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Montag, 14. September 2015

Charlie und die 'wahren Linken'

Abteilung: Die 'Premium-Linken' und deren hochgehaltene Stöckchen über die ich nicht springen möchte

Charlie hat einen Kommentar zu meinem letzten Post verfasst. Er hat sich wohl gedacht, dass dieser Kommentar zu schade ist, um auf meiner Seite zu verrotten. Also machte er auf seiner Seite einen eigenen Post dazu. Vollkommen legitim für mich, aber doch Grund genug, nachfolgend darauf zu reagieren.

Ich empfinde den infantilen Spruch "Links gegen links" in diesem Zusammenhang ebenfalls (wie altautonomer) als überdeutlichen und völlig unangebrachten Vorwurf des "Spaltens", der keineswegs neu ist, sondern seit geraumer Zeit aus gewissen Kreisen immer wieder zu vernehmen ist. Das macht ihn nicht sinnvoller.

Charlie bezog sich hier auf folgendes Zitat von mir:
"Links gegen Links. Da wird natürlich direkt mal wieder verbal aufgerüstet. Traurig."

Nun, ich vertrete tatsächlich die These, dass der Linke, des Linken größter Feind ist. Da gibt es nämlich die Premium-Linken, die anderen Linken vorschreiben wollen, welche Bücher sie zu lesen haben, ob sie Fleisch essen dürfen oder nicht, ob sie wählen MÜSSEN oder nicht wählen DÜRFEN, undsoweiter undsofort.
Das meine ich mit 'Links gegen Links'. Man kann diese Ansicht teilen, muss man aber nicht. Warum diese Wahrnehmung aber ausgerechnet 'infantil' sein soll, bleibt uns Charlie schuldig. Aber dem Verfasser reicht dieser Verdict noch nicht. Er sieht darin den 'überdeutlichen und völlig unangebrachten Vorwurf des "Spaltens" '
Nicht das ich das Wort jemals gebraucht hätte (oder auch nur gedacht hätte), nein, Charlie liest das Wort aus obigen Zitat einfach heraus (bzw. folgt altautomers Interpretation).
Es ist schlicht schäbig, mir dies zu unterstellen. Aber vermutlich reichten meine Ausführungen nicht aus, um genügend Angriffsfläche zu bieten.
Jetzt habe ich in seiner Argumentationslinie bereits den Vorwurf des Spalters also zumindest mal angedeutet. Soso. Dass dieser Vorwurf (den ich weder geschrieben, noch jemals gemeint habe) "seit geraumer Zeit aus gewissen Kreisen immer wieder zu vernehmen ist, macht diesen nicht sinnvoller". Nun, es macht ihn auch nicht per se sinnloser. Wer sind den übrigens 'gewisse Kreise'?
Das bleibt der Phantasie seiner Leser überlassen: Antisemiten? Verschwörungstheoretiker? Pegida?

Hier beziehe ich ganz klar Stellung: Oben genannte Premium-Linke bezeichne ich nicht als Spalter, da ihnen das Motiv des Spaltens fehlt. Die sind einfach nur verblendet und suchen das Trennende (um sich darauf zu stürzen - wie hier anschaulich nachzuvollziehen) anstatt das Gemeinsame zu suchen um konstruktiv zu werden. Und fühlen sich dabei denen so überlegen, die einfach zu dumm sind ihre Meinung zu teilen.
Wieso? Weshalb? Warum? Man weiß es nicht...

Altauto hat eigentlich bereits alles Relevante dazu gesagt - allerdings reagierst Du darauf wiederum nur mit Abwehr und Ablehnung, ohne auf den Kern seines Kommentars einzugehen, und verlangst stattdessen gar von ihm, "inhaltlich" zum verlinkten Interview Stellung zu beziehen - obwohl Du das selber ebenfalls konsequent unterlässt. Diese üble Taktik ist eigentlich symptomatisch für eine dumme Agitation der Marke "Herr Karl" oder ähnlicher Gesellen - allerdings will ich Dir hier (im Gegensatz zum Karl-Troll) keine Absicht, sondern höchstens Unachtsamkeit unterstellen.

[Der Kommentar von altautonomer und meine Reaktion darauf kann im vorangegangenem Post nachvollzogen werden]
So jetzt wird der Herr Karl in Stellung gebracht. Aber meine Antwort auf altautonomer reicht wohl noch nicht aus, um mich mit ihm in einen Topf zu werfen. Dieser Niveau-Limbo folgt dann später.
Mir wird lediglich Unachtsamkeit unterstellt. Trotzdem ist es immer noch eine unfundierte Unterstellung. Die Tatsache, dass ich Charlies Wahrnehmung und Interpretation des Weltgefüges nicht teile, macht mich unachtsam. Hmm.

Des weiteren ist es unseriös und eigentlich ebenfalls typisch für Verschwörungsdeppen, die an die "Hohlwelt" oder "Chem-Trails" glauben, auf irgendwelche Texte, Videos bzw. Interviews zu verlinken und dabei ausschließlich und ausdrücklich auf den jeweiligen "Inhalt" zu verweisen. Dieser Inhalt gehört aber nunmal immer in einen gewissen personellen Kontext - in diesem Falle also zu den Personen Ken Jebsen und Daniele Ganser. Es ist schlicht und ergreifend sinnfrei, einzelne Passagen, Texte oder ganze Interviews aus diesem Kontext herauslösen zu wollen. Es ist ein sehr alter Hut, dass man gleich seitenweise Texte oder Textpassagen aus Büchern, Artikeln oder Reden von sehr üblen Figuren zitieren kann, die auf Anhieb "einleuchtend", "wahr" oder anderweitig positiv klingen mögen, es bei näherer Betrachtung des Kontextes aber ganz und gar nicht mehr sind.

