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Dienstag, 10. März 2015

Die erste Ableitung des Wahnsinns: Ein echter Fleischhauer!

Abteilung: Getrennte Zwillinge

Schlagt mich, aber Fleischhauer ist Kult! Was der an satirischen Spitzen draufhat, davon kann sich ein Herr Schramm aber eine Scheibe abschneiden!
In seinem jüngsten Artikel wird der Wahnsinn Jenen attestiert, die dessen fette Beute sind!
Ein satirisch überhöhter Coup!

"Es ist erstaunlich, dass die seltsamen Helden von Syriza noch immer Bewunderung auf sich ziehen, aber der sentimentale Blick auf den Wahn hat links der Mitte Tradition. Von dem marxistischen Psychiater David Cooper stammt die Idee, dass Schizophrenie ein gesellschaftliches Produkt sei, das nur durch eine Revolution geheilt werden könne. So ähnlich argumentieren auch Tsipras und sein Finanzminister: Nicht Syriza ist verrückt, sondern der Kapitalismus, der sie umgibt."

Das hätte selbst ein Hildebrandt (R.I.P.) nicht besser formulieren können!
Und DER hatte es schon übelst drauf, mit im Halse steckengebliebenem Lachen.


Nicht mal, das Fleischhauer als Satiriker auftritt; er überlässt es dem Leser, die gesellschaftskritische Satire in seinen Texten zu erkennen!
Das bedeutet Mut: Man könnte ja durchaus seine Worte als ernst gemeint interpretieren.

Nichts könnte schöner die Absurdität, die Propaganda der Unvernunft, und den Wahnsinn dieser Welt dokumentieren, als dieser Text.

Danke, Herr Fleischhauer!

P.S.: Jaja, ich hab Sie durchschaut! ... Harold Lloyd-Brille, und so...



"Ist der Matrosenanzug in der Wäsche, Jan?"

Kommentare:

  1. der ärmste! gefangen im eigenen wahn, die wahrheit auszusprechen und für verrückt erklären zu müssen. vielleicht hätte er laing lesen sollen. dann wäre ihm vielleicht aufgegangen, dass das gar nicht so schlimm ist und gemeinsam mit liebevollen menschen mit ein wenig geduld aufgedröselt werden kann.

    laing: http://www.alex-sk.de/D_Laing.html

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  2. Genie und Wahnsinn liegen bekanntliche nahe beieinander, aber nicht bei Fleischhauer :D Fleischhauer als Satiriker, danke YMMD :)

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  3. Stark ist auch der hier...
    Der griechische Leiter von Transparency International, Kostas Bakouris:

    "Das heutige Ausmaß bekam die griechische Korruption erst Anfang der Achtzigerjahre, als der Sozialist Andreas Papandreou Premierminister wurde. Er brachte reihenweise Parteianhänger im öffentlichen Dienst unter, die für diese Jobs eigentlich nicht qualifiziert waren. Damals ging die Idee einer Leistungsgesellschaft den Bach runter, und wir haben unsere Werte verloren."

    SpOn: "Aus deutscher Sicht erscheinen ... die griechischen Beamten reichlich inkompetent."

    Bakouris: "Das sind sie ja auch. Was wollen Sie erwarten, wenn die Leute ihre Jobs aus politischen Gründen und oftmals ohne jede Ausbildung bekommen haben?

    ...unsere Umfragen zeigen, dass sich 2013 knapp 30 Prozent der Griechen geweigert haben, geforderte Schmiergelder im öffentlichen Sektor zu zahlen - zwei Jahre zuvor waren es noch 25 Prozent."

    70 % der Griechen zahlen also Schmiergelder im öffentlichen Sektor...
    Aber dieser Sozialist Andreas Papandreou wollte den Menschen ja nur ein glücklicheres Leben geben als Alternative zum Kapitalismus, nicht wahr?

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  4. ja, ja, mein freund, der Fleischhauer!

    ich frage mich bei dem schon lange, ob er den stuss, den er von sich gibt selber glaubt, oder ob es einfach nur um möglichst reißerische texte geht.
    ich hoffe mal für ihn, dass letzteres der fall ist. im anderen fall heben wir es mit einem ausnahmeexemplar des neoliberalen psychopathen zu tun:

    ein echter Frankenstein der libertären gehirnwäsche, wie wir sie seit Friedman, Reagan und Thatcher in den 70ern erleben.
    leider ist er nur einer der prominentesten. viel gefährlicher ist das verbreiten dieser menschenverachtenden ideologie in schulen und hochschulen.

    hier ein sehr gutes buch dazu: Unterwerfung als Freiheit. Leben im Neoliberalismus, von Patrick Schreiner

    die ideologisierung funktioniert offenbar prächtig, wenn menschen den sozialismus mit verweis auf Papandreou ablehnen (lol!!). die selben halten auch Nordkorea für einen kommunistischen staat, Saudi-Arabien für den anker der stbilität und die USA für eine demokratie.....

