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Mittwoch, 24. August 2016

Untergangsszenarien

Abteilung: Hamster, Handys und Handtücher

Ach ja, die Notsstandsverordnung. Man gerät in einen taumelnden Schauer.
Notstand. Ist jetzt die Apokalipse Now?
Wird 'Hamsterkäufe' das Unwort des Jahres 2016?

Es ist so albern, dass man wahlweise weinen vor lachen, oder lachen vor weinen muss.
Viel Wasser und Nudeln und/oder Reis kaufen... Nee, klar.
Das erinnert mich an Zeiten, in denen Schulkindern empfohlen wurde, bei einem Atomarschlag unter die Schulbank zu kriechen.

Wenn ich mich so umgucke, dann bedarf es keinen Atomarschlages, um diese Gesellschaft total zu bedrohen.
Meinem Gefühl nach würde bereits Panik ausbrechen, wenn Handys nicht mehr funktionieren würden.
Ausschließlich Handys.
Nicht mehr funktionieren.
Handys.

Denn wie sollte man die notstandsverordnenden Nudeln zubereiten, wenn man nicht mal mehr googeln kann, wie lange Nudeln kochen müssen, um 'al dente' zu sein?

Und warum überhaupt Nudeln kochen, wenn man nicht mal auf Facebook posten kann, dass man gerade Nudeln kocht?

Und dann die Geheimdienste.
Keine funktionierenden Handys, die man überwachen könnte.
Je weniger abgesaugte Informationen, umso größer die Paranoia...
Da wird schnell mal auf den roten Knopf gedrückt.
Trump. Atompilz. Nudelwasser aufsetzen.

Also, wenn morgen noch die Handys funktionieren, dann ist alles gut.

Und falls wir, wie Arthur Dent, einer interstellaren Autobahn weichen müssen:
Nehmt ein Handtuch mit!

Kommentare:

  1. den irrsinn der welt treffend auf den punk gebracht!

    lg

    don

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    1. Danke. Bin gerade eher in sarkastischer Laune.
      Ein nicht ganz nachhaltiges Rezept gegen die Wut.

      Liebe Grüße zurück!

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    2. Hallo Duderich. Sarkasmus und Ironie sind gute Instrumente um etwas Abstand zu gewinnen vom Hamsterrad in dem wir gehalten werden sollen.

      Wut? Auf was? Auf Politiker die uns verarschen wollen? Auf Terroristen die uns tot bomben wollen? Auf Konzerne die uns Ihren Schrott teuer verkaufen wollen? Kann man nix gegen machen. Also warum aufregen? Ein gepflegtes "Fuck You!" ist wohl die einzig sinnvolle und befreiende Antwort.

      Aber wem sage ich das ? ;-)

      Wünsche Dir einen echt schönen Tag und keep cool!

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  2. Hallo Wolfgang,
    gerade dieses Gefühl des "kann man nix gegen machen" macht mich wütend, oder besser 'zornig' (Schramm).
    Der damit einhergehende Fatalismus lässt uns doch dann allmählich zur trägen, formbaren Masse verkommen.

    Na ja, fuck off!

    Werde gleich mit Kumpel ein gepflegtes Bierchen im Freien trinken und das Leben geniessen.
    Bier ist übrigens auch lange über dem Mindeshaltbarkeitsdatum konsumierbar und eignet sich hervorragend zur Anlage von Notbeständen. Durch das Pfand hat man dann auch noch die geforderten Bargeldreserven.

    Hier, zu allgemeinen Erheiterung noch eine lustige Satire, die ich in der TAZ gefunden habe:
    http://taz.de/Die-Wahrheit/!5326700/

    Wünsche auch Dir einen schönen Tag (ich hoffe Du kannst das Wetter genießen.

    LG
    Dude

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    1. Gute Idee! Ich bin übrigens seit April in meinem Sabbatjahr und genieße jeden Tag. :)

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