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Dienstag, 25. November 2014

An welchem Ende des Kabels sitzt eigentlich die 'verrohte Kommentarkultur'?

Abteilung: Trolle - hüben, wie drüben

Die Verrohung der guten Sitten ist schnell ausgemacht:
- Sie droht durch den Osten, der uns alle zu Kommunisten gehirnwaschen will.
- Sie droht von Arbeitslosen, von Sozialschmarotzernleistungsempfängern, die sich ihre Chips und ihre Biere in der sozialen Hängematte reinziehen.

Sie droht aber vor allem von Online-Kommentatoren und Bloggern!
Die den Stuss der 'Qualitätsmedien', der da als Journalismus verkauft wird, auch mal als Solchen bezeichnen.

Immer mehr online-Auftritte der 'Qualitätsmedien' schließen ihre Kommentarfunktion (der verlinkte 'Stuss' kann dort nicht kommentiert werden), oder schränken diese maßgeblich ein.
Man kann das natürlich als Zeichen dafür sehen, dass Putin abertausende von Schreiberlingen angeheuert hat, um meinungsbildend in die Medienlandschaft einzugreifen.
Man kann das aber auch als Indiz dafür sehen, dass die Propaganda (unabhängiger Journalismus ist das wirklich nicht mehr) nicht so verfängt, wie gewünscht.

Wir werden medial zugerichtet.
Tag für Tag.
Wahrheit durch Wiederholung.
Gleichschaltung und Manipulation (Neusprech: Meinungsvielfalt)
Nur durch Werbung unterbrochen - die sich ebenfalls stetig wiederholt und nur 'unser Bestes' will.

Überflutet von Informationen - die fremdbestimmt sind - hören wir oft die Stimme der Vernunft nicht mehr.

Manchmal aber, wird sie doch noch gehört.

Das sollte zur Angewohnheit werden!

Besinnliche Vorweihnachtsgrüße
vom Knecht Duderecht

Kommentare:

  1. Für kritische Menschen nichts Neues ,aber beschämend,in welchem Zustand sich unsere Presse befindet.Und auch,wenn vielleicht keine "Matrix" mit einem Masterplan dahinter steht, kommt man nicht mehr umhin das Wort Gleichschaltung zu benutzen.Und wenn nach dem großen Krieg wieder aufgebaut wird, und man die Folgen der Verantwortungslosen Politik sieht, wird man wieder fragen:"Wie um alles in der Welt konnte es wieder passieren? Warum hat niemand was getan?"Und die Antwort wird,wie damals lauten:"Wir haben nichts gewusst"
    Auch davon nicht:
    http://wir-sind-boes.de/todesfaelle-1.html

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  2. Krasser Link, den Du da gepostet hast. In den 'Qualitätsmedien' finden die Opfer unserer Asozialgesetzgebung natürlich keine Beachtung.
    Stattdessen wird allenthalben die positiven Wirkungen der Agenda 2010 gelobt.

    Gruß, dude

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    1. Ja, er ist krass,aber sie sind nicht die einzigen Opfer.über 7 Millionen lebender Opfer hängt in dieser Hölle fest,die unsere Medien als Segen für unser Land bezeichnen^, und die manche sich nicht entblöden,eine soziale Wohltat zu nennen.Aber es funktioniert,dank dividi et impera, weil bei vielen die Fahrradfahrer-Mentalität vorherrscht:Nach Oben buckeln, nach Unten treten.
      Gruß,der Doctor

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  3. Das Problem ist eben wirklich, dass der Mensch sehr anpassungsfähig ist (das anpassungsfähigste Lebewesen des Planeten), was zu diesem fatalen Doppeleffekt führt:
    Der Mensch kann sich an einen geringen Sozialsatz gewöhnen, der kaum zum Leben reicht. Es fehlt dann der evolutionäre Druck, etwas zu tun - WEDER gegen die sozialen Verhältnisse aufzustehen NOCH Arbeiten zu gehen.

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    1. Interessante These; wirklich!

      Wenn tausende Harz-IV Bezieher auf den Strassen wären, dann würde der Harz-IV-Satz erhöht um das revolutionäre Potenzial zu nehmen. Reiner Pragmatismus um die eigene Macht zu erhalten.

      Wenn aber jede Schweinerei durchgeht, warum sollten unsere politischen Vertreter nicht den Versuchungen der 'Lenker' widerstehen?

      Die Schere geht immer weiter auseinander. Fakt.
      Es wird deshalb immer mehr Verwerfungen geben.
      Und der Pöbel kriegt genau so viel zugestanden, dass er nicht auf die Strasse geht.

      Teile und herrsche

      Grüße,
      Dude

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  4. "Und der Pöbel kriegt genau so viel zugestanden, dass er nicht auf die Strasse geht."

    Das hat Marx schon vor 200 Jahren genauso beschrieben. Der Arbeiter bekommt auch genau so viel Lohn, dass er überlebt, aber sich nicht auflehnen oder gar mehr einfordern kann, da der Jobverlust den Ruin bedeuten würde. Rücklagen kann man mit dem Mickerlohn ja keine schaffen. Marx beschreibt vergleicht das mit einer Maschine. Man spritzt auch nicht mehr Öl rein, als die Maschine zum reibungslosen Laufen braucht. Wäre ja Verschwendung.

