbst beurteilen können (und ich muss es nicht einmal wissen):

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    3. Teil 1:
      Das Leben ist weder Nur weiß, noch ist es Nur schwarz oder auch Nur grau. Was ich aus Deinen Worten herauslese (lese Dich hin und wieder), würden Fachleute mit "Katastrophenmodus" beschreiben.

      Der Prozess ist schleichend, geht über Jahre/Jahrzehnte und führt in die Depression, wenn der Interessenfokus - den Dingen, denen wir Aufmerksamkeit schenken - nicht mehr in der Lage ist, etwas anderes zur Kenntnis zu nehmen. Dann ist der selektive Wahrnehmungsfilter derart aufgeschraubt, dass man sich selbst in den Katastrophen verliert. Das ist eine Begleiterscheinung unserer Epoche (in verschiedenen Ausprägungen und Sinnrichtungen).

      Du kannst Dir das Übel der Menschheit nicht alleine auf Deine Schultern laden, das tragen und Dir jeden eigenen positiven Blickwinkel versagen und dabei auch noch gesund bleiben. Es ist gar nicht nötig, diese Verantwortung sich als Individuum zu überantworten (wie sollte ein einzelner Mensch solches tragen können: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Singer_Sargent,_John_-_Atlas_and_the_Hesperides_-_1925.jpg).

      Dass man das sollte, dass ein solcher Fokus allein die Intelligenzia der Weltversteher, der Durchblicker und der Aufklärer stelle, das ist ein MEM derer, die sich selbst im Katastrophenmodus verloren haben. Es sind Propheten der Katastrophen, die letztlich über den Weg der Selbstzerstörung eine sich selbst erfüllende generieren. Das klingt vll. überheblich, doch ich halte sie für Dilettanten des Verstehens. Sie verstehen wenig, am wenigsten sich selbst (aber das erkennen sie nicht). Ihr e destruktive Wirkung ist oft fatal, weil sie dazu neigen, andere mit sich hinunter zu ziehen. Sie tun das, um sich selbst gegenüber den Beweis zu führen, dass die Welt einzig eine Katastrophe sei (der Mensch sowieso).

      Die Ursprünge resultieren aus heterogenen Motiven. Sei es aus verstärkter Empathie oder aus einem misanthropischen Ansatz heraus, einfach nur aus Frust; einem überhöhten Maß an gefühlter Unverstandenheit, dieses oft geboren aus einem überhöhten Anspruchsdenken, Unverständnis gegenüber anderen Denkformen oder einer tief verborgenen Selbstunsicherheit geschuldet (was auch immer, manches kombiniert und kumuliert sich).

      Solche Prozesse des Seins ergeben im Grunde genommen - vereinfacht ausgedrückt – die Form eines geozentrischen Weltbildes. Nur noch kleiner, weil sich die Welt um das Selbst dreht, und nicht das Selbst in und mit der Welt (letztere Erkenntnis macht offensichtlich all zu häufig Angst. Wird mit Dingen, wie „Blatt im Wind“ assoziiert. Also Kontrollverlust, doch das sollte es nicht). Letztlich ist man gefangen in einer Schuhkarton-Realität voller Katastrophen. Plötzlich findet man sich wieder n einem abgeschlossenen Raum der engen Grenzen, in den man sich einst selbst begeben hat (langsam natürlich, unmerklich, unbewusst – überwiegend). U.U. weil der Raum eine gewisse Kontrollierbarkeit um damit Sicherheit suggerierte.

      Kenne Deine Neigungen, Deine einstigen Interessen und Hobbys nicht. Weiß also nicht, was Dir Freude machen würde was Dich ansprechen könnte. Vll. ist es angemessen, längst in Deinem Regal verstaubende Denker hervorzukramen. Solche, denen man nachsagt, Probleme und Katastrophen erkannt sowie beschrieben zu haben, dennoch nicht im dunklen Raum gestrandet zu sein. Mglw. ist es an der Zeit, sich vermehrt vor die Türe zu treiben. In die Natur zu gehen, den Wald zu riechen, die ursprünglichen Sinne zu stimulieren. Wetter fühlen, Gerüche und Geräusche abseits des Trubels neu entdecken … etc. pp.. Was auch immer Dir gut tun würde, was Du jedoch ewig nicht mehr gemacht hast, weil Dir der Antrieb durch die Katastrophen verlustig gegangen ist, denen Du mehr Bedeutung beigemessen hast.
      ff.

