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Mittwoch, 17. August 2016

Harald Lesch und die AfD oder: Die Psychologie des Hasses

Abteilung: Fakten, Fakten, Fakten

Ich mag die Art, wie Harald Lesch komplizierte (meist astronomische und/oder physikalische) Phänomene verständlich erklärt. Dies macht er auf elopuente Weise, mit verständlichen Beispielen, ohne seine Zuschauer/-hörerschaft mit unnötigen Fremdwörtern zu vergraulen.

Solche Typen, die einen bei der Hand nehmen und Interesse - mitunter sogar Begeisterung - vermitteln können, hätte ich mir damals in der Schule als Lehrer auch gewünscht.

Nun ja, nun hat sich Herr Lesch in einem Beitrag dem Klimawandel angenommen. Soweit, so belanglos.
Dies macht er aber, was dramaturgisch äußerst interessant ist, in dem er das AfD-Wahlprogramm bzgl. des Klimawandels mit Fakten abgleicht. Dies, mit der ihm so eigenen und sympathischen Unaufgeregtheit:


Dass eine gewisse 'Community' - verniedlichend ausgedrückt - eher säuerlich darauf reagiert, wenn Inhalte der AfD mit wissenschaftlichen Fakten widerlegt werden, wird die wenigsten überraschen.

Seine Reaktion auf den von ihm ausgelösten Shitstorm?
Nun, er verfasst - ebenfalls unaufgeregt - einen Beitrag mit dem Titel: "Die Psychologie des Hasses".




Soviel Unaufgeregtheit im Umgang mit Trollen und Hatern würde ich mir auch manchmal wünschen.
Besonders die Gabe, konsequent auf der Sachebene bleiben zu können, nötigt mir Bewunderung ab.

Wer mich länger liest, weiß vermutlich wovon ich spreche. :-)

Kommentare:

  1. Weißt Du, woher diese Unaufgeregtheit kommt?
    Gibt es das Wort "Abgeklärtheit"?
    Schon mal was von Raum und Zeit gehört? Von Quarks und Quanten? Und Konsorten?
    Und verstanden?
    Und weil letzlich eben im Grunde alles wurscht ist, gibt es kein Aufregen.
    So erkläre ich mir das.

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    1. "Schon mal was von Raum und Zeit gehört? Von Quarks und Quanten? Und Konsorten?"
      Ja

      "Und verstanden?"
      Wer kann das von sich behaupten? Ich vermute, selbst Einstein hätte das verneint.
      Man hat schließlich immer nur einen Teilausschnitt vor Augen, von einem hochkomplexen System.
      Ich maße mir nicht mal an, eine Gänseblume gänzlich zu 'verstehen'.

      "Und weil letzlich eben im Grunde alles wurscht ist, gibt es kein Aufregen."
      Ich glaube nicht, das Lesch alles Wurscht ist. Jeder Mensch hat Emotionen, selbst wenn er fatalistisch ist. Und deshalb ist ihm (dem Menschen) oft selbst ein gerissener Schnürsenkel nicht egal. So unbedeutend für das Weltgefüge er auch sein mag.

      Ich denke mir einfach, er ist ein paar Erkenntnisstufen weiter als ich. Und damit meine ich nicht die Erkenntnis über Quarks und Quanten.

      So erkläre ich mir das.

      LG, Harri
      Duderich

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  2. Von Konsorten habe ich schon mal was gehört.

    Beste Grüße in den Raum,
    die Zeit

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