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    1. Gestehe, nie ein Buch von Marx gelesen zu haben.
      Trotzdem glaube ich zu wissen, dass er ein großer, prophetischer Ökonom war, der aber nun mal mit seinen Ideen nicht in eine Atmosphäre der Marktgläubigkeit passt.

      Die Besitzverhältnisse haben Einfluss darauf, was gelehrt wird.
      Marx wurde in seinem Erklärungsmodell nie widerlegt.
      Und durch die weitere Entwicklung der Reichtumsverteilungmechanismen in seinen Prognosen bestätigt.

      Letztendlich akzeptieren wir die bestehenden Besitzverhältnisse. Gar den überholten Adel, die Monarchien.

      Und wir schreien auf Demonstrationen:
      "Wir wollen Arbeit!"

      Und von einem Hartz-IV-Empfänger erwarten wir noch ein viel höheres Mass an Angepasstheit und Unterwürfigkeit:
      Der, nämlich soll auch um unterbezahlte und unwürdige Arbeit betteln.

      Aber, hey!
      Alles ist gut, denn wir leben in einer freiheitlich, demokratischen Gesellschaft.

      Die Wahrheit liegt vorgestanzt vor uns.

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  5. Wenn es denn so ist, dass der Mensch so anpassungsfähig ist. Wenn nun Hartz IV-Bezieher gutes Geld zum Leben kriegen würden.. und man an hochinteressantes Leben im Internet führen kann, was für einige Millionen sicher attraktiv wäre. Was würde es dann bedeuten, wenn der evolutionäre Druck weiter gelockert werden würde?

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    1. Welcher 'evolutionäre Druck' lastet noch mal auf Multi- Millionäre und Milliardäre?

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    2. Nimm alles Geld der Reichen und verteile es auf die Bevölkerung, also schreibe allen größere Zahlen auf's Konto. Das Preisniveau wird sich entsprechend anpassen, und es steht weiter die Frage von oben im Raum: Was wäre, wenn der evolutionäre Druck weiter gelockert werden würde?

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    3. Was, zum Teufel meinst Du denn mit 'evolutionären Druck'?
      Bewegen wir uns hier Richtung Sozialdarvinismus?
      Erkläre Dich, oder bist Du nur ein anonymer Troll?

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    4. Hatte ich doch oben beschrieben, 27. November 2014 21:57.

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    5. Ein 'R' vor den 'evolutionären Druck', dann ergibt das ansatzweise Sinn.
      Ansonsten ist das für mich unreflektierter Bullshit.
      Was bitteschön, soll denn der evolutionäre Druck bei den Hartz-Empfängern erreichen?
      Dass die mit noch mehr Euphorie jeden Scheiß-Job annehmen?

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  6. Ach, das Problem liegt ja tiefer. Allein schon die Angestelltengesellschaft: dass die Leute darauf angewiesen sind, dass ihnen jemand Arbeit gibt - und wenn nicht, dann wissen sie sich nicht zu helfen. Wenn sie nie gelernt haben, sich selbst zu helfen aus dieser Abhängigkeit, dann ist Druck natürlich prekär.
    Mit "evolutionärem Druck" meinte ich genauer "Druck, der sich früher vielleicht evolutionär ausgewirkt hätte, heute dankenswerterweise nicht mehr".

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    1. Ich reibe mich am Begriff der Evolution, weil sie nichts mit den bestehenden Besitzverhältnissen zu tun hat.

      Nicht, "The fittest survive", sondern "The riches survive"

      Das hat dann mit Evolution herzlich wenig zu tun.
      Es geht hier um Machtverhältnisse und nicht um biologische Anpassung.

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  7. Naja, um "surviven" geht's ja zumindest im Westen nicht mehr so sehr.
    Und evolutionär sterben eher die Reichen aus, denen scheinen Kinder ja gern mal zu anstrengend zu sein.
    Ich sehe wie gesagt das Problem, dass der Mensch sich an ein Leben mit "wenig" anpassen kann und dann weder gegen die Verhältnisse aufsteht noch einen Anreiz hat, überhaupt etwas beizutragen derart, dass es in der Summe zu einer funktionierenden Gesellschaft reicht, d.h. ohne dass die Lebensstandards für alle weiter sinken.
    Darüber kann man viel theoretisieren - man weiß nicht, was wäre.

    Ich wäre für Experimentalstaaten, für die sich Leute freiwillig zur Verfügung stellen können und in denen über ein paar Jahre Systeme ausprobiert werden. Also Big Brother in seriös. Oder statt "Deutschland sucht den Superstar" "Die Welt sucht das Supersystem".

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    1. Mir fallen da auch gleich paar Staatssysteme ein, in die ich Schwätzer wie dich mal so "probehalber" schicken würde.

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  8. Lieber anderer Schwätzer, ich bin begeistert von deinem Beitrag!

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