Mittlerweile bin ich bereits unseriös, ein Verschwörungsdepp, der an 'Hohlwelt' und 'Chem-Trails' glaubt. Puh, das geht aber ganz schön schnell hier! Die Pfeile aus dem Argumentationsköcher könnten von Marvels Hawkeye kaum schneller abgeschossen werden. Einer der vielen Schmunzelpassagen in Charlies Ausführungen.
Sinnfrei ist es also, einfach mal ein Interview zu posten, ohne ein Dossier der Beteiligten beizufügen.
Ken Jebsen ist umstritten, und in meiner prophetischen Weitsicht habe ich im Eingangspost bereits folgendes geschrieben:

"[Übrigens: Ich weiß das Ken Jebsen das Publikum spaltet. Hier soll es nicht um die Person Ken Jebsen gehen, sondern, wie gesagt, um die Inhalte... wie bspw. Propaganda, Gleichschaltung und Kriegstreiberei.]"

Hätte ja wissen können, das Premium-Linke dies nicht als Intension sondern als Aufforderung begreifen, genau gegenteilig zu reagieren.

Wenn Du beispielsweise tatsächlich glaubst, dass Du einer Gestalt wie Elsässer auf die Schliche kommen kannst, indem Du einigen Minuten (oder meinetwegen auch einige Stunden) "googelst", dann bist Du weitaus naiver, als ich das für möglich gehalten habe.

Mechthild sagte, dass Ganser mit Elsässer aufgetreten ist. Sorry, aber das ist kein Grund für mich, Elsässer auf die Schliche kommen zu wollen. Selbst stundenlang googeln, wäre Dir ja anscheinend nicht ausreichend. Wie hoch ist denn das Stöckchen, welches ich überspringen muss, um ein Interview mit Ganser zu posten? Mir hat der Inhalt des Interviews gefallen. Wieviel Tage muss ich über jemanden recherchieren, um ein Interview mit ihm posten zu dürfen?
Aber überrasch mich! Bin ich einem Rechtsradikalen aufgelaufen? Oder teilt Ganser nur nicht in allen Facetten Deine Meinung und ist deshalb bäh?

Ich muss zwar auch dem Altauto ein wenig widersprechen, denn einen Satz wie "Und es ist nun mal so, dass man hinter eine einmal gewonnene, gesicherte Erkenntnis nicht mehr zurückgehen kann" kann ich nicht unwidersprochen so stehen lassen - es gibt schließlich immer die Möglichkeit, dass ein Mensch sich irgendwann eingestehen muss, sich geirrt zu haben. Das hat allerdings nichts mit einer äußerst naiven Einstellung zu tun, wie Du sie hier vertrittst: Nein, man "muss" nicht offen für alle und alles sein, und man darf bzw. MUSS sogar gewisse, "gesicherte" Überzeugungen auch vehement verteidigen, wenn man dabei auch für eventuelle Gegenargumente (sofern diese denn vorgebracht werden, was vorliegend nicht der Fall ist) offen bleibt.

Äußerst naiv bin ich auch. Begründung: Ich hätte vertreten, man muss offen für alles sein. Wann habe ich das jemals geschrieben? Du führst hier, äußerst miese Unterstellungen als Fakt an. Miese und schlecht gemachte (weil offensichtlich durchschaubare) Rabulistik. Was Dir fehlt an Angriffspunkten interpretierst Du einfach mal rein. Ich erkenne da mittlerweile einen roten Faden...

Deine 'gesicherten Überzeugungen' haben Dich offensichtlich noch nicht zu einer fairen Diskussionskultur aufschwingen lassen. Vielleicht hast Du die falschen Bücher gelesen? Vielleicht aber auch kannst Du die angelesenen Kenntnisse nicht zu etwas verweben, was eine faire Diskussionskultur ausmacht. Das nennt man dann wohl 'kognitive Dissonanz'.

Das hat nun rein gar nichts mit einem absurden "in den Block diktieren" zu tun, sondern mit persönlicher Überzeugung. Das "Diktieren" übernimmst in diesem Falle ja Du, da Du anderen eben diese Überzeugungen absprichst.

Was genau unterscheidet Dich nun von mir?

Ganser ist für mich persönlich ein sehr gutes Beispiel dafür: Vor einigen Jahren fand ich den Knaben auch noch bemerkenswert, nachdem ich sein Buch "Gladio" gelesen hatte. Ich habe ihn damals sogar zwei- oder dreimal im Blog verlinkt. Mit zunehmender Auseinandersetzung kamen mir jedoch arge Zweifel - und heute bin ich an einem Punkt angelangt, an dem mir diese Entgleisung ziemlich peinlich ist. In der Pädagogik nennt man das lapidar "Erkenntnisgewinn". Und den musst Du anderen Menschen zugestehen, auch wenn Du selber ihn vielleicht noch nicht erfahren hast.

Ach, Erkenntnisgewinne hast Du mir auch voraus! Mann, wie ich Dich beneide! Wie selbstgerecht muss man denn sein, um solche Sätze zu formulieren? Du demontierst Dich unbewusst selbst, gibst Dich der Lächerlichkeit preis, und denkst noch dabei wie erhaben Deine Ausführungen sind?

Jeder Mensch, der einigermaßen bewusst lebt und nicht nur vor sich hin vegetiert, durchlebt diesen Prozess, der oft genug mit vielerlei Irrungen, Wirrungen und auch Rückschlägen verbunden ist (ich kann davon ein langes Lied singen!). Dir könnte vielleicht der Roman "Narziss und Goldmund" von Hermann Hesse hier weiterhelfen, der mir in jungen Jahren erste, wenn auch zunächst kleine, Augen geöffnet hat. Falls Du das möchtest, schenke ich Dir das Buch.

