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Sonntag, 22. Oktober 2017

Links gegen Links

 Abteilung: Am Arsch, die Waldfee

Man ist unter 'Linken' sicher schnell dabei, dass dies mal wieder die Beschäftigung mit mir selbst ist. Vielleicht Narzismus. Ich ziehe den Schluss, dass was hier in diesem Blog geschieht, auch im Größeren, ja Großen überall woanders auch geschieht.
Ich gebe zu, dass es mir nahe ging, dass man mich als nationalistisch, rassistisch und was auch immer filterblasengesteuerte Linksverteidiger mir vorwerfen wollen.
Alles, was jenseits der Aussage läuft, dass alle kommen sollen, die wollen, macht mich in gewissen Augen zum Rassisten und Nationalisten. Genau diese aber, folgen der Blendgranate von der Links-Ikone Merkel, dass wir das schaffen.
Wagenknecht, Lafontaine, ja und auch ich, machen sich Gedanken darüber, dass die Lasten der Migration auch gerecht verteilt werden. Denn momentan, übernehmen diese - wie gewohnt - die sozial Schwachen.
'Wir schaffen das' ist mittlerweile ein Dogma, welches Merkel in die Welt gesetzt hat, und die selbsternannten Linken ihr mittlerweile willfährig aus der Raute lecken.
Es ist dann mehr als unterkomplex, alle willkommen zu heißen. Im Namen des Sozialismus und der Humanität. Da wird dann gar nicht mehr die Frage gestellt (die Lafontaine - natürlich streng rechts und nationalistisch beantwortet), zu wessen Lasten denn 'Wir schaffen das' gemeint ist und umgesetzt wird.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, jeden willkommen zu heißen.
Nur, ab diesen Punkt muss man dann schon mal weiterdenken.
Wer sorgt für die Integration?
Wer sorgt für die nötigen Sprach- und Alphabetisierungskurse?
Die Integration kostet Geld. Wer kommt dafür auf?
Wird dafür die Vermögenssteuer eingeführt?
Gibt es eine Reform der Erbschaftssteuer?
Eine Reform der Kapitalertragssteuer?

Ich finde es total lächerlich, und sowas von unterkomplex, alle Immigranten hereinzuwinken, ohne sich mit den Lasten der Finanzierung der Integration auseinander zu setzen.

Momentan tragen diese Lasten die Abgehängten, schlecht ausgebildeten.
Für die sind Flüchtlinge Konkurrenten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt.
Nicht wenige davon werden die AfD gwählt haben.
Eine Auseinadersetzung dazu fehlt mir im Linksspektrum.
Alle AfD-Wähler für Rassisten zu halten greift dann doch zu kurz, aber reicht dann anscheinend für selbsternannt Intellektuelle, ihre Welt ohne Hinterfragung für schlüssig zu halten.
Mittlerweile mutet es anscheinend als nationalistisch an, die Frage der Lasten der Integration mit der sozialen Gerechtigkeit zu verbinden. Die Sorgen und Nöte der Abgehängten wird von den Selbstgerechten schlicht nicht beantwortet - stattdessen beklagen sie einen Zulauf zur AfD.
Gerade hier tut sich ein Solidaritätsanspruch mit den Abgehängten auf, der aber von den Salonlinken nicht wahrgenommen wird. Wer Marx in deren Augen nicht gelesen hat, ist es nicht Wert in den ersten Reihen der Revolution zu kämpfen. Eine Revolution die nie stattfinden wird, weil sie ausgrenzt, statt zu mobilisieren.

Ich freue mich über eine multikulturelle Gesellschaft. Vielfalt, religiös und kulturell begrüße ich.
Aber diese Zuwanderung drückt auch die Löhne (Angebot und Nachfrage) und treibt die Mieten für günstigen Wohnraum in die Höhe (Angebot und Nachfrage).
Dies sind schlicht ökonomische Gewissheiten.
Diese auszusprechen, kolllidiert aber anscheinend mit selbsternannten, über alle Fakten erhabenen Linken.
Die Aussage, das jeder willkommen ist, mag einem viel Beispruch in der linken Szene einbringen.
Ich habe bislang aber wenig Äußerungen wahrnehmen können, wer diese Kosten trägt.