    ....ich muss aufhören, mir tränen die augen vor lachen.... oder weinen?

    lg
    don

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    1. Lesetipp zum Griechen-Bashing:
      http://www.gegenblende.de/++co++fee6d932-c8a5-11e4-93a4-52540066f352

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    2. Don M. Tingly,
      Papandreou selber würde dir nur ahnungslose Frechheit konstatieren, wenn du seine 1974 als Alternative zu den Konservativen gegründete "Griechische Sozialistische Bewegung" als nichts von dem hinstellst... wenn er noch am Leben wäre.

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    3. @Salvator:
      Rudimentäre Kenntnisse der deutschen Grammatik wären leider geil.
      So bleibt nur ein diffuser Wortsalat.

      Finger weg von Drogen!
      ... mahnt der Duderich

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    4. Ja Duderich, schön vom Thema abgelenkt. Es muss "attestieren" heißen. Zufrieden? Dann weiter:

      Wenn man sich anschaut, worauf Linke Hoffnungen setzten, um später jedes Mal wie Don M. Tingly Tränen lachend oder weinend darauf zurückzuschauen...
      All die Aktivisten, die in den '50er und '60ern vom Westen in den Osten gingen, in die DDR, weil sie dort das bessere System sahen...
      Oder Die Grünen ... Gerhard Schröder ... Tony Blair... Barack Obama... Francois Hollande... Venezuela mit Hugo Chavez (siehe Jens Bergers Artikel dazu kürzlich)...
      Andreas Papandreou stand dagegen in seiner Haltung ungebrochen als NATO- und USA-Gegner und Autor von Büchern wie "Kritik des amerikanischen Kapitalismus".

      Und nun eine griechische Linke, die mit Rechtsextremen koaliert, ein Spitzelsystem unter den Bürgern konstruiert und Flüchtlinge aus anderen Ländern als Waffe einsetzen will...
      Wir werden sehen, was es rückblickend da noch alles zu belachen und zu beweinen geben wird.

      Auf diese Themen kann der "Gegenblende"-Artikel natürlich nicht eingehen, stattdessen kann er niemand anderen als Helmut Kohl anführen, zu deren Vermächtnis die Politik bitte zurückkehren möge.
      Dies in einem linken Artikel zu lesen - darüber kann man wirklich Tränen lachen.

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  5. Die Wahrnehmung, bzw. die Interpretation ist nun mal subjektiver als wir denken.
    Wir halten Fleischhauer für verrückt und verblendet, andere z.B. uns Sahra.

    Faszinierend (R.I.P. Leonard) in diesem Zusammenhang ist folgendes Phänomen (die meisten werden es kennen):

    http://www.n-tv.de/panorama/Dieses-Kleid-macht-die-Welt-wahnsinnig-article14600441.html

    Verschiedene Wahrnehmungen - unüberwindbare Barrieren,.
    Der glaubt, was er schreibt. Und ja - er schwimmt mit dem Strom und nicht gegen ihn (leider - wobei ich weniger die Schwimmrichtung Fleischhauers bedaure, sondern viel mehr die Strömungsrichtung).

    Und wir, die Deutschen, die Europäer, der Westen hacken auf die frisch gewählte Regierung rum (hat man nicht 100 Tage Schonzeit nach alter Tradition?).
    Ironischer Weise ist ja Griechenland die Wiege der Demokratie, und da wagt es eine frischgewählte Regierung tatsächlich, zu versuchen ihre Wahlversprechen umzusetzen - schlicht, wofür gewählt wurden, per Mehrheitswillen des Volkes.
    Und genau hier kann man schön sehen, in welcher Wertigkeit Demokratie und Humanismus im Verhältnis zum Schuldendienst gesetzt wird.
    Und Fleischhauer hat, wie viele andere, auch überhaupt kein Problem damit, dass dort der Hunger ausbricht und die Selbstmordrate steigt.

    Ich fühle mich in diesem 'westlichen Wertekonsens' nicht mehr vertreten.
    Das, was heutzutage als westliche Werte verkauft wird, ist nicht das wofür ich stehe.
    Ich fühle mich wie Kevin Costner in "Der mit dem Wolf tanzt" oder dieser Soldat in 'Avatar' (eigentlich die gleiche Geschichte).

    Eigentlich befinden wir uns in einem sehr dunklem Zeitalter. Ähnlich, wie das Mittelalter. Nur ein wenig subtiler....

    LG
    Dude

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  6. "100 Tage Schonzeit" ist ein Ritual der parlamentarischen Opposition, dass sie in dieser Zeit keine Angriffe gegen neu Gewählte fährt. In der Presse gab es das noch nie.

    Da versucht eine frisch gewählte Regierung, Wahlversprechen umzusetzen? Dann soll sie sich vorher überlegen, was davon wie umzusetzen ist, und vor allem nicht nachher andere (!) verantwortlich machen, wenn es nicht klappt!