Nee, danke! Ich suche mir meine Literatur lieber selbst aus. Da vegitiere ich liebe dummdoof vor mich hin, als Deine Literaturvorschläge anzunehmen. Einen Vorschlag auf Augenhöhe wäre ich vermutlich gerne nachgekommen. Willst Du einen Literaturvorschlag von mir? Nein? Ach so, Du bist ja bereits angekommen. Weißt alles, welche Bücher man zu lesen hat, und welchen Erkenntnisgewinn man daraus zu ziehen hat. (Gähn)

Wenn Du heute also Ken Jebsen, Daniele Ganser und meinetwegen sogar den Elsässer gut findest, ist Dir das unbenommen - dann begründe das aber bitte auch möglichst genau und lasse Dich auf eventuelle Kritik daran ein. Das hat nicht das geringste mit "Spaltung" oder "Links gegen links" zu tun, sondern ist sogar zwingend notwendig, um irgendwann überhaupt zu einer "gesicherten" Erkenntnis zu gelangen, die man vor sich selbst und anderen guten Gewissens vertreten kann und die nicht nur - wie so oft in dieser perversen, dummgehaltenen Welt - nur aus nachgeplapperten Sprechblasen besteht.

Ich habe meines Wissens noch nicht behauptet, dass ich Jebsen, Ganser, Elsässer und Co. gut finde. Ich bin kein Fan genannter Personen, aber ich nehme mir das Recht heraus, Worte von denen zu posten, wenn ich sie für publizierbar halte. Wenn ich mir einen Erkenntnisgewinn davon verspreche, jenen Ausführungen zu folgen.
Ob Du das nun gut findest, oder nicht, ist mir ehrlich gesagt, scheißegal.
Durch Deine Ausführungen hast Du Dich als Verblendeter geoutet, der nicht diskursfähig ist und nur noch sein Weltbild runterbetet. Das noch mit ziemlich rabulistischen Methoden, die Rückschlüsse auf Deinen Charakter offenbaren.
Für mich bist Du kein Linker im meinem Sinne, da Du die Deutungshoheit vorgibst und alles Abweichende ablehnst. Nichts anderes geht momentan in dem System ab, welches Du zu bekämpfen vorgibst. Für Dich bin ich auch kein Linker, aber wie gesagt, da scheiß ich drauf, weil ich Dich nicht als Instanz akzeptiere.
Ich bin durchaus kritikfähig, aber nicht einer Kritik gegenüber, die so selbstgerecht und ach so überlegen daher kommt. Mag sein, dass Du so weit über mir stehst, aber immerhin hab ich hier unten nicht so dünne Luft zum Atmen.

Links gegen Links. Sag ich doch. Allerdings hast Du damit angefangen. Ich nenne Dich nicht Spalter, Du bist einfach nur verblendet, hast ein Weltbild, welches Du unter meterdicken Bunkerwänden vergraben hast.
Ein bisschen mehr Diskursfähigkeit und der selbstkritischen Reflexion eigener erstarrter Wahrnehmung könnten helfen.
Aber, ich fürchte, Du wähnst Dich zu weit oben, bist mir doch ach so überlegen, um diesen Ratschlag anzunehmen.
Vielleicht könntest Du gar von mir etwas lernen?
Wir werden es nie erfahren.

Zum Abschluss noch Kommentare von mir und von Charlie auf seiner Seite:




Charlie hat gesagt…
Ich bin gespannt, ob Du auf das Geschriebene tatsächlich eingehst oder den Troll-Vorbildern folgst. ;-)

Der Duderich hat gesagt…
Deine Spannung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Denn Du hast doch offensichtlich die Deutungshoheit, wer ein Troll ist und wer nicht. Diese Deutung scheint im hohen Maße davon abzuhängen, ob man Deine Meinung teilt, oder nicht.
Da ich Deine Meinung (wie ich später ausführen werde) NICHT teile, werde ich in Deiner Wahrnehmung höchstwahrscheinlich "den Troll-Vorbildern" folgen.

Charlie hat gesagt…
Ich hege keine "Deutungshoheit", sondern beziehe mich lediglich auf (anfechtbare!) Argumente. Du zeigst allerdings schon jetzt, dass Du kein Interesse an einer wirklichen Diskussion hast und Dich weder mit dem Geschriebenen, noch mit den lächerlichen "Spaltungs"-Vorwürfen näher auseinandersetzen möchtest. Damit landest Du in der gruseligen Jauchegrube des "Herrn Karl", der Dir drüben in Deinem Blog ja auch schon fleißig Beifall gespendet hat.
[Einschub: Hier wird dann doch in die Jauchegrube der Argumentation gegriffen! Schlechter geht es dann eigentlich auch nicht mehr.]
 Das ist sehr schade, überrascht mich aber auch nicht sonderlich.
Deine nachfolgenden Ausführungen interessieren mich nun nicht weiter, da Du alles Relevante bereits gesagt und Dein Unvermögen, Dich selbst kritisch zu hinterfragen, ausführlich zur Schau gestellt hast.
 Also "spalte" ich weiterhin ... und trenne rigoros das Pseudo-Linke vom Linken. Es ist nicht zu fassen, dass groteske Dummheiten immer und immer wieder wiederholt werden .. und Leute wie Du, die sich selbst als "links" bezeichnen, wirken wie immer maßgeblich daran mit. Diese Menschheit lernt es einfach nicht.
Verzweifelte Grüße!
Liebe Grüße!


