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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Meine persönlichen Gedanken zu Weihnachten

Abteilung: Interessiert das wen?

Eins vorneweg: Ich bin Atheist. Kein Nihilist, ich glaube schon an eine schöpfende Kraft, aber ich bezweifle, dass ein 'Gott' existiert. Das nebenbei und nur um mich richtig einzuordnen (ich will hier beileibe keine theologische Diskussion entfachen).

Heut ist also Heiligabend. Heute wurde also das 'Christkind' geboren, welches später als Jesus firmierte.
Ob eine Person, als 'Jesus von Nazareth' jemals existierte, weiß ich nicht.
Ich bin da unschlüssig, aber selbst als Atheist möchte ich gerne daran glauben.

Ich möchte gerne glauben, dass damals ein junger Revoluzzer gegen die bestehenden Zustände aufbegehrte (jaja, auch gegen die Zinswirtschaft) und für seine Werte sein Leben gab.

Aber, war er der Sohn 'Gottes'?

Ich, persönlich für mich, beantworte diese Frage mit 'nein'. Seine Mutter war nicht 'unbefleckt', und die 'Heiligen Drei Könige' werden sich nicht wirklich zu seinem Geburts-Stall bemüht haben.

Aber, es ändert nichts, ob es tatsächlich so war, oder nicht.
Relevant ist der Glauben.

Wir glauben an Gott.
Wir glauben an Jesus, seinen Stellvertreter auf Erden.
Und wir glauben an Märkte,
und an Wirtschaftswachstum.
An den deutschen Weg des Sozialabbaus,
der sich die anderen EU-Staaten als Beispiel nehmen sollen.

Wir glauben an die Freundschaft mit den USA, die uns ausspioniert und die foltert, weil die Rechte der USA über denen der (eigentlich untastbaren) Menschenrechte stehen.

Und ich will diese Weihnachtsansprachen gar nicht hören:
Nicht die eines selbstgerechten Bundespräsidenten, der auch nur das bestehende System der Gewinnverteilung vertritt, der kein Problem mit der verdachtsunabhängigen Ausspähung hat, aber mit Snowden.
Der kein Problem mit Folter durch unsere 'Freunde' hat.
Da ist ja nur ein Biermann schlechter.

Eure staatstragenden Ansprachen zum 'Fest der Liebe' könnt ihr Euch zusammenrollen und dahin stecken, wo keine Sonne rein scheint!

Trotz alldem,
wünsche ich Euch da draußen frohe Weihnachten, in dem Gedenken und Gedanken, für dass das Christentum eigentlich steht, nämlich Nächstenliebe,
und nicht für weihnachtlichem Konsumrausch, oder wohlfeile Reden..

Eine 'besinnliche' Zeit,
wünscht Euch in diesem Sinne, heut' zur Weihnachtszeit

Euer Knecht Duderich

Kommentare:

  1. Guten Tag Duderich!

    Auch Dir eine besinnliche Zeit!

    Vielleicht ja mal ein paar Tage für Dich, wo Du Dich anderen Inhalten zuwenden möchtest.

    Ja Duderich, wofür steht das Christentum? Es macht für mich keinen Sinn darauf eine Antwort zu suchen.

    Die Antwort bekommen wir täglich frei Haus geliefert.
    Christenmenschen sind nicht unbedingt diejenigen, die eine Abneigung gegen das Anhäufen von Geld haben und die eine Abneigung gegen den Konsumrausch und die das mit der Nächstenliebe gerne von der Kanzel hören, zur innerlichen Erbauung.
    Ein paar Daten aus dem katholischen Frankreich!

    Franzosen geben als Weihnachtsgeschenk pro Kind durchschnittlich 300 Euro aus. Die Umsätze des Einzelhandels haben in diesem Jahr um 6% zugelegt.
    Es werden nicht mehr Geschenke gekauft, dafür aber hochpreisige. Spielzeug ist out. Dafür erhalten schon Zweijährige Smartphones und transportable Computer.

    Ich grüsse Dich, Troptard.




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    1. Hallo Toptard,

      schöne Weihnachtsgrüße nach Frankreich! :-)

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  2. Du solltest unbedingt vermeiden, dich als Atheist zu bezeichnen. Das ist, gemaess deiner Ausfuerungen, ganz was Anderes.

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  3. "Man kann jeden Schwachsinn statistisch begründen" schriebst du, Duderich, eben zu einer anderen Statistik.
    Troptard hantiert hier mit einer Statistik über gestiegene Konsumausgaben.
    Normalerweise werden in Kommentarforen Statistiken angezweifelt (Wer hat sie in Auftrag gegeben? Wie ist sie zustande gekommen? Was soll damit bezweckt werden?) und gern als Argumentationsgrundlage für untauglich erklärt.
    Erst recht gilt dies für Statistiken, die dahingehend ausgelegt werden könnten, dass die Menschen mehr Geld zur Verfügung haben, wenn sie also mehr Geld für Luxus ausgeben. Hier müsste eigentlich der gellende Aufschrei erfolgen, dass wahrscheinlich nur die wenigen reichen Menschen sehr viel mehr Geld ausgegeben haben und dies die Statistik teuflisch verfälscht.
    Aber in diesem Fall lässt sich die Statistik gegen französische "Christenmenschen" benutzen. Und plötzlich findet man keinerlei zweifelnde Erwiderung.
    Dies zeigt mal wieder, wie genau in dem Moment, in dem in einer Statistik die Untermauerung der eigenen Ideologie ausgemacht wird, das weitere Denken eingestellt wird.

    (Zu der von mir genannten Statistik zu dem anderen Thema können wir gern weiter laut nachdenken.)

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