    Aber Freunde der Linken haben wirklich einiges zu verkraften in diesen Tagen. Heute z.B.:
    "Der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis rief Kanzlerin Angela Merkel dazu auf, einen Wachstumsplan für Europa vorzulegen."

    Ein Linker ruft Merkel zur wirtschaftlichen Führung Europas auf - und dann noch zu "Wachstum", das zutiefst geächtete Teufelsmantra des Kapitalismus!
    Ich kann verstehen, wenn ihr angesichts dieses grässlichen Verrats linker Ideologie jämmerlich kollabiert.

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  7. @ Salvator:

    ich verstehe nicht ganz, um was es dir hier eigentlich geht. willst du argumentieren, oder lediglich neoliberale ideologie verherrlichen?
    es ist ja schon beinahe grotesk, wie du Andreas Papandreou als tapferen "echt sozialistischen" kämpfer gegen NATO und USA aufbaust, nur um dann daran festzumachen, dass sozialismus angeblich zu korruption führt?!?

    ich möchte ja Papandreou und seinen motiven nichts nehmen, aber Griechenland war doch zu keiner zeit ein sozialistischer staat. immerhin ist es unter seiner regierung mitglied der EU geworden. glaubst du, das hätte funktioniert, wäre Griechenland ernsthaft sozialistisch gewesen? die PASOK war von anfang an maximal sozialdemokratisch.
    die namen und etiketten ändern an den fakten ja nichts. die regierungspartei in China nennt sich schließlich auch nach wie vor KP, obwohl sie den puren turbokapitalismus betreibt.
    deswegen taugen auch deine weiteren beispiele nur vereinzelt: die Grünen waren anfangs sicher links. ihnen haben wir auch einiges zu verdanken. heute sind sie eine FDP für möchtegern-hipster. Schröder, Blair, Hollande? genossen der bosse! und Obama? in den USA ist ja selbst ein linksextremist noch überzeugter marktliberaler.
    einzig Chavez hat was erreicht. obwohl das in Amerikas hinterhof quasi unmöglich ist. aber ohne ihn gäbe es vermutlich keinen Morales und keinen Correa. leider ist ihm nicht genug zeit geblieben und jetzt geht die US-saat auf und der staat wir zerrissen.

    aber zugegeben: es ist sehr schwer, den leuten die vorzüge des sozialismus klarzumachen, wenn auf der anderen straßenseite die leuchtreklame des unbegrenzten konsums flackert. die Cubaner träumen von iphones, CK-anzügen und chevy-pickups, wie sie es aus den amerikanischen tv-soaps kennen. es wird ihnen vorgemacht, jeder kann das haben, er muss sich nur ein bisschen anstrengen.
    man sollte öfter die tristesse aus den slums von Detroit und Baltimore, oder die öde des white trash aus Oklahoma zeigen - das hätte jedenfalls mehr wahrheitsgehalt.
    es ist einfach zu offensichtlich, dass der kapitalismus überall verbrannte erde hinterlässt: zerstörte umwelt, verelendete massen, gigantischen reichtum einzelner auf kosten der mehrheit.

    und zu GRI:

    was willst du eigentlich?
    wenn sie einen schuldenschnitt fordern, ist es nicht recht. wenn sie einen wachstumsplan fordern, ist es auch nicht recht. was sollen sie also deiner meinung nach tun? schulden mit zinseszins lassen sich nunmal nur mit einer wachsenden wirtschaft begleichen. das ist simpelste finanzmathematik.
    aber mach dir mal keine sorgen: am ende wird ein schuldenschnitt kommen. einem nackten kann man nunmal nicht in die tasche fassen.
    und wir alle werden noch lernen (müssen), dass das neoliberale weltbild aus jeder-gegen-jeden, the winner takes it all und bloß niemals solidarität am ende nur eine handvoll sieger kennt, aber massen von verlierern.
    die Deutschen werden spätestens in 15-20 jahren - wenn zig millionen in altersarmut versinken - merken, was die leuchtreklame von der anderen straßenseite wert war.

    lg
    don

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    1. Papandreou, Schröder usw. waren Beispiele für Leute, die einmal zu unterschiedlichen Graden Hoffnungsträger der Linken waren, auf dass sich zumindest ein bisschen "die Richtung" ändere.
      Bei allen "tränen [den Linken] aber die Augen vor Lachen oder Weinen" rückblickend, wie du es bzgl. Papandreou sagst, der von den Genannten wohl zeitlebens in seiner Gesinnung noch der Konsistenteste war.
      An Ansätzen hin zu einem anderen "System" haben Linke also nichts als Lachnummern vorzuweisen.