Der Duderich hat gesagt…
Geil, Deine Reaktion spricht echt Bände!
Habe lediglich vorweg genommen, dass ich anderer Meinung bin als Du. Und das reicht Dir dann schon sich nicht mehr für meine Antwort zu interessieren.
Na ja, Beifall und die Bestätigung Deiner eigenen Meinung kannst Du ja dann bei anderen abholen.
Wer von uns beiden sich mal kritisch hinterfragen sollte, ist durchaus diskussionswürdig...

Das mit Herrn Karl und der Jauchegrube nehme ich Dir echt übel! Letztendlich rundet es das Bild Deiner Rabulistik aber nur nach unten ab.

P.S.: Falls Dich die Neugierde dann doch noch übermannt, kannst Du im späteren Verlauf des Abends bei mir lesen. Meinungen, die Deinen Denkdiktaten nicht folgen, sind hier ja offensichtlich unerwünscht.
Gott bewahre uns vor "wahren Linken" wie Dir. Da lass ich mich lieber vom Kapitalismus ausquetschen, als mit Leuten wie Dir eine alternative Welt zu gestalten.
Verzweifelte Grüße zurück!

Nachtrag:
Ich finde Links gegen Links absolut scheiße und kontraproduktiv! Und genau das läuft hier und ich lasse mich darauf ein.
Aber ich habe nun mal echt ein Problem damit, mich dermaßen selbstgerecht von oben herab abkanzeln zu lassen. Meine Ausführungen dienen nicht der 'linken Sache', dass ist mir bewusst.
Aber mir dermaßen blöde an's Bein pinkeln lassen, da habe ich dann auch keinen Bock drauf. Und auf ausgrenzende Selbstgerechtigkeit reagiere ich dann eben so, wie hier geschehen.
Ob das klug und zielführend ist, mag ich bezweifeln. Aber wenn man mich schon anpisst, dann sollte man zumindest ein diskursfähiges Bein heben...

Und @altautonomer, falls Du noch mitliest:
Große Reden schwingen und bei dem geringsten Gegenwind die Segel streichen ist ist bei Dir auch erfahrungsgemäß mehr die Regel als die Ausnahme. Diskursfähigkeit geht anders!
Aber sich mit dem 'Pöbel' auseinandersetzen, die Dir mal Konter geben, dafür bist Du Dir dann ja auch zu schade.
Brauchst also hier nicht mehr zu kommentieren, denn ich kann und will nicht garantieren, dass sämtliche Leser Deiner Meinung unwidersprochen folgen.
Also lass es in Zukunft doch einfach ganz und kuschel Dich woanders unter. Ohne Zugluft.
Im Narrenschiff ist sicher noch eine Koje frei..




Kommentare:

  1. Ich glaub, ich hab Dich jetzt verstanden. Deine gesellschaftliche Utopie sieht also so aus, (Achtung Metapher!) dass sich die Fans von Schalke und Dortmund nach einem 5:0 in die Arme fallen, weil es doch allen um das gemeinsame Fussballspiel geht, der schönsten Nebensache der Welt.

    Leider absolut unrealistisch.

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    1. Ähm - ich nicht...!? Basieren nicht genau auf dieser (albernen) Vorstellung (vom in sich guten und nur vom Kapitalismus verdorbenen Menschen) genau jene Utopien, die sich dann in einer den Kapitalismus überwindenden "Revolution" - in Form einer anarchistischen, herrschaftsfreien und klassenlosen Gesellschaft, in der es kein Privateigentum (an Produktionsmitteln) gibt und sich alle friedvoll und glücklich die Händchen halten und am Lagerfeuer schöne Lieder singen und tanzen - abzeichnen...?! Wohl ignorierend, dass es auch da nur eine Hungersnot / begrenzte Mittel - oder einen "Bösen" braucht, der sich über kurz oder lang zum neuen Anführer und Unterdrücker aufschwingt und sich einfach nimmt, was er haben will...?! Einen schnönen Gruß von Mad Max jenseits der Donnerkuppel...

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  2. Mich stößt dieses Gehabe von beiden Seiten extrem ab - sowohl von Charlie als auch von Duderich -, sich selbst so ultra krass wichtig zu nehmen und möglichst viel Wucht und Insistieren aufzufahren im Auseinandernehmen der einzelnen Sätze des anderen.
    Deutlicher könnte Abschreckung vor Engagement bei der Linken gar nicht ausfallen.

    Duderich, es war bei Charlies Reaktion von Anfang an klar, dass ihr nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Du hättest mit einem kurzen Statements klarstellen können, dass seine Vorwürfe für dich grundsätzlich nicht greifen und weitere Konfrontation wegen fester Standpunkte auf beiden Seiten fruchtlos ist.

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    1. Stimmt, das wäre vielleicht das Klügste gewesen...

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    2. Ist halt ein klassisches Dilemma, eine lose-lose-Situation. Schreibst du etwas, komplettierst du das Bild von einer bis ins Mark zerstrittenen Linken - und springst genau doch über ein bedeutendes Stöckchen, welches man dir hinhält. Schreibst du nichts, bleibt der teils geworfene Dreck an dir haften... siehe KenFM oder die typischen Belzebubis, die regelm. mit ihm genannt werden. Personen sind manchem Linken wesentlich wichtiger als irgendwelche politischen Fragen oder Aussagen.

      Ignorieren wäre aber insgesamt die bessere Wahl. So verleiht man solchen Leuten erst gar keine Bedeutung, an der sie sich laben können...

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    3. Die Gabe ist halt sehr selten, bereits vorher zu wissen, was nachher das Klügste....
      Und dann kommt die eigentlich nicht vorhendene Zeitnot dazu; könnte man doch erstmal einen guten Freund fragen....
      Dude und die meisten Deiner Kommentatoren: Ich zähl Euch zu den Aufrechten, daher: Bitte weiter machen, nicht den Mut verlieren.