Statt für eine Vermögensteuer, einer Gewinnertragsteuer, einer Reform der Erbschaftssteuer zu plädieren, wird nur mit der rassistischen Keule geschwungen.

Das ist wirklich arm. Das enttäuscht mich unsagbar.

Dieses selbstgerechte Gehabe der Salonlinken, die nur bis zum Tellerrand denken, kotzt mich mittlerweile wirklich an.

Es hat mich lange Zeit aufgeregt, dass ich als rechts beschimpft werde. Weil mir Merkels "Wir schaffen dass" nicht gereicht hatte.

Mittlerweile fühle ich mich in der Anfeindung meiner Person bestätigt.

Ich selbst weiß, wie links ich bin.
Ich selbst weiß, dass ich die Umverteilung von arm zu reich umkehren will.
Ich selbst weiß, dass ich Menschen nicht nach ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion einordne.

Ich bin mittlerweile über eure Anfeindungen erhaben.

Ich finde Euch einfach nur lächerlich und im großem Maße unterkomplex.

Ladet gerne Euren filterbasierten und tellerrandkonformen Bullshit bei mir ab.

Alles, was ihr an Anfeindungen und Unterstellungen zu bieten habt, wird hier freigeschaltet.

Diese ganze Scheiße, ist symptomatisch, warum sich die LINKE gerade selbst zerlegt.

Dummheit, Filterblasen und Unterkomplexizität sind nicht zwingend links, liebe Selbstgerechte.



Zitate:
"Der Duderich mit Katja Kipping und Sahra Wagenknecht an der Selektionsrampe?"

"Solange du unentwegt verdummend rechte Positionen vertrittst, bist du nicht Links gegen Links und wirst dementsprechend auch weiterhin angefeindet.
Deine Einstellung und die diesbezueglich staendigen Angriffe auf Linke zu diesem Thema findet man auch mannigfach auf rechten Seiten.
Wenn du das nicht erkennst bist du dazu zu dumm und wenn du dir dessen bewusst bist nicht Links.
Suchs dir aus."


" Fragt ein bildungsfernbedingt unbewusster Querfrontler?"

" Du blickst schon lange nicht mehr wo du stehst und wurdest auch schon von anderen gefragt, wie oft du dich denn uA. noch auf deiner eigenen Seite peinlich verlaecherlichen willst"


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Phänomenolgie

Abteilung: "Du, ich fühle negative Schwingungen..."

Ach, DA ging es ja heiß her.
Nicht immer schön zu lesen, ... aber hat Quote gebracht.

Nein, ich bin nur ein wenig zynisch...

Eigentlich hat mich dieser Post über die Grenzen des eigentlichen Themas hinaus beschäftigt.
Es ist wirklich interessant, was für einen Hass einem manchmal entgegenschlägt. Nein, Hass hat man nicht mal verdient, nur den verkrüppelten Bruder davon: Die Verachtung.


Wenn ich angegriffen werde, dann antworte ich manchmal spontan aus meinen verletzten Gefühlen heraus. Meine Gefühle werden nicht dadurch verletzt, dass ein Kommentator (X) meine Gefühle (Y) verletzt.  Meine Gefühle werden dadurch verletzt, dass man mich so grundlegend missverstehen kann (oder will?).
Dass man mich für rechts halten kann.
Dass man mich für einen Rassisten hält.

Dass man mich überhaupt für einen schlechten Menschen hält.

"Heul doch, Duderich!"

Nein, ich will gar nicht heulen, denn ich sitze hier - den zeitlichen Abstand im Rücken - und betrachte die Situation nun aus einem anderen Blickwinkel.
Der neue, distanziertere, Blickwinkel ist das ganze Szenario ohne meine Person (und der damit einher gehenden Befindlichkeiten).

Natürlich vertrete ich im Folgendem weiterhin immer noch meine subjektive Meinung, aber meine Emotionen sind jetzt weitgehend raus, und dieser Umstand verschafftet mir einen klareren Blick. Mit Zug nach Oben zur Meta-Ebene.

