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Dienstag, 21. März 2017

Humanressourcen (/Humankapital)

Abteilung: Mir fehlen die Worte

In meinem letzten Beitrag benutzte ich zynischerweise das Wort 'Humanressourcen' (fast synonym mit 'Humankapital' - Unwort des Jahres 2004).
Für mich der Euphemismus der Realität innerhalb des Kapitalismus in einem (bzw. zwei) Wort(en). Darüber hinaus ist dieses Wort im weitergedachten Sinne zutiefst menschenverachtend.
Andererseits verblüffend offen: Da weiß man doch, welchen Stellenwert man im kapitalistischem System hat.

Werfe Euch Mitlesenern mal den Handschuh in's Gesicht:
Welches Wort ist noch perfider?

Kommentare:

  1. Georessourcen – einst als Naturschätze bekannt.
    Aus dem Bergbauingenieur wurde der Georessourcen-Manager.

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    1. Ich dachte schon lange, dass die Menschheit ohne Skrupel einen anderen Planeten (dessen Ressourcen) ausbeuten würde, wenn die dort höchstentwickelte Spezies unserer unterlegen wäre. Sind keine Menschen, also ausbeutbar. Nutztiere.
      Der Film 'Avatar' ist nicht nur ein Block-Buster für mich, sondern er bietet auch eine schöne Metapher zu aktuellen globalen Verhältnissen:
      Wer (vermeitlich) unterlegen ist, wird ausgebeutet.
      Ob Natur oder Mensch.
      Egal.
      Das selbe Prinzip.

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  2. Modernisierungsverlierer
    Bildungsferne Schichten
    Sozialromantiker

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    1. sozial Benachteiligte
      Gutmenschen
      Sozialschmarotzer
      :-)

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  3. Antworten
    1. Mehrleister
      Minderleister
      Leistungsverweigerer

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  4. Mindeleister (für Schwerbehinderte).

    Wohlstandsdelle (für Armut).

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  5. Leistungsträger ist für mich ein Adjektiv (der leistungsträge XXX) ;-)

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  6. Sprache ist Macht. Geben ist seeliger denn Nehmen. Darum heißt der Arbeitnehmer "Arbeitnehmer" obwohl er eigentlich seine Arbeit gibt. Der Arbeitgeber nimmt dagegen Arbeit und macht damit privaten Profit. Aber wer hat die Macht? Wer wird von der Politik als Leistungsträger anerkannt?

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