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    4. @Ex-Vermieter:
      "Dude und die meisten Deiner Kommentatoren: Ich zähl Euch zu den Aufrechten, daher: Bitte weiter machen, nicht den Mut verlieren."
      Das ist Balsam für meine Seele!
      Letztendlich vertrete ich aber nur meine persönliche Einstellung und Überzeugung, die nicht den Anspruch hat, andere zu lenken.
      Eigentlich will ich gar kein 'Aufrechter' sein, denn damit schwingt für mich zuviel Phatos mit.
      Trotzdem haben mich diese Worte berührt.
      Danke, dafür!
      :-)

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    5. Das ist ja grade der Trick: Aufrechter kann man nicht erfolgreich sein wollen.
      Ein anderer kann das Aufrechte in jemandem erkennen, und das passiert manchmal ganz ohne wollen des Aufrechten.
      Ein wenig Balsam: Freut mich, dass Du es so empfunden hast, für mich war es eine minimale "Mühe", die ich mir gerne machte.
      Aufrechter: Einer, der sich nicht von den "Gegebenheiten" einen krummen Buckel machen lässt, eher unpathetisch.

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    6. @Ex-Vermieter:
      "Das ist ja grade der Trick: Aufrechter kann man nicht erfolgreich sein wollen."
      Ich denke, aufrecht sein zu WOLLEN, ist okay. Aber vorzugeben, Aufrecht zu sein(!), und sich das Recht anmaßt, anderen dieses WOLLEN abzusprechen, da reagiere ich dann, emotional getrieben, nicht mehr ganz so cool.
      Und über Charlie ärgere ich mich auch heute noch. Das entwertet meine Souveränität und wertet Charlie ungewollt auf. Aber selbstgerechte Prediger regen mich einfach auf.
      Meine Seite wird dort übrigens verlinkt unter "Aufzeichnungen eines 'Bildungsfernen'". Satire nennt er das, und mein Unverständnis dafür, wird mit meiner Humorlosigkeit begründet.

      Da fällt es mir dann schon schwer, das zu ignorieren.
      Aber ich versuchs, in Anerkenntnis meiner Fehlbarkeit, die es zu minimieren gilt...

      Dies schreibe ich nicht um Dich auf meine Seite zu ziehen, sondern um mein Handeln zu erklären (oder besser: nachvollziehbar zu machen).

      Gerade Deine Neutralität und das Licht, welches Du als Außenstehender auf diesen Disput wirfst, sind für mich äußerst wertvoll.

      Liebe Grüße
      Dude

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  3. Der Begriff "Die Premium-Linken" gefällt mir außerordentlich. Genau diese sind es, die mich zum Auszug aus dem Paradies, also zur selbstgewählten Enthaltsamkeit im Kommentariat dieses Teils der linken Szene veranlasst hatten. Was mir da an Hass und Menschenverachtung entgegen schwappte, wollte ich mir einfach nicht mehr antun. Vielleicht denkst Du darüber nach.

    Ich kann nur hoffen und wünschen, dass solche Ideen niemals Macht bekommen.

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  4. Ich schwing noch mal eine "große Rede", da es ja auch mich betrifft.

    Es gab/gibt die Partei "Die LINKE", die MLPD, die DKP, die SDAJ, Ökologische Linke - Ökolinx, Antideutsche, den KB, KBW, FAU, Marxisten, Leninisten, Trotzkisten, Antideutsche, Antiimps, MGs an den Hochschulen, Spartakus-Bund, Anarchisten, Anarcho-Sydikalisten, Graswurzler, f.e.l.s, LUPUS und Autonome. Die Rote ZORA, die RZ und die RAF lass ich mal außen vor. Wer hat das linke Spektrum nur dermassen gespalten, und wann und warum?

    Übertragen auf die linken Medien wie Junge Welt, Jungle World, ND, konkret, Interim, Schwarzer Faden, an.schläge (at), taz und Rote Fahne würde der Vorwurf der Spaltung einer Forderung nach Gleichschaltung, gleichkommen.

    Zum Thema Israel hat die Junge Welt auf der einen Seite völlig andere Position, als konkret und Jungel World auf der anderen.

    Querfrontler geht es aber nicht um die "Einheit" der LInken, sondern um die Aufhebung der Widersprüche von links und rechts durch allgemeine Friedensrhetorik (Waffenlieferungen pfui) und einer Kapitalismuskritik (Umverteilung, Schere zwischen arm und reich, Sozen schäbig, Deutschland faschistisch), mit der sich auch rechtskonservative Gemüter identifizieren können. Dazu gesellt sich ein Führungsanspruch, der bei einigen Bloggern auf fruchtbaren Boden fällt, weil sie selber (und damit nehme ich mich als Gastautor nicht aus) den kleinen fiesen Meinungsführer in sich nicht immer unterdrücken können.

    Wenn die härteste Währung derzeit nicht Euro, Dollar oder Yen ist, sondern Medienpräsenz, dann ist es bei vielen Bloggern die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Solidarität die leider oft nur dann hergestellt ist, wenn es richtig Krawall dank persönlicher Anfeindungen gibt.

    Und ich kann nur hoffen, dass Querfrontler und ihr linksliberaler und esoterischer Dunstkreis niemals politisch bedeutsamen Einfluss bekommen werden.



