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Samstag, 30. Juli 2016

TINA

Abteilung:  Wo das Kreuzchen machen?

Nun, wir leben in einer Welt, in der Arme immer ärmer werden, und Reiche immer reicher. Dass Reiche reicher werden kriegt man nicht so mit. Denn der Reichtumszuwachs hat niemals ne Meldung.
Wer ist die reichste Privatperson (und somit vermutlich mächtigste) der Welt?
Weiß das Jemand?
Die Forbes-Liste?

Da bereits stößt die Demokratie an ihre Grenzen.

Ich selbst habe für mich klar konstatiert, dass hier, und anderswo, nicht Politik für die Mehrheit der Bevölkerung (Wähler) gemacht wird, sondern vielmehr für Wirtschaftsinteressen.

Wo kann ich mein Kreuz machen, um damit Wirtschaftsliberalen entgegenzutreten?

Wo ist das Quadrat auf dem Wahlzettel um diesen ganzen Wahnsinn abzuwählen?

AfD?
Die neoliberalste, konserativste Scheiße, die man sich ausdenken kann.
Die sind noch neoliberaler als die FDP.
Der Ausgebeutete wird sie wählen. Die Vertreter seiner Ausbeuter.
Auch das ist Demokratie.

DIE LINKE?
Wähle ich ja andauernd. Aber auch nur für die Opposition. Ich möchte nicht, dass die LINKE die gleiche Entwicklung macht, wie die GRÜNEN.


Denn die GRÜNEN selbstverliebten Gutmenschen haben doch auch für die Agenda 2010 gestimmt, oder?

Wieviele Grüne habe sich denn von den Sozialkürzungen in Ihrer Regierungskoalition distanziert?

Rot-Rosa-Grün?

Rot ist eigentlich schwarz und grün auch.

Wer von beiden, spielt den Wirtschaftsinteressen nicht in die Hände?
Man hat sein Image, aber man funktioniert doch.

Gerade wird gegen Wagenknecht geschossen.
Die 'wahren Linken', die eine Verbesserung der Reichtumsverteilung erkämpfen wollen, dreschen auf Wagenknecht ein?

Wo, so muss man mal deutlich fragen, ist der Gegner, den es per Wahlauftrag zu bekämpfen gilt? Innerhalb der Partei, oder ausserhalb?
Wo ist die Kritk über jene, die den Neoliberalismus abwickeln?

Die Kritik an Wagenknecht mag zwar der eigenen parteipolitischen Karriere förderlich sein.
Aber alle Kritiker an Wagenknecht vergessen, oder verleugnen, dass sie damit der neoliberalen Sache dienen. Ihr wahres Ziel aus den Augen verlieren, und sich dann noch als links bezeichnen.

Worüber freuen sich denn die Systemnützer mehr, als dass sich Linke/Oppositionelle untereinander bekämpfen?


Mit dieser unorganisierten Gegenwehr geht's ganz schnell in Richtung Wirtschaftsfaschismus.

Unser Grundgesetz wird bereits torpediert. Das Bundesverfassungsgericht hat schon oft genug die gelbe Karte gezückt.

Politk für die Wirtschaft und gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung.

Wie nennt man das?
Parlarmentarische Demokratie (sic!)

Kommentare:

  1. Hi Duderich!

    In den USA wird die Misere dank des Wahlrechts deutlicher. Die Wahl zwischen Hillary und Donald ist wie die Wahl ein Kind zu erschießen oder zu ersäufen. Wie, du willst das Kind retten? Das steht nicht zur Wahl! Ertränken oder erschießen?

    Bei uns ist alles naturgemäß etwas komplizierter. Es kommt aber auf das Selbe raus: there is no alternative, stupid!
    (daher wohl auch Deine Überschrift)

    Bisher habe ich auch noch wacker, aber nicht voller Inbrunst die Linke gewählt.

    Sollten die "Realos" in der Linken sich durchsetzen und Rot-Rot-Grün anstreben bin ich spätestens raus (ja ich gebe zu Frau Wagenknecht von der ich immer viel gehalten habe verschreckt auch mich in letzter Zeit immer wieder).

    Da die vernünftigsten Kommentare zur Politik seit Jahren aus dem Kabarett kommen bleibt mir nur noch die PARTEI zu wählen. In der (sicher vergeblichen) Hoffnung, dass wenn die über 5% kommen sich die Politiker mal überlegen ob sie noch ernst genommen werden.

    Du siehst, Verzweiflung aller Orten.

    Lieber Gruß
    Wolfgang.