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    4. Teil 2:
      Es wäre für Dich an der Zeit, das Elend der Welt für einige Zeit auch dieser Welt zu überlassen (die dreht sich weiter, glaube mir). Auf eine Distanz zu gehen, die es nicht nötig hat, über den Dingen zu schweben, diese Welt zu erniedrigen oder sich in einem engen Realitätsraum zu verschanzen. D. h., das Elend wäre loszulassen und sich dabei klarzumachen, dass es nicht mit einem echten Kontrollverlust einhergeht. Man kann nur verlieren, was man besitzt. Doch das, was es loszulassen gelte, hatten wir nie unter Kontrolle. Nicht am Übel festhalten und das Festhalten als Selbstzweck zur Kontrolle und Sicherheit verwechseln. Nicht der Illusion folgen, Elend würde sich dann verlieren, wenn man die Welt los ließe oder mit seinem Schuhkarton (Realitätsraum) davon flöge. Denn die eigene Welt befindet sich in diesem Karton. Man nimmt sie stets mit, egal wohin man auch flieht.

      Das bedeutet, Du müsstest Dir selbst klar machen, eingestehen (ohne sich als Blatt im Wind zu fühlen), dass Du weder alleine die Verantwortung tragen, noch alleine etwas ändern kannst. Du bist ein kleiner Teil dieser Welt und so sollte man m.E. agieren, sich selbst verstehen. Das bedeutet aber auch zu erkennen, dass die Welt so viel größer ist, als der eigene Betrachtungsraum. Damit meine ich nicht, was gemeinhin unter eigener Unwichtigkeit (oft im volksmündichen Vorwurf formuliert: „nach mir die Sintflut“ oder „scheixxegal“), oder falscher Weise als ein Aufgelöstsein im Ganzen verstanden wird. Denn jeder ist und bleibt immer noch ein eigenes Universum, sein eigenes Universum.

      Als Beispiel: Unsere Milchstraße wird nicht kleiner, weil das Weltall doch so viel größer ist. Das kommt uns nur im Vergleich und in der daraus resultierenden Bewertung so vor. Doch jede weitere Bewertung bildet schon wieder eine Barriere für das Erfassen, das Sehen (genau genommen: für ein freies Hinsehen). Möglich, eines der Hauptprobleme im seelischen Ungleichgewicht entsteht durch die menschliche Neigung, all zu schnell bewerten zu wollen.

      Oft wird formuliert, das Heute sei eine besonders schwere Zeit für Menschen, die mit einer gewissen Sensibilität, kombiniert mit gesundem Menschenverstand ausgestattet sind. Das sehe ich ein wenig anders. Es mag sein, dass die Zeiten nicht wirklich günstig sind, doch einfach waren sie niemals. Im Vergleich mit anderen Epochen, dürften wir heute immer noch einen guten Schnitt erreichen. Es ist vll. schwerer als vor 20 Jahren, doch was wäre vor 80 - 100 Jahren gewesen? Es ist zu keiner Zeit einfach, einen gesunden Weg durch die eigene Zeit zu finden. Wirklich einfach ist es jedoch nur für die wenigsten und selbst das halte ich mehr für Blendwerk, als denn für Realität.

      Alle Veränderungen brauchen Zeit. Weit mehr Zeit, als unserem einzelnen Menschenleben zur Verfügung stünde und unsere auf diese Lebenspanne ausgerichteten Sinne erfassen könnten. Viele kleine Veränderungen übersehen wir. Dabei die positiven schneller als die negativen. Je mehr spezielle Bewertungsfilter wir uns auferlegen (im Katastrophenmodus definiert man sich verstärkt über das erfasste Leid), desto weniger können wir vom Ganzen erkennen.