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  5. @altauto:
    stimme dir fast komplett zu. allerdings lasse ich mich nicht in die querfront einreihen, nur weil ich in einigen punkten ähnlich - ja vielleicht sogar gleich - argumentiere wie die faschisten.
    bestes beispiel ist die Amerika-kritik. ich kann doch nicht plötzlich alles, was die Amis machen toll finden, nur damit ich nicht mit rechten ins gleiche horn stoße, oder?
    linke und rechte argumente überschneiden sich nunmal in gewissen bereichen (z.b. bei der wirtschafts- und konzernkritik). die trennungslinien verlaufen für mich aber eindeutig beim antidemokratischen kaderdenken und ganz besonders beim rassistischen nationalismus. auch die ideen zu persönlicher lebensgestaltung, zu den aufgaben des staates, dem familienbild uvm. sind total unvereinbar.
    aus diesen gründen ist der gedanke einer "querfront" für mich absolut abwegig.
    schade ist - und darauf zielt der Dude glaube ich ab - dass die linke als bewegung immer mehr auf das trennende, als auf das verbindende schaut. deswegen schwächen wir uns permanent selbst und die neokons lachen sich ins fäustchen.

    lg

    don

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    1. "... und darauf zielt der Dude glaube ich ab..."

      Da liegst Du vollkommen richtig! :-)

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  6. Ich möchte Euch Charlie's Reaktion auf diese Replik nicht vorenthalten.

    Aus welchen Gründen auch immer hat er nachfolgenden Kommentar nicht hier reingestellt.

    "Charlie hat gesagt…

    Ich äußere mich zu diesem Thema inhaltlich nicht weiter - der Duderich hat in seiner Replik deutlich klargestellt, dass er des sinnentnehmenden Lesens (zumindest meiner Worte) nicht fähig oder willens ist und offensichtlich nicht verstanden hat, was ich da geschrieben habe - anders ist diese ausfällige Beißantwort für mich nicht erklärbar. Es wäre müßig, darauf näher einzugehen - wenn ein Text so offensichtlich missverstanden wird, haben sowohl der Schreiberling (in diesem Falle also ich), als auch der Lesende ein arges Problem. Dieses ist umso größer, wenn nicht alle Beteiligten das auch erkennen."

    Ich lasse das jetzt mal von mir unkommentiert so hier stehen, obwohl es mir natürlich beträchtlich in den Fingern juckt... :-)

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  7. Wenn jemand nicht auf den Inhalt des Interviews eingeht sondern sich lediglich an der Nase des Interviewers abarbeitet, bzw. sich daran echauffiert das der Interviewte irgendwann irgendwo irgendwie mal mit den Schmuddelkindern gespielt hat, dann darf man getrost davon ausgehen das es sich um einen halsstarrigen, dummen Ideologen handelt (Ideologen sind für mich per se dumm, da sie der Meinung sind eine komplexe Welt könnte mit einfachen Antworten erklärt werden).

    Hab das Ganze hier nur mal schnell überfolgen. Aber die 10 Minuten meines Lebens die ich geopfert habe bringt mir keiner zurück. Kann man dafür jemanden verklagen? :)

    Damit bei der ganzen Sache noch etwas halbwegs sinnvolles rauskommt eine amerikanische Großmutterweisheit an den Duderich:

    "Dont´t wrestle with pigs, you both get dirty, but the pig likes it!"

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  8. "Aber die 10 Minuten meines Lebens die ich geopfert habe bringt mir keiner zurück. Kann man dafür jemanden verklagen? :) "

    Nun, solange keiner Dich mit einer großkallibrigen Schußwaffe zum Lesen gezwungen hat, sehe ich da juristisch schwarz. :-)

    "Dont´t wrestle with pigs, you both get dirty, but the pig likes it!"

    Schwein gehabt! ;-)

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  9. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  10. Da ich auch einmal auf dem Narrenschiff war und als Troll gebrandmarkt wurde, möchte ich auch etwas dazu sagen. Linke wie Charlie bezeichne ich als dogmatische oder totalitäre Linke. Alle müssen nach ihrer reinen und wahren Lehre leben, alles andere muss bekämpft und ausgemerzt werden.

    In einer früheren Diskussion schrieb ich bereits. Wenn man die Freiheit der Menschen anerkennt, muss man auch akzeptieren können, dass sie sich für die Unfreiheit entscheiden. In einer freien Gesellschaft darf man auch eine kapitalistische Lebensweise wählen. Es darf also keinen Zwang zur Freiheit geben, so merkwürdig wie sich das anhört. Linke Alternativen müssen sich daher durch ihre Attraktivität durchsetzen, nicht durch totalitäre Anpassung.
    Diese totalitäre Seite der Linken schreckt viele Menschen ab und das auch zu recht!

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    1. ich gebe dir recht. freiheit beinhaltet auch die freiheit sich selbst zu versklaven.
      aber gelten kann das nur für eine entscheidung, die aus echter freiheit heraus getroffen wird.
      echte freiheit würde aber auch beispielsweise freiheit von ökonomischem zwang - oder aber mindestens - freiheit von ökonomischer machtungleichheit bedeuten. so lange die wahl auf ein "leben in armut" oder aber "arbeiten in einem ausbeutungsverhältnis" beschränkt bleibt, herrscht keine freiheit.

      es herrscht auch keine freiheit, wenn informationen vorenthalten werden, oder die nötige bildung um sie zu verstehen verweigert wird. solange lehrpläne so angelegt werden, dass junge menschen zu unkritischen funktions-und-konsum-zombies erzogen werden, herrscht keine freiheit.
      so lange politiker unwidersprochen lügen verbreiten dürfen und es keine freie presse gibt, die das aufklären würde, herrscht keine freiheit.
      wer heute von freiheit spricht, muss auch die wahlen früher in der DDR frei nennen. und der glaubte wohl auch daran, dass "arbeit frei macht" (damit auch Godwins gesetz erfüllt ist!).
      geändert haben sich nicht die prinzipien der unterdrückung - lediglich die methoden sind subtiler geworden: mit hilfe der psychologie haben es die eliten inzwischen geschafft, dass die sklaven ihre ketten nicht mehr spüren. sie wähnen sich frei und streben statt nach befreiung nur danach selbst sklavenaufseher zu werden (frei nach Gabriel Laub).
      neidvoll blicken all die potentaten und herrscher der vergangenheit auf unsere heutigen mächtigen: selbst die Matrix verblasst, wenn menschen sich bei vollem bewusstsein genussvoll selbstausbeuten.
      wie freiheit beispielsweise aussehen könnte, beschreibt John Rawls:
      alles zurück auf anfang: keiner hat was, keiner kann was. dann werden die spielregeln für die gesellschaft festgelegt. und zwar BEVOR jeder weiß, welcher platz der seine sein wird.
      nur wenn ich nicht weiß, ob ich später sklavenhalter oder sklave sein werde, werde ich mich für gerechte regeln und maximale freiheit einsetzen.