      Trotzdem glauben Linke, dass die Erlösung darin liege, nur konsequent in die Richtung zu gehen, die nur Lachnummer hervorgebracht hat.
      Dann heißt es natürlich: Der Kapitalismus verunmöglicht ein Aufkommen des Sozialismus, degradiert jeden Ansatz zur scheiternden Lachnummer. Leider wurden Sozialismen auch in vom Westen wenig beeinflussten Ländern zu Lachnummern. Häufiger eher zu grauenvollen solchen.

      Und wie soll man anhand von Lachnummern auch die Menschen zu einem Systemwechsel bekehren? Dazu muss keine Reklame blinken, es reicht der Blick auf die Lachnummern und das Grauen anderer Ansätze.

      Oder der Blick auf den Sozialstaat. Wir hatten nie zuvor einen Sozialstaat in dem Umfang wie er unter dem Kapitalismus entstand, der ja angeblich nur verbrannte Erde hinterlässt. Wie will man den Leuten also erklären, dass das System, das den größten Sozialstaat hervorgebracht hat, der Abgrund ist?
      Dass der Sozialstaat spätestens seit Schröder nicht ständig größer wird, ändert nichts an dem Fakt.

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    2. also den linken, für den Schröder jemals hpffnungsträger war, musst du mir zeigen. vielleicht in den 70ern während seiner juso-zeit - möglich. sicher nicht mehr nach seinen ersten wahlerfolgen. da verwechselst du immer "links" mit "sozialdemokratisch", was spätestens seit Schmidt nicht mehr gilt. eigentlich schon nicht mehr seit der verabschiedung vom sozialismus als ziel in den 50ern.
      was du mit deinen "lachnummern" meinst, verstehe ich nicht.
      der kapitalismus "verunmöglicht" sozialistische ansätze nicht - er bekämpft sie. und das eben mit seinen waffen. es ist ungefähr so, wie wenn der eine ein kind dazu bringen will, seine hausaufgaben zu machen, um was "fürs leben" zu lernen, der andere aber permanent mit playstation und kinderschokolade wedelt. wer hat da wohl kurzfristig mehr erfolg?
      von welchem "grauen" sprichst du im zusammenhang mit sozialistischen staaten, die es nicht auch im kapitalismus gäbe oder gegeben hat?
      und schließlich der sozialstaat. ja, den gibt es. aber sämtliche seiner errungenschaften mussten dem kapitalismus abgerungen werden. Bismarck musste von den arbeitern und dem Zentrum gezwungen werden, renten- und krankenversicherung einzuführen. alle sozialen errungenschaften nach dem krieg wurden von kirchen und gewerkschaften gegen die unternehmer durchgesetzt. seit den 70ern ist all das aber in der defensive. das zeigt sich zb ganz klar an den sinkenden lohnquoten im gesamten westen. wie gesagt: in 20 jahren wird das ganze kartenhaus bei uns zusammenbrechen.
      von völkerwanderungen und bürgerkriegen in folge der globale ausbeutung gar nicht zu reden. oder glaubst du im ernst die nsa betreibt ihren ganzen aufwand wg. einer handvoll islamisten? die erwarten aufstände, bürgerkriege und millionen von armutsflüchtlingen aus lateinamerika. darauf bereiten sie sich und ihre landsleute vor.
      wie sagt es der papst so treffend: dieses system tötet.

      lg
      don

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    3. @Don:
      Leseempfehlung:
      https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-freidenker-1

      LG
      Dude

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    4. danke Dude,

      der mann ist ein brillanter kopf. alle seine argumente kannst du an der diskussion hier bestens nachvollziehen.
      leider befürchte ich, es wird trotz aller bemühungen alles wieder so enden, wie in den 30ern. die antworten der faschisten sind einfach platter und damit eingängiger für die krisenverlierer. es wird den rattenfängern deswegen am ende wieder gelingen, die mehrheit auf ihre seite zu ziehen und am ende wird alles wieder in schutt und asche liegen. nur wird die SPD diesmal auch zu den verrätern gehören - schade.
      das alles gehört wohl zum "projekt mensch". vielleicht wird die friedensperiode nach dem nächsten rückschlag ja noch länger als diesmal.
      ich würde gerne wissen, wie die aufgeklärten menschen der 20er jahre das erlebt haben. die müssten doch heute alle ein deja-vu haben, oder?

      lg
      don

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    5. Ich habe mich mittlerweile von meinem linken Zweckoptimismus entfernen müssen - wie der Autor.
      Mit ach so tollen linken Theorien kommt man einfach gegen die medial gestützten (Vierte Gewalt, haha!) Dogmen nicht mehr an - egal wie gut die eigenen Argumente sind (oder wie schlecht die der Anderen).

      Lausige Zeiten.

      Im Gegensatz zu den 30ern des letzten Jahrhunderts ist man ja bereits geschichtlich vorgewarnt - und doch ohnmächtig ob der bestehenden Zustände. Sehenden Auges Richtung Dystrophie, ohne den Optimismus eines Wandels durch wachsendes revolutionäres Potential ob der immer größeren gesellschaftlichen Spaltung, ist das alles in der Kombination schon ziemlich frustrierend.