      Trotz all dem Elend gibt es Positives auf dieser Welt und das ist nicht einmal wenig. Aber um das zu sehen, muss ein Blick erst wieder frei werden (können).

      Wenn man solches akzeptieren könnte, nähme man sich selbst als Faktor innerhalb der Katastrophen nicht mehr wichtiger, als unsere Möglichkeiten reichen. Sähe sich als Teilnehmer einer stetigen Veränderung in einer winzigen Zeitepoche. Das mag uns unbedeutend erscheinen, verglichen mit dem was die Katastrophen suggerieren. Doch ist diese Zeit für uns wichtig und das ist letztlich alles was zählt, was zählen sollte. Es liegt - im Großen und Ganzen – an uns, wie wir diese Zeit gestalten, wie wir diese Zeit verbrauchen. Man kann tun, was man tun kann, nicht mehr und nicht weniger.
      ff.

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    5. Teil 3
      Wenn man sich selbst nicht mehr so wichtig nehmen muss, sich auf der anderen Seite eine persönliche Wichtigkeit zuweist, erweitert sich – wider aller Unkenrufe der Katastrophen-Propheten – der Horizont. Denn erst dann kann der Blick wieder freier werden (alles zu erfassen ist eh unmöglich), um verstärkt in die Weite und in die Welten anderer zu schauen, ohne sich in deren Katastrophen zu verlieren. Die Prozesse in unserem Universum, im Überuniversum sind so ausdrucksstark, kommen uns jedoch langsam vor, weil wir nur eine kurze Epoche im begrenzten Raum erleben. Also im Verhältnis betrachtet, sehr schnelllebig sind. Dem geschuldet, ist unser Verstand auch nur darauf ausgerichtet, eine kürzere Zeitspanne und ein enges Lebensumfeld zu verstehen und verarbeiten zu können. Wir denken zwar in Szenarien (auch für andere), doch diese Fähigkeit ist begrenzt. Reizt man sie für die Katastrophen aus, haben wir keine Ressourcen mehr für etwas anderes übrig. Schlimmstenfalls nicht einmal für uns selbst.

      Im Katastrophenmodus dagegen sieht es nur so aus, als würde man in die Weite schauen, doch im Großen und Ganzen bewertet man sie nur. Es ist eine Illusion des Schuhkartons, des eigenen Raumes. Der Blick reicht nicht weit, weil er an jeder Katastrophe hängen bleibt, nur bis zum nächsten Übel reicht. Wenn man das auf das Physikalische überträgt: Du kannst gar nicht in Weiten schauen, kaum noch etwas Positives darin erkennen, wenn Dein Blick an jedem Elend hängen bleibt. Wenn man sich mit diesem Elend auch noch in seinem eigenen Raum verschanzt, es quasi als seinen eigenen Schatz deklariert, sieht man - wohin man auch schaut - nur noch Elend.

      Für meinen Teil sehe ich die Welt aus verschiedenen Ebenen, nehme mich selbst nicht so wichtig. Wenn mir der Katastrophenmodus droht (davor ist kaum jemand gefeit), steige ich aus meinem eigenen Schuhkarton heraus. Manchmal bedarf es einer Anregung von außen, doch mittlerweile (so bilde ich mir ein), habe ich das für mich selbst gut im Griff. Nehme mich für kurze Zeit zurück, mache mir wieder klar, dass ich nur ein Menschlein bin, ein Staubkorn im Universum, dem das Leben zuteil wurde.

      Danach hab ich nie gefragt, auch nicht darum gebeten, doch ich kann mir nur Gedanken darüber machen, weil ich lebe. Und weil dem so ist, nehme ich mir das Recht, mein Leben so zu gestalten, wie mir das möglich ist. Das bedeutet, ich darf mich positiven Dingen zuwenden, muss mich mitnichten in einen Schuhkarton voller Elend einschließen. Darf mich mit etwas beschäftigen, was mir gut tut, was ich genießen kann. Der Sinn des Lebens kann nicht allein im Tragen des Weltelends liegen. Dafür sind wir nicht geboren, das liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Wir wurden geboren um zu leben, dann sollten wir das auch tun.

