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Mittwoch, 19. November 2014

Gedanken die Jemand schrieb, der zuvor Bukowski-Gedichte gelesen hatte

Abteilung: Dirty old Man

Na gut,
mal angenommen,
dass es GOTT wirklich gäbe,
und wir seine Kinder sind:

Wären wir gut geraten in SEINEN Augen?
Ganz der VATER?

Oder würde ER sagen:
"ICH habe Euch die Erde gegeben,
auf dass sie Euch ernähre,
und Euer Auge erfreue.

[Um dann SELBST ein großer Schluck aus der zu Pulle nehmen...]

Na dann viel Spaß noch damit!
Ist kein Thema für MICH;
ICH selbst,
habe noch Planeten genug."

Lasset uns beten!

AMEN
und ein dreifaches
HÖLLEJUJA!
...

Ist ja auch bald Weihnachten,

Christkind,
und so...


Nachtrag für alle juristisch Interessierten:
Müssten hier und heutzutage nicht alle geldwerten Hilfeleistungen (Unterkunft, Geburtshilfe, usw...) im Stall von Bethlehem dem zuständigen Jobcenter gemeldet werden?

Ganz zu schweigen, von den Gaben (neudeutsch: Zuwendungen), der Heiligen drei Könige?

Kommentare:

  1. Jau. Heute müssten Joseph und Maria (wie hießen die eigentlich mit Nachnamen) vermutlich ihren Geldwertevorteil oder wie das heißt beim Amt melden.
    Der entscheiden Unterschied zu heute ist jedoch das es damals kein Amt gab, das sie unterstützte. Und das bringt mich auf einen fatalen Gedankengang:
    Unser Sozialstaat gibt sich zwar als Wahrer der Grundrechte. Ein menschenwürdiges Leben für alle soll gewährleistet werden. In Wirklichkeit werden die Menschen soweit satt gehalten das sie nicht aufstehen. Auf der anderen Seite sorgen Sanktionen dafür, dass sie sich "systemkonform" verhalten. Ein perfides System der Unterdrückung. Soweit sind wir uns alle einig.

    Allerdings sind die Forderungen nach einem höheren Hartz-IV-Satz oder Lockerung von Sanktionen etc. nur Forderungen ein falsches System zu "verbessern". Ähnlich könnte man auch fordern das die Gefangenen in Guantanamo größere Zellen mit Tapeten ihrer Wahl bekommen.

    Die (berechtigte) Kritik vieler Interessensverbände treffen nicht den Kern. Das nämlich unsere Sozialgesetzgebung ein System der Domestizierung ist. (Das ist schon in den Anfängen der Bismarkschen Rentenversicherung angelegt.)

    An einem Bedingungsolsen Grundeinkommen führt kein Weg vorbei. Für mich wäre das der erste Schritt zu einem freien, selbstbestimmten Bürger (und natürlich Bürgerin!). Daraus könnten Impulse entstehen die uns endlich wirklich voranbringen.

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    1. Vielen Dank für diesen Kommentar!

      Zum bedingungslosen Grundeinkommen:
      Habe die Befürchtung, dass dieses höchstens auf Hartz-IV-Niveau umgesetzt werden würde. Höchstens!
      Und Angst, dass das bedingungslose Grundeinkommen zu einer Sozialkostenflatrate verkommen könnte.

      "Allerdings sind die Forderungen nach einem höheren Hartz-IV-Satz oder Lockerung von Sanktionen etc. nur Forderungen ein falsches System zu "verbessern". Ähnlich könnte man auch fordern das die Gefangenen in Guantanamo größere Zellen mit Tapeten ihrer Wahl bekommen."

      Genau diese Worte sprechen meiner Einschätzung nach gegen die Vorstellung, dass das bedingungslose Grundeinkommen grundlegend was ändern könnte.

      Denn der wachstumgsgläubige und reichtumsumverteilende Kapitalismus wird dadurch auch nicht überwunden.

      Grüße,
      Dude

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    2. Hallo Duderich,
      danke für die Antwort.
      Und bei dieser Gelegenheit auch danke für Deinen Blog. Gefällt mir wirklich ausnehmend...

      nein, das bedingungslose Grundeinkommen wird nicht direkt grundlegendes ändern. Vor allem ändert es nichts am Wachstumswahn und an der Reichtums(um)verteilung. Aber es schafft Möglichkeiten. Selbst wenn es nur auf H-IV Niveau wäre könnte man davon Leben wenn man sich nur dem kapitalistischen Konsumdruck entzieht, Was ja positiv ausgedrückt auch zum Umdenken führen kann.