      LG
      Dude

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  8. @Salvator
    Vielleicht nimmst du mal den Kopf aus dem Hintern der Obrigkeit, damit du die Realität wieder erkennst.die Sozialversicherung wurde von Bismarck nur eingeführt, um den Sozialdemokraten den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem er ihr Thema besetzt(tut Merkel ja jetzt auch wieder,Stichwort :Mindestlohn,Rente mit 63).ander soziale Errungenschaften, wie Arbeitschutzgesetze ,,40-Stunden-Woche,betriebliche Mitbestimmung,etc. mussten gegen den erbittern widerstand von Wirtschaftsverbänden und Kirchen erkämpft werden.Fazit:Den Sozialstaat haben wir nicht durch, sondern trotz des Kapitalismus.
    aber für dich hat der Kapitalismus wohl auch erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts angefangen.Dabei ist er ein ganz alter Hut.Ich nenne nur Hanse, das erste Bankwesen, gegründet durch den Templer-Orden, oder namen wie Fugger oder Medici.
    Nur jetzt wird er wieder eingerissen ,sieh dir die USA an, sieh dir Griechenland an, oder auch Deutschland(Stichwort z. B.,Hartz IV,was hat das mit sozial zu tun?)oder Union-Busting, das wir verstärkt auch in Deutschand haben.
    http://arbeitsunrecht.de/
    Das alles ist Ausdruck des rücksichtslosen shareholder-Value-Kapitalismus,der nur noch Renditen kennt.und spätestens wenn TTIP kommt,ist der Sozialstaat bald Geschichte.

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  9. Ihr sprecht hier im Glauben, mich zu widerlegen, dabei bestätigst Ihr, was ich sage:
    In keinem anderen "System" zuvor wurde eine Sozialstaatlichkeit dieses Ausmaßes erreicht - und das fortlaufend, und das selbst unter "konservativer" Regierung, und das selbst, ohne dass die Leute zur Revolution bereit auf der Straße standen.
    Siehe die großen Eckpfeiler des Sozialstaats, die unter CDU-Regierung errichtet wurden:
    1961 Bundessozialhilfegesetz unter Adenauer
    1969 Gesetz zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall unter Kiesinger
    1995 Pflegeversicherung unter Kohl

    Unter dem Kapitalismus war das alles erstmals möglich. Er wird nicht das Ende der Geschichte darstellen, aber er war die Richtungsänderung, unter dem erstmals etwas ermöglicht wurde, was es zuvor nicht gab.

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    1. was soll das zeigen?

      meines wissens sind die menschen im ostblock auch nicht verhungert. auch sie wurden im krankheitsfall behandelt und im alter gepflegt. mit dem einzigen unterschied, dass die krankenschwester völlig zu recht das gleiche verdient hat wie der chirurg.

      auch im sozialistischen Cuba hungern keine kinder (wie im kapitalistischen Griechenland oder Spanien), die ausbildung ist gratis, weswegen sogar viele US-amerikaner zum studieren kommen, weil sie sich zu hause die studiengebühren nicht leisten können. jeder wird gratis medizinisch versorgt, nicht wie in den USA, wo menschen auf dem flur der klinik sterben, weil sie kein geld für den arzt haben. nicht umsonst ist die lebenserwartung auf Cuba höher als in Amerika.

      aber klar, dafür hat auf Cuba nicht jeder ein iphone. man geht nicht zu mcdonalds und man erntet keinen monsanto-mais.
      und in Deutschland?
      was soll eine "sozialhilfe" von der man nicht menschenwürdig leben kann? was soll "lohnfortzahlung" bei löhnen mit denen man nicht über die runden kommt? und was soll eine "pflegeversicherung", bei der die alten mangels geld im drei-bett-zimmer ans bett geschnallt werden und mit beruhigungsmitteln ruhiggestellt, weil die pfleger chronisch unterbesetzt und schlecht bezahlt sind?

      und das alles, während der reichtum des obersten prozents so durch die decke geht, dass sie buchstäblich nicht mehr wissen, wohin mit dem geld.

      vor dem kapitalismus mit seiner vergötterung des individuums brauchte man all diese gesetze gar nicht. weil die menschen - in familien-, gemeinde- und regionalverbänden - untereinander solidarisch waren. wie zuletzt nach '45. auch da haben sich die menschen gegenseitig geholfen. ohne gesetze, die jedem einreden wollen: denk nur an dich selbst - um die anderen kümmert sich der staat. während er sie in wahrheit kümmerlich vegetieren lässt.
      das ist die neoliberale ideologie: jeder für sich selbst. dem stärksten alles. und den staat nur, um das ganze abzusichern (nicht damit der böse schwarze block kommt und mir MEIN auto abfackelt - gell?)

      lg
      don

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  10. @Salvator
    Nette Nebelkerzen und Ablenkungsversuche
    Ich hatte schon darauf hin gewiesen, das Dinge gegen den Widerstand von Wirtschaftsverbänden und Kirchen durchgesetzt wurden,insbesondere die ersten Beiden.Übrigens:In den "antikapitalistischen staaten ,wie der DDR oder Kuba, worauf Don ja auch hinweist,gab es den Sozialstaat in noch größerem Ausmaß.