      Abschließend:
      Kann nicht beurteilen, ob folgender Literaturverweis etwas für Dich ist (habe es selbst nicht gelesen), doch auf den ersten Blick scheint er mir zu passen. Es ist – so mein erster Eindruck - für Psychologen/Therapeuten geschrieben. Doch ich denke, das Problem dürfte sich im Kern sehr gleichen und es wird die ein oder andere Anregung/Gedankenanstöße sicherlich hergeben:

      http://www.oberbergkliniken.de/veroeffentlichungen/articles/Die_Neurobiologie_des_Gl%C3%BCcks.html

      Lieben Gruss
      Rosi

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    6. Hallo Rosi,

      deine Einlassungen und die Beschäftigung mit meiner Person sind in der Tat ziemlich lang geraten. Habe auch nicht alles (gründlich) gelesen.

      Ich will Dir eine relativ kurz Rückmeldung geben, um nicht unhöflich zu sein und damit (möglicherweise) etwas klären.

      Mein Nickname selbst ist eine Reflexion auf meine Persönlichkeit in jungen Jahren. Ich hatte nie eine Idee, was ich mit meinem Leben eigentlich so anfangen sollte.

      Die Perspektive zu lebenslanger Lohnarbeit hat mich nicht im geringsten dazu bewegt, irgendwelche Anstrengungen in meine Zukunft zu unternehmen. Also wurde ich zunächst Musiker. Im Rückblick und ohne Nostalgie kann ich sagen, das war eine schöne Zeit.

      Ich weiss nicht warum, aber irgendwann hat mich so ein dummer Ehrgeiz gepackt und ich wollte unbedingt studieren.
      Also 2. Bildungsweg und Ökonomiestudium.

      Danach in vielen Bereichen gearbeitet: Marktforscher, Schreiberling, Verkaufsleiter, Dozent und noch vieles andere.

      Was ich gemacht habe, damit hatte ich immer grossen Erfolg.
      Aber was ich nicht ausstehen konnte, war an der Scholle zu kleben oder meinen Arsch über Jahre an ein Unternehmen zu heften. Deshalb hörte ich oft den Vorwurf, ein unstetes Leben zu führen

      Ich habe dann die Frau gefunden, die zu mir passte, die Sesshaftigkeit und Lohnarbeit ebenfalls nicht ertragen hat.
      Die Pädagogik hat sie gegen ihr eigenes Unternehmen getauscht.

      Das wir aus Deutschland weggegangen sind hat seine guten Gründe. Der Entschluss kam, als auch die Wiedervereinigung kam.
      Wir haben eine hübsche und intelligente Tochter, die ein wenig nach mir kommt, der wir aber genügend Zeit lassen festzustellen, wo sie denn mal hin will.

      Ich selbst habe meine künstlerische Ader wiederendeckt. Ich male viel, wenn ich meine Frau nicht unterstützen muss.
      Manchmal verkaufe ich auch Bilder, wenn mir danach ist. Ich muss damit (glücklicherweise) kein Geld verdienen.

      Auf unseren Mut und unser Leben in einem anderen Land bin ich auch "Stolz", das wir es geschafft haben neu anzufangen.

      Meine Frau und ich, wir sind auch sehr sensibel, nehmen Veränderungen und Stimmungen sehr schnell auf. Aber es ist nicht so, dass wir deshalb in einer Maikäferkiste leben.

      Ich mach hier mal Schluss. Ich werde mich aus dem Internet zurückziehen, weil ich nicht möchte, dass Menschen, die ich nicht kenne, mehr über mich zu wissen scheinen, als ich von mir selbst weiss.








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  14. Sehr guter Text auf Konstantin's Seite:
    http://hinter-den-schlagzeilen.de/2014/09/02/schlagt-sie/

    Spricht mir aus der Seele!

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