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Samstag, 15. November 2014

Zeitgeist

Abteilung: Lebst Du noch, oder denkst Du schon?

Ebola trifft nur die Schwarzen, und Aids nur die Schwulen.
Also kein Grund zur Sorge.

Middlehoff wurde zu streng bestraft, aber auch viel zu wenig.
Jeder, der das gerecht findet, ist getrieben von Sozialneid. Erliegt ganz trivialen Gefühlen, gegen die angeschrieben werden muss.

Ich hoffe, er muss mit den anderen duschen. Oder gibt es Ausnahmeregelungen für 'Leistungsträger?

Ich habe kein Mitleid mit Middelhoff, Hoeneß und die anderen Arschlöcher, die sich elitär über andere erheben, letztendlich aber nur Geschmeiß sind, die parasitär vom gesellschaftlichen Vermögen zehren.

Beide, das unterstelle ich, haben kein Unrechtsbewusstsein. Beide fühlen sich als Privilegierte, die zu Unrecht im Fokus der Justitia gelandet sind.

Fühlt sich jemand von denen beiden schuldig, hat gar ein schlechtes Gewissen?

Ich denke nicht.

Aber WIR sollen uns schuldig fühlen.
Weil wir zu wenig konsumieren.
Weil wir keine Arbeit haben.
Oder, weil wir Arbeit haben, aber zu wenig leisten.

Weil wir das persönliche Glück anstreben, was so gar nicht marktkonform sein will.

Wir, die Menschen, die Selbstverwirklichung anstreben, sind nicht kompatibel, im marktgläubigen Wertegefüge.
Man will uns einreden, dass wir nicht funktionieren.

Unsere Bedürfnisse nach Selbstbestimmtheit, passt nicht in diese Zeit.

Sind unsere Ansprüche verkehrt, oder der Zeitgeist?

Kommentare:

  1. Mal positiv Betrachtet:

    Nicht marktkonform zu sein ist die einzige Möglichkeit gegen das System an zu gehen. Gleichzeitig können die Finanzmitteln erheblich reduziert werden wenn man aus dem "Marktkonformismus" ausschert. Was steht einer Selbstverwirklichung entgegen, wenn sie sich nicht in Richtung "der Geissens" geht? ;)

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  2. Ich habe den heise Artikel auch gelesen. Der Kern ist im Prinzip richtig. Die Masse freut sich, dass es auch einmal einen Reichen getroffen hat. Dabei vergisst diese Masse, dass es diesen Reichen vielleicht nicht geben sollte.
    Macht korrumpiert in vielen Fällen, da stimme ich dem Autor zu. Der Schluss ist, dass man Macht so klein hält, dass sie möglichst wenig Schaden anrichten kann. So weit geht der Autor nicht und regt damit nicht zum nachdenken an.

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