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  11. Im Übrigen wies ich auch auf Hanse ,etc hin.Das war auch Kapitalismus, aber ohne Sozialstaat.
    Und nochmal, was Adenauer und co. eingeführt haben,kam nicht wegen,sondern TROTZ des Kapitalismus
    Ach so, im ersten Wahlprogramm von Adenauers CDU hies es:
    „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von
    Grund aus erfolgen.
    Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“
    (Aus dem Ahlener Programm der CDU v. 1947)

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  12. Die Sozialhilfe scheint in den von dir genannten Ländern durchaus menschenunwürdiger zu sein als in Deutschland. Wenn es hier genauso oder gar schlechter wäre, warum kommen dann Leute her, um hier leben zu wollen? Das wüsste ich gerne.

    In Russland überstiegen die Renten generell gerade kürzlich erst das Existenzminimum, sagt Wiki. Dass es mit den Renten bei uns auch nicht zum Besten bestellt ist, bestreite ich nicht, aber das gleichzusetzen mit den Zuständen in weniger-kapitalistischen Ländern, geht wohl zu weit.

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    1. also jetzt musst du aber selber lachen, oder?
      die leute kommen doch nicht vorwiegend aus sozialistischen ländern zu uns, sondern ganz im gegenteil: sie kommen aus schwarzafrika, wo der entfesselte raubtierkapitalismus gepaart mit gnadenloser postkolonialer ausbeutung (zum wohle unserer (!) wirtschaft) die lebensbedingungen der menschen restlos zerstört hat. oder vom Balkan, wo nach (!) dem zusammenbruch des sozialismus, nationalismus und wirtschaftliches konkurrenzdenken die menschen gegeneinander aufgehetzt haben.
      und in Russland waren die renten nie unter dem existenzminimum - bis der kapitalismus westlicher prägung kam. wobei ich damit nicht sagen möchte, dass die UdSSR ein anzustrebendes system gewesen wäre.
      aber auch in der DDR gab es keinen hunger und keine fehlende medizinische versorgung. was den sozialisten fehlte war einzig die skrupellosigkeit der westlichen imperialisten, die sich die ganze welt militärisch untertan gemacht haben und so dafür gesorgt haben, dass ihre währungen anerkannt werden, obwohl angesichts der verschuldung der dollar eigentlich keinen cent mehr wert ist als der rubel. die amerikanischen eliten haben mit schulden, die sie die einfachen leute über steuern und einschnitte im sozialbereich bezahlen lassen, eine weltmilitärmacht aufgebaut, mit der sie ihre interessen überall und immer durchsetzen können. das ist zwar die voraussetzung für den erfolg des kapitalismus, wäre aber mit jedem anderen system auch machbar - wie die Chinesen gerade anfangen zu zeigen.
      der skandal im kapitalismus ist und bleibt doch, dass wir werte in ungeahntem ausmaß produzieren und es dann zulassen, dass diese so ungleich verteilt werden, dass die einen verhungern und die andern nicht wissen, wohin mit dem geld.
      wir müssen uns endlich mal klar machen, dass an der erwirtschaftung der werte ALLE beteiligt sind: die krankenschwester genauso wie der chefarzt, die reinigungskraft genauso wie der ingenieur und der direktor nicht mehr als seine sekretärin.
      selbst diejenigen, die nicht gegen geld arbeiten, haben ihren anteil. auch die sind irgendjemandes freund, oma oder vereinskamerad. auch sie tragen bei zur gesamtleistung einer gesellschaft, indem sie anderen (ehrenamtlich) helfen, sie emotional unterstützen oder sich einfach nur deren sorgen anhören.
      den psychopathischen, asozialen schmarotzer, der auf kosten aller anderer faul in der hängematte liegt und keinerlei gesellschaftlichen nutzen hätte - den gibt es ausschließlich in den kranken gehirnen neoliberaler ideologen.

      schönen sonntag

      don

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  13. Es stimmt nicht, was du sagst, Don. Die Leute kommen sehr wohl vorwiegend aus sozialistisch geprägten Ländern zu uns, seitdem sie diese verlassen können.
    An der Spitze der Herkunftsländer von Einwanderern stehen Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn:
    http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/2792762168/1.2176096/article_multimedia_overview/infografik-einwanderung-von.jpg

    Nach genau deiner Logik müssten ja in der Vergangenheit die "gegeneinander aufgehetzten" Menschen aus kapitalistischen Ländern in diese Länder geströmt sein. Das war nie der Fall.