Mich interessiert hier die Phänomenolgie.

Die Kommentare meines letzten Posts nahmen teilweise absurde Züge an (wer hier immer noch mitliest, hat auch das Zeug, sich durch die Kommentare zu kämpfen).
Ich will mich da ausdrücklich nicht ausnehmen.
Aber mittlerweile kann man anscheinend nicht einmal den Ehemann von Wagenknecht zitieren, ohne sich vermeintlich als Rassisten oder Rechten zu outen.
Sicher, La Fontaine ist eine kontroverse Figur.
Aber muss man dann direkt dem Anderen das Links-Sein absprechen, mir Rassismus vorwerfen, weil ich ihn zitiere?
Kann man mal kontrovers diskutieren, und dabei die Kirche im Dorf lassen?

Es gibt mittlerweile im Kielwasser dieses Blogs sogar Kommentatoren, die sich diebisch über Rechtschreibfehler von mir freuen.
Mittlerweile belustigt mich das. Es ist Teil eines Phänomens, welches ich nicht begreife/begreifen will.
 
Ich nehme das war, aber ich begreife es nicht. Kann in dem ganzen Grabengefechten unter den Linken keinen Sinn sehen. Jedenfalls nichts Konstruktives. Gestaltendes.
Auf das Trennende geschaut, statt auf das Verbindende. Wäre schöner andersrum...

Aber ich muss nicht alles verstehen.
Nicht alles verstehen zu wollen, entspannt. Kann ich nur empfehlen...




Nachgedanken:
@jakebaby:
Du bist ein Arschloch. Ich bin ein Arschloch.
Haben wir doch schon eine Gemeinsamkeit!
Lass uns um die Sache streiten, und nicht darum, wer die (metaphorisch gesprochen) dicksten Eier hat.
Wenn wir uns zufällig in einer Kneipe treffen würden, dann würden wir vermutlich erstmal zusammen einen saufen, und uns danach im Hinterhof auf die Fresse kloppen.
Lass uns doch einfach (wieder metamophorisch gesprochen) beim Saufen bleiben.

@Das Murmeltier:
Es wird mir langsam zu blöd, gegen Deine Vorurteile ankämpfen zu müssen.
Keine Grabenkämpfe mehr. Bitte. Schadet der linken Sache und entzweit, anstatt es Kräfte verbindet.
Lass auch Du uns in Zukunft in der Sache streiten.
Aber beiderseitig den Respekt bewahren. Denn das ist die Voraussetzung dafür, um in der Sache zu streiten.



Ich habe oft zu spontan und falsch reagiert. Mein Appell an Euch richtet sich auch an mich.

Ich würde mich gerne weiterhin mit Euch beiden austauschen.

Aber dabei sollte uns doch allen bewußt sein, dass uns folgendes Elementare verbindet:
- mehr Verteilungsgerechtigkeit!
- Menschen, egal welcher Hautfarbe, Abstammung, sexueller Ausrichtung, religiöser Zugehörigkeit, (... oder was sonst noch als 'trennend' aufgeführt werden könnte) sind GLEICH
- Krieg schafft keine Lösungen.
- Wir leben von/mit der Erde. Lasst sie uns so behandeln, und nicht, wie einen Schwamm, den man auswringt.

Ich gehe davon aus, dass ihr das auch so unterschreiben könntet. Und ich hoffe, dass ihr mir glauben könnt, dass o.g. Worte mit Herzblut geschrieben sind.

Dies würde uns (so meine Phantasie) eine Basis gegenseitigen Respekts verschaffen, die zukünftige Diskussionen sicher fruchtbarer machen würden...

Last, but not least:
@ der Doktor:
@Susannah Winter:
@ Art Vanderley:

Bitte weiterhin kommentieren!
Nicht nur ich profitiere davon!
:-)


Übrigens:
Schon vor fast fünf Jahren habe ich bereits ähnliche Gedanken verfasst.
Geändert hat sich diesbezüglich in diesem Zeitraum exakt nix...