      lg
      M

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    2. @Stillewasser:
      "Diese totalitäre Seite der Linken schreckt viele Menschen ab und das auch zu recht!"
      Zu diesen Menschen zähle ich mich auch. Manchmal ekelt sie mich auch an.
      Dadurch lasse ich mir aber nicht mein Links-Sein nehmen. Zu befürchten dabei ist aber, dass viele Menschen von einer linken Opposition abgeschreckt oder ausgegrenzt werden, bzw. sich abschrecken oder ausgrenzen lassen.

      Grüße
      Dude

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    3. @Don:

      Sehr schön und anschaulich zusammen gefasst!
      Um frei zu wählen, muss man die Alternativen kennen. In Zeiten "alternativloser" Politik (euphemistisch: marktkonforme Demokratie) fällt das vielen immer schwerer.
      Auch gibt es viele Lösungsvorschläge, den Kapitalismus einzuzäunen, zu regeln, aber kaum eine wirkliche, klar beschriebene Alternative zum Kapitalismus.
      Diese kann man ja (provokant formuliert) gar nicht wählen, weil sie in ihrer Ausgestaltung nicht klar umrissen ist.
      Auch wenn es hier und da Lösungsansätze gibt, so bleibt doch unklar, wie diese dann wirklich anzubahnen sind.

      Ich habe die Freiheit zu glauben was ich will, aber nicht die Freiheit zwischen verschiedenen Lebenswirklichkeiten zu wählen.

      Noch weiter geht bekanntermaßen Schoppenhauer:
      "Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will."

      Grüße
      Dude

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    4. Hallo Duderich,

      da hier ja so gern von DER LINKEN und ihrem autoritären Abschreckungspotential fantasiert wird, wer ist eigentlich diese LINKE? Über wen wird da überhaupt geredet?

      Sind es die linken Gruppierungen, die ALTAUTONOMER hier mal aufgelistet hat und die wenigen verbliebenen linken Tages-oder Monatszeitschriften?

      Welche Relevanz haben die für das öffentliche Bewusstsein? Werden die nicht nur mit einem infinitisimalen Anteil, wenn überhaupt, in der Bevölkerung wahrgenommen,

      Im Prinzip sind wir hier doch auf den Blogs eine kleine Minderheit , mit einer sehr übersichtlichen Zahl von Kommentatoren, die sich in ihren Anschauungen weitgehend wiederholen und nach Bestätigung für die eigenen Erkenntnisse suchen.

      Worin besteht also das Abschreckungspotential, welches so oft beschworen wird. Wer spaltet also die LINKE?

      In diesem Vorwurf wird ja möglicherweise auch unbewusst unterstellt, dass die LINKE besser aufgestellt sein könnte, gesellschaftlich mehr Einfluss hätte, wenn sie ihre Differenzen begradigen könnte, so eine Art wie den geringsten gemeinsamen Nenner finden würde.

      Die LINKE , die wirklich spaltet und desillusioniert, das sind die sog. LINKEN in den Parlamenten.
      So wie es auf Spiegel online stand: Ohne die Linken mit den Grünen im Parlament wäre Hartz IV und der erste Bundeswehreinsatz so nicht möglich gewesen und in Griechenland nicht die brutalen Einschnitte mit Syriza.

      "Vieleicht klingt das jetzt komisch (Stillewasser)", die Linken sind nicht diejenigen, auf die man seine Hoffnungen setzen sollte und rechts davon sowieso nicht.

      Also was bleibt ? Wenns möglich wäre, alles davon in die Tonne kloppen und hoffen, für meine Tochter und alle anderen Jugendlichen, die noch so viel Hoffnungen an das Leben haben.











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    5. Hallo @Troptard:
      Ich denke nicht, dass man die Kausa 'Links gegen Links' verharmlosen sollte.
      Ist zugegebener Maßen meine subjektive Wahrnehmung, aber ich nehme wahr, das Linke auf andere Linke aus marginalen Gründen aufeinander eindreschen.
      Du hast das 'Kapital' nicht gelesen?
      Du isst Fleisch?
      Du liest die Nachdenkseiten? Ad Sinistram?
      Du hast schon mal bei Amazon bestellt?
      Du wählst, und legitmierst damit bestehende pseudo-demokratische Strukturen?
      Du wählst nicht, und verfestigst damit bestehende pseudo-demokratische Strukturen?

      Es gibt keinen Grund, der dämlich genug sein könnte, einem das "wahre Links-Sein" abzusprechen.
      Das ist keine Ausnahme, sonderen erfahrene Wahrnehmung.
      Sarah ist nicht links, weil sie sich beim Hummer-Essen hat erwischen lassen.
      Klaus Ernst hat einen alten Porsche. Pfui!
      Lafontaine zieht sich auch keinen Kartoffelsack an, und lebt in einer Bretterbude.
      Gerade die, die für eine linke Opposition eintreten, werden nie die Anforderungen anderer um Meinungshoheit ringenden Linken erfüllen können.
      Jede Angriffsfläche wird genutzt und genüßlich ausgeschlachtet.