    Die Lebensqualität in der DDR mit der in der BRD tendenziell gleichsetzen zu wollen, ist lächerlich. Ich war vor der Wende noch "drüben" und habe mir ein Bild gemacht.

    Es bleibt dabei: Freunde des Sozialismus' haben nichts vorzuweisen, was sich als verlockendes Vorbild gegen den Kapitalismus positionieren ließe.

    Du schreibst es ja selbst: Den Kapitalismus zeichnet es aus, dass er "Werte in ungeahntem Ausmaß produziert" - und fraglos besser bei der Verteilung sein könnte.
    Die Verteilung ist in Zeiten des Kapitalismus aber besser als vorher geworden. Entwicklungsländer stehen heute zu allermeist besser da als vor Jahrzehnten. Nur weil dieses "ungeahnte Ausmaß an Produktion von Werten" überhaupt stattfindet, kann überhaupt "mehr" verteilt werden.

    Schönen Sonntag auch!

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  14. Oh, oh Salvator, auf welchen Planeten lebst du denn?

    Einwanderer aus Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn kommen nicht aus sozialistisch geprägten Ländern - heute nicht und auch vor dem Zusammenbruch des sogenannten Ostblocks nicht. Sozialismus gibt es nirgendwo und hat es auch noch nie gegeben. Es gibt nur Versuche, ihn aufzubauen, in meinen Augen zum Scheitern verurteilt, da der Raubtierkapitalismus auch im Zuge der Globalisierung sich überall breit macht und seine Verelendungspolitik über breite Bevölkerungsschichten bringt. Jeder Versuch, in einem Land Sozialismus aufzubauen, wird im Keim erstickt und sei es, dass man den vom Volk gewählten Regierungschef wegputscht.

    Du schreibst: "Nach genau deiner Logik müssten ja in der Vergangenheit die "gegeneinander aufgehetzten" Menschen aus kapitalistischen Ländern in diese Länder geströmt sein. Das war nie der Fall."

    Du scheinst nur schwarz oder weiß zu kennen und Zufriedenheit nur am materiellen Wohlstand festzumachen. Haben, Haben, Haben....
    Ein sehr armes Leben und . was ganz schlimm ist, auf Kosten anderer Länder. Als 1989 die Mauer fiel, sind die meisten DDR-Bürger geblieben und nicht in den "materiell goldenen Westen" umgesiedelt.

    Du schreibst: "Die Lebensqualität in der DDR mit der in der BRD tendenziell gleichsetzen zu wollen, ist lächerlich. Ich war vor der Wende noch "drüben" und habe mir ein Bild gemacht."

    Das Leben in einem Land einschätzen zu können. weil man mal da war, ist lächerlich. Klar, hatte das Leben dort auch viele Nachteile, aber die finde ich zum großen Teil hier immer noch und zum Teil so gar noch stärker, wenn ich die flächendeckende Überwachung der Bevölkerung betrachte. Was jetzt viele Menschen umtreibt, ist die Existenzangst. Die kannte in der DDR keiner. Klar, war der materille Wohlstand nicht so dolle, aber niemand verhungerte......schrieb alles Don schon.

    Salvator, du entpuppst dich immer mehr als Fundamentalist und mit diesen zu diskutieren ist zwecklos. Du würdest unsere Argumente niemals akzeptieren oder versuchen nachzuvollziehen, auch wenn sie dich in der Realität anspringen.

    In Europa verelenden ganze Völker und du feierst die Vorzüge des Kapitalismus.

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  15. danke Ruby,
    es wäre glaube ich wirklich an der zeit, dass menschen, die im osten gelebt haben den mut und die gelegenheit finden frei zu sagen, was sie vom kapitalismus halten:
    du bringst es völlig richtig auf den punkt. sie hatten vielleicht weniger materiellen wohlstand und weniger reisemöglichkeiten. aber dafür mussten sie nicht permanent angst um die schiere existenz haben.
    und ein leben in permanenter angst ist die größte folter und damit das größtmögliche verbrechen gegen die würde des menschen.
    der kapitalismus erzwingt dieses leben in angst aber, weil er einen täglichen kampf jeder gegen jeden fordert, bei dem es für 99% der menschen immer nur eine frage der zeit ist, bis sie auf einen stärkeren treffen.
    unser "glück" ist momentan noch, dass es die 3. welt gibt, wo die menschen noch schwächer sind und wir auf deren kosten leben können (und auf kosten künftiger generationen, die sich ohnehin nicht wehren können).
    die ansicht Salvators können sich nur diejenigen leisten, die erstens das alter und zweitens den status erreicht haben, dass ihnen die entwicklung gleichgültig sein kann. in einem wort: der klassische CDU-wähler.

    @Salvator: Thomas Picketty hat gerade höchst wissenschaftlich nachgewiesen, dass für die letzten 200 jahre die rendite des kapitals stets über dem gesamtwachstum lag. also dass die verteilung des reichtums immer schlechter wurde - nicht wie du fälschlich schreibst besser.
    das werk ist der endgültige beweis dafür dass die neoliberale mär vom sog "trickle-down-effekt" eben nichts als eine mär ist und der kapitalismus nichts als eine gigantische umverteilung von unten nach oben.


    lg
    don

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  16. @Salvator, wenn dich Folgendes nicht zum Nachdenken bringt, solltest du mal über dein Menschsein nachdenken.

    Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt:

    Die Demokratie, die Heilige Kuh der modernen Welt, befindet sich in der Krise. Und es ist eine tiefgreifende Krise. Im Namen der Demokratie werden alle Arten von Verbrechen begangen. Aus ihr wurde wenig mehr als ein ausgehöhltes Wort, eine hübsche Schale, jeglichen Inhalts oder Sinns entleert. Sie ist so, wie man sie haben will.
    Die Demokratie ist die Hure der freien Welt, bereit, sich nach Wunsch an- und auszuziehen, bereit, die verschiedensten Geschmäcker zufrieden zu stellen. Man nutzt und missbraucht sie nach Belieben. Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Maß an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten.

    Aber moderne Demokratien existieren lange genug, und neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren – die “unabhängige” Justiz, die “freie”! Presse, das Parlament – und sie zu ihren Zwecken umzuformen.

    Der Historiker Polybios (um 200–118 v. Chr.) prägte für diese Art Demokratie den Begriff Ochlokratie (altgr. ὀχλοκρατία, aus ὄχλος óchlos ‚Menschenmenge, Masse, Pöbel‘, und -kratie, deutsch auch Pöbelherrschaft).

    Polybios stellt die Ochlokratie als Verfallsform oder „Entartung“ der demokratischen Staatsform dar. Dabei geht die Orientierung am Gemeinwohl verloren, statt dessen bestimmen Eigennutz und Habsucht das Handeln der Gewählten.

    Warren Buffet zitiert aus der Quelle:
    2006

    ”There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. Novemberr 2006

    („Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen”)

    2011

    “My friends and I have been coddled long enough by a billionaire-friendly Congress. It’s time for our government to get serious about shared sacrifice.” – Stop Coddling the Super-Rich, by Warren E. Buffett, New York Times 14. August 2011

    („Meine Freunde und ich sind lange genug von einem Milliardär-freundlichen Kongress verhätschelt worden”)

    Bemerkenswert ist das letzte Zitat. Buffet nennt eine Ursache seines und den seiner Freunde Reichtum. Die Politik. Das ist nicht verwunderlich, sitzen doch im Kongress mittlerweile überwiegend Millionäre.

    Quelle: http://aristoblog.de/2014/02/der-krieg-der-reichen-gegen-die-armen/

    @Don M. Tingly

    Danke für dein Feedback. Ich lese deine Kommentare immer sehr gern. Ich habe über das Leben in der DDR hier schon mal gepostet, da bin ich von einigen Kommentatoren gevierteilt worden. Seitdem bin ich vorsichtig.

    Gruß Ruby

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  17. "Klar, hatte das Leben dort [in der DDR] auch viele Nachteile, aber die finde ich zum großen Teil hier immer noch und zum Teil so gar noch stärker, wenn ich die flächendeckende Überwachung der Bevölkerung betrachte. Was jetzt viele Menschen umtreibt, ist die Existenzangst."

    "der kapitalismus erzwingt dieses leben in angst aber..."

    Warum war dann die Selbstmordrate in der DDR 2-3 mal so hoch wie heute hierzulande - im Vergleich ja sogar noch weit fortgeschrittenerem Kapitalismus heute? Wer hat die Antwort?

    Man kann es drehen und wenden wie man will - es gab bisher hier immer Fakten, die Eure Aussagen nicht aufrecht erhalten lassen.
    Jetzt kommt wahrscheinlich, dass die Selbstmordrate diesbezüglich keine Aussage hat oder dass sie hierzulande nach unten oder damals dort nach oben gefälscht wurde...

    "dass für die letzten 200 jahre die rendite des kapitals stets über dem gesamtwachstum lag. also dass die verteilung des reichtums immer schlechter wurde - nicht wie du fälschlich schreibst besser."

    Da stehen sich wieder relative und absolute Werte gegenüber. Wenn die absoluten Werte eine Verbesserung darstellen, können die relativen noch so weit auseinanderklaffen - die Verbesserung ist dann absolut.
    Das ist in den Entwicklungsländern insgesamt auch gar nicht anfechtbar im Rückblick auf die Lebensumstände der Eltern- und Großelterngenerationen. Heutigen Generationen geht es im allgemeinen besser - dass das noch stark ausbaufähig ist, ist klar.

    Ruby, Kommentare aus "berühmten" Mündern zur Weltlage kann man sich in in beliebige Richtungen suchen...

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