      Die Frage ist, wie konkret der Kapitalismus überwunden werden kann. Revolution? Weder absehbar noch zielführend. Durch neue Parteien? Man sieht was aus Sozialdemokraten und Grünen geworden ist. Das BLGE mag eine Art Strohalm sein. Vielleicht leben wir ja im Zeitalter der Strohalme.

      Grüßle zurück
      Wolfgang.

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    3. Hallo Wolfgang,

      ich möchte die mich umgebenen Umstände überwinden.
      Aber ich schreie auch nicht nach Revolution, denn danach wird der nächste Ausbeuter an die Macht kommen.

      Nein, es muss sich etwas am allgemeinen Bewusstsein ändern.
      Ob ich das noch erlebe, ist fraglich.

      Danke für Dein Lob!
      Tut gut.

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    4. hi Dude, hi Wolfgang,

      so sehe ich es auch: die schönste revolution ändert gar nichts, wenn sich das allgemeine bewusstsein nicht ändert. da wird der stab nur von einem ausbeuter zum anderen weitergereicht. genau das hatten wir ja im "real existierenden sozialismus".
      ich sehe allerdings tatsächlich einen klitzekleinen silberstreif am horizont, insofern ich zumindest bei einem teil der jugend eine gewisse abkehr vom konsumismus spüre.

      teilweise (wie in südeuropa) natürlich erzwungenermaßen. aber trotzdem: die 80er und 90er als studenten nur an karriere und geld gedacht haben, scheinen mir tatsächlich vorbei zu sein. wenn es gelingt diese dynamik zu verstetigen, den leuten klar zu machen, dass glück etwas anderes als ps ist, dann hat der planet vielleicht doch noch ein chance.

      ich träume von einer welt, in der die (alten) investoren-säcke mit offenem mund und in begleitung ihres liebevollen pflege-roboters, vor ihren glitzernden shopping-centern und auto-erlebniswelten stehen und sich fragen, warum all die jungen leute lieber weniger verdienen, aber mehr zeit mit ihrer muße, mit ihren lieben und mit ihren urbanen gärten verbringen, als täglich sauer verdientes geld für unnützen tand auszugeben.

      lg
      don

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  2. Hallo Don M. Tingly

    Das Revolutionen nichts Schönes an sich haben, sondern in Blut getränkt werden, dürfte wohl bekannt sein.
    Der Reformismus, mit seinem Versprechen, die herrschenden Bedingungen ohne Blutvergiessen zum Positiven zu verändern, ist, wie sich heute leicht feststellen lässt, gescheitert und zu einer Rückwärtsstrategie mutiert.

    Was die allgemeine Bewusstseinveränderung betrifft und ob das allgemeine Bewusstsein nicht nur eine Reflexion auf die vorfindbaren Verhältnisse ist, eine Anpassungsleistung der Subjekte an eine sich permanent verändernde Umwelt, da habe ich meine Zweifel, ob dies überhaupt willentlich geschieht.

    Kurz gefasst: Diese Bewusstseinsveränderung ist für mich auch immer Reaktion auf etwas und nicht unbedingt ein willentlicher Akt, der eine allgmeine Bewusstseinveränderung als anzustrebendes Ziel vorgesehen hatte.
    Ich persönlich kann mir sehr gut einbilden, dass sich mein Bewusstsein verändert hat. Und doch merke ich immer wieder, dass diese Veränderung auch an meinem Portemonnaie gebunden ist.

    Es gibt so Vieles, was erledigt werden müsste, wofür aber das Geld immer fehlt, z..B. für die anstehende Ausbildung meiner Tochter.

    Und so kommt es, dass wir das ganze Jahr arbeiten und am Ende nie etwas übrig bleibt, um es dafür auf die Seite zu legen.

    Der gesellschaftliche Reichtum ist so enorm, aber die meisten Menschen sind davon ausgeschlossen.

    Ich halte wenig davon, die ökonomisch bedingte Armut der Menschen, dadurch dass sie einer Arbeit nachgehen, noch durch eine Bewusstseinsveränderung zu verschönern, eine Beschränkung auf ihre vorhandenen Mittel, sich darin einzurichten und dabei auch noch als Avantgarde einer neuen Gesellschaft zu fühlen.

    Habe glücklicherweise nie in deutschen Hartz IV-Verhältnissen leben müssen.








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