      Dies als Randphänomen abzutun, halte ich für verharmlosend.

      Die linke Opposition könnte kaum zerstrittener sein.

      Wir haben da offensichtlich verschiedene Wahrnehmungen.

      Womit ich nicht sagen will, dass ausgerechnet meine der Wahrheit näher ist, als Deine.

      Grüße
      Dude

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    6. @Don

      Für mich ist Links keine Systemfrage, sondern wird immer eine Verteilungsfrage sein. Den Grund kannst du im neuen Thread lesen.

      Daher ist für mich Auklärung über die wirklichen Verhältnisse auch der wichtigste Ansatzpunkt. Nur wenn man weiß, dass man Betrogen wird, kann man gegen den Betrug etwas unternehmen.

      Gesellschaftlicher Betrug durch die Eliten und die Verschleierung des Betrugs kommen jedoch in jeder Gesellschaftsform vor. Es gibt keinen Weg, das zu unterbinden. Jede Gesellschaft wird Machtstrukturen ausbilden, die zur Ausbeutung/Betrug benutzt werden. So ist das Leben.

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  11. @ Stillewasser

    "Für mich ist Links keine Systemfrage, sondern wird immer eine Verteilungsfrage sein."

    Das sehen die Linken, wenn sie regieren oder mitregieren dürfen, übrigens ganz genauso. Wenn diese sich ein bischen Mühe geben wollen, dann machen sie auf Märchenstunde (gerechter Lohn für gute Arbeit, Arbeit muss sich wieder lohnen usw.)

    In der Praxis wissen sie dann genau, wie die Verteilungsfrage zu lösen ist. Da werden sie schnell an die Sachzwänge erinnert, die dem Kapital das Überleben so schwer macht ( zu hohes Anspruchsdenken, zu hohe Löhne,
    zu hohe Ausgaben bei der Krankenversorgung, zu niedriges Rentenalter, geringe Bereischaft mehr zu arbeiten usw.)

    Und dann sehen sie es auch ein, dass man den Kapitalismus nur vor sich selbst retten kann, wenn man der Bevölkerung ein striktes Regime der Enthaltsamkeit (Verelendung) auferlegt.

    Aha! "Aufklärung über die wirklichen Verhältnisse", daran gibt es also einen Mangel !

    Und jetzt kommen die schönsten Sätze:

    "Gesellschaftlicher Betrug durch die Eliten und die Verschleierung des Betrugs kommen jedoch in jeder Gesellschaftsform vor. Es gibt keinen Weg, das zu unterbinden. Jede Gesellschaft wird Machtstrukturen ausbilden, die zur Ausbeutung/Betrug benutzt werden. So ist das Leben."

    Also wenn das so ist, warum sich noch mit der Verteilungsfrage beschäftigen, überhaupt mit Alternativen.

    P.S. Es ist nicht so, dass alle Systemgegner nun Altruisten sind, die die unterschiedlichen Fähigkeiten und Anlagen im Menschen auf eine simple Gleichung von Gleichheit herunterbrechen würden wie das Bürgertum.

    Worum es geht ist, allen Menschen die gleichen Voraussetzungen für ihr materielles Überleben zu schaffen, den gesellschaftlichen Reichtum allen zur Verfügung zu stellen und nicht davon abhängig zu machen, wie es ihm in der Konkurrenz gelingt, seine Arbeitskraft als Lohnarbeiter zu verkaufen.

    In ständiger Existenzangst zu leben, ob seine Arbeitskraft vernutzt werden kann, um dann, wenn es nicht gelingt, der staatlichen Willkür auf soziale Almosen, Gnadenakte, angewiesen zu sein.







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    1. @Troptard

      Worum es geht ist, allen Menschen die gleichen Voraussetzungen für ihr materielles Überleben zu schaffen, den gesellschaftlichen Reichtum allen zur Verfügung zu stellen und nicht davon abhängig zu machen, wie es ihm in der Konkurrenz gelingt, seine Arbeitskraft als Lohnarbeiter zu verkaufen.

      D'accord. Die perfekte Alternative lautet für mich: Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Alternative ist systemkonform und setzt den kapitalistischen Konzentrationsprozessen einen wirkungsvollen Umverteilungsmechanismus entgegen - wenn die Finanzierung aus den angehäuften Vermögen stammt.

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  12. "D'accord. Die perfekte Alternative lautet für mich: Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Alternative ist systemkonform und setzt den kapitalistischen Konzentrationsprozessen einen wirkungsvollen Umverteilungsmechanismus entgegen - wenn die Finanzierung aus den angehäuften Vermögen stammt."
    D'accord. Aber das BGE müsste hoch genug sein, und keine 'Sozialflatrate' werden (keine besonderen Härten werden mehr berücksichtigt).
    Es müsste so hoch sein, das man sich frei(!) entscheiden kann, ob man arbeiten will, oder nicht. Die Löhne würden durch diese Konsequenz in die Höhe schießen und endlich wieder Umverteilung von Oben nach Unten (wenn auch nur im relativ kleinen Maße) stattfinden.
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das politisch umgesetzt wird?
    So, dass es fair wäre?
    Wie würde das BGE gegenfinanziert? Durch Erhöhung der Vermögenssteuer oder der Mehrwehrtssteuer? Was glaubt ihr?

    Das BGE ist nicht von vornerein ne gute Idee. Auf die Ausgestaltung kommt es an!

    Und von dem Szenario, dass ein faires BGE umgesetzt würde, sind wir sehr, sehr weit entfernt.
    Wie, dahin kommen?

    Ich bin in dieser Frage momentan ein wenig ratlos...

    LG, Dude

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