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  2. Wichtig ist, überhaupt zu wählen. Um das Gewicht der Stimmen für die Nazis zu minimieren. Eine Alternative ist, den Stimmzettel ungültig zu machen.
    Wenn "Die Partei" antritt, so wähl' ich die. Martin Sonneborn scheint einer der fleißigsten Parlamentarier der EU zu sein. Jeden Monat Rechenschaftsbericht in der Titanic ("Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union"). Der holt sich da nicht nur sein Geld ab! ;)

    Die ganze Bande ad absurdum führen - allemal besser als verzweifeln.

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  3. @Wolfang Buck & @Harri:
    Ich bin total bei Euch bzgl. der Partei. bzgl. der Person Martin Sonneborn. Spontan der beste Bundespräsidentkandidat, der mir einfällt.

    Dummerweise würde es aber nichts daran ändern (wählte man sie, oder nicht) dass die Marktgläubigkeit und der Noeliberalismus >alternativlos< (sic!) ist.

    Als wahlberechtiger Citoyen kann ich keine Alternative wählen.
    Ich kann DIE PARTEI wählen, aber das wird nichts ändern, an den politischen Verhältnissen.

    Der Neoliberalismus, der die Sieger weiter füttert und die Verlierer darben lässt; die Politik, die die Mehrheit ausbeutet, damit Wenige Reichtümer anhäufen können, wird allseits demokratisch legitmiert.

    Der parlamentarisch umgesetzte Mehrheitswillen sozusagen.
    Warum wählen die Ausgebeuteten ihre Ausbeuter?

    Warum scheitert die Demokratie?

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    1. "warum scheitert die demokratie?"

      weil (wie Colin Crouch sehr exakt beschreibt) kapitalismus und demokratie, zwei sich ausschließende systeme sind:
      eine echt demokratische gesellschaft würde logischerweise nie derartige soziale verwerfungen zulassen, wie wir sie derzeit erleben. ganz einfach, weil die mehrheit davon betroffen ist.
      reichtum und macht (und das ist am ende immer gewalt) gehen aber seit den Sumerern immer schon hand in hand (lies nach bei David Graeber). deswegen werden die reichen die demokratie immer nur so lange zulassen, wie ihr status nicht gefährdet ist.
      früher und in teilen der welt (z.b. Türkei) noch heute, wurde und wird zum statuserhalt tatsächlich rohe gewalt eingesetzt. im "aufgeklärten" (ha ha!) westen, macht man das sublimer: manipulation und meinungshoheit lauten hier die schlagworte. private und von gekauften politikern beherrschte öffentlich-rechtliche medien machen die meinung. das internet hat daran bisher nichts ändern können und wird im zweifel eben auch verboten oder zensiert.
      dazu noch brot (in form von billigstem industrie-frass von ALDI und LIDL) und spiele (in form von menschenverdummenden casting- und quizshows oder olympia) und die herde ist ruhig, grast brav weiter und spaziert am ende ohne zu murren zum schlachter.

      alternativen? gewaltlos? müsste man mal bei Gandhi, King oder Mandela nachfragen. alle tot? tja dann....

      lg
      don

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  4. » Warum scheitert die Demokratie? «.
    Weil die Meisten unserer SpeziesgenossInnen als rote Waldameisen glücklicher wären – oder als Schafe, weil die sind knuffiger. Aber Leben unter dem Kommando von Alphatieren (egal wie sie Dich f…en) ist immer noch erträglicher als Menschwerdung. Scheiß-Neocortex – Scheiß-Evolution …

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  5. Kann gut sein , daß die AfD den Weg des Front National geht und sich auch als soziale Alternative präsentiert. Im Moment haben da zwar noch die Neoliberalen eine knapper werdende Oberhand , aber das könnte sich ändern , die rechtspopulistischen Kräfte in der Partei werden stärker , die auch eine stärker soziale Ausrichtung fordern.

    Welche Art von "sozial" das dann ist , steht in den Sternen , es gibt ja auch Leute , die ernsthaft alles für sozial halten , was Arbeit schafft.

    Die Nazis galten auch als zumindest teilweise sozial und hatten diesem Image einen wesentlichen Teil ihres Erfolgs zu verdanken , später haben sie die Arbeiter dann brutal an die Kandarre genommen , von Freiheit keine Spur mehr.
    Gut möglich , daß Teile der Benachteiligten auf eine "soziale" AfD hoffen , daher verfängt die Kritik nicht , die die AfD als neoliberal